Wie sich ein schamloses Ossiblatt eine Papstreise so vorstellt! Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben, aber das hier ist wieder erste Sahne! Der Dreckspatz von der ausgeschamten Ostseezeitung erinnert sich weder an Stalin, noch an Walter Ulbricht, noch an Honnecker, noch an die rote DDR-Diktatur - ist ja schon 20 Jahre her -, aber Ratzinger sollte in Israel aus dem Nähkästchen von Marktl am Inn vor 65 Jahren plaudern, er vertritt ja schließlich die ehemalige HJ dieses Kuhnests und nicht etwa eine Milliarde Katholiken weltweit:
Gerade vom deutschen Papst, der einmal Hitlerjunge war und 1943 als Flakhelfer eingesetzt wurde, müsste doch Persönlicheres zu hören sein als gestanzte Sätze. Wie war das damals für ihn und seinesgleichen, als die Juden abgeholt wurden? Empfindet er als Deutscher, der diese Zeit bewusst miterlebt und vermutlich miterlitten hat, heute noch Schuld oder Scham?
Diese verblödete Weltsicht teilen viele. Scheinbar wurden aus kleinen Bauerndörfern am laufenden Band Juden abgeholt, und die Einwohner standen an der Straße und haben geklatscht! Daß es vielleicht Flecken gab, in denen 2000 Jahre kein einziger Jude gewohnt hatte, dämmert kommunistischen Socken absichtlich nicht. Es gab sogar ganze Oberämter, in denen auf den Weilern ringsum keine Juden wohnten. Bewohner einer solchen Gegend haben also damals keinen einzigen Abtransport gesehen. Es befanden sich in solchen Dörfern auch keine Fernseher, kein Internet, kein Radio, keine Amateurfunker und keine Autos, sondern nur die Post, die zensierte Lokalpresse und ein paar durchreisende Scherenschleifer oder Händler und Hausierer. Die Leute machten auch keine Ausflüge ins übernächste Dorf und schon gar nicht 50 km weg, denn sie hatten kein Geld dazu und vor allem keine Zeit, denn die Hühner mußten gefüttert werden und die Kühe morgens und abends gemolken. Selbst Schichtarbeiter und Schlafburschen in der Reichshauptstadt Berlin haben andere Stadtteile nur selten gesehen und viele wahrscheinlich die Ostsee nie in ihrem Leben!
Es gab selbstredend Ausnahmen - in Württemberg zum Beispiel die Gegend um Horb und dort etwa ein Dorf wie Rexingen, das zeitweise zur Hälfte aus sogenannten Viehjuden bestand. Aber solche Dörfer sind die Ausnahme! Ohne jeden blassen Schimmer vermute ich einfach mal, daß in Marktl am Inn keine 100.000 Juden wohnten, aber in Rostock, wo die Ostseezeitung herkommt, mindestens 100.000 Kommunisten, von denen 70.000 noch leben! Na, wie war das damals, als die Regimefeinde abgeholt wurden? Laßt mal hören, ihr Kommunistenbeutel!