Die islamisch-christliche Dialüg-Melodei
7.10.2008
Keine Woche vergeht, ohne daß nicht irgendwo eine Sitzung oder ein Seminar oder ein Workshop zum christlich-islamischen Dialog stattfindet. Die Melodei ist immer dieselbe:
Auch die Christen waren früher gewalttätig (Kreuzzüge und so), und dann kamen die Leuchten der Aufklärung und haben aus dem dummen Christenvolk liebe, nette Mitbürger gemacht. Der Islam ist noch ein bißchen hintendran aber die Aufklärung schon im Anflug, und bis in drei Jahren oder so ist alles paletti! Das Dumme ist nur, daß dies nicht stimmt, weil schon die Grundannahmen falsch sind:
Die Religion hat in der islamischen Welt noch immer eine nationale und gesellschaftliche Bedeutung — als Quelle von Autorität, Brennpunkt von Loyalität, Definition von Identität —, wie man sie in Europa seit den durch Renaissance, Entdeckungen, Reformation, Aufklärung und Industrielle Revolution ausgelösten Veränderungen nicht mehr kennt.
Darüber hinaus aber gibt es, in einem viel tieferen Sinn, im Islam eine Verkettung von Religion und Politik, die in der christlichen Religion nie bestand. Der Begründer des Christentums gebot seinen Anhängern, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist. Mehr als 300 Jahre lang waren die Christen eine machtlose, oft heftiger Verfolgung ausgesetzte Minorität. Erst mit Konstantins Bekehrung wurde das Christentum Staatsreligion und bildete eine eigene Institution, die Kirche, mit eigenen Gesetzen, eigenen Gerichten, einer eigenen Verwaltungshierarchie. Während der ganzen christlich geprägten Geschichte und in praktisch allen christlichen Gesellschaften wurde akzeptiert, daß es zwei Autoritäten gab, die mit unterschiedlichen Dingen befaßt waren: Gott und Kaiser, Kirche und Staat, geistlicher und weltlicher >Arm<. Beide waren bisweilen verbündet, bisweilen getrennt, bisweilen in Harmonie oder im Konflikt miteinander; bisweilen dominierte die eine Autorität, bisweilen die andere. Stets aber waren es zwei.
Im prämodernen Islam dagegen gab es nur eine Autorität. Dem Begründer des Islams war es nicht, wie Moses, verboten, sein Verheißenes Land zu betreten; noch weniger hatte er ein Martyrium zu erleiden. Im Gegenteil: Zu seinen Lebzeiten bereits kam er zu militärischem und politischem Erfolg. Nach der Flucht aus seiner Geburtsstadt Mekka nach Medina schuf er einen neuen Staat und war schließlich in der Lage, Mekka selbst zu erobern und zu regieren. Muhammad wurde ein Souverän; er kommandierte Armeen, gebot über Krieg und Frieden, erhob Steuern, schuf Recht — mit einem Wort: Er vollzog all jene Souveränitätsakte, die nach muslimischer Auffassung seine Erwähltheit vollkommen sichtbar machten, und wurde zu einem Vorbild für künftige Generationen.
So durchdringen sich in der islamischen Geschichte und besonders zur Zeit der frühen, grundlegenden Ereignisse, die Gemeinbesitz aller Muslime und für ihr kollektives Bewußtsein prägend sind, Credo und Macht, wahrer Glaube und weltliche Herrschaft total. Dazu gibt es weder im Christentum eine Parallele, noch gab es sie im Judentum seit den frühesten Büchern des Alten Testaments. Der Islam, sagte Ajatollah Chomeini, ist Politik, oder er ist gar nichts.
Quelle: Bernard Lewis, Die Assassinen. Zur Tradition des religiösen Mordes im radikalen Islam, Frankfurt 2001, S. 8


7.10.2008 um 14:40
Nach Mark Steyn: “Well that’s just your opinion!”
7.10.2008 um 14:44
Ich weise immer wieder auf diese Seite hin :
Islam is the name of a way of life which the Creator wants us to follow. We avoid the word religion because in many non-Islamic societies, there is a separation of “religion and state.” This separation is not recognized at all in Islam: the Creator is very much concerned with all that we do, including the political, social, economic, and other aspects of our society. Hence, Islam is a complete way of life.
http://www.usc.edu/dept/MSA/notislam/misconceptions.html
Natürlich ist der Islam keine Religion, er sieht sich auch selber nicht als Religion. Er ist der “complete way of life”, den der Obliterator (einer der Namen Mohammeds mit seinen Schwertern “Ziehaus” “Sehr scharf” und “Tod”) seiner Gefolgschaft von Räubern und Mördern gab.
Immer wider DER kardinale Fehler, den Islam als abrahamitische “Religion” zu sehen.
7.10.2008 um 14:58
http://tempsreel.nouvelobs.com/actualites/societe/20081007.OBS4579/le_recteur_dorleans_aurait_insulte_des_infirmieres.html
ÉDUCATION NATIONALE
Insultes : le recteur d’Orléans démissionne
“Je vais vous gifler”, “je vous em…”, répété à trois reprises, seraient les propos tenus par le recteur de l’académie d’Orléans-Tours à l’encontre d’une infirmière.
Le recteur de l’académie d’Orléans-Tours, Ali Bencheneb, a présenté sa démission mardi au ministre de l’Education, qui l’a acceptée, a annoncé un communiqué du ministère….
réactions…..
7.10.2008 um 15:25
@BERLIN-MITTE meint:
7.10.2008 um 14:58
Na ja, mit DEM Namen. Sinnvoll die Frage eines Kommentators, wieso er es überhaupt in diese Function schaffte.
7.10.2008 um 15:33
[”mein” Website ist nur etwas, das ich empfehle. Ist nicht “mein” Website!].
Ja, Islam/Shari’a ist Politik, das ist warum, ist es total unnützig, es mit anderen Religionen zu vergleichen. Es ist Fleisch mit Obst zu vergleichen: sie haben praktisch nichts zusammen zu tun!
Alles, was ein Weg Geists ist, hat nichts mit Islam zu tun. Islam ist kein Weg Moralitäts oder Ethics: ist etwas praktisches, und es muss als reale Politik behandelt.
Shari’a muss mit Verfassungen vergleicht sein, nicht mit anderen “heiligen” Büchern (oder einfach mit anderen Texten).
Islam(ismus) kann mit Komunismus, Liberalismus, und so weiter und so fort vergleicht sein. Nicht mit etwas anders.
Politische Grüsse.
7.10.2008 um 15:37
In England kommen sie endlich auf den Trichter das solche Minderheitenorganisationen (Schwarze Polizisten Vereinigung etc.) selber inhärent rassistisch sind.
http://www.telegraph.co.uk/opinion/main.jhtml?xml=/opinion/2008/10/07/dl0702.xml
7.10.2008 um 15:48
Wie der Dialog fern aller PC im Jahre 1676 aussah, kann man sehr schön anhand eines Briefes der Saporoger Kosaken an einen türkischen Sultan nachvollziehen. Nebenbei scheinen die heutigen Jungosmanen den Sprachstil nahezu eins zu eins übernommen zu haben.
Den Link habe ich gestern entdeckt in einem Kommentar auf PI von karlmartell: Paßt hier aber wunderbar zum Thema.
“Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief ist ein Historienbild. Dargestellt wird eine Szene aus dem Jahr 1676. Die Saporoger (auch: Saporoscher bzw. Saporoschjer) Kosaken (Sa porogami = “hinter den Stromschnellen”), die am unteren Verlauf des Dnepr lebten, hatten in einer Schlacht des Osmanisch-Russischen Krieges ein osmanisches Heer besiegt. Der osmanische Sultan Mehmed IV. verlangte gleichwohl von ihnen ebenso die Unterwerfung, wie sich bereits 1674 der Hetman Petro Doroschenko unterworfen hatte.
Auf diese Aufforderung taten die Kosaken etwas für ihre sonstigen Gepflogenheiten Unübliches: Sie schrieben. Und kurz darauf hielt der osmanische Sultan einen Brief in den Händen, der von Beleidigungen nur so strotzte:
>Du türkischer Teufel, Bruder und Genosse des verfluchten Teufels und des leibhaftigen Luzifers Sekretär! Was für ein Ritter bist du zum Teufel, wenn du nicht mal mit deinem nackten Arsch einen Igel töten kannst? Was der Teufel scheißt, das frisst du samt deinen Scharen. Du wirst keine Christensöhne unter dir haben. Dein Heer fürchten wir nicht, werden zu Wasser und zu Lande uns mit dir schlagen, gefickt sei deine Mutter!
Du Babylonischer Küchenjunge, du Mazedonischer Radmacher, Alexandrinischer Ziegenhirt, Jerusalemitischer Bierbrauer, Sauhalter des großen und kleinen Ägypten, du Armenisches Schwein, du Tartarischer Geisbock, Podolischer Verbrecher, Henker von Kamenez und Narr der ganzen Welt und Unterwelt, dazu unseres Gottes Dummkopf! Du Enkel des leibhaftigen Satans und der Haken unseres Schwanzes. Schweinefresse, Stutenarsch, Metzgerhund, ungetaufte Stirn, gefickt sei deine Mutter!.
So haben dir die Saporoger geantwortet, Kahlkopf. Du wirst nicht mal christliche Schweine hüten. Nun müssen wir Schluss machen. Das Datum kennen wir nicht, denn wir haben keinen Kalender. Der Mond ist im Himmel, das Jahr beim Fürsten und wir haben den gleichen Tag wie du. Deshalb küss unseren Hintern!
Unterschrieben: Der Lager-Ataman Iwan Sirko mitsamt dem ganzen Lager der Saporosher Kosaken.<
Den abgebildeten Kosaken sieht man an, was für einen Spaß sie haben, sich immer neue Grobheiten auszudenken. Zu Repins Zeiten wurde diesem freiheitsliebenden, kampferprobten Volk sehr viel Sympathie entgegengebracht. Auch Repin war ein großer Bewunderer, er notierte:
„… Alles, was Gogol über sie geschrieben hat, ist wahr! Ein Teufelsvolk! Niemand auf der ganzen Welt hat so tief die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefühlt.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Saporoger_Kosaken_schreiben_dem_t%C3%BCrkischen_Sultan_einen_Brief
7.10.2008 um 15:49
“Erst mit Konstantins Bekehrung wurde das Christentum Staatsreligion und bildete eine eigene Institution, die Kirche, mit eigenen Gesetzen, eigenen Gerichten, einer eigenen Verwaltungshierarchie.”
Die Grundannahmen von Bernhard Lewis sind leider ebenso falsch. Man sollte zur Geschichte der Kirche keinen Freimaurer - oder ist Herr Lewis Jude? - fragen, sondern einen - echten - Katholiken.
Nicht durch oder begünstigt durch Konstantin wurde die Kirche gebildet, sondern durch den sterbenden Christus am Kreuz, der vorher Petrus als den Felsen als ersten Papst eingesetzt hat, auf den er seine Kirche, die katholische (was “allgemein” bedeutet), gegründet hat, die die Mächte der Hölle bis zum Ende der Welt nicht überwinden werden (dieser Sachverhalt steht übrigens sogar im Evangelium, das Herr Lewis scheinbar noch nie gelesen hat.). Der heutige Papst ist -wie alle davor- also Petrusnachfolger.
Die Bischöfe sind die Nachfolger der 12 Apostel, die der Gottmensch Christus alles gelehrt hat, was sie wissen mussten. Jeder katholische Bischof, den es heute gibt, steht in direkter apostolischer Sukzession, d. h. er kann sich auf einen dieser 12 Apostel zurückführen lassen. Deshalb heißt die katholische Kirche auch apostolisch. (Im Gegensatz zu den Protestanten. Luther war kein Bischof, sondern nur Augustinermönch und hauptsächlich Rebell, der sich und seine Anhänger vom Papst abgespalten hat - heißt Schisma- und der das Papsttum an sich sogar bekämpft hat und vernichten wollte.)
Außerdem hat Christus zwar gesagt, man soll dem Kaiser geben, was des Kaisers ist und ihn damit als weltliche Gewalt anerkannt, aber auch der Kaiser untersteht Gott, der ihn geschaffen hat, und hat sich und seine weltliche Regierung nach Dessen Geboten und sonstigen Lehren zu richten und hat Gott zu ehren, lieben und zu dienen - genau wie alle anderen Menschen auch.
Daher waren die Kaiser im Heiligen römischen Reich deutscher Nation auch Kaiser “von Gottes Gnaden”. Das war aber kein Höllensystem, wie es uns die “Aufklärer gerne weis machen wollten und wollen, sondern ein gerechtes Reich, denn der dreifaltige Gott, der damals - unterstützt vom Kaiser - in den Herzen geherrscht hat, ist die Liebe.
Für Leute, die mal was Wahres und nicht immer nur Phantasien lesen wollen: “Kirchengeschichte” von Schuchert in 2 Bänden.)
7.10.2008 um 17:22
Weitere Dialoge von heute in der Münchner U-Bahn:
1477. Versuchter Totschlag im Münchner U-Bahnhof Giselastraße - Lichtbild
Am 04.10.2008 befanden sich ein 21-jähriger griechischer Verkäufer aus München in Begleitung seiner drei Freunde gegen 06.00 Uhr nach einer Kneipentour in der Leopoldstraße auf ihrem Nachhauseweg. Als die stark alkoholisierten Personen in das Sperrengeschoss Nord des U-Bahnhofs Giselastraße gingen, trafen sie auf eine bislang unbekannte Person. Der Grieche geriet mit dem Unbekannten aus ungeklärter Ursache in Streit. Es folgte eine tätliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Unbekannte eine am Boden liegende Sektflasche nahm und mit voller Wucht auf den Kopf des Griechen schlug. Dieser wurde durch den Schlag kurzfristig bewusstlos. Der Schläger flüchtete über den U-Bahnausgang Franz-Joseph-Straße/Nordseite über die Leopoldstraße in unbekannte Richtung. Die drei Freunde folgten dem Schläger nicht, sondern kümmerten sich um den am Boden liegenden Verletzten.
In einem Münchner Krankenhaus wurde festgestellt, dass der Grieche eine Schädelimpressionsfraktur mit Einblutungen ins Gehirn erlitten hatte. Sein Gesundheitszustand ist stabil, er muss jedoch zur Beobachtung weiter in dem Krankenhaus bleiben.
Täterbeschreibung:
Ca. 180 bis 190 cm groß, dunkle, lockige, schulterlange Haare, vermutlich Ausländer, sprach deutsch mit hörbarem Akzent, trug helle Hose, vermutlich Jeans, sowie eine hüftlange Jacke, olivfarben, mit weißem Aufdruck auf dem Rücken.
1480. U-Bahnfahrgast durch Fußtritte schwer verletzt
Am 05.10.2008, gegen 23.00 Uhr, fuhren ein 43-jähriger deutscher Fernmeldemonteur aus München und ein bislang unbekannter Mann gemeinsam in einer U-Bahn Richtung Giselastraße.
Im Bereich der U-Bahnstation Münchner Freiheit forderten mehrere Fahrgäste, darunter auch der Fernmeldemonteur, den Unbekannten auf, das Rauchen im U-Bahnabteil zu unterlassen.
Nach dem Verlassen des U-Bahnzuges an der Station Giselastraße begegneten sich der Raucher und der Monteur erneut. Der Raucher spuckte dem 43-Jährigen nun ins Gesicht und schlug dann auf ihn ein, bis dieser zu Boden stürzte. Dies nutzte der Schläger aus, um mehrmals mit den Füßen nach dem Kopf des Opfers zu treten. Erst als Passanten auf die Situation aufmerksam wurden und dem 43-Jährigen zu Hilfe eilen wollten, flüchtete der Täter.
Der Monteur erlitt durch den Angriff eine Schulterfraktur, eine Prellung an der Hüfte, Gesichtsverletzungen sowie eine Gehirnerschütterung. Er musste stationär in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden.
Täterbeschreibung:
Männlich, 27 bis 30 Jahre alt, ca. 183 cm groß, schlank, vermutlich osteuropäisch, bekleidet mit weißem Hemd, dunkler Hose, dunkler Jacke und Turnschuhen. Sprach mit ausländischem Akzent.
http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/79154
7.10.2008 um 18:12
Dialog auf Schrammarisch - unterwürfiger geht es nicht mehr:
“Pilgerzentrum
Schramma schreibt an Erdogan
Von Peter Berger, 07.10.08, 14:53h, aktualisiert 07.10.08, 14:55h
Der türkische Ministerpräsident soll sich für ein Pilgerzentrum einsetzen. Kölns Oberbürgermeister erinnert den Politiker an dessen Zusage, das Projekt in Tarsus zu unterstützen.”
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660653806.shtml
7.10.2008 um 18:24
Auch die Christen waren früher gewalttätig (Kreuzzüge und so), und dann kamen die Leuchten der Aufklärung und haben aus dem dummen Christenvolk liebe, nette Mitbürger gemacht. Der Islam ist noch ein bißchen hintendran aber die Aufklärung schon im Anflug, und bis in drei Jahren oder so ist alles paletti!
Besser kann man es nicht ausdrücken.
Das ist wohl die Annahme von fast allen Westlern. (Übrigens auch die von den allermeisten sogenannten Islamkritikern.) Sie haben nur eine unterschiedliche Vorstellung davon, wie man dem Islamvolk die alle Probleme lösende Aufklärung in den Rachen schiebt. Während die ganz guten Menschen das auf antiautoritäre Tour machen wollen und Toleranz predigen, wollen es die bösen Islamkritiker mit mehr Druck tun und predigen Intoleranz.
Beides ist gleichermaßen dumm. Natürlich sind die Grundannahmen falsch:
Die Aufklärung wird auf blind fanatische Weise verherrlicht. Alles, was davor war, wird ignoriert oder als barbarisch und irrelevant abgelehnt. Das ist nicht unähnlich dem, was Muslime mit ihrer vorislamischen Geschichte tun.
Außerdem war die islamische Welt in den letzten paar Jahrhunderten nicht von der christlichen Welt isoliert, sie war sogar zu großen Teilen kolonisiert. Der Funke der Aufklärung hätte also Zeit genug gehabt, überzuspringen. Tat er nicht.
Aber vielleicht meinen die Schlaumeier jan 1968, wenn sie von Aufklärung reden.
@Robert: Der Vatikan ist spätestens seit 1964 keine christliche Organisation mehr.
7.10.2008 um 18:33
1676: Die Saporoger Kosaken schreiben an den türkischen Sultan . (zitiert von Faber)
2008: Schramma schreibt an Erdogan (verlinkt von Klandestina)
feel the difference….
7.10.2008 um 18:58
Die Situation ist im Begriff sich permanent weiter zu destabilisieren. Die kommende Wirtschaftskrise wird die Entwicklung weiter verschärfen. Europas Dhimmi-Regierungen und die EU tun alles, um diese Entwicklung voranzutreiben, indem sie die Einwanderung aus Drittweltländern systematisch forcieren (woher sollen sonst ihre Wähler kommen ?). Ich fürchte wir gehen einer Katastrope entgegen. Feststeht mittlerweile eines: Die Probleme sind im bestehenden Rahmen nicht mehr zu lösen.
7.10.2008 um 19:41
OT
Nicht, dass man es nicht eh schon gewusst hätte, aber: Ostdeutsche Vietnamesen schlagen ihre deutschen Mitschüler hinsichtlich des Lernerfolgs:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,582545,00.html
Wären sie nicht so gut gegen die Realität abgeschirmt, müsste das die Dialog-Strategen eigentlich in Erklärungsnöte bringen.
7.10.2008 um 19:56
@ Sunshine
Oh yes, i feel the difference.
Die Waräger waren Wikinger aus Schweden, die sich den Dnepr entlang ansiedelten und die “Rus” das Kernrussland schufen. Nicht wenige wurden später Kosaken (freie Krieger) im Wilden Feld und weiter südlich in der Ukraine.
OT
Könnte sein, dass die vielen blonden russischen Tennisspielerinnen schwedische Vorfahren hatten.
7.10.2008 um 20:15
@Chripa
Und die Welt macht dann das daraus:
“Migranten haben öfter Abitur als Deutsche ”
http://www.welt.de/vermischtes/article2541399/Migranten-haben-oefter-Abitur-als-Deutsche.html?page=6#article_readcomments
7.10.2008 um 20:52
—-
r2d2 schreibt:
“Die Probleme sind im bestehenden Rahmen nicht mehr zu lösen.”
Dem ist wohl so.
Dazu folgender Spruch
Wenn die Probleme zu groß werden,
braucht es schon Katastrophen,
um sie zu lösen.
Juli-Spruch
aus den Kalender-Sprüchen 07
http://www.eoscheinder.de/PDF/Kalender_Ausw08Tit.jpg
8.10.2008 um 7:14
Ja, genau! Und wenn dann jemand daherkommt und meint, man müsse Mohammed und den Koran im geschichtlichen Kontext - und überhaupt - vielleicht habe ja Mohammed gar nicht - und vielleicht sei der Islam gar nicht das unverformte Wort Allahs - dann wird ihm der Lehrstuhl entzogen - hier in Deutschland unter Mithilfe der aufgeklärten Christen.
Aufklärung mal rückwärts!
8.10.2008 um 8:04
“Während der ganzen christlich geprägten Geschichte und in praktisch allen christlichen Gesellschaften wurde akzeptiert, daß es zwei Autoritäten gab, die mit unterschiedlichen Dingen befaßt waren: Gott und Kaiser, Kirche und Staat, geistlicher und weltlicher >Arm<. Beide waren bisweilen verbündet, bisweilen getrennt, bisweilen in Harmonie oder im Konflikt miteinander; bisweilen dominierte die eine Autorität, bisweilen die andere. Stets aber waren es zwei.”
Auch hier wird eine Fehlübersetzung tradiert, über die Pinchas Lapide in “Ist die Bibel richtig übersetzt” (Bd. 2, S. 56 ff.) nach einer kurzen Erklärung des historisch-politischen Kontextes schreibt…
“… Jesus jedoch läßt sich von seinem Befrager (”Rabbi, ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen - oder nicht? Mt. 22,17) eine Münze mit dem Kaiserbildnis zeigen, womit er jeden der Anwesenden davon überzeugt, daß er selbst keine von diesen Heidenmünzen mit dem verhaßten Bildnis im Besitz hatte. “Wessen Bildnis und Aufschrift (das heißt Besitzerklärung) sind diese?” fragt er, wobei er auf die Münze, den Tiberius-Denar, deutet. “Des Kaisers”, ist die allgemeine Antwort; darauf erwidert Jesus klar und eindeutig: “Gebt doch dem Kaiser z u r ü c k, was des Kaisers ist; und Gott, was Gottes ist!”
Hier liegt einer der gravierendsten, folgenschwersten Übersetzungsfehler des Evangeliums vor. Nicht “Gebt” sagte Jesus nämlich, sondern “Gebt zurück” (auf griechisch: apodote), womit im Grunde ein gewaltloser Bruch mit der politischen Ordnung empfohlen wird. Im Klartext: Da nach römischem Münzrecht in der Tat dem Kaiser alle Münzen mit seinem Bild, die im Umlauf waren, als persönliches Eigentum gehörten, war Jesu Antwort auf Anhieb nüchtern und korrekt.
Nicht so aber für die anwesenden Juden. Sie verstanden ganz richtig: “Gebt dem Kaiser doch sein sündiges Geld z u r ü c k (apodote) und benützt es nicht, wie ich es Euch eben demonstriert habe, auf daß Ihr Gott geben könnt, was Gottes ist, nämlich die Anerkennung Seiner Alleinherrschaft über die ganze Schöpfung ohne Heidentyrannei und Götzendienst.”
Die damaligen unterdrückten Juden verstanden die wahre Botschaft Jesu - ohne die spätere Fehlübersetzung - sehr wohl als eine Absage an die Okkupanten und ihre Kollaborateure - um des Reiches Gottes willen.
Mit dem gleichzeitigen Aufruf: Gebt Gott, was Gottes ist, nämlich Eure Treue mit Leib und Leben, da sie von Ihm kommen , ist Jesu Aussage Lichtjahre entfernt von der christlichen Zwei-Reiche-Lehre, die fein säuberlich diese Welt teilen will, und zwar zwischen dem Kaiser einerseits - auch wenn er ein braunes Hemd tragen sollte - und Gott andererseits. Nichts war dem Nazarener ferner, der a l l e s Gott geben wollte, auch, wenn nötig, das eigene Leben.
Die jesuanischen Worte damals in Jerusalem waren für die Römer unanfechtbar - für die Juden aber ein deutliches Fanals zum Aufbruch. Für deutsche Bibelleser bleiben sie leider bis auf den heutigen Tag sinnentstellend falsch übersetzt.
Soweit Pinchas Lapide; interessant zu erfahren wäre, ob diese (und natürlich weitere Bibelstellen) auch in anderen Sprachen ähnlich falsch übersetzt worden sind. Weiß jemand näheres darüber?
8.10.2008 um 10:23
@Robert
“Das war aber kein Höllensystem, wie es uns die “Aufklärer gerne weis machen wollten und wollen, sondern ein gerechtes Reich, denn der dreifaltige Gott, der damals - unterstützt vom Kaiser - in den Herzen geherrscht hat, ist die Liebe.”
Meine Güte, das ist ja ähnlich unsinnig als wenn ein Kültürbereicherer sich über den Islam äußerte.
Bekanntlicherweise war das Heilige Römische Reich ein Feudalstaat. Ich laß mir nicht von Dir einreden, daß Folter, permanente Kriege, das Verkaufen von Einwohnern an ausländische Armeen (Landgraf von Hessen) und Leibeigenschaft ein “gerechtes Reich” darstellen.
Robert, der dreifaltige Gott hat wohl kaum geherrscht. Wie könnte er auch. Soll er sich permanent selbst bekämpfen? Hat nicht fast jeder damals, ungeachtet aller Konflikte Gott um Hilfe angefleht. Auf welche Seite sollte er sich stellen?
So sorry, das ist eine Menge emotionaler Unsinn von Dir.