Archiv der Kategorie 'Nationalsozialismus'

Hochhuths “Stellvertreter”, Pius XII. und Pave the Way

5.04.2010

Gestern nacht zeigte das Erste den “Stellvertreter”, einen Spielfilm von 2002, der Rolf Hochhuts gleichnamiges Theaterstück von 1963 als Vorlage benutzt, in dem PIUS XII. beschuldigt wird, er hätte zum Judenmord im Dritten Reich geschwiegen, anstatt mehr zu protestieren, ein Vorwurf, den man teilen kann. Frech wird es erst, wenn man Pius plötzlich zu “Hitlers Papst” macht, ein späteres Buch, bei dem gleich das Umschlagbild gefälscht war. Zufällig stieß ich vor ein paar Wochen auf diese Internetseite “Pave the Way”, die von einer US-Stiftung betrieben wird, welche den damaligen Papst verteidigt. Gründer des Vereins ist ein Jude namens Gary Krupp, der in seinem Ruhestand angefangen hat, nur dieses eine Thema zu studieren und Dokumente zu sammeln. Leider ist die Seite ziemlich unübersichtlich. Interessierte sollten selber darin stöbern, es können offensichtlich auch lange Dokumente heruntergeladen werden.

Laut Krupp war es tatsächlich Hochhuth, der es ganz alleine fertigbrachte, den Ruf des Papstes zu unterminieren. Vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg habe niemand Pius XII. angegriffen, und er sei hochgeehrt gewesen. So fand Krupp von 1939 bis 1958 keinen einzigen negativen Artikel über Pius in der Palestine Post und der New York Times. Was viele vergessen haben - der Dramatiker Hochhuth hatte bereits im Stellvertreter Churchill kritisiert, und in seinem nächsten Theaterstück “Soldaten” (1967) trat Bomber-Harris auf. Irgendwann in dieser Zeit muß Hochhuths Freundschaft mit dem Holocaust-Leugner Irving entstanden sein, wie das jugendliche Foto oben zeigt. Schon etwas schizophren! Pius XII. macht er mitschuldig an Millionen Toten, und 2005 nannte er seinen Freund Irving einen seriösen Wissenschaftler!  Aber lassen wir das, das Archiv ist bereits voll mit Hochhuth und Filbinger, Hochhuth und KGB und so weiter. Gehen wir lieber zum Bonmot von Pave the Way:

Wenn irgendwo ein Problem ist, passiert folgendes. Drei Leute versuchen, etwas Konkretes zur Lösung beizutragen. Zehn Leute halten einen Vortrag darüber und analysieren, was die drei machen. Hundert Leute loben oder kritisieren die zehn Vorträge. Tausend Leute streiten sich dann über das Problem. Und ein Mensch, nur einer, vertieft sich so ausgiebig in die richtige Lösung, daß er viel zu beschäftigt ist, all den anderen und ihren diversen Meinungen zuzuhören.

Und dieser eine ist in diesem Fall eher ein Mann wie Gary Krupp und nicht das Spargel-Magazin. Vielleicht sollte man sich aber auch beim Bloggen nur noch mit einem Thema beschäftigen?

Wird im Berlin-Warschau-Express bald KZ-Zuschlag verlangt?

14.01.2010

Weil die Deutsche Bahn Ende 2009 eine Lizenz bei den polnischen Behörden beantragt hat, um gemeinsam mit der polnischen PKP Intercity von Berlin aus eine Linie ins polnische Ostseebad Kolberg (Kolobrzeg) zu betreiben, kommt ein polnischer Opferverband auf die Idee, die Bundesbahn müsse als Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn Entschädigung zahlen. Mit den Massendeportationen in die KZs habe die Reichsbahn mindestens 445 Millionen Euro, wenn nicht eine Milliarde verdient.

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Der Führer über das Christentum zitiert nach Bormann

22.12.2009

Da bald Weihnachten ist, ein Blick zurück: DIENSTAG, 26. JANUAR 1943, Auszug aus Kempowskis gigantischer Echolot-Dokumentensammlung:

Bormann, Martin 1900–1945 Führerhauptquartier
Aktenvermerk für Pg. Friedrichs
Betrifft: Christentum. Aus einer Unterhaltung, die beim Führer stattfand:

Die Missionare, die zur Ausbreitung des Christentums nach Germanien kamen, waren politische Kommissare.

Der römische Staat wurde durch das Christentum vernichtet; die sogenannte Religion des Paulus revolutionierte die Sklaven und das römische Untermenschentum.

Das Christentum wird durch seine kulturellen Auswirkungen in jener Zeit gekennzeichnet: Die römischen Künstler, der römische Staat, hatten die schönsten Kunstwerke geschaffen; die sogenannten Kunstwerke, die von den Christen jener Jahre geschaffen wurden und in den Katakomben erhalten sind, tragen bolschewistisch-futuristische Züge.

Die ganze Größe des Gegensatzes zwischen Heidentum und Christentum offenbart sich in der Hygiene, die beide auslösten: Wir stehen heute noch staunend vor den römischen Wasserleitungen und Bädern! Demgegenüber unterdrückte das Christentum jede naturnotwendige Hygiene; der wurde ein Heiliger, der in seinem eigenen Kot lebte. Auch heute noch ist es den Nonnen verboten, sich unentkleidet zu baden. Sie baden ebenso wie die Kinder, die bei den «Englischen Fräulein» erzogen werden, im langen Hemd.

Wie würde die Welt aussehen, wenn das Christentum nicht gekommen wäre und die wissenschaftliche Forschung um 1500 Jahre aufgehalten hätte?

In welchem Ausmaße das Christentum die sogenannte heidnische Kultur vernichtete, können wir uns heute kaum vorstellen. Ähnliches wäre noch einmal eingetreten, wenn Thomas Münzer sich mit seiner Lehre durchgesetzt hätte.

Was wir brauchen, sind Geschichtswerke von nationalsozialistischen Gelehrten, die über einen starken Wirklichkeitssinn verfügen und die deshalb nicht völlig töricht Hypothesen aufstellen.
gez. Bormann

Heribert Seifert über den Holzhammer im NS-Unterricht

1.08.2009
… So erscheint zum Beispiel in einem Geschichtsbuch für die Oberstufe die europäische Aussenpolitik zwischen 1933 und 1939 nur als Spielwiese Hitlerschen Machtwahns. Die bei anderen Epochen übliche Darstellung komplexer Wechselverhältnisse zwischen der Politik rivalisierender Mächte ist hier zugunsten einer eindimensionalen Präsentation aufgegeben. Auch herrscht im Unterricht oft ein moralischer Überdruck, der auf Bekenntnis setzt und jedes Zeichen von Distanz rasch als Indiz für extremistische Infektion wertet. Als sich zum Beispiel zwei 15-jährige Mädchen weigerten, am symbolischen Protestmarsch teilzunehmen, den die Leiterin einer Schule im Ruhrgebiet ohne konkreten Anlass für ihre ganze Schule angesetzt hatte, wurden sie an den Pranger gestellt.

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Mixa hat völlig recht! Kommunismus und Nationalsozialismus sind das Werk von Atheisten!

12.04.2009

Bischof Mixa soll nur endlich weiterbohren! Die verblödeten deutschen Christenschafe lassen sich seit Jahrzehnten von allerlei interessierten Polit-Ideologen ins sündige Bockshorn jagen. JA, es ist wahr, die Katholiken hätten viel stärker gegen die Hitlerei protestieren und Widerstand leisten müssen! Ja, von den Protestanten, die den Nazis in den Hintern gekrochen sind, wollen wir gleich schweigen! Aber haben irgendwelche ATHEISTEN gegen das Dritte Reich protestiert, ihr SPIEGEL-Schmutzfinken? Nennt mir einen einzigen Atheisten aus Deutschland! Gibt es nicht!

Also: die gängige politkorrekte Verarschung, daß die Betreiber des GULAGS und der KZs Christen gewesen seien, gehört in den Abort, ins historische Scheißhaus! Der Gulag, die ganzen 100 Millionen Toten des Kommunismus, stehen auf dem Konto von Atheisten. Genauso war die Nazi-Herrschaft rundherum das reinste atheistische Produkt! Kein einziges führendes Nazi-Mitglied war kirchengläubig, die SA und SS  - waren das christliche Runen - sind vom Start an kirchenfeindlich gewesen, kein einziger KZ-Scherge ging in die Kirche!

Man wundert sich, wie strohdumm die Religiösen sich bislang verteidigt haben. Da läßt man sich von jedem dahergelaufenen Rotzlöffel und Lügner wie Hochhuth in die Defensive treiben, ohne zu erwähnen, daß sämtliche Massenmörder des letzten  Jahrhunderts  immer Atheisten waren! Die kreuzdummen Pfaffen waren und sind nicht einmal fähig, ein für allemal festzunageln, daß Lenin, Stalin, Trotzki, Hitler, Himmler, Heydrich, Eichmann, Bormann, Goebbels, Göring und wie die Verbrecher und Menschenfeinde alle heißen, niemals an einen Gott geglaubt haben außer an sich selbst, daß sie niemals freiwillig eine Kirche von innen gesehen haben! Alle waren Atheisten! Wie doof, daß Mixa erst 2009 mal einen kleinen Gegenangriff startet! Apropos: Hier ein Link zum Ferkel Schmidt-Salomon!

Armin T. Wegner - Brief an Reichskanzler Hitler

12.03.2009

Wegner 1933 / Gestapo-Foto

Am Ostermontag, den 11. April 1933, schrieb Armin T. Wegner in Berlin einen kritischen Brief an den neuen Reichskanzler Hitler. Das hat sonst kein Deutscher gewagt, und schon gar kein Schriftsteller. Bormann quittierte sogar den Empfang, ein paar Tage später wurde Wegner verhaftet. Nach seiner Entlassung floh er nach Italien und tauchte dort unter falschem Namen unter. Nach dem Krieg galt er zunächst fälschlicherweise als tot und blieb in Deutschland ziemlich unbekannt. Er erhielt einige Preise in Deutschland, kehrte aber nicht zurück und starb 1978 vergessen und verbittert in Rom. Im Internet stehen mehrere Artikel mit biographischen Details, wie es den Eindruck hat, mehr auf ausländischen Seiten (USA, Israel, Armenien). Zwar wurde irgendwann in Deutschland eine Wegner-Gesellschaft gegründet, mein Eindruck ist aber, die schläft wieder ein! Auch seine Bücher sind kaum erhältlich. Auf seinem Grab stand:

Amavi iustitiam odi iniquitatem 
Propterea morior in exsilio.”

PS: Der Vollständigkeit halber - Wegner hatte zwei Tage vor Liebknechts Ermordung auch einen Offenen Brief an diesen geschickt, und anläßlich eines Besuches in der Sowjetunion einen solchen an Maxim Gorki!

Broder: Wer über Darfur nicht reden will, der sollte über Auschwitz schweigen

11.11.2008

Darfur

Denn die Welt liebt Juden, die auf dem Weg in den Tod noch schnell ein paar Gedichte schreiben, über die später Literaturseminare abgehalten und Dissertationen verfasst werden können. Der tote Jude ist ein gern gesehener Gast in der guten Stube des schlechten Gewissens; Juden, die etwas weniger feingeistig sind, dafür aber Kampfjets fliegen und mit Gewehren umgehen können, werden ermahnt, ihre eigenen Traditionen nicht zu verraten: die des Humanismus, des Pazifismus und der Wehrlosigkeit.

Dabei sind die Juden noch relativ gut dran, denn sie haben aus der Geschichte gelernt. Man hätte an diesem 9. November auch über andere Minderheiten reden können, die heute verfolgt werden: über Christen in moslemischen Ländern, über die Armenier in der Türkei, die Kopten in Ägypten und vor allem über die Baha’i im Iran, deren Situation sehr wohl mit der Lage der Juden in Deutschland zwischen ’33 und ’39 vergleichbar ist. Oder auch über Frauen, die der Scharia geopfert werden, wie das 13-jährige Mädchen in Somalia, das zuerst von drei Männern vergewaltigt und dann als Strafe für ihr Fehlverhalten gesteinigt wurde.

Auszug aus einem Artikel von Henryk M. Broder, dem ich voll zustimme. Bei uns wird die Zeit verplempert mit der Installation neuer politkorrekter Woerter wie “Reichspogromnacht”, waehrend synchron aehnliche Morde stattfinden wie damals. In der englischsprachigen Presse hiess es dieser Tage uebrigens immer noch Kristallnacht!