Im Jahr 2008 hatten 15,6 Millionen der insgesamt 82,1 Millionen Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund. Das heißt, 19% der Bevölkerung sind seit 1950 nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zugewanderten (2007: 18,7%, 2005: 18,3%). Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Zahlen aus dem Mikrozensus mit. Der gestiegene Anteil ist auf zwei Ursachen zurückzuführen: Gegenüber 2007 ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund durch Zuzug und Geburten um 155 000 angewachsen, gleichzeitig ist die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund um 277 000 auf 66,6 Millionen zurückgegangen.
Die Türkei führt mit gut 2,9 Millionen die Liste der wichtigsten Herkunftsländer an.
Der Unterschied zwischen den Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ist hinsichtlich vieler Merkmale deutlich ausgeprägt. So sind Personen mit Migrationshintergrund deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund (34,4 gegenüber 45,3 Jahre), weitaus häufiger ledig (45,5% gegenüber 38,4%), und der Anteil der Männer unter ihnen ist höher (50,4% gegenüber 48,6%). Sie leben häufiger im früheren Bundesgebiet beziehungsweise in Berlin (96,0% gegenüber 81,3%). Ein fehlender allgemeiner Schulabschluss ist bei ihnen häufiger anzutreffen (14,2% gegenüber 1,8%), ebenso ein fehlender beruflicher Abschluss (44,3% gegenüber 19,9%). Außerdem sind Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 25 bis 65 Jahren nahezu doppelt so häufig erwerbslos wie jene ohne (12,4% gegenüber 6,6% aller Erwerbspersonen) oder gehen ausschließlich einer geringfügigen Beschäftigung, zum Beispiel einem Minijob, nach (13,7% gegenüber 9,0% aller Erwerbstätigen). (Text aus Destatis mit Link auf die Fachserien)!