
Schon gewußt? Die USA unterhalten um die 140 Nationalfriedhöfe in 40 Bundesstaaten. Der bekannteste dürfte Arlington in Virginia sein, auf dem auch Kennedy begraben liegt. Das Gelände gehörte einst dem berühmten Südstaaten-General Robert E. Lee. Nachdem die Südstaaten den Bürgerkrieg verloren hatten, wurde General Lee enteignet, und die Nordstaaten benützten sein Grundstück, um ihre Soldaten zu begraben. Heute liegen dort über 300.000 Tote aus allen Schlachten vom Bürgerkrieg bis zum Irak-Krieg. Aber auch die anderen Friedhöfe (Foto: Golden Gate, Kalifornien) sind riesig und unüberschaubar. Auf dem Fort Sam Houston National Cemetery in San Antonio, Texas, liegen beispielsweise 120.000 Tote.
Was nun aber vermutlich in Deutschland kein Mensch weiß, jeder, der irgendwann US-Soldat war, kann sich in den Nationalfriedhöfen auf Staatskosten begraben lassen, und zwar mit militärischen Ehren und umsonst für alle Zeit und Ewigkeit. In San Antonio finden täglich ungefähr 20 Beerdigungen statt von Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, vom Korea-, Vietnam- oder Irakkrieg und so weiter. Und es kommt noch besser! Auch die Ehefrau des Soldaten kann auf dem Nationalfriedhof beerdigt werden. Sie kommt in dasselbe Grab wie ihr Mann, und ihr Name steht auf der Rückseite des Grabsteins - ebenfalls umsonst, genauso minderjährige Kinder. Läßt sich ein Soldat auf einem anderen Friedhof begraben, zahlt der Staat einen Teil der Gebühren, aber nicht alles. In San Antonio sind auf dem Nationalfriedhof auch über 100 deutsche Kriegsgefangene beerdigt, siehe Link hier! Sie werden noch ein Grab haben, wenn der letzte Bundeswehrsoldat in Deutschland in einer Knochenmühle gelandet ist! Und noch ein Zusatz! Auch zivile Friedhöfe verlangen keine Räubergebühren und werden nicht abgeräumt nach 10 oder 15 oder 20 Jahren, sondern im Normalfall eigentlich nie. Man findet dort jederzeit seinen Urgroßvater, sofern man die Grabstelle kennt. Schön!