Wann geht der erste EU-Staat bankrott?

20.01.2009

Euro-Dollar Euro-Dollar-Chart

Diese Frage ist einigermaßen neu, wird aber derzeit immer häufiger gestellt. Hier dazu die Financial Times! Tatsache ist, daß die Staatsanleihen der EU-Länder unterschiedliche Bewertungen und Kurse aufweisen. An der Börse schlecht angesehen sind Lettland, Ungarn, Irland und Griechenland. Spanien ist momentan ebenfalls in den Schlagzeilen! Und der Euro sinkt gegenüber dem Dollar (heute 1,29). Interessant ist auch, daß ein EU-Kommissar supranationale Euro-Anleihen emittieren will. Das könnte dem so passen! Dann vermöchten die Brüsseler noch leichter Schulden anzuhäufen. 

Aber trotz allem, die Börsen dürften schiefliegen. EU-Europa kann es sich schlichtweg nicht leisten, ein Mitglied pleitegehen zu lassen. Das würde sofort die ganze EU in einen reißenden Abwärtsstrudel ziehen. Wie könnte man selbst das kleine Lettland an der Grenze zu Putin fallen lassen? Unmöglich! Die drohende Pleite Irlands ist sogar willkommen. Wir retten euch, und ihr stimmt für Lissabon, gehen die Pläne! Griechenland ist ein altes Mitglied und hat sich noch nie um Maastricht geschert; wir haben das toleriert und wir werden sie retten. Wenn ein Dominostein fällt, stürzt das ganze Euro-System! Mögen sie sonst finanztechnisch nichts wissen, das wissen unsere Politiker schon!

Nun ist aber in der EU eigentlich jedes Land pleite, und wenn die Hilfen, die derzeit für Hinz und Kunz verschleudert werden, zusammengezählt würden, dann sind sie noch bankrotter als bankrott. Können wir überhaupt zahlen? Ja! Wir haben eine Notenpresse, selbst Pressburg darf neuerdings pressen und prägen! Und wir haben noch Kredit in der Welt. Theoretisch ist ein Staatsbankrott möglich, praktisch - noch - nicht. Später eher! Die Gefahr steigt definitiv mit der Anzahl der aufgenommenen Länder und mit den Jahren. Ein Staatenbund wie die EU wird auf Dauer fiskalisch nicht zu disziplinieren und zu einigen sein! Bei der aktuellen Krise allerdings wird sich Europa noch einmal durchwursteln. Wann geht der erste EU-Staat bankrott? 2021, falls vorher kein Meteorit einschlägt!

46 Antworten zu “Wann geht der erste EU-Staat bankrott?”

  1. Zeus meint:

    Wann geht der erste EU-Staat bankrott?
    Ich tippe eher Griechenland, oder ist es schon?

  2. Anonymous meint:

    In der Wirkung ist es völlig wurscht, mit welchem Staatsbankrott das Kartenhaus EU zusammenfällt. Wann es passiert, ist wesentlich wichtiger! Und ich gehe davon aus, daß es passiert.
    Kann irgendjemand eine vorsichtige Prognose abgeben?

  3. r2d2 meint:

    Ich würde auch auf Griechenland tippen.

  4. Johnny Bombenhagel meint:

    Die Märkte sagen, Ungarn hat die höchsten Ausfall-Chancen. Lang laufende Bonds handeln nur noch zu 3/4 des Nominalwertes.

  5. spital8katz meint:

    2021 ?

    Ich glaube wesentlich früher, in einem oder zwei Jahren. Wenn nicht NOCH früher ein finanzieller Urknall erfolgt. Oder ein “richtiger” Krieg bricht aus, mit dessen Hilfe manches zu sanieren wäre.

    Man kann doch sehr schön verfolgen, wie uns die Misere im eigenen Land schön mit täglich steigender Dosis verkauft wird,

    Über die Probleme in anderen, gerade den “armen” EU-Ländern erfahren wir doch gar nichts.

  6. Hombre meint:

    Das ganze geht Richtung “so-als-ob”-EU. Jedes Land wird seine eigene Suppe kochen - aber der Mantel bleibt. Es verdienen zu viele Leute an der EU, als dass man sie einfach so untergehen lässt.
    Schon in der Energiepolitik konnte man sehen, dass die Interessen einzelner Länder extrem unterschiedlich sind. In der s.g. Krise werden die Unterschiede weiter mehr betont als nivelliert.

  7. Lux meint:

    Mal was anderes aus einem spanischen Blog.
    Hier die Schwägerin von Tony Blair besucht “Kz-Lager” Gaza.
    Sie fuhr dorthin mit diesem linken Pazifisten-Boot (wovon hier berichtet wurde), um Medikamente und Nahrungsmitteln für die von Israel “gepeinigten Insassen” des Lagers zu bringen.
    Dort machte sie einige Photos. Unter anderen auf einer von den bösen Israelis gebauten Straße.
    Im Hintergrund einige ältere Automodelle der Kz-Insassen.
    Sie besucht im Cafe alte Freunde. Draußen sind Photos von autochtonen Pazifisten angebracht.
    Nebenbei geht sie einkaufen. Der Laden ist vollgepropt.
    Zahlen mit Mastercard ? No Problem im Kz-Flüchtlingslager Gaza.
    Beim verlassen des Ladens stolpert sie beinahe mit ihrem fetten Hintern über in Säcken eingepackten EU-Hilfsgütern.
    So wie damals im Warschauer Ghetto, halt.

    http://yahel.wordpress.com/2009/01/20/la-cunada-de-tony-blair-de-turista-en-el-campo-de-concentracion-de-gaza/

  8. Fleischer meint:

    Auf jeden Fall sagt Hans-Günter Redecker, Währungsexperte der BNP Paribas, dass der Euro dieses Jahr noch ordentlich nachgeben wird.

    ““We still believe that these estimates are likely to be surprised on the downside,” analysts led by Hans-Guenter Redeker, global head of foreign-exchange strategy at BNP Paribas in London, wrote in a research note yesterday. “We expect the euro to remain under pressure.” The euro will decline to $1.20 and to 94 yen by the end of June, BNP Paribas forecast.”

    Und wer den mal in einem Interview gesehen hat, der weiß, dass das nicht nur heiße Luft ist.

  9. Aufgrund der PC leider anonym meint:

    Man sollte bei der ganzen Staatsverschuldung, die vorhanden ist, aber auch nicht die Werte vergessen, die ihr gegenüberstehen. Immobilien, Straßen und sonstige Werte.

  10. Anagram meint:

    Hoffentlich Deutschland, und zwar bald! Dann gibt es die totale CDU-Diktatur! Dann drehen sie völlig durch und werden mit Islamisten verhandeln und sogar ihre eigenen Bürger überwachen wollen! Der totale Wahnsinn!

  11. spastenklatscher meint:

    ein staat kann nicht bankrott gehen.

  12. Freewheelin meint:

    Was man vielleicht erwähnen sollte:

    Wenn Deutschland und/oder Frankreich den Bach ‘runtergehen, dann war es das mit der EU und dem Euro. Denn diese Länder sind die Zahlmeister. WIR bezahlen den ganzen Scheiss, die ganze Party.
    Die Märkte wissen das, die anderen Länder wissen das auch. Daher wird nun alles getan werden um eine Pleite der genannten zu verschleiern, Zu verhindern wird sie nicht sein. Ist das nicht schön!?
    Eine Euro-Anleihe hier, Aufweichung der Maastricht-Kriterien dort, vielleicht noch ein paar Bailouts hier und da, Statistikfälschung (als Consulter sollte man ein paar Griechen engagieren).
    Doch NICHTS wird das (meiner Meinung nach geplante) Desaster aufhalten, so daß unsere verschissene “Eliten” uns eine von ihnen bereits vorbereitete Lösung andrehen werden.
    Ansätze sehen wir schon, und der heißt Sozialismus/Verstaatlichung. Das ist erst der Anfang. Corporatism als Stichwort. Ich mag “Faschismus” nicht benutzen, da kochen die gemüter wieder hoch.

    Sehr bald wird Obama den Move machen und CO2 besteuern. Das werden alle anderen Politiker ganz doll dufte finden. Und wie wir sehen können z.B. in Hessen (grün12%) wird es jede Menge Vollidioten weltweit geben, die das ebenfalls ganz doll dufte finden den Planeten für ihren Führer Obama zu retten.
    Sieg Heil, Obama - rette uns und den Planeten.
    Diese Mehreinnahmen werden mittel- und langfristig verbrennen, die Wirkung verpuffen und die noch arbeitende Bevölkerung entrechten und zu Lohnsklaven machen. Auch das sehen wir seit Schröder, dies wird sich nun beschleunigen.

  13. Freewheelin meint:

    Spastenklatscher, bankrott nicht - aber er kann untergehen. Vom Angesicht der Erde oder sagen wird von der pol. Landkarte verschwinden. Ist nicht das erste- und auch sicher nicht das letzte Mal. Oder gibt’s die DDR noch? Ist mir was entgangen.
    Okay, manche sagen es gibt sie noch, wurde nur umbenannt in BRD. But this is something completely different.

  14. Sonstwer meint:

    Es ist ein wenig paradox, aber ich will es mal erläutern.

    Gäbe es den Euro nicht und hätten wir noch unsere gute alte D-Mark, die ja in aller Welt wegen der Stabilitätspolitk anerkannt war, würde die D-Mark in extremen Maßen gegen andere Währungen aufwerten. Folge: Wir könnten uns mit unserer auf den Export ausgelegte Wirtschaft mal kräftig ins Knie…

    Mit dem Euro und den schwachen Ländern in der Währungsunion ist das in deutlich geringerem Maß der Fall. Länder wie Ungarn oder Griechenland verhindern durch ihre Unfähigkeit zur Haushaltskonsolidierung, daß wir vor einer katastrophalen Währungsaufwertung verschont bleiben, die zu enormen Schäden führen würde.

    Nunja… Zu Schäden führt es auch so, höchstwahrscheinlich. Wer sonst soll die Zeche auch zahlen, außer uns? Die Briten vielleicht? Mit ihrem Haushaltsdefizit von ~10% des BIP?

  15. kewil meint:

    Der Bund begibt derzeit keine Anleihen, ich sehe nix

  16. schweinsohr meint:

    Der Staatsbankrott

    Mit der Bankenkrise wird es nun immer deutlicher: Kann der Staat wirklich retten? Oder geht er am Ende selbst unter? Staatsbankrott, Deflation und Goldwährung - was tun?
    Explodierende Staatsverschuldung

    Schon die Entwicklung der Staatsverschuldung zeigt, daß ein immer schnelleres Wachstum der Staatsschulden ins Unermeßliche so nicht weitergehen kann, ohne in einem Zusammenbruch zu enden. …

    http://www.mmnews.de/index.php/200901182001/MM-News/Der-Staatsbankrott.html

    Die Ruhe vor dem wirklichen Sturm

    Die ersten Vorläufer werden schon im ersten Quartal zu sehen sein. 2009 wird das Jahr der weltweiten Depression. Vor allem weil jetzt die Realwirtschaft überall zusammenbricht.
    Bis jetzt haben Zentralbanken und Politik die schlimmsten Auswirkungen der seit Sommer 2007 wütenden Finanzkrise aufgehalten, indem sie alles in die Schlacht geworfen haben, was möglich war, sogar sich selbst mit den immensen Bankenrettungen. Aber das war die letzte Patrone, die verschossen werden konnte, und es hat nur eines gebracht: Der ganz große Run auf alle Banken konnte noch einmal aufgehalten werden. Wenn der nächste Sturm losgeht, dann auch auf die Staaten, deren Staatsanleihen und die Währungen. Einige Staaten wie Island, Ungarn oder die Ukraine haben davon bereits eine Kostprobe zu spüren bekommen. …

    http://www.mmnews.de/index.php/200901182000/MM-News/Die-Ruhe-vor-dem-wirklichen-Sturm.html

    Schuster bleib bei deinen Leisten, dieses dilletantische Gelaber hier über Ökonomie ist nicht mehr zu ertragen.

  17. Freewheelin meint:

    http://www.newsweek.com/id/165772

    We Need a Bank Of the World

    In the future, a global central bank is needed……

    Nun, das ist der wichtigste Schritt zur globalen Kontrolle - Kontrolliere die Währung, kontrolliere das Staatengebilde.
    Wisst Ihr, ich will nicht schon wieder anfangen von nwo, aber als ich vor einiger Zeit davon sprach hat man mich ausgelacht. Oder in die NPD-Ecke geschoben. Nun, time proves me right. Und das ist richtige Scheisse, wünschte ich wäre tatsächlich paranoid, wie Spastenklatscher feststellte.

  18. schweinsohr meint:

    German bond sale’s fate signals trouble ahead

    By David Oakley in London

    Published: January 7 2009 13:30 | Last updated: January 7 2009 20:45

    A German sovereign bond auction failed on Wednesday as investors shunned one of the most liquid and safe assets in the world in a warning for governments seeking to raise record amounts of debt to stimulate slowing economies.

    The fate of the first eurozone bond auction of 2009 signals trouble ahead as governments around the world hope to issue an estimated $3,000bn in debt this year, three times more than in 2008.

    The 10-year bonds failed to attract enough bids to reach the €6bn the German government wanted. Bids of €5.24bn, a cover of only 87 per cent, amounted to the second worst auction on record in terms of demand.

    Such developments were rare before the credit crisis. Before the seven German bond auctions that failed last year, the last German bond auction to fail was in July 2000 after the dotcom crash.

    Analysts said the vast amount of supply is deterring investors and a growing number of countries, including those with deep and mature bond markets, such as Germany, the UK and Italy, are struggling to attract buyers.

    The Netherlands has seen bond auctions fail, the UK and Italy have been forced to offer investors higher yields to meet their auction targets, while Spain and Belgium have cancelled offerings because of a lack of demand.

    The German finance agency admitted that investor appetite for government debt had waned, although insisted the auction was “not a disappointment”.

    Meyrick Chapman, a UBS fixed-income strategist, said when a German bond auction failed it “does suggest there may be trouble ahead for other governments wanting to raise money in the debt markets. Before the financial crisis, German bond auctions just did not fail.”

    However, analysts stress the heavy supply is being offset by fears of deflation and recession, which are typically supportive to government bonds and have depressed yields, which have an inverse relationship with price, to historical lows.

    The UK on Wednesday successfully sold £2bn in gilts due to mature in 2038. But Robert Stheeman, chief executive of the UK Debt Management Office, has warned that the large supply of debt could deter buyers of gilts. Britain is planning to raise £146.4bn in bonds this financial year – three times more than last year.

    Copyright The Financial Times Limited 2009

    http://www.ft.com/cms/s/0/16c7ceba-dcbe-11dd-a2a9-000077b07658.html?nclick_check=1

  19. schweinsohr meint:

    freew

    man muss sich lediglich die Besitzer der FED betrachten, Rockefeller&Rothshild…

    kewil: Schreib doch keinen solchen abgrundtiefen Scheiss

  20. Freewheelin meint:

    Schweinsohr,
    ganz so einfach kann man sich das nicht machen. Die Eigentümer sind teilweise unbekannt, und so ganz “privat” ist die FED nicht. Ich will nicht ins Detail gehen. Nicht hier.
    Allerdings wird es nun RICHTIG interessant, denn aus Obamas Team kamen schon Vorschläge, eine neue - regierungseigene - Bank zu gründen. Hört, hört!
    Da fragt man sich natürlich: Wozu braucht man eigentlich überhaupt noch die FED?
    Nun, gar nicht !
    Wären da nicht mächtige Leute mit mächtigen Interessen dahinter…..

    kewil: Mein Gott das FED ist wie bei uns die Bundesbank. Die Regierung bestimmt die Posten!

  21. Freewheelin meint:

    Die Financial Times hat übrigens auch nach der World Central Bank gerufen, habe leider keinen Link, lediglich einen Screenshot.

    Wir werden das jetzt immer schneller erleben, die Propagandamaschine wird uns ihre Effizienz und Wucht demonstrieren.

    Ich weiss nicht, ob das Goebbels oder Hitler oder Prof. Sinn oder sonst jemand gesagt hat, doch es stimmt:

    - Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie geglaubt.

    Ich habe da noch einen:

    - Die Lüge muss so ungeheuerlich, so unvorstellbar groß sein daß die meisten Menschen die Wahrheit nicht glauben können (oder wollen).

    Nun, wir “conspiracy nuts” kennen das.

  22. M.O. aus dem Hotel in der weiten Ferne meint:

    Griechenland ist fast pleite, es fehlt so gut wie nichts mehr zum Bankrott.

    Jedenfalls aus dem Papier.

    Der griechische Staat zwingt neuerdings alle Immobilieneigentümer dazu ihre Immobilien neu im Grundbuch eintragen zu lassen. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt, weil da ja fast nur schwarz gebaut wird. Jeder, der bis zum Ende des Jahres seine Immobilien nicht hat eintragen lassen, verliert das Eigentum daran. Es ist gleichgültig, ob sie schon eingetragen sind oder nicht.

    Ich vermute den Plan einer Zwangshypothek dahinter.

  23. schweinsohr meint:

    Staatsbankrott
    Die Eurozone steht vor einer Zerreißprobe

    Spekulanten haben die Kurse griechischer, irischer, italienischer oder spanischer Regierungsbonds zum Einstürzen gebracht. Im Gegenzug sind die Zinsen dieser Schuldtitel in die Höhe geschossen. Viele Anleger trauen Griechenland, Irland und Spanien nicht mehr. Fliegt jetzt die Euro-Zone auseinander? Und was dann? …

    http://www.welt.de/finanzen/article3061586/Die-Eurozone-steht-vor-einer-Zerreissprobe.html

  24. Freewheelin meint:

    M.O. (= Markus Oliver ?)

    Hast Du mir eine Quelle, möglichst auf Englisch oder Deutsch?
    Danke.

  25. schweinsohr meint:

    FED

    http://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/esp_sociopol_fed07.htm

  26. schweinsohr meint:

    Irland: AIB friert Guthaben ein

    Notmaßnahme bei Anglo Irish Bank: Die größte Bank in Irland friert Guthaben oberhalb 20 Millionen ein. Alle große Banken vor Verstaatlichung.

    Nachdem die Anglo Irish Bank quasi verstaatlicht worden ist, greifen Regierung und Kreditinstut nun zum letzten Mittel: Kunden können nicht mehr über Guthaben oberhalb einer Grenze von 20 Millionen Euro verfügen. Damit soll einem plötzlichen Mittelabfluss zuvorgekommen werden.

    Wer bei der AIB über zweistelliige Millionen Guthaben verfügt, muss sich vorher eine Genehmigung der leitenden Bankdirektoren holen. Ob diese Genehmigung erteilt wird, ist ungewiss - teilte die Bank am Sonntag mit.

    Die Bank bezieht sich bei dieser Maßnahme auf ein Notverordnung welche die Regierung im Rahmen der Finanzkrise erlassen hat. Danach kann die Bank Guthaben einfrieren, wenn sie die Umstände dazu zwingen sollten.

    Die AIB ist erst am Samstag (gestern 17.1.) verstaatlicht worden. Anders habe die Bank nicht überleben können, sagte Finanzminister Lenihan.

    Für Kunden gebe es keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Alle Mitarbeiter würden ihre Jobs behalten. Bei einer Pleite der Bank hätte der Staat nach Zeitungsberichten für Verbindlichkeiten von 100 Mrd. Euro einspringen müssen. Die Aktie der Bank notierte zuletzt bei 22 Cent, im Mai 2007 waren es 17 Euro gewesen.

    Darüber hinaus muss die irische Regierung wohl die größten Banken des Landes verstaatlichen, berichten lokale Medien. Zuletzt hatten sich keine Investoren mehr gefunden, die auch nur teilweise Geld für einen Anteil an irischen Banken zur Verfügung stellen wollten.

    http://www.mmnews.de/index.php/200901182005/MM-News/Irland-AIB-friert-Guthaben-ein.html

  27. spastenklatscher meint:

    interessant ist es dass die linken jetzt auf keynes setzen und es als sozialismus ausgeben. naja hitler hat ja auch auf keynes gesetzt. blöd bleibt blöd.

  28. mark meint:

    deutschland ist,wenn man es genau nimmt,schon seit langer zeit pleite,wie die meisten länder.was da immer verhandelt wird im haushaltsplan ist nur die NEUVERSCHULDUNG.
    das vergessen die meisten scheinbar.

    http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html

    man achte mal auf die uhr

    erklärung u.a. hier:
    http://www.steuerzahler.de/webcom/show_article.php/_c-49/_nr-494/i.html
    1.522.634.733.762 €

  29. hg meint:

    Man kann nicht so einfach aus dem Euro aussteigen, es gibt ja wahrscheinlich die alten Währungen in physischer Form (Münzen, Scheine) nicht mehr, die müssten erstmal wieder produziert werden, das dauert mindestens 3 Monate. Für das betroffene Land würde ein halbes Jahr nichts mehr gehen, das wäre schlimmer wie in Somalia.

    Wahrscheinlicher ist eher, dass ein pleite gegangenes EU-Land unter so eine Art “freiwilliger” kommissarischer EU-Verwaltung gestellt wird. Freiwillig in Anführungszeichen, weil die EU einfach mit dem Schreckgespenst des totalen Zusammenbruchs ein unglaublich effektives Druckmittel haben wird. Da kommen dann EU-Beamte an und kürzen die öffentlichen Ausgaben des Opferlandes auf die Hälfte, Gehälter, Renten und Pensionen werden schnell mal halbiert, Steuern und Abgaben um 50% erhöht, und schon läuft der Laden wieder, nur eben auf Sozialhilfeniveau für alle.

  30. M.O. aus dem Hotel in der weiten Ferne meint:

    Ja, Freewheelin, ich bin es. Habe aber im Moment nicht viel Zeit, darum der andere Nick. Wegen der Quelle kann ich Dir leider im Moment nicht helfen, könnte nur ein “Isso” anbieten, kurz für “Ich schrei’ sonst” ;-)

    Ne, mal im Ernst. Das lief überall im TV und so. Frag’ mal die Griechen, die wissen das alle.

  31. hg meint:

    Mit den halbierten Gehältern meinte ich in erster Linie öffentliche Gehälter und Beamtenbesoldungen, aber das kann durchaus auch soweit gehen, dass private Tarifverträge annuliert werden, man kommt damit dem Ziel, chinesische Löhne für Europäer ein Stück näher. Und weil die Bürger des betroffenen Landes dann auch unruhig werden dürften, braucht man dann Armee oder paramilitärische Verbände für die Ordnung im Inneren, der Schäuble weiss schon, warum er unbedingt die Bundeswehr im Inneren einsetzen mächte. EUdSSR halt.

  32. Markus Oliver meint:

    Man kann nicht so einfach aus dem Euro aussteigen, es gibt ja wahrscheinlich die alten Währungen in physischer Form (Münzen, Scheine) nicht mehr, die müssten erstmal wieder produziert werden, das dauert mindestens 3 Monate. Für das betroffene Land würde ein halbes Jahr nichts mehr gehen, das wäre schlimmer wie in Somalia.

    Keine Angst, so schlimm ist es nicht. Es gibt Reservewährungen, die können über Nacht verteilt werden. Die liegen fertig gedruckt und gepresst in riesigen Bunkern.

  33. hg meint:

    @Markus Oliver,

    würde mich interessieren, was das dann für Reservewährungen sind. Bekommt z.B. Griechenland dann den Esp(erant)o oder gar den Amero? Oder gibt es tatsächlich noch den (griechischen) Bargeldbedarf in Original-Drachmen in einem Bunker? Letzeres glaube ich nicht.

    Es bleiben trotzdem die praktischen Probleme, alleine schon die abrupte Umstellung der gesamten privaten und öffentlichen DV auf eine neue Währung bedeutet schon einige Monate Chaos. Und die neu eingeführte landeswährung würde wahrscheinlich gegenüber dem Euro massiv abstürzen, zumindest bei den kleineren Kandidaten wie Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Baltikum, usw.

  34. Dante meint:

    England sieht leider auch nicht besser aus, der Daily Telegraph warnt sogar von einem Island-Szenario

    Telegraph link

    Fakt ist aber auch, dass die ganze Welt schwere Zeiten durchgeht, und der Euroraum hat sich bisher besser gehalten als andere (Auch in Europa). Die Probleme die die Eurozone zu bewältigen hat sind nichts, im Vergleich was Indien und China bevorstehen. In China wurden bereits tausende von Fabriken geschlossen und man befürchtet gewaltsame Unruhen im Land.

    Deutschland alleine würde vielleicht besserstehen ohne Union mit Ländern wie Griechenland oder Portugal. Das wären jedoch nur sehr kurzfristige Gewinne,
    man kann sich kaum eine Zukunft für Deutschland vorstellen, wenn die unmittelbaren Nachbaländer und damit die wichstigsten Märke komplett zahlungsunfähig sind.

  35. Dante meint:

    Hier nochmal der Telegraph Link:
    http://www.telegraph.co.uk/comment/columnists/iainmartin/4295219/Gordon-Brown-brings-Britain-to-the-edge-of-bankruptcy.html

  36. Frl. Mensa meint:

    Unfug, kein EU-Land wird pleitegehen. Statt dessen gibt’s Zwangsanleihen auf den Lohn, auf die Rentenansprüche auf den Grundbesitz und aufs Erbe. Rentenansprüche zukünftig schrittweise ausserdem nur noch nach vorheriger Aufzehrung des eigenen Vermögens.

  37. Markus Oliver meint:

    Aufs Erbe ist OK… :-)

    Ich bringe alles durch… von mir gibt es nichts.

  38. Markus Oliver meint:

    Hier noch eine kleine und unbedeutende Meldung aus der deutschen Provinz:
    http://www.haz.de/newsroom/regional/art185,784244

    Der Immo-Investor Carlyle stellt die Bauarbeiten in einem innerstädtischen Großprojekt ein. Angeblich liegt es nicht am Eigenkapital, sondern am Ausbleiben von Kreditgebern. Die Handwerker haben natürlich nicht einmal ihre Rechnungen bekommen.

    Hoffentlich sind die so schlau sich Sicherungshypotheken eintragen zu lassen, damit sie nicht am Ende dumm aus der Wäsche gucken.

  39. Fumiko meint:

    Frl. Mensa meint:

    21.01.2009 um 0:22
    Unfug, kein EU-Land wird pleitegehen. Statt dessen gibt’s Zwangsanleihen auf den Lohn, auf die Rentenansprüche auf den Grundbesitz und aufs Erbe. Rentenansprüche zukünftig schrittweise ausserdem nur noch nach vorheriger Aufzehrung des eigenen Vermögens.

    Den Lohn der verbliebenen Arbeitnehmer?

    Schau dir mal den Drehtürmechanismus an: Wer geht, wer kommt und wer bleibt!

  40. oernmaster meint:

    ….ich will mein DM wieder haben !!!
    Durch diese hohen Staatsdefizite der Partnerländer machen die auf Dauer die Währung gummiweich ! Dank`an Theo W. und alle Hornis die unser Geld verschenkt haben !

  41. Freewheelin meint:

    Das mit der Währungsumstellung ist ganz einfach zu handhaben - ohne neues Geld.
    Es gibt dann halt kein Bares mehr! Ist ohnehin geplant, die bargeldlose und somit durchkontrollierte Gesellschaft.

    Okay,
    es geht auch anders:

    Die Euroscheine haben Seriennummern und -buchstaben. Jeder Buchstabe steht für das Land, das diese Scheine ausgegeben hat. Das bedeutet daß man im Inland nur inländische Euros als Zahlungsmittel akzeptiert. Et voila.

  42. Johnny Bombenhagel meint:

    “ein staat kann nicht bankrott gehen”

    Doch doch, z.B. Argentinien ist bankrott gegangen und hat den Besitzern der Obligationen nur einen Bruchteil des Geldes zurückbezahlt

  43. Para cuando la Bancarrota de la UE? « NUEVA EUROPA- Nueva Eurabia meint:

    […] Fakten Fiktionen Mientras tanto Bruselas planea traer mas de 1 million de trabajadores no cualificados de Africa, […]

  44. tape meint:

    zu: #ein staat kann nicht bankrott gehen#

    Das ist nicht richtig, eher trifft das Gegenteil zu: ein Staat muß Bankrott gehen, nur die “Laufzeit” ist nicht einzuschätzen.

    Schön fände ich es, wenn es Dubai als erstes treffen sollte. ;-)

    Finanzhilfe
    Abu Dhabi soll Dubai vor Ruin retten

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/abu-dhabi-soll-dubai-vor-ruin-retten;2094571

    Dubai – Die Börsen der arabischen Ölstaaten befinden sich seit Tagen im freien Fall. Neue Hiobsbotschaften aus dem Immobilien- und Finanzsektor liessen die Märkte auf Vierjahrestiefs einbrechen.

    Ausverkauf an den Golf-Börsen

    http://moneycab.presscab.com/de/templates/?a=58516

  45. Fact - Fiction » Blog Archive » Kann ein Staat bankrott gehen? meint:

    […] Hier die Frage: Wann geht der erste EU-Staat bankrott? […]

  46. Werner´` meint:

    Hallo!

    Wir sind pleite! Was heist das den eigentlich?

    Es bedeutet, dass Geld keinen Gegenwert mehr hat. Soll heissen man kann zB. einem Euro nicht mehr eindeutig zurechnen wieviel Gramm Reis, Nudeln oder sonst etwas zu zurechnen sind.

    Wenn ein Staat pleite geht, bedeutet dass, dass man nicht mehr weis für welche Leistungen er noch gerade steht; Schulwesen, Polizei, intakte Strassen, Sicherheit usw.

    Wenn also keiner mehr in Euro und Cent weis, wie weit er seinem Nächsten noch trauen kann, dann ist der Staat bankrott und das bedeutet Anarchie. Bevor das aber geschieht wird ein Staat zur Diktatur.

    Genau das steht uns bevor.

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