
In Bozen, Südtirol, wurde eben das neue Kunstmuseum “Museion” mit einer Ausstellung eröffnet, welche auch einen gekreuzigten Frosch des deutschen Künstlers Martin Kippenberger zeigt (Foto). Dagegen gab es ein paar Proteste von weltlicher und kirchlicher Seite. Und einmal hieß es, der Frosch werde abgehängt, und dann wieder, der “Frosch bleibt”. Vielleicht kennt ein Bozner den aktuellen Stand? Auch die Bilder variieren, manche Blätter zeigen einen grünen.

Kippenberger kann ihn nicht umgemalt haben, er ist seit über 10 Jahren tot. Zur Zeit der Gestaltung war er auf Drogenentzug, und in seinem Hirn mag es durchaus so ausgesehen haben. Der Vorgang erfordert trotzdem eine Widerrede! Also … der Frosch soll hängenbleiben, sonst können wir auch gegen ein Verbot von Mohammed-Bildchen nichts mehr einwenden, aber so wie die NZZ schreibt, geht es auch nicht:
Dass bei der Eröffnung ein gekreuzigter Frosch von Martin Kippenberger einen Skandal auslöste, zeigt aber auch, wie viel Vermittlung noch nötig sein wird, um Bozen zu einem wirklichen Kunstzentrum zu machen…
Nur wer solchen Mist gut findet, ist also nach dieser Logik ein wirklicher Kunstkenner? Wer sagt denn der NZZ, daß es sich hier um ein Kunstwerk handelt? Weil das westliche Feuilleton schon seit Jahrzehnten total versagt und jeden spinnerten Pinsler als Künstler und jede Fäkalie als Kunst durchgehen läßt, muß es jedenfall noch lange kein Meisterwerk sein. Früher oder später landet all dieses Zeugs mit Sicherheit im Sperrmüll. Anbetung und “Auseinandersetzung” wäre vertane Zeit. Zweitens bezweifeln wir, was die NZZ schriebe, wäre der Frosch auf einen Koran genagelt. In der dänischen Karikaturenaffäre hat sich das Schweizer Blatt nicht hervorgetan. Und drittens fragen wir uns ernstlich, wie die Südtiroler Grünen, auch wenn der Frosch grün ist, das Werk gut finden können, wenn täglich nachgewiesener Maßen 150 Arten aussterben! Und dann noch kreuzigen?