FAZ auch antisemitisch? Friedmann darf nicht als Jude bezeichnet werden. Kramer ZdJ beschwert sich!
11.11.2008Liebe Leser, Sie erinnern sich sicher, dass der Kammerjaeger des Zentralrats der Juden, Kramer, neulich den niedersaechsischen Ministerpraesidenten Wulff herunterkanzelte (siehe hier), weil er das Wort “Pogromstimmung” benutzt hatte, was nur fuer Juden reserviert ist. Nun hat die FAZ ueber den Fall so berichtet:
“In der von Michel Friedman, einem Juden, moderierten Talkshow hatte sich Wulff trotz entsprechender Nachfragen nicht von seiner Wortwahl distanziert.”
Dies ist nun nach Meiunng Kramers ebenfalls “voellig” untragbar, wonach sich wiederum die FAZ entschuldigte, dumm wie sie ist! In diesem Zusammenhang ist es naemlich durchaus angebracht, auch den Interviewer zu nennen. Wir kehren also wieder auf Platz eins zurueck und bezeichnen Kramer (ZdJ) zum zweiten Mal innerhalb einer Woche als heillosen Deppen, denn das ist er!


11.11.2008 um 12:41
BERLIN-MITTE!!!
Wie drücke ich es am besten taktvoll aus…
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11.11.2008 um 13:02
Kramer kann momentan vor Kraft kaum laufen.
Alles, was bürgerlich ist in diesem Lande, muss vor ihm kriechen, wenn er es nur will.
11.11.2008 um 13:03
So wie bei Arbeitszeugnissen, die nur wohl wollend formuliert sein dürfen,
muß alles, was negativ sein könnte, weg gelassen werden.
Dies ist nun nach Meinung ….. ebenfalls “voellig” ……., wonach sich wiederum
die …. entschuldigte, ….. wie sie ist! In diesem ….. ist es naemlich durchaus
angebracht, auch den …… zu nennen. Wir kehren also wieder auf ……. zurueck
und bezeichnen ….. (…) zum ….. innerhalb einer …… als heillosen ….., denn
das ist er!
- Neue deutsche Sprachregelung für die nächste Regierungserklärung.
11.11.2008 um 13:18
http://outcut.tv/2008/11/die-pogromkeule.php
11.11.2008 um 14:13
Das (unsympathische) Ereifern über Managergehälter an deutschen Stammtischen mit einer “Pogromstimmung” zu assoziieren, ist nicht jedermanns Sache. Mit der jüdischen Identität Friedmans hat dessen Wortwechsel mit seinem Gesprächspartner MP Wulff in diesem Zusammenhang nichts zu tun - außer in der Logik derer, die “den Juden” a priori eine besondere Befangenheit im Hinblick auf Äußerungen wie die Wulffs bescheinigen.
Der Versuch, einen Juden - in diesem Falle Friedman - ALS JUDEN herauszustellen, um ihm eine gewisse Voreingenommenheit, Hypersensibilität o. ä. zu unterstellen, ist ein “Stil”, den ich bislang tatsächlich vorrangig mit dem der “Deutschen National-Zeitung” assoziiert habe.
11.11.2008 um 14:21
Mir wurde eben das Verzeihungsschreiben gechannelt:
“Geschätzter Herr Kramer!
Wir bedauern zutiefst, dass wir Herrn Friedman einen ‘Juden’ genannt haben. Die Redaktion und der Rest müssen hier ein völliges Versagen eingestehen, durch das diese unflätigste aller denkbaren Beleidigungen leider in Druck ging. Wir haben jedem einen Monatslohn abgezogen und spenden den Betrag dem Kampf gegen Rechts.
Wir verdrehen uns Ihnen unterwürfigst
Ihre FAZ”
11.11.2008 um 14:23
@Daniel Leon Schikora
“Das (unsympathische) Ereifern über Managergehälter an deutschen Stammtischen mit einer “Pogromstimmung” zu assoziieren, ist nicht jedermanns Sache.”
Das ist aber unredlich. Noch kürzer als der Blog Outcut hat es der Karikaturist Wiedenroth zusammengefasst:
http://wiedenroth-karikatur.de/KariAblage0811/PK081107_WulffManagerPogromstimmung.jpg
Wenn man sich anschaut, wer alles bereits das Wort “Pogromstimmung” in den Mund genommen hat, und der ZdJ nicht reagiert hat und die Medien schon gar nicht.
11.11.2008 um 14:26
Es ist die Aufgabe des Zentralrats, über seine Belange zu wachen. Es ist eine andere Sache, über dessen Aktivitäten zu berichten, und es ist eine weitere Sache, sich darüber aufzuregen. Manchmal ist Reden Silber und Schweigen Gold.
PS. Bei Markenartikeln wird sorgsam darauf geachtet, dass man nicht in die Nähe eines geschützten Begriffes kommt. Wo “xyz” drauf steht, muss auch “xyz” drin sein.
11.11.2008 um 14:31
@Crisp
Sehen Sie in der FAZ ein Opfer des ZdJ?
Im Ernst: Wenn der ZdJ sich oftmals mit Kritik an der Instrumentalisierung Hitlerscher Völkermord-Verbrechen durch in Regierungsverantwortung befindliche deutsche Politiker zurückhielt (etwa im Falle der Ausfälle Scharpings und Fischers im Frühjahr 1999), so hat er deshalb nicht sein Recht auf eine Kritik der FAZ verwirkt. (Dies würde Herrn Bahners, als bekennendem Verfechter einer Zensurierung PRO-ISRAELISCHER Meinungsäußerungen, so passen …)
11.11.2008 um 14:32
Irgendwie setzt dieser Vollidiot alles daran, dass wieder ein Feindbild gegen meine juedischen bzw. israelischen Freunde errichtet wird!
Und das im Zeitalter des aufkommenden Links-, Gruen- und Islamofaschismus!
11.11.2008 um 14:34
P. S.: In medias res: Möglicherweise hätte Friedman etwa im Falle der von Wiedenroth zitierten Äußerung Ramelows weniger energisch reagiert als auf den Christdemokraten Wulff. Was aber hätte dies damit zu tun, daß er Jude ist, wie die FAZ glaubt, herausstellen zu müssen?
11.11.2008 um 14:38
Solange die Juden sich explizit, wo immer sie auch sind, zuvörderst als Juden bezeichnen, signifikant z.B.: es heißt nicht “Zentralrat der deutschen Juden” sondern ausdrücklich “Zentralrat der Juden in Deutschland” sollten sie sich nicht ereifern, wenn sie dann auch als solche bezeichnet werden!
Unerträglich im wahrsten Sinne des Wortes wird es aber, wenn irgendein hergelaufener - jüdischer! - Wichtigtuer meint, er könne den Oberzensor spielen!
Noch unerträglicher ist allerdíngs, daß der landauf und landab als Weichei bekannte Wulff sofort über das ihm vorgehaltene Stöckchen springt!
Es reicht langsam, was sich diese Mispoche hier herausnimmt!
11.11.2008 um 14:41
@Daniel Leon Schikora
Ich glaube nicht, dass das subjektiv selektive Aussortieren von Personen, die man kritisieren darf und man nicht kritisiert, der Sache des Zentralrats dienlich ist.
Entweder “Pogromkeule” für alle oder für keine. Egal ob es nun Sinn macht oder nicht. Stringenz in der Sache wäre schon gut.
Im Ernst: die FAZ wird natürlich darüberstehen. “Nach kurzer Zeit murmelt der “Angeklagte” einige Entschuldigungsfloskeln (weil er sich überflüssigen Ärger vom Halse halten will), und die ganze Angelegenheit verschwindet in den Archiven.” (Outcut)
11.11.2008 um 14:42
Pogrome werden heute ausschliesslich von Mohammedanern ach … & Linksfaschisten begangen!
11.11.2008 um 14:49
Tja, wenn ich Jude wäre - so würde ich mich über diese meine “Verteidiger” wirklich ärgern.
11.11.2008 um 14:51
Also diese Einordnung Friedmanns als Jude war schon zweischneidig:
Einerseits ist es richtig, daß man es - wie von DLS ausgeführt - falsch verstehen.
Andererseits ist es aber auch wichtig diese Information zu haben, um zu bewerten, ob es als verwerlich anzusehen ist, wie Wulff sich da geäußert hat.
Gerade dann, wenn man der Meinung ist, daß Wulff das Wort “Progromstimmung” in dem Zusammenhang nicht hätte sagen sollen, weil es Emfindlichkeiten von Menschen jüdischen Glaubens betrifft, dann ist es eben wichtig, daß Friedmann Jude ist.
Letztlich beißt sich die Katze da in den Schwanz. Wenn sich nicht mehr in Worte fassen läßt, weswegen das Wort “Progromstimung” nicht verwendet werden soll, dann kann ich das auch nicht durchsetzen.
11.11.2008 um 14:58
Herr Friedmann ist also kein Jude? Hat er aber Glück gehabt.
11.11.2008 um 15:00
Türkische HolocaustLeugner bereiten sich erfolgversprechend auf EU Beitritt vor:
TÜRKEI
Minister lobt Vertreibung von Griechen und Armeniern
Eine Rede von Verteidigungsminister Vecdi Gönul sorgt für Schlagzeilen in türkischen Zeitungen: Er lobte die Vertreibung der Griechen und Armenier aus dem Land. …
…
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,589716,00.html
11.11.2008 um 15:01
@ Daniel Leon Schikora
zu Ihrem PS:
“Was aber hätte dies damit zu tun, daß er Jude ist, wie die FAZ glaubt, herausstellen zu müssen?”
Ich gehe mal davon aus, dass dies dem FAZ-Autor tatsächlich aus der Feder geflossen ist, bevor er darüber nachgedacht, was er schreibt. Der weiss doch auch, dass die “Keule” deplaziert war, man aber besser das Mäntelchen des Schweigens darüber legt.
Der FAZ-Autor drückt das natürlich geschickter aus: “Es handele sich um eine “unglückliche Wortwahl in einem Stück über eine unglückliche Wortwahl”.” (SZ)
11.11.2008 um 15:04
@HPH
“Irgendwie setzt dieser Vollidiot alles daran, dass wieder ein Feindbild gegen meine juedischen bzw. israelischen Freunde errichtet wird!
Und das im Zeitalter des aufkommenden Links-, Gruen- und Islamofaschismus!”
Die FAZ setzte sich in den 1990er Jahren, etwa in Gestalt ihrer Pro-Schimmel-Kampagne und Reißmüllers antijugoslawischen Invektiven, in einer Aggressivität für islamistische Anliegen ein, wie sie von der Fischer-Partei oder anderen “Linken” schwerlich hätte überboten werden können.
Ich verstehe nicht ganz, warum dem ZdJ ausgerechnet eine Kritik an der FAZ sozusagen als Kotau vor der “Political Correctness” angekreidet wird.
11.11.2008 um 15:10
Wie die FAZ die Erforderlichkeit einer Unterbindung anti-antizionistischer Meinungsäußerungen begründet:
“In Deutschland sind die Grenzen des rechtlich Erlaubten und des sozialmoralisch Erträglichen enger gezogen als in Amerika. Die Redefreiheit ist de iure und de facto geschichtspolitisch beschränkt. Der Antisemitismusvorwurf eignet sich zum moralischen Totschlag. Wer die Beschreibung eines Gegners als eines Antisemiten durchsetzen kann, hat ihn aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. Das ist zu bedenken, wenn die Richter entscheiden, ob Frau Hecht-Galinski es in der Härte des Meinungskampfes hinnehmen muss, als notorische Antisemitin bezeichnet zu werden.”
http://danielleonschikora.blogspot.com/2008/08/freiheit-ist-immer-nur-die-freyheit-des.html
11.11.2008 um 15:37
Ich habe die Wörter “der”, “die” und “das” patentiert. Bei jeder Verwendung sind 10 Cent an mich zu überweisen. Wer mich Schweizer nennt, wird zu 10 Jahren Sibirien verurteilt.
Mir kommt das vor wie bei Asterix.
11.11.2008 um 15:42
@Daniel Leon Schikora
Ich will das gar nicht so kompliziert machen, sondern nur auf folgenden vergleichbaren Sachverhalt hinaus, da es sich in beiden Fällen um Politiker handelt. Gut, einer von ihnen ist zudem amtierender Ministerpräsident, der andere will es werden:
“Das geht schon in Richtung Pogromstimmung gegen die Repräsentanten der Linkspartei” (Bodo Ramelow)
“Ich finde, wenn jemand zehntausend Jobs sichert und Millionen an Steuern zahlt, gegen den darf man keine Pogromstimmung verbreiten” (Christian Wulff)
Wer von den beiden muss gehen und warum?
11.11.2008 um 15:43
Was ist denn nun schlimmer … Pogromstimmung oder Autobahn?
11.11.2008 um 15:45
Ich konvertiere Morgen zum Judentum wie Herr Kramer. Vortan bin ich dann ein besserer Mensch.
Ich stehe uneingeschränkt zu den Juden. Ich bekämpfe Antisemetismus wo er mir begegnet. Aber liebe Leut`ich habe die Schnauze voll von dem links faschistischen Schick mit dem sich viele Gutmenschen als Prosemiten verwurmen.
11.11.2008 um 16:03
Schikora: Der ZdJ kann natürlich machen was er will. Niemand wird ihn daran hindern können weiterhin im Wochenrythmus irgendwelche Schwachgeistigkeiten von sich zu geben. Das ist gut so und völlig normal in einem weitgehend freien Land. Wie jeder andere Verband allerdings auch, muß der ZdJ mal anfangen sich Gedanken über die Reaktionen auf seine Politik zu machen, denn für diese trägt er selbstverständlich ganz gewaltigen Anteil.
Ich kann mich als ZdJ doch nicht ernsthaft über Antisemitismus wundern, wenn ich dem deutschen Normalverbraucher seit Jahrzehnten und zwar Tag für Tag mit irgendwelchen Vorhaltungen auf die Nerven gehe. Das mag man nun moralisch hinterfragen können und man kann endlose Salondiskussionen führen, aber im Endeffekt wäre auch der ZdJ besser beraten sich an Realitäten zu orientieren.
11.11.2008 um 16:09
@Daniel Leon Schikora
Es gibt nur eine Erklärung für die Reaktion des Zentralrats im Fall Wulff:
Er, der Zentralrat, hat eine Analogie zwischen Manager von heute und der Situation der Juden im Dritten Reich gezogen oder besser: hineininterpretiert. Das ist logisch sicherlich möglich, aber mit Sicherheit nicht so, wie Wulff es gemeint hat. Bei der Äusserung Ramelows wäre die Analogie aber ebenso möglich, nur noch weiter hergeholt.
Das ist der einzige Unterschied, den ich feststellen kann. Wenn jetzt die FAZ, unglücklich formuliert (”In der von Michel Friedman, einem Juden, moderierten Talkshow hatte sich Wulff trotz entsprechender Nachfragen nicht von seiner Wortwahl distanziert.”), auf die besondere Situation hinweist, und dann wieder der Zentralrat einschreitet, dann verlässt mich in diesem Fall die Logik irgendwann vollends.
11.11.2008 um 16:26
Sonstwer
Kacke! Natürlich kann der ZdJ machen was er will solange es solch eine Langmut vorfindet gibt wie bei Dir.
Wo bleibtDeine Wut?
Der ZdJ steht nicht für die vitalen Interessen der Juden.
Wer ist Kramer? Er ist kein geborener Jude. Er ist konventiert. Nun darf er reden, nun darf er urteilen. Und er urteilt sehr großzügig zu meinem Nachteil als Deutscher. Hallo! Ich erfülle denoch nicht die stereotype des Antisemiten. In meiner Gegenwart wird kein Jude schlechtgeredet. Ich bin stolz auf die Deutschen Juden. Ich bin stolz auf die vielen deutschen Juden.
Deutsche un Juden haben gemeinsam viel erreicht. Von diesem Credo hört man von den Linksfaschisten nichts.
11.11.2008 um 16:32
@ Falkenstein ,
warum tritt nicht endlich die gesamte deutsche Bevölkerung geschlossen und einhelig zum Judentum über ??
Wäre doch mal eine Überlegung wert.
Ist Deutschland seine “ewige” Schuld dann los , oder geht das die nächsten “tausend” Jahre so weiter wie bisher ?
11.11.2008 um 16:35
…nu ja , zumindest nimmt das ganze mittlerweile sehr suspekte Züge an . Erinnert mich alles ein wenig an den Film “Life of Brian” ……wo alle mit dem Finger auf einen zeigen und sagen “er war`s - er war`s - er war`s ” um fünf Minuten später dann zu sagen “sie war`s - sie war`s - sie war`s”
11.11.2008 um 17:20
Wütend bin ich nur auf einer moralischen Ebene. Der ZdJ macht eben das, was man ihm sozusagen durchgehen läßt. Wieso sollten sie auch aufhören mit etwas, was die letzten Jahrzehnte Erfolg hatte? Von diesem Standpunkt aus kann ich das gut verstehen. Ich kann aber auch jeden gut verstehen, der den ZdJ auf dem Mond wünscht. Die Dinge sind meistens nicht ohne Grund so wie sie sind…
11.11.2008 um 18:00
Friedman hat sich höchstpersönlich als erster über die FAZ aufgeregt. http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/11/08/michel-friedman/hg-wortlaut/michel-friedman.html
11.11.2008 um 18:07
Wer schreibt hier immer unter meinem Benutzernamen,ist nun schön mehrfach passiert! Siehe hier….
# Berliner Kindl meint:
11.11.2008 um 13:03
So wie bei Arbeitszeugnissen, die nur wohl wollend formuliert sein dürfen,
muß alles, was negativ sein könnte, weg gelassen werden.
Dies ist nun nach Meinung ….. ebenfalls “voellig” ……., wonach sich wiederum
die …. entschuldigte, ….. wie sie ist! In diesem ….. ist es naemlich durchaus
angebracht, auch den …… zu nennen. Wir kehren also wieder auf ……. zurueck
und bezeichnen ….. (…) zum ….. innerhalb einer …… als heillosen ….., denn
das ist er!
- Neue deutsche Sprachregelung für die nächste Regierungserklärung.
Ist nicht von mir!
11.11.2008 um 18:29
Oh, diese Koksnase Friedman.. keine Sau von der FAZ hat irgendetwas antisemitisches gesagt. Die Erwähnung, dass Friedman Jude ist, war in dem Zusammenhang wichtig, weil man Wulff schließlich die Relativierung des Holocaust vorgeworfen hat und er auch im Beisein von Friedman nicht zurückgenommen hat, was er gesagt hat.
Mal davon abgesehen, dass Wulff’s Wortwahl nicht gerade geschickt war - sind wir denn jetzt schon so weit, dass man als Nicht-Jude das Wort Pogrom nicht einmal mehr in den Mund nehmen darf? Bin ich jetzt auch ein Antisemit und Nazi, weil ich immer noch von der “Kristallnacht” spreche und nicht von der Neu-Sprech übersetzten “Reichspogromnacht”?
Ich weiss nicht, ob es schon immer so war oder ob ich erst die letzten Jahre sensibler für die gesellschaftliche Situation in Deutschland geworden bin, aber mir kommt es so vor, als würden die Leute immer mehr am Rad drehen.
11.11.2008 um 20:55
Schikora: „Mit der jüdischen Identität Friedmans hat dessen Wortwechsel mit seinem Gesprächspartner MP Wulff in diesem Zusammenhang nichts zu tun - außer in der Logik derer, die “den Juden” a priori eine besondere Befangenheit im Hinblick auf Äußerungen wie die Wulffs bescheinigen. Der Versuch, einen Juden - in diesem Falle Friedman - ALS JUDEN herauszustellen, um ihm eine gewisse Voreingenommenheit, Hypersensibilität o. ä. zu unterstellen, ist ein “Stil”, den ich bislang tatsächlich vorrangig mit dem der “Deutschen National-Zeitung” assoziiert habe.“
-
Über die Existenz bzw. Nichtexistenz einer solchen jüdischen „besonderen Befangenheit“ oder “Hypersensibilität” lässt sich tatsächlich nur schwer diskutieren. Sie lässt sich schlüssig kaum beweisen, allenfalls mehr oder weniger wahrscheinlich machen. Wenn jedoch sogar nicht dumme Menschen wie Schikora diese für manche offensichtliche (wenn auch historisch wie immer gerechtfertigte oder verständliche) „Befangenheit“ pauschal in Abrede stellen, und wenn ihnen wieder mal als Argument nur die politische Verleumdung einfällt, dann wird man freilich aus solcher Korrelation einmal mehr seine persönlichen Schlüsse ziehen.
11.11.2008 um 21:43
Falkenstein schrieb:
##Wer ist Kramer? Er ist kein geborener Jude. Er ist konventiert.##
Das nenne ich dann mal wahrhaft einen Berufsjuden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Kramer
-Kramer war zunächst Assistent des Europa-Direktors der Jewish Claims Conference
-Seit 1999 ist er beim Zentralrat der Juden in Deutschland tätig
-Kramer schloss sich vor den Gemeindeparlamentswahlen 2007 der Berliner jüdischen Gemeinde der Wahlliste ATID (hebräisch: Zukunft) an
-Kramer ist unter anderem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
-sowie des „Board of Governors“ des World Jewish Congress
-und ständiger Gast im 12. Beirat für Fragen der Inneren Führung der Bundeswehr beim Bundesministerium der Verteidigung
(Hervorhebung von mir)
Und der ist wirklich nur konvertiert? Gibt es da eine Quelle?
11.11.2008 um 21:53
Das tiefe Tal der Super… dieser Blog wird immer mehr zu einer Aufgabe fuer….
Israel Tal (* 1924), auch bekannt als Talik, ist ein israelischer Generalmajor, Militärtheoretiker und Führer des Entwicklungsteams des Merkava-Kampfpanzers.
Israel Tal begann seine Karriere in einer Maschinengewehreinheit der britischen Armee im 2. Weltkrieg. Dort erreichte er den Rang eines Sergeant.
In der Sueskrise diente er als Brigadekommandeur. Tal arbeite die israelische Panzerkriegsdoktrin aus, die in den folgenden Kriegen wesentlich den Erfolg der Israelische Streitkräfte ausmachen sollte. Im Sechstagekrieg führte er die nördlichste der drei Panzerdivisionen auf der Sinai-Halbinsel. Diese stieß durch den Gazastreifen vor. In der Endphase des Jom-Kippur-Krieg war er Befehlshaber der Südfront. Er führte eine Zeit lang die Verhandlungen mit den Ägyptern beim Kilometerstand 101 (101 km von Kairo entfernt). Nach dem Jom-Kippur-Krieg zeichnete sich ab, dass sich das relativ kleine Israel keine massiven Verluste leisten konnte, und so begann 1970 unter Leitung von Israel Tal die Entwicklung eines Panzers, der besonderes Augenmerk auf den Schutz der Besatzung legte, aber gleichzeitig eine starke Feuerkraft aufwies, des Merkava.
Personendaten
NAME Tal, Israel
ALTERNATIVNAMEN Talik
KURZBESCHREIBUNG Israelischer General
GEBURTSDATUM 11. Januar 1924
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Israel_Tal“
11.11.2008 um 22:12
http://www.taz.de/index.php?id=deutschland&art=4782&src=SZ&id=deutschland-artikel&cHash=9bbdf54e5d
@ tape, 21:43: “Gibt es da eine Quelle?” TAZ, vorletzter Absatz…
17.09.2007
Jüdische Gemeinde
Der ungestüme Kandidat
Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, kandidiert bei den Berliner Gemeindeparlamentswahlen. VON PHILIPP GESSLER
Er neigt nicht unbedingt zu allzu vorsichtigem Vorgehen - aber dieses Mal ruderte er doch öffentlich ein wenig zurück: Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, betont, er kandidiere nicht eigentlich für den Vorsitz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Allerdings, so Kramer, kämpfe er nun um einen Platz im Parlament, der Repräsentantenversammlung dieser Gemeinde. Und dann werde man sehen, wie viele Sitze seine Liste “Atid” (Hebräisch für “Zukunft”) dort erhalten könne und wer Spitzenkandidat für den Gemeindevorstand werde. Die Nachricht Kramers ist klar: Er will bei der Schlacht um den Führungsjob in der mit knapp 12.000 Mitgliedern größten jüdischen Gemeinde der Bundesrepublik dabei sein, und zwar ganz vorne und mit Freude.
Dass man bei der Beschreibung der jüdischen Gemeinde der Hauptstadt so leicht in den Militärjargon abrutscht, hat mit dem dortigen Binnenklima zu tun, das seit Jahren vergiftet ist - und in den vergangenen Monaten für viele offenbar so unerträglich wurde, dass etwa der frühere Vorsitzende Albert Meyer in den Medien darüber spekulierte, ob er nicht mit anderen eine eigene (Gegen-)Gemeinde gründen sollte. Auch Kramer erwog schon seit längerem, ob er nicht persönlich in den Dauerkonflikt innerhalb der Gemeinde eingreifen soll.
Nun hat er sich entschlossen, mit seiner Kandidatur ein “Signal zu setzen”, wie er es sagt: Gegen die Austritte aus der Gemeinde, deren Zahlen in letzter Zeit bedenklich anstiegen. Und gegen die “Resignation”, die viele, gerade liberale und deutschstämmige Juden der Hauptstadt, in den vergangenen Monaten angesichts des Schlamassels in ihrer Gemeinde ergriff. Wie in vielen Gemeinden Deutschlands ist der Prozentsatz der Mitglieder russisch-sowjetischer Herkunft hoch. Er liegt bei etwa 80 Prozent.
Noch völlig unklar ist, wie gut die Chancen Kramers wären, gegen den jetzigen Vorsitzenden Gideon Joffe und seinen früheren Unterstützer und “Russen”-Volkstribun Arkadi Schneiderman an die Spitze der Gemeinde zu rücken. Nachteilig könnte sich dabei auswirken, dass er zum Judentum konvertiert ist. Klar ist jedenfalls, dass Kramer seine Sprache etwas diplomatisch zügeln müsste - denn bisher holzt er ganz gern mal verbal herum, wenn es etwa, wie jüngst, um unsägliche Worte eines Kölner Kardinals geht. Dazu passt sein ungestümes Vorpreschen bei der Kandidatur, das im Präsidium des Zentralrats ungut auffiel.
Egal, Kramer weiß, was er will: Der 39-jährige Jurist und Volkswirt, der ein persönlicher Referent von Ignatz Bubis war, kennt das politische Geschäft aus dem Effeff. Die Wahlen am 25. November dürften spannend werden.
11.11.2008 um 23:54
Die spinnen, die …
12.11.2008 um 0:46
Ich finde auch, die FAZ hätte mehr Fingerspitzengefühl walten lassen können.
“In der von Michel Friedman, einem Kokser, moderierten Talkshow…”
“In der von Michel Friedman, einem Nuttenfreund, moderierten Talkshow…”
12.11.2008 um 9:12
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M57c46ea57c4.0.html
Vermummte stören Stolpersteinverlegung
WAREN. Die Störungen während der Verlegung sogenannter „Stolpersteine“ in Waren in Mecklenburg-Vorpommern gehen vermutlich aus das Konto von Linksextremisten.
Am vergangenen Sonntag war eine Gruppe von etwa 15 vermummten und schwarz gekleideten Unbekannten auf dem Marktplatz der Stadt aufmarschiert und hatte ein Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit Palästina und Syrien – Stoppt Israel“ entrollt.
Dort hatten sich rund 60 Personen anläßlich des 70. Jahrestages der Reichskristallnacht versammelt, um an der Verlegung der Stolpersteine für ein ermordetes jüdisches Ehepaar und dessen Kinder teilzunehmen. Berichten zufolge mußte die Verlegung kurzzeitig unterbrochen werden, da einer der Vermummten über ein Megaphon antijüdische und anti-israelische Parolen skandierte. …..
12.11.2008 um 11:38
Aha.. und wo waren die bösen Nazis dieses Mal?
Wie lange brauchen die Leute, bis die den Zusammenhang zwischen Linksextremismus und Antisemitismus mal bemerken? Das Ganze sollte eigentlich schon seit dem deutschen Herbst jedem Deutschen klar geworden sein, dass sich Linksextreme, Antisemiten und islamischer Terrorismus gegenseitig die Klinke in die Hand geben.
13.11.2008 um 19:27
[…] Das Publikum bei “Fact - Fiction” ereifert sich gern über Linke, Schwule, Moslems, aber auch immer wieder gern über Juden: […]
13.11.2008 um 20:35
Bei den linksfaschistischen Philosemiten wird dieser Thread hier auch sogleich denunziert:
http://www.classless.org/2008/11/13/bei-kewil-unterm-sofa-4/