EU nimmt Microsoft aus wie Weihnachtsgans

28.02.2008

Der vorläufig letzte Raubzug gestern wurde mit 899 Millionen Euro veranschlagt. Die zuständige EU-Kassiererin (Foto) kam vor der Presse ins Stottern ob der Summe. Microsoft ist kein Engel und muß auch kein Engel sein. Was aber Brüssel veranstaltet, stinkt einigermaßen zum Himmel. Man holt sich Geld bei denen, die es haben. Daß es eine amerikanische Firma ist - umso besser! Die EU scheint Gefallen am Ausnehmen von Firmen zu kriegen. Und wo landet die Milliarde? Keiner weiß es, keiner wird es je erfahren! Brüssel veröffentlicht keinen transparenten Haushalt, die Abgeordneten dort wurden erst letzte Woche wieder bei falschen Abrechnungen erwischt! Sogar dem SPIEGEL ist es nicht mehr ganz geheuer, wie da mit der Privatwirtschaft umgesprungen wird, und das will etwas heißen!

24 Antworten zu “EU nimmt Microsoft aus wie Weihnachtsgans”

  1. Carlo meint:

    FF fragt: “Und wo landet die Milliarde?”

    “Vorbeitrittshilfen” für die klein-asiatische Türkei,
    Unterstützung für “palästinensische” Terrororganisationen …

    “Brüssel veröffentlicht keinen transparenten Haushalt … ”

    Macht Nordkorea schließlich auch nicht.

  2. Frank meint:

    Und die “Ehrenwerte Gesellschsft” auch nicht, Carlo.

  3. Geiler Boy meint:

    Widerstand jetzt!

  4. Jean-Marc meint:

    Was die EU mit dem Geld macht, ist nicht nur hier die Frage. Weiß gar nicht mehr wie lange es her ist, daß die EU für ihre Haushaltslegung ordentlich entlastet worden ist.

    Was Microsoft angeht, sehe ich die Sache anders. Die finden hier einen Markt mit riesigen Chancen vor, für den es auch Spielregeln gibt. Bisher ist MS mit seiner Marktdominanz nicht besonders fair umgegangen, Kartellverfahren wurden bis zum geht-nicht-mehr ausgesessen. Die Vorteile dieser Ignoranz überwiegen bei weitem die Höhe der Strafe. Der Konzern kalkuliert hier wie ein Schwarzfahrer, der die Pönale von vornherein in seinem Verhalten einpreist.

    Was Microsoft die Peanuts vielleicht zu salzig schmecken läßt, ist der momentan niedrige Dollarkurs. Aber den werden sie auch noch eine Weile aussitzen, wie die Erfahrung zeigt.

  5. Freewheelin meint:

    mal ‘n paar blöde Fragen: Was passiert denn, wenn MS nicht zahlt? Müssen wir dann deren Betriebssysteme von den Rechnern deinstallieren? Dürfen wir dann auch keine MS Produkte mehr kaufen? Selbst in den USA nicht?
    Wird die Downloadseite von MS auch gesperrt?

    Neulich sagte D.N.Reb hier, MS könnte sich für das Geld auch eine Söldnertruppe kaufen, die der gesamten EU-Bürokratie Löcher in den Köpfen verpasst. “Guerilla-Marketing” quasi. Nun ja, Träume kann man ja haben…….

  6. Llarian meint:

    Es stinkt zwar, dass sich die EU das Geld in die Tasche steckt, aber die Strafe ist schon reichlich verdient. Microschuft arbeitet seit Jahr und Tag mit massivem Monopolsmissbrauch und der ist nun einmal illegal.
    Gemessen an dem, was sie dabei rausholen ist selbst diese Strafe immernoch ein niedriger Preis. Das wird auch weitergehen, jedenfalls solange es sich lohnt.

    @Freewheelin:
    Wenn die nicht zahlen werden die gepfändet, so einfach ist das. Die haben in Europa immernoch Milliardenvermögen investiert. Aber selbst wenn sie es nicht hätten und sich weigern würden, die Strafe zu zahlen, wie würde es ihnen wohl schmecken, wenn die EU damit Windows zum freien Produkt erklärte, dass jeder frei kopieren darf. Gegen den Schaden sind 899 Millionen gerademal Spielgeld.

  7. D.N. Reb meint:

    Sag ich doch, Bill Gates sollte für die Höhe der Strafzahlungen eine kleine Söldnerarmee anheuern und diese Leute erschiessen lassen. Damit wäre Europa geholfen und ihm auch.
    Ich liebe Microsoft wirklich nicht aber was zu weit geht, geht zu weit. Wenn ich er wäre, würde ich den Handel mit Ländern aus der EU sofort aufgeben. Schlagartig. Sollen sich doch Andere ausnehmen lassen.

  8. TheDoctor meint:

    OT: NEWS… Scharia ist Grossbritannien seit ueber 25 Jahren laengst Realitaet!

    http://rafaelwv.blogspot.com/2008/02/grossbritannien-scharia-laengst.html

  9. no mercy meint:

    @Jean-Marc
    @Llarian

    Die Kartellbehörden sind bestenfalls überflüssig, häufig aber schädlich, da sich entgegen den theoretischen Grundannahmen der Kartellbehörden, auf freien Märkten keine Monopole und falls doch, keine schädlichen Monopole bilden können. Das gilt auch für Kartelle. Wer genaueres wissen möchte, findet reichlich Informationen bei mises.de. Hier nur ein Text: http://www.mises.de/texte/minora/monopole.html.

  10. Hombre meint:

    Es gibt keine Monopole, die nicht vom Staat errichten, ermöglicht, gewollt, herbeigeführt wären. Das Geld, das MS zahlt ist nichts weiter als Lizenz für die EU - mit Gebietsschutz. Für den Gebietsschutz wird die EU schon sorgen, da sie sich in Zukunft die Lizenzeinnahmen von MS nicht entgehen lassen will.
    Es wäre für die EU- und Bindesverwaltung ein leichtes, sich eine Verwaltungsversion von Linux zusammenzustellen - für lau. Dies würde aber keine Lizenzgebühren bringen.

  11. kewil meint:

    Windows hat auch Vorteile. Was hätte der Benutzer von 50 oder 100 Betriebssystemen? Ein heilloses Durcheinander.
    Es geht aber um die Höhe der Strafe. Und einmal auf den Geschmack gekommen, kann man natürlich Firmen aller Herren Länder ausrauben!

  12. Eisvogel meint:

    Sag ich doch, Bill Gates sollte für die Höhe der Strafzahlungen eine kleine Söldnerarmee anheuern und diese Leute erschiessen lassen.

    Dann kauf ich Windows Vista. Die teuerste Variante.

    Selbstverständlich nur, um die “moderaten Kräfte” bei Microsoft zu stärken und den “Friedensprozess voranzubringen.”

  13. D.N.Reb meint:

    Der war gut!

  14. Eisvogel meint:

    Deine Vorlage aber auch :-)

  15. Llarian meint:

    @no mercy:
    Also entweder gibt es Monopole oder keine. “Es gibt keine, aber wenn es sie gäbe….” ist eine Unsinnsargumentation, die allenfalls Juristen glücklich macht. Ich nehme deswegen jetzt mal das Triviale an und behaupte es gibt nichtstaatliche Monopole.

    Microsoft ist der schreiende Beleg dafür, dass es welche gibt, die Firma macht seit ihrem Bestehen nichts anderes als mit einem Monopol das nächste durchzusetzen. Das reiht sich über eine lange Geschichte über DRDOS/MSDOS, Netscape/IE , Apache/IIS, etc. etc. etc.
    Die haben noch NIE etwas anderes gemacht, das komplette Geschäftsmodell Microsoft ist die Etablierung von Monopolen, noch nie hat Microsoft in einem Bereich Geld verdient, wo ein echter Wettbewerb stattfand. Und wenn das nicht schädlich ist, was ist es denn dann ? Wenn seit inzwischen Jahrzehnten durch Monopolsdruck Firmen zerstört werden, die die bessere Technologie anbieten ? Wenn dem Verbraucher geradezu absurde Preise für ein schlechtes Produkt abverlangt werden ? Wie schädlich soll es denn sein ? Was ist dann Schaden ?

    Und was den Link angeht, so ist der sicher ein Beleg dafür, dass auch nicht von Mises alles Gold ist was glänzt. Ist ja schön was er alles zum Staate zu sagen hat, nur hat das mit dem Wesen des Monopols erstmal nix zu tun. Ich glaube auch nicht, dass irgendeine Text von 1965, und sei er von Adam Smith, Ludwig von Mises & Ayn Rand zusammen verfasst worden, etwas hilfreiches zur heutigen Monopolsbildung beitragen kann, denn seinerzeit waren praktisch alle Güter substituierbar (das ist ja der klassiche Ansatz um Monopole zu bestreiten). Unter solchen Umständen sind Monopole naheliegenderweise nicht stabil. Betriebssystemstandards sind aber leider eben nicht ohne weiteres
    substituierbar, jedenfalls nicht ohne Kosten in Billionenhöhe, was niemand leisten kann.

    @kewil: Es gibt übrigens weit mehr als 100 Betriebssysteme. Und das wäre vollkommen undramatisch, so lange sich alle an die gemeinsamen
    Schnittstellen halten. Oder sagen wir lieber, wenn die das könnten, Microsoft ist ja nun seit Jahren bemüht genau das zu verhindern.

  16. Toranaga meint:

    Na ja, Microsaft wird es überleben. Bisher hat uns Microsaft ausgenommen

  17. no mercy meint:

    @Llarian

    “Microsoft ist der schreiende Beleg dafür, dass es welche gibt, die Firma macht seit ihrem Bestehen nichts anderes als mit einem Monopol das nächste durchzusetzen.”

    Das ist kein Beleg, sondern eine durch nichts belegte Behauptung.

    ” Wenn seit inzwischen Jahrzehnten durch Monopolsdruck Firmen zerstört werden, die die bessere Technologie anbieten ?”

    Verklag doch Bayern München, die schicken durch Markt- bzw. Spielbeherrschung seit Jahrzehnten Vereine in die 2. Liga, die schöneren Fußball spielen.
    Häßliche Frauen werden seit Jahrhunderten von schönen Frauen, d. h. Frauen in männerbeherrschender Position ins Lesbierertum, in den Feminismus und in Eßstörungen getrieben.

    “Wenn dem Verbraucher geradezu absurde Preise für ein schlechtes Produkt abverlangt werden ? Wie schädlich soll es denn sein ? Was ist dann Schaden ?”

    Niemand wird gezwungen, Windows zu kaufen.

    ” denn seinerzeit waren praktisch alle Güter substituierbar (das ist ja der klassiche Ansatz um Monopole zu bestreiten). Unter solchen Umständen sind Monopole naheliegenderweise nicht stabil. Betriebssystemstandards sind aber leider eben nicht ohne weiteres
    substituierbar, jedenfalls nicht ohne Kosten in Billionenhöhe, was niemand leisten kann.

    @kewil: Es gibt übrigens weit mehr als 100 Betriebssysteme.

    Siehst Du nicht den Widerspruch? Betriebssysteme sollen nicht substituierbar sein, wenn es über 100 verschiedene gibt?
    Und wenn die Substitution im Verhältnis zum Beibehalten von Windows zu teuer ist, zeigt das nur, daß Windows das günstigere Produkt ist und damit seine Marktstellung seinem vorteilhafteren Produkt und nicht einer phantasierten Monopolstellung verdankt.

  18. Camembert meint:

    naja, hat die EU halt mal wieder etwas mehr Geld, um 2 Millionen oder mehr arbeitsverweigernde und auch mordende Palästinenser durchzufüttern. Großes Kino wieder mal!

  19. Hombre meint:

    @Llarian

    Ich hab die Entwicklung der Betriebssysteme fast von Anfang an miterlebt. Bei mir im Keller steht noch ein alter Atari ST. Zur keiner Zeit waren die Menschen gezwungen MS-Produkte zu kaufen - auch keine Apple-Rechner. Für jede Anwendung gabs eine - meist bessere - Alternative von der Konkurrenz oder für anderes Betriebssystem. Ich habe auch über die Jahre erlebt wie dümmliche Bürohocker Windows oder MS-Office selbst zum Standard erklärt haben. Und jetzt kritisiert man Microsoft für ein Verhalten, das man selbst herbeigeredet hat und für das es keine Belege gibt. Da ist Apple viel restriktiver als Microsoft.

  20. Dox meint:

    MS hindert keinen einzigen Erfinder daran, ein neuartiges System in die Welt zu setzen und abzukassieren. Die Gewerbeifreiheit wird nicht eingeschränkt. Und nur darauf kommt es an. Das Foto der EU-Kassiererin ist treffend ausgewählt worden. Da feixt eine Räuberin. Und das erpreßte Geld wird sie für weitere Raubzüge benutzen.

  21. Wahr-Sager meint:

    Also, man kann von Microsoft ja halten, was man will, aber was zu weit geht, geht zu weit.
    Windows XP finde ich übrigens klasse, auch wenn ich sonst kein anderes Produkt von MS auf meinem Rechner habe.

  22. Llarian meint:

    @no mercy:
    Was für Belege willst Du genau ? Ein Urteil gegen Microsoft ? Davon gibt es mehrere, aber seien wir ehrlich, die würdest Du genauso wegwischen, weils ja der böse Staat ist.

    Zu dem Quatsch vom FC Bayern ist zu sagen, nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Niemand wird gezwungen, Windows zu kaufen, das ist eine (begrenzt) richtige Aussage. Aber man wurde gezwungen MSDOS zu kaufen, zum Beispiel durch gezielte Sabotage des überlegenen Konkurrenzproduktes (das ist gerichtlich nachgewiesen, falls Du wieder nach Belegen fragst). Das damals etablierte Monopol Windows wurde zur Vernichtung des Konkurrenzproduktes DRDOS verwendet.
    Später wurde das Windows Monopol zum Schirmherr für die Office Produkte. WordPerfect kennt heute kein Mensch mehr, Quattropro, Lotus, alles den Bach runter. Nicht, weil man sie nicht kaufen konnte, sondern weil ein Betriebssystemmonopolist mit seiner Marktmacht einen bis dahin freien Markt zu seinen Gunsten manipulierte.

    Würde man einen passenderen Vergleich finden wollen wäre das so, als würde ich alle Autobahnen in Deutschland besitzen und nur noch Volkswagen darauf zulassen. Klar kann sich noch jeder einen Opel kaufen “und zu keinem Zeitpunkt wurde jemand gezwungen einen VW zu kaufen”…..

    Übrigens ist die Existenz von 100.000 Betriebssystemen kein Widerspruch, denn keins davon hat irgendeine besondere, vor allem keine wirtschaftliche, Bedeutung. Man kommt an M$ nicht vorbei. Das ist das Wesen des Monopols.

    @hombre:
    Man kann all das belegen (und mein ältester Rechner war ein C64, der hatte nichtmal ein Betriebssystem). Das sind auch keine Geheimnisse. M$ hat noch nie etwas technologisch besonders beeindruckendes abgeliefert, müssen sie auch nicht. Aber sie sind brilliant in Bezug auf Marktbeherschung. Gates (und Ballmer) haben schon früh verstanden, dass man nicht das bessere Produkt braucht, um sich durchzusetzen, sondern die grössere Marktmacht. Das ist clever, ohne Frage. Aber es ist ein Schaden für die Mehrheit der Markteilnehmer.
    Es gibt wirklich reichlich einschlägige Literatur, da kannst Du das alles haarklein nachlesen. Das ist ja das schlimme, es ist belegt, es ist nur nicht wichtig. Der Erfolg von M$ ist kein Zufall, sondern sehr geschickte Manipulation.

  23. Dietmar meint:

    Wer sich mit seinen Produkten nach Europa hineintraut und dann auch noch viel Geld verdient (wie unverschämt!), der muss letztlich zahlen - an die EU, den größten Zuhälter- und Schutzgelderpressering der Welt. Die EU macht mal wieder Werbung als HITEC-Region: Hier werden unternehmen noch richtig gemolken!

  24. Dietmar meint:

    Microsoft ist immerhin in relativr Sicherheit vor der EU am Standort Seattle. Doch wo gehen wir hin? Wo ist noch anständiger Kapitalismus möglich (sehr viel Geld verdienen ohne zu teilen und später dann freiwillig geben)? Die Leute können ruhig auf Syrien schimpfen, immerhin besteht dort noch Hoffnung.

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