Hamburg - Die Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ) geht nach fast 60 Jahren erstmalig an die Kioske. Die 1950 gegründete konservative Wochenzeitung Preußische Allgemeine Zeitung will wachsen. Ab Freitag, den 29. Januar 2010 ist sie bundesweit an zunächst rund 1000 Verkaufsstellen erhältlich. Darunter sind fast alle deutschen Flughäfen und Bahnhöfe sowie der gut sortierte Zeitungsfachhandel.
PAZ-Chefredakteur Konrad Badenheuer, der 2008 vom CSU-Parteiblatt Bayernkurier zur Preußischen Allgemeinen wechselte, verfolgt damit seinen konsequenten Kurs von Erneuerung und Wachstum beim ehemaligen “Ostpreußenblatt” weiter.
Wie der Fall Sarrazin und die Minarett-Entscheidung zeigt, ist die Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung in vielen Bereichen enorm. Kaum kleiner ist die Marktlücke für eine gut gemachte, konservative Wochenzeitung - und die wird jetzt von uns besetzt” sagte Badenheuer.
Das Interesse an der runderneuerten Zeitung ist groß: Statt wie zunächst geplant mit 2500 bis maximal 4000 zusätzlich gedruckten Exemplaren geht die Zeitung wegen der starken Nachfrage der Grossisten nun mit 5500 Exemplaren an den Kiosk. Zum Vergleich: Der christlich-liberale Rheinische Merkur verkaufte im viertem Quartal 2009 nach IVW 2302 und die nationalkonservative Junge Freiheit 2571 Exemplare an den Kiosken. Mit ersten Aktivitäten im Bereich der Online-Werbung konnten allein seit Oktober über 1000 neue Probe-Abonnenten gewonnen werden.
Weitere Maßnahmen am Internetauftritt des Blattes sind geplant. “Die boomende konservative Blogosphäre, übrigens auch ein Reflex auf das verkümmernde Angebot seitens der Printmedien in diesem Bereich, braucht eine Anlaufstelle, an der mit qualitätsjournalistischen Maßstäben die Spreu vom Weizen getrennt wird”, erklärt Badenheuer. “Als Filter und Anlaufpunkt im wachsenden Segment der konservativen Blogs, Foren und Online-Netzwerke will die PAZ sich nach und nach positionieren.”
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