Katholiken geben Judenmission auf - und damit sich selbst!
20.04.2009Daß die deutschen Katholiken (und Protestanten) noch gutmenschlicher, noch politkorrekter und noch geduckter herumlaufen als das eingeschüchterte und mit der Nazikeule grün und blau geschlagene Restvolk hier, kann eigentlich nicht verwundern, heißt es doch im Neuen Testament, “wenn dir einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die linke hin”, wo doch jeder normale Mensch einem solchen Angreifer die Backenzähne rausschlägt. Und so geschah es im Jahre des Herrn 2009, daß das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) beschloß, auf die Judenmission zu verzichten. Den Zentralrats-Krämer der Juden freute das bestimmt, aber dies sollte die höchste Alarmstufe auslösen, denn was der gut findet, ist schlecht, und was der schlecht findet, ist gut!
Die deutschen Bischöfe und Kardinäle außer Meisner und Mixa kann man alle in der Pfeife rauchen und ihre verwirrten Schafe auch, denn was bedeutet dieser Beschluß? Er ist nichts anderes als die freiwillige Selbstaufgabe der eigenen Religion. Wenn ich eine andere Religion als gleichberechtigt ansehe und im Dialüg sage, die haben auch recht, denen ihr Gott ist auch echt, den kann man gelten lassen, dann glaube ich an meine eigene Religion und an meinen eigenen Gott nicht mehr. Und eine Religion, die nicht missioniert, die andere nicht bekehren will, gibt sich auf und ist tot, egal ob man zu lau ist oder zu faul zum Missionieren oder ob man in politisch-korrekter Gülle schwimmt. Es ist nebenbei auch noch ein Abfall von 2000 Jahre alten Glaubensgrundsätzen.
Für Interessierte: Hier der Originalbeschluß der meschuggenen deutschen Katholen! Und auf diese Kapitulation hin hat heute der Philosoph Robert Spaemann in der FAZ kenntnisreich geantwortet und widersprochen. In der Tat, diesem Läpperverein ist nicht mehr zu helfen. Was aber in Deutschland abgeht, gilt nicht unbedingt weltweit. Und deshalb liebe ich Papa Ratzi!


20.04.2009 um 14:19
OT
Der neue Antisemitismus von Links und Islam:
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=tz&dig=2009%2F04%2F20%2Fa0002&cHash=862b848240
20.04.2009 um 14:21
Das ZdK ist ein irrelevanter bolschewistischer Haufen.
Wichtiger ist das Forum Deutscher Katholiken:
http://forum-deutscher-katholiken.de/
20.04.2009 um 14:22
Entschuldigung, bitte sei mir nicht böse, aber ich muss gerade ziemlich lachen.
Das eine erscheint mir so irrelevant wie das andere…
20.04.2009 um 14:23
Unbedingt bedenken: das “Zentralkommittee” ist in etwa so sehr die Vertretung der Katholiken wie fact-fiction das Sprachrohr der Antifanten ist.
Es hat keinerlei Legitimation oder Autorität und ist lediglich ein winziges Grüppchen nur noch gerontologisch zu erfassender Uralt-68er, die das Alter jedoch nicht weise, sondern nur noch lächerlich darstellungssüchtig gemacht hat.
Mit der Kirche haben diese GreisInnen reineweg nichts zu tun.
20.04.2009 um 14:46
Für die Judenmission sind die Katholiken ohnehin schon lange irrelevant, übrigens genau so wie die organisierte Evangelische Kirche. Im Gegensatz dazu sind die ev. Freikirchen äußerst erfolgreich in diesem Gebiet, wie man vor etwa einem Monat in der WELT lesen konnte. Irgendein Rabbi hatte das sogar als “Fortgesetzten Holocaust mit anderen Mitteln” bezeichnet.
20.04.2009 um 14:49
@ Kewil
Ich hab da mal eine politisch unkorrekte Frage .
Wie kann es eigentlich sein das man nur so schwer zum Judentum konvertieren kann . Auf die katholische Kirche wird ja immer geschimpft das sie missioniert und die Juden missionieren will . Aber ist es nicht ungleich schlimmer wenn man garnicht teil einer Religion werden kann , weil diese für die Anerkennung solche hohen Auflagen gibt das man diese garnicht erfüllen kann ?
Ist das nicht ausgrenzend und diskriminierend ??
Ich meine da passen doch Anspruch und Wirklichkeit nicht richtig zueinander-oder sehe ich das falsch ?
20.04.2009 um 14:50
Da bin ich als Kathole nach der Überschrift aber schön erschrocken !;-)
Muß es nicht eher heißen: “ZdK gibt Katholischsein auf - und damit ihr Selbstverständnis.”?
Über diesen Dreckschleuder-Club (und andere) hab ich schon immer nur gelacht !
20.04.2009 um 15:01
Spaemann schreibt: „Dass es absurd ist, Papst Benedikt XVI. dieses Gebet vorzuwerfen, schrieb bereits vor einem Jahr der hochangesehene New Yorker Rabbiner Jacob Neusner, der darauf hinwies, dass doch die Juden selbst in ihrer Liturgie täglich für die Bekehrung aller Nichtjuden beten.“
Wer sich über die Karfreitagsfürbitte empört, sollte in der Tat auch zur Kenntnis nehmen, was traditionelle Juden ihrerseits beten, und zwar nicht einmal im Jahr, sondern dreimal täglich. Am Morgen danken sie ihrem Schöpfer dafür, dass er sie „nicht als Frau“ und „nicht als Gojim erschaffen hat“, also als Nichtjude. Danach danken sie dafür, dass sie nicht so sind wie die anderen, verbunden mit der Hoffnung, dass „alle Bewohner der Welt“ sich zu dem einen wahren Gott, dem Gott Israels, bekennen mögen. Bei den Worten „Eitles und Nichts“ spucken die besonders Eifrigen demonstrativ auf den Boden. Das Alenu-Gebet:
„An uns ist es, den Herrn des Alls zu preisen, dem Schöpfer des Anfangs Größe zu geben, dass Er uns nicht geschaffen hat wie die Völker der Länder, uns nicht hat werden lassen wie die Völkerfamilien der Erde, unseren Teil und unser Los nicht mit dem ihrer ganzen Menge gleichgesetzt hat, die sich verneigt vor dem Eitlen und Nichts und zu dem fleht, der nicht hilft. …
Alle Bewohner der Welt werden erkennen und wissen, das jedes Knie sich vor Dir beugt, jede Zunge Dir schwört. Vor Dir, Ewiger, unser Gott, werden sie knien und sich niederwerfen und der Herrlichkeit Deines Namens Ehre geben, und alle werden das Joch Deiner Herrschaft auf sich nehmen. Du wirst bald für immer und ewig über sie regieren, denn Dein ist die Herrschaft, immer und ewig wirst Du in Ehren regieren, wie es in Deiner Tora geschrieben ist: Der Ewige wird in alle Ewigkeit regieren. Wie es heißt: Der Ewige wird König über die ganze Erde sein, an jenem Tag werden Er und Sein Name einzig sein.“
20.04.2009 um 15:13
Wir waren im Ostergottesdienst und dort haben wir bei den Fürbitten für die Juden gebetet.
Es gibt auch in der Kirche verschiedene Strömungen. Richtig ist, dass man - wie Kewil sagt - die meisten Bischöfe in Deutschland und das ZDK vergessen kann.
Hier eine gute Einschätzung vom “Zwischenruf”
http://politischeliteratur.wordpress.com/
Seit dreißig Jahren, genauer seit dem Beginn des Pontifikats von Johannes Paul II., erzählen uns der “Spiegel” und seine Komplizen, die vatikanische Personalpolitik ziele darauf ab, nur die allerreaktionärsten und papsttreuesten (was in den Augen der atheistischen Propagandapresse dasselbe ist) Priester zu Bischöfen zu machen.
Wenn das jemals wahr gewesen wäre, dann hätten wir in der Piuskrise eine deutsche Bischofskonferenz erlebt, die sich wie ein Mann hinter Papst gestellt hätte.
Was haben wir tatsächlich erlebt? Eine Bande von winselnden Waschweibern, die sich dafür entschuldigen, dass sie überhaupt katholisch sind!
Was schließen wir daraus? Dass die linke Presse uns wieder und wieder dieselbe Lüge aufgetischt hat. Und zwar dreißig Jahre lang!
Papst Benedikt hat es schwer mit uns und braucht alle Unterstützung, denn er ist auf dem richtigen Weg.
Dazu ein Kommentar aus der “Tagespost”:
http://www.die-tagespost.de/2008/index.php?option=com_content&task=view&id=100048069&Itemid=1
20.04.2009 um 15:39
Kewil, ich hatte schon vor kurzem angemerkt, dass man (leider) zwischen deutschen Verbandskatholiken und der Kirche an sich trennen muss.
Dieser Text hier zum Thema ist wesentlich, und den solltest Du auch mit in Deinen Artikel einarbeiten.
http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=3557
20.04.2009 um 15:41
Ich zitiere aus dem Text:
“Dem Text kommt keine lehramtliche Autorität zu. Er kann in keiner Weise als ein offizielles Dokument der katholischen Kirche oder als authentische Darstellung des katholischen Glaubens und Bekenntnisses angesehen werden. Die den Text leitende ganz offenkundige Entgegensetzung der Lehre des II. Vatikanischen Konzils und Johannes Paul II. einerseits zur Lehre und zu den ihm zukommenden Maßnahmen (in der Formulierung liturgischer Texte) Papst Benedikts XVI. andererseits ist sowohl formal wie auch inhaltlich völlig verfehlt .”
20.04.2009 um 16:00
In jeder Kirche (evangelisch wie papistisch) sollten eigentlich Bibeln auf türkisch und arabisch ausliegen. Auch die Freievangelischen haben die neue Zielgruppe noch nicht so richtig für sich entdeckt, fürchte ich.
Stattdessen gibt’s Schwund und Verteilungskämpfe.
20.04.2009 um 16:01
Gedanken zu Edith Stein auf Basis des Artikels von Robert Spaemann
http://antifo.wordpress.com/2009/04/20/gedanken-zu-edith-stein/
20.04.2009 um 16:26
Sind das dann noch Katholiken oder sind das schon Sektierer?
20.04.2009 um 16:38
da versteh ich die Katholiken sehr gut. Ohnehin haben die doch bereits alle Schwänze
eingezogen und wagen sich nicht mehr zu husten um die Staubschicht auf dem NT
nicht wegzupusten. Mission in Europa, das gibts nicht mehr, das vorhandene wird
verwaltet, der Glaube wird wegmodernisiert. 8000 km hab ich auf Jakobswegen
die Kirche gesucht und gesehen, da stehen noch diese wunderbaren Bauwerke, nur
eine Seele haben die meisten nicht mehr. In der Champagne betreut ein 85jähriger
Priester 20 Gemeinden. Da hat man fertig. Ob man also auf die Judenmission (das
wären die härtesten Brocken) verzichtet oder nicht ist völlig irrelevant.
Augustinus: in dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst.
Da brennt nichts mehr.
20.04.2009 um 16:51
Sie haben ganz recht an ihrem Glauben als Antrieb der Mission zu zweifeln - bei der atemberaubenden Geschwindigkeit der Islamisierung Europas!
http://boersen.manager-magazin.de/spo_mmo/kurse_einzelkurs_uebersicht.htm?u=0&p=0&k=0&s=803200&l=276&b=9&n=Commerzbank&chartzeit=0
Ich bin eingestiegen… bei 5,18. Das Ende ist also nahe.
20.04.2009 um 17:14
Also als Katholik könnte ich mich jetzt beleidigt fühlen, denn irgendwelche Zentralkomitees (woran erinnert mich dieses Wort nur? Gabs das nicht auch in der KPDSU?) sind ebenso wenig berechtigt, für die Mehrheit der Katholiken zu sprechen wie die MSM die Meinung der deutschen (und europäischen) Mehrheit wiedergeben.
Gerade der Unterschied zwischen veröffentlichter und tatsächlicher Meinung ist doch das, was politische Korrektheit ausmacht. Die Mehrheit will sichere Straßen und stabile Verhältnisse, aber keine Moscheen, keinen Islamunterricht, kein muslimisches Frauenschwimmen, keine weitere Unterwerfung, sie will keine Guantanamo-Häftlinge in Deutschland, keinen Kampf gegen Rechts, keine linken Schlägerbanden usw. etc.. Und es ist eine gewaltige Mehrheit!
Und das müsste dir, Kewil, doch auch klar sein. Also warum hackst du wieder und wieder auf “den Deutschen” oder “den Europäern” oder “den Katholiken” herum?
20.04.2009 um 17:20
Die Judenmission ist sowohl theologisch als auch praktisch vollkommen vergeudete Zeit: Für die Wiederkehr des Messias ist sie nicht nötig, ja sogar kontraproduktiv - die Christen gehen ja auch davon aus, daß Jesus bei seiner Wiederkunft den Tempel in Jerusalem wiederaufbaut - und wer sollte den nutzen, wenn nicht die Juden ?
Und selbst wenn es der Kath. Kirche gelänge, alle Juden der Welt zu konvertieren (warum, wieso und weshalb sei jetzt mal dahingestellt), dann wären das so um die 13 Millionen neuer Katholiken.
kewil sagt: Das ist doch unerheblich Mann! Es geht um das Prinzip!
Wenn man das mal mit dem Potential vergleicht, das in der Moslemmission schlummert erkennt auch der letzte PISA-Versager sofort: das sind über 1,3 Milliarden potentielle neue Katholiken, also gut das 100-fache !!! Und während das Judentum eine schöne und schätzenswerte Religion ist, von der sich die Juden auch mehrheitlich nicht abbringen lassen, wissen wir alle, was vom Islam zu halten ist - und viele Moslems wissen es auch und warten nur darauf, daß man sie zum Christentum ruft und ihnen die Chance gibt, auszusteigen aus der Religion des Hasses !
Vielleicht hat die Kath.K. genau das jetzt erkannt. Das Ende der Judenmission ist ein guter, richtiger und wichtiger Schritt dazu. Jetzt muß der Angriff auf den islam folgen !
20.04.2009 um 18:00
Stellungnahme der deutschen Bischofskonferenz:
ZdK-Erklärung „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog zwischen Juden und Heiden“ ist “keine authentische Darstellung”.
http://www.kath.net/detail.php?id=22645
Das ZdK ist eine Laienorganisation, die sich schon lange vom Lehramt der Kirche entfernt hat. Das einzige Bolllwerk gegen diese und andere “Pastoralhuber” ist derzeit noch - genau: der zölibatäre Klerus!
Hintergrund:
“Dank der Kirchensteuer hat sich nämlich in der Katholischen Kirche, rund um den alten zölibatären Klerus, wie eine dicke Geschwulst ein neues pastoralpädagogisches Personal herangebildet: ‘Pastoral-Assistenten’, und ‘Pastoral-Referenten’, ‘Gemeinde-Assistenten’ und ‘Gemeinde-Referenten’, ‘pastoralsoziologisch’ und ‘pastoralpsychologisch’ ausgebildete Berater und Betreuer jedweder Art. Von denen gibt’s inzwischen viel mehr, als es Priester gibt. Sexuell sind sie natürlich alle selbstverwirklicht und, das gehört zusammen, finanziell selbstbedienend. Diese neue quasi-klerikale Führungsschicht drängt jetzt in der Katholischen Kirche zur Macht…” (H.C. Zander, Zehn Argumente für den Zölibat).
20.04.2009 um 18:06
Wenn man den von Kewil dankenswerterweise verlinkten Text liest, sich durcharbeitet, versteht man als Exkatholik, warum niemand wirklich durchblickt. Es wird von vorn bis hinten mit unscharfen Begriffen gelabert. Jeder Homöopathie-Kongress ist da bodenständiger.
Selbst wer verstehen will, scheitert an der nebulösen Begrifflichkeit. Jedes einzelne Wort bedarf eines eigenen Kongresses, um es so zu verstehen, wie es zur Zeit verstanden wird - von längst nicht allen. Daraus wird dann eine pseudologische Argumentationslinie entwickelt, die komplett abgehoben ist und auch der strebend Bemühte nicht mehr verstehen kann.
Allein wie “Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst” auseinanderklamüsert wird, ist schon lesenswert.
Mir wird immer mehr klar, warum diese Alchemisten in ihrer Giftküche nie mehr ein Bein an den Boden bekommen werden und in ihrer Intellektualität einsam ersticken. Da kann kein PapaRatzi mehr was reissen. Denn auch der bislang noch heißgeliebte Königsglaube - hier an den Papst - schwindet nicht nur europaweit. Und sei der noch so genial.
Das gleiche Schicksal wird auch der Islam erleiden. Noch kann man den Massen mit gezielter Verdummung das Denken verbieten und die (un)heiligen Schriften einhämmern, aber nach und nach werden auch die Muslime wacher und wacher und tippen sich an die Stirn. Es wird noch dauern, vielleicht blutig lange, aber es kommt das Ende des Islam. Und daran wird der Katholizismus Null Anteil haben.
20.04.2009 um 18:12
Und das müsste dir, Kewil, doch auch klar sein. Also warum hackst du wieder und wieder auf “den Deutschen” oder “den Europäern” oder “den Katholiken” herum?
sagt Junjadi
Kewil, wir müssen sammeln, nicht zerstreuen!
Nicht jeder, der Katholik ist, hat diese Denkweise, und viele Agnostiker denken genau
so. Nimm sie mit, wir brauchen jeden, der gegen den Strom schwimmt.
20.04.2009 um 18:19
Unglaubliches hat sich eben in der “heute”-Sendung im ZTürkischesF zugetragen: Petra Gerster präsentiert die neuesten Zahlen zu politischer Gewalt, bei denen ein Anstieg zu verzeichnen wäre. Nun wissen wir, daß die meisten von Linken begangen werden und es bei den rechten nur um Propagandadelikte geht. Im ZDF wird das aber nun nicht zugegeben, wie noch im letzten Jahr, sondern es wird nur erwähnt und dabei im Hintergrund eine Palette Glatzen eingeblendet, daß besonders die mit einem “rechtsextremen” Hintergrund zugenommen hätten… BRDDR!
20.04.2009 um 18:26
>mino : … Da kann kein PapaRatzi mehr was reissen.
Wir glauben ja auch nicht an den Papst, sondern wissen wer sagt:
“Seht, ich mache alles neu.”
http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/offe021.htm#a0
20.04.2009 um 18:30
Die Zdk-Katholiken werden alle aussterben. Für mich zählt nur, was sie bis dahin noch anrichten können und wie ich bei so etwas kein Magengeschwür bekomme. Meine Generation wird das nicht mehr lange dulden. Der zunehmende Hetzkampagnen-Druck von radikalsäkularer Seite ist in diesem Zusammenhang sogar zu begrüssen. Diese Leute, Laien und Klerus sind alle überalimentiert, von der totalitären politkorrekten deutschen Zivilreligion korrumpiert. Sie haben die Kirche in den Graben gefahren. Neoatheisten setzten sich für eine stärkere Trennung von Kirche und Staat ein. Das Ergebnis würde aber vielleicht gar nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen…Das wird aber leider noch lange dauern.
Robert Spaemann ist Deutschlands bedeutendster zeitgenössischer Philosoph, weit über Kirchengrenzen und sein Christ-Sein hinaus. Kann ich auch sonst nur empfehlen.
Spengler meint: Die islamfreundlichen 68er-Katholiken innerhalb der Kurie sind das Problem.Das Oberrabbinat sollte dagegen gerade die Karfreitagsfürbitte begrüßen, würden es aber nicht checken:
Spannender Artikel:
http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KB10Ak02.html
Klaus Berger: Judenmission:
http://www.die-tagespost.de/archiv/titel_anzeige.asp?ID=37916
20.04.2009 um 18:32
Rabbi Neusner über monotheistische Logik und die Notwendigkeit der Karfreitagsfürbitte:
http://www.zenit.org/article-14578?l=german
20.04.2009 um 18:56
@ mino
Wenn Du mit dem Wust von Unschärfe bei der RKK zurecht kommst, kann ich nur die Heilige Orthodoxie empfehlen
20.04.2009 um 18:59
Das Christentum in Europa steht vor der Selbstauflösung. Die Kirchen laufen dem linken Zeitgeist hinterher. Spielen sich auf als Umweltschützer, als Kapitalismuskritiker und Islamverherrlicher wo sie nur können. Das Christentum vermag keine ehtischen Akzente mehr zu setzen (in den USA noch in Resten), und läuft daher dem Gefühlstrend der manipulierten Massen hinterher.
Hinter der Aufgabe bei Juden zu missionieren, steht zugleich daß man dies auch bei Moslems nicht mehr will. Oder hat je auch nur ein Pfaffe Moslems in seine Kirche eingeladen - einen Tag der offenen Kirche angeboten, um Vorurteile abzubauen ?
Kein Einziger ! Der Zeitgeist befiehlt, daß alle Religionen gut sind, und alle an den gleichen Gott glauben. Das vertrat mit Vehemmenz Benedikts Vorgänger. Vergessen ist bei den Kirchen, was das Christentum auszeichnet: Jesus als Personifikation der Friedfertigkeit und Toleranz. Der Trennung von Glauben und Staat.
Um das Christentum zu bewahren müsste man dafür streiten, darauf bestehen, daß es ethisch höherwertig ist als insbesondere der Islam. Doch der Zeitgeist befiehlt Harmoniesucht und Selbsthaß, und so tun die Kirchen das, was stets fast alle Menschen tun: Wie die Mode in der Kleidung so laufen sie den politischen Moden hinterher.
Das Christentum ist so gut wie tot, weil die heutigen Christen Zeitgeistjünger sind, und sich ihre ethische Orientierung lieber bei Claudia Roth, Greenpeace und dem Spiegel holen, als aus den Evangelien.
Und Benedikt zaudert. Er ist zu schwach, oder orientierungslos, um noch Impulse setzen zu können.
20.04.2009 um 19:43
Die theologisch entscheidende Frage lautet: Besteht der Alte Bund, also der, den Gott am Berge Sinai mit dem Volk Israel geschlossen hat, neben dem Neuen Bund Christi fort, oder ist er durch letzteren ersetzt worden? Wenn der Alte Bund NICHT mehr besteht, sind Christen zur Judenmission verpflichtet, ABER NUR DANN!!!
Besteht der Alte Bund aber fort, dann bedeutet Judenmission: daran arbeiten, dass dem lieben Gott der Vertragspartner abhanden kommt, und das kann nicht die primäre Aufgabe einer christlichen Kirche sein. Was nicht heißt, dass es nicht gemacht werden KANN, es MUSS aber nicht. Selbstaufgabe ist nicht der Verzicht auf die Judenmission. Selbstaufgabe wäre, wenn man nicht zugeben würde, dass das, was die Juden bekennen (und NUR DIE, nicht etwa die Moslems), Wahrheit von Gott ist.
Der Papst ist übrigens der Meinung, dass der Sinai-Bund fortbesteht, das ist aber seine persönliche theologische Meinung, nicht etwas, das er ex cathedra und mit dem Anspruch auf Unfehlbarkeit als Glaubenswahrheit verkündet hätte.
20.04.2009 um 19:44
@ Ökoei:
Was Du Zeitgeist nennst, ist Freimaurertum als Staatsdoktrin:
http://antifo.wordpress.com/2009/04/07/mathematik-und-evangelium/
Aber je bunter die es treiben, desto mehr wächst die Anzahl derer, die sich in den Katakomben sammeln
20.04.2009 um 19:53
Wer mich missionieren will, kriegt das zu hören, was ich den Jehova-Deppen an der Haustür ins Gesicht plärr!
Missionierung ist auch nichts anderes als die Gutmenschenüberzeugung, alles für das “Gute” zu tun und die Welt retten zu wollen.
Es gibt aber genug, die wollen halt nicht gerettet werden. Fresst das halt, Pfaffen!
20.04.2009 um 20:23
OT:
“Der Vatikan will lieber zusammen mit den fundamentalen Muslimen einen “Schutz der Religion” vor Kritik als “Menschenrecht” durchsetzen, als mit den Demokratien für den Schutz der Individualrechte von Muslimen, Juden, Christen und Atheisten stehen.” :
A.Posener heute bei Achgut, der bei anderen Anlässen der erste wäre, der aufschreien würde, wenn der Vatikan sich irgendwelchen UN-Resolutionen verweigern würde und der dauernd von “Islamophobie” fantasiert, schreibt wie Pi Unsinn über Durban II und den Vatikan und möchte diesen nun auf Mailanfrage demnächst korrigieren.
Fakt ist: Zum Christentum konvertierte Muslime wären die ersten, gegen die sich solcherlei Anti-Diskriminierungsgetue wenden würde.
Vielleicht sollte man zuerst abwarten, was der Vatikan beitragen wird, bevor man ihm irgendwelche Gesinnungen oder Opportunismus unterstellt:
http://antifo.wordpress.com/2009/04/01/vatikan-war-gegen-resolution-zu-diffamierung-von-religionen/
http://www.zenit.org/article-17467?l=german
20.04.2009 um 20:24
OT:
Der Papst ausserdem im Grußwort für Durban II:
“Die Kirche betont ihrerseits, dass nur die Anerkennung der Würde des Menschen - der nach dem Bild Gottes geschaffen ist - einen sicheren Bezugspunkt für ein solches Engagement liefern kann.”, womit er darauf hinweist, daß sogenannte “Individualrechte” in der judäo-christlichen Vorstellung der Gottesebenbildlichkeit wurzeln, die dem Islam fremd ist.
Auch das Schlussdokument soll vom Vatikan nicht unterzeichnet werden, geschweige denn Antisemitismus unwidersprochen hingenommen werden:
http://www.zenit.org/article-17339?l=german
Warum ist er dann überhaupt dabei ? Bin gespannt.
20.04.2009 um 21:29
Kewil, natürlich will ich Dir nicht reinreden, und Deine 2 letzten Sätze sagen schon das Wichtigste. Zum Thema gehört aber notwendig die Stellungnahme von Bischof Müller aus Regensburg:
http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=3557
Der Link gehört m. E. neben den Spaemann-Link.
Siehe auch meine Beiträge von 15:39 und 15:41 sowie Marantha um 18:00.
Wenn wir den ZK-Funktionären die Deutungsmacht darüber überlassen, was katholisch ist, handeln wir nur in deren Sinne.
Leider kann man die meisten deutschen Bischöfe in derr Pfeife rauchen (viele sind wahrscheinlich sogar ungläubig und reinste Opportunisten). Wenn einer aber mal was Gutes schreibt, muß man’s auch wahrnehmen:
“Die den Text leitende ganz offenkundige Entgegensetzung der Lehre des II. Vatikanischen Konzils und Johannes Paul II. einerseits zur Lehre und zu den ihm zukommenden Maßnahmen (in der Formulierung liturgischer Texte) Papst Benedikts XVI. andererseits ist sowohl formal wie auch inhaltlich völlig verfehlt .”
Ist doch schon recht deutlich und sogar “trennscharf”!
21.04.2009 um 5:23
[…] Was wäre das für ein Glaube … Ich komme zu dem Thema, weil Kewil das Thema aufgreift: http://fact-fiction.net/?p=2155. Unbedingt auch die dort genannten Links […]
21.04.2009 um 9:43
Was die Judenmission angeht, schlagen auch in meiner Brust zwei Herzen. Es ist wahr, dass die Kirche, die aufhört missionarisch zu sein, sich selbst aufgibt. Das Verhältnis von Christentum und Judentum ist mit mit zahlreichen Hypotheken belastet. Ich war auch einmal so naiv, an den Dialog zwischen den drei Monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam zu glauben, bevor mir 9/11 die Augen geöffnet hat. In Sachen Judentum bin ich für einen freundschaftlichen Dialog ohne verkrampfte Proselytenmacherei. Das heißt ja nicht, dass Juden, die katholisch werden wollen, nicht willkommen sind. Ich halte als katholischer Christ meinen Glauben für den einzig wahren, was nicht heißt, dass ich Andersgläubige pauschal verdamme. Toleranz heißt für mich Menschen anderer Überzeugung zu achten, nicht jedoch meine eigene Überzeugung zu relativieren.
21.04.2009 um 11:08
“Katholiken geben Judenmission auf”
Ob sie damit meinen, daß Juden es nicht wert wären,
Christen sein zu dürfen?
Das wäre eine schwere Diskriminierung …
21.04.2009 um 13:17
stimme mit dem beitrag leider zu 100% zu!sehr gut kewil!genau das muss mal den schwachsinnigen (sterzinsky et cetera) sagen!
21.04.2009 um 13:20
@Axel_Bavaria
du zitierst ja nur broders artikel von vor 2 monaten!
auch hier hat kewil recht, es geht ums prinzip!
mal gucken wann dich die erkenntnis erreicht, gib auf jeden fall bescheid!
24.04.2009 um 22:09
Christen, die scharf auf’s Judenmissionieren sind, schnippeln sich das AT am besten gleich aus ihrer Bibel raus.
kewil sagt: Bei Christen gilt das Neue Testament, die brauchen nichts rauszuschnippeln, das Alte ist ja gerade der gültige Teil für die Juden! Mein Text sagt im übrigen alles, was zu sagen ist, ich brauche da keinen Goldman!
Link zur detaillierten Antwort David Goldmans, akaSpengler, auf Spaemann. Erschienen in seinem neuen Blog auf First Things.
http://www.firstthings.com/spengler/?p=18
“Spaemann wants to rejoice at the Father’s feast, but knows he cannot do so in fullness of heart in the absence of the older brother. He wishes that all Jews were like Edith Stein, who went to martyrdom in Auschwitz as a Catholic convert from Judaism. At the outset of his essay he quotes Stein’s declaration in her will that she would give her life “as expiation for the disbelief [in Christ] of the Jewish people.” As with the late Cardinal Lustiger, adds Spaemann, “avowal of Jesus Christ was for her the fulfillment of her Jewish character. There cannot be two Peoples of God. Israel can only be one People, argues Spaemann. Anguish must arise from the apparent division of Israel into what appears to be separate Peoples.
Between the weak tea of the Committee document and the impassioned remonstration of a Christian critic, I feel closer to the Christian Robert Spaemann — even though he wants to convert me, and I don’t want to convert him. What is wanting in the Committee document is just this sense of anguish, the emotion with which we who live in the temporal world gaze from afar towards the eschaton. Spaemann longs for the unity of Israel, the day on which (he believes) all Israel will come into the sheepfold of Christ. I long for the day prophecied by Zechariah in which all the world will call on YHWH by his unique name.
Patience, patience, Prof. Spaemann. As Cardinal Walter Kasper insists, the pro judaeis prayer in the revised Latin Easter liturgy reflects an eschatological hope for the unity of Israel. But that is not enough for the Jewish side of the German dialogue. The Jewish members of the committee write:
It would signify a fundamental relaxation of tensions [between Jews and Catholics] if the Church were to postpone its hope [for the conversion of the Jews] until the End Times and link this to a clear renunciation of a mission to the Jews, as Cardinal Walter Kasper interpreted the new prayer [pro judaeis] in the Frankfurter Algemeine Zeitung of March 20, 2008. Nonetheless there remains an impression that Judaism is not an entirely valid path to salvation. This fear threatens the preconditions of as well as the impartiality of dialogue.
It is absurd for Jews to ask Christians to abandon an eschatological hope for the unity of Israel, that the older and younger brother will sit down together at the same feast. Spaemann cites Rabbi Jacob Neusner, who in a 2008 article entitled “Catholics Have a Right to Pray for Us,” observes that Jews pray daily for God “to enlighten the nations and bring them into his kingdom.” But Spaemann incorrectly cites Neusner as saying that Jews pray for the conversion of the world to Judaism; never is it anticipated that the Gentiles would take on the full practice of Judaism, nor do Jews think this is necessary or desirable. Spaemann’s presentation would be more credible if his understanding of Judaism was subtler.”
25.04.2009 um 16:59
@kewil
Glaub was Du willst, aber gib’s nicht als 2000-jährige Lehrtradition des Vatikan aus oder als Meinung von B16.
Das alte Testament gilt Christen ebenso als inspiriertes Wort Gottes und ist Bestandteil der Heiligen Schrift. Markionismus wurde beizeiten und aus guten Gründen als Häresie verworfen.
Aus dem Katechismus der RKK:
http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PX.HTM
Das Alte Testament
121 Das Alte Testament ist ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen dauernden Wert [Vgl. DV 14.], denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.
122 ,,Der Heilsplan des Alten Testamentes war vor allem darauf ausgerichtet, die Ankunft Christi, des Erlösers von allem, … vorzubereiten”. Obgleich die Bücher des Alten Testamentes ,,auch Unvollkommenes und Zeitbedingtes enthalten”, zeugen sie dennoch von der Erziehungskunst der heilschaffenden Liebe Gottes: Sie enthalten ,,erhabene Lehren über Gott, heilbringende Weisheit über das Leben des Menschen und wunderbare Gebetsschätze”; in ihnen ist ,,schließlich das Geheimnis unseres Heils verborgen” (DV 15).
123 Die Christen verehren das Alte Testament als wahres Wort Gottes. Den Gedanken, das Alte Testament aufzugeben, weil das Neue es hinfällig gemacht habe [Markionismus], wies die Kirche stets entschieden zurück.
kewil sagt: Weiss ich! Das Christentum ist aber vom NT bestimmt und gekennzeichnet!
Näheres zu Marcion/Markionismus in der katholischen Enzyklopädie:
http://www.newadvent.org/cathen/09645c.htm
25.04.2009 um 18:45
Dann frage ich Dich, kewil, wenn Gott in der Bibel sein Versprechen an Israel regelmäßig erneuert und wiederholt, nämlich sein EWIGES Volk zu sein, ist es dann die wichtigste Aufgabe der Christenheit den Bund zu zerstören, indem das jüdische Volk assimiliert wird?
Sollte man wirklich den Ast absägen, auf dem man sitzt? Gott nahelegen, dass der Bund mit Israel überholt ist, dass man es besser weiß als ER?
Goldmans Ansichten dazu sind von zehnmal größerem theologischen Sachverstand geprägt als Deine. Die schnippische Reaktion darauf, war um so provinzieller von Dir, kewil. Hast Du überhaupt den ganzen Artikel von ihm durchgelesen?
Weder ist Zurückhaltung in der Judenmission die Selbstaufgabe der katholischen Kirche, noch ist Mission ein wesentlicher Bestandteil von Religion überhaupt, wie von Dir behauptet. Einzig Christen zielen auf die innere Umwandlung, die Bekehrung von allen Heiden, Moslems reicht es schon, wenn die Scharia herrscht, tiefe Frömmigkeit ist nicht vonnöten und anderen Weltanschauungsgruppen ist es Jacke wie Hose, was der Rest der Welt treibt.