Kurras - Ohnesorg: Bettina Röhl in Hochform und wer hat auf Dutschke gefeuert

23.05.2009

Albertz - Ensslin

Natürlich schreibt auch Bettina Röhl zu SED-Kurras und Ohnesorg, und sie schreibt mit Power und zieht wichtige Schlüsse:

… In ihrem Gründungsmythos „Tod von Benno Ohnesorg“ als Startschuss für die 68er-Bewegung und als wohlfeile Rechtfertigung für alles, was dann aus ihren Reihen an Gewalt folgte, haben sich die satt gefressenen 68er im Laufe der vergangenen vierzig Jahre immer bequemer eingerichtet.

Und die Renegaten der Bewegung, die in eigener Sache massiv befangenen Historiker der 68er-Revolution, sind die Innenarchitekten dieses 68er-Hauses und zugleich die sich kritisch gebenden Security Gards, die darüber wachen, dass weiterer Schaden vom 68er-Lager fern gehalten wird. Die 68er werden sich anstrengen, wie schon spontan auf allen Kanälen begonnen, die neuen Erkenntnisse über Kurras heimlicher Zugehörigkeit zur SED runter zu fahren…

Volltreffer! Der linksrechte Bernd Rabehl hat bereits angedeutet, Kurras könnte auch als Doppelagent für die CIA gearbeitet haben! Nun, da überlegt wird, was hätte die APO getan, wenn sie gewußt hätte, daß Kurras SED-Mitglied war, stellt Bettina Röhl die  wichtigere Frage, was die Westberliner Regierung unter Pastor Albertz getan hätte. Der hatte nämlich die Vorwürfe der Studenten, daß er und der Staat, also das Schweinesystem, der eigentliche “Mörder” sei, auf sich genommen und war blöderweise zurückgetreten. Wäre Kurras’ wahre Identität damals bekannt gewesen, hätte er diesen Schritt nicht getan, und die Studentenbewegung wäre implodiert. Schreibt Röhl!

Und in der WELT wird die sehr sinnvolle Forderung laut, man solle auch den Attentäter Josef Bachmann nochmals durchleuchten, der Rudi Dutschke angeschossen hat. Bei Bachmann fand man damals einen Artikel aus der Nationalzeitung, was natürlich sofort belegte, daß er ein “Rechter” war. Bachmann stammte wie Dutschke aus der DDR. Und es wurde festgestellt, daß er nach seiner Übersiedlung in die BRD auffällig oft in die DDR zurückkehrte. Die Schüsse auf Dutschke mit dem Ausruf “Kommunistenschwein” paßten den richtigen Kommunistenschweinen jedenfalls trefflich ins “antifaschistische” Propagandakonzept! 

Der Historiker Gerd Koenen (”Das rote Jahrzehnt”) erinnerte gegenüber der WELT daran, dass Rudi Dutschke “gegen Ende seines Lebens darüber grübelte, ob vielleicht auch sein Attentäter Josef Bachmann von der Stasi gesteuert war.”

Auf dem Foto steht ganz rechts als Ausrufezeichen, einen Tag nach Ohnesorgs Tod, die spätere Terroristin Gudrun Ensslin und protestiert gegen den Regierenden Bürgermeister Westberlins!

25 Antworten zu “Kurras - Ohnesorg: Bettina Röhl in Hochform und wer hat auf Dutschke gefeuert”

  1. Renton meint:

    Es ist schon amüsant zu beobachten, wie nach und nach viele linke Mythen allmählich in sich zusammenbrechen. Selten wurde die linke Hybris und Doppelmoral deutlicher. Hier, in der liberalen und demokratischen BRD, sahen diese Gestalten den neuen Faschismus hereinbrechen, gleichzeitig hatten sie jedoch keinerlei Skrupel, sich von der DDR, dem wirklichen Unrechtsstaat auf deutschem Boden, ausbilden und finanzieren zu lassen. Die SED-Mitgliedschaft Kurras´ ist ja keineswegs die einzige Verwicklung dieser Art. Auch der SDS, die DKP, die deutsche Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung bis hin zur RAF waren mit dem Arbeiter-und-Bauern-Staat verbandelt. Die ganze linke Bewegung hat soviel Dreck am Stecken, dass es der moralische Hochmut, der ja auch heute noch gerne zur Schau gestellt wird, zum Kotzen ist.

  2. Domingo meint:

    Man schaue sich die Teenie-Milchgesichter auf dem Foto an. Daraus wurden Extremisten. Nun wird auch für Ignoranten deutlich, wer die geistige Führung lieferte.

  3. Werbung meint:

    Für den 68er Mythos, dass friedliche Studenten auf eine martialische Staatsmacht trafen, muss in der Regel der inzwischen kanonische Name Benno Ohnesorg herhalten. Dagegen sind die Namen Rüdiger Schreck und Klaus Frings — der Student und der Fotograf wurden am 15. April 1968 vor dem Münchner Buchgewerbehaus durch Steinwürfe aus den Reihen der Demonstranten getötet — naturgemäß nicht kanonisiert worden.

    aus: “Jede Seite ist die falsche. Aphorismen und Ähnliches” von Michael Klonovsky

    http://www.michael-klonovsky.de/content/view/13/41/

  4. kewil meint:

    Wolfgang Kraushaar zum Thema:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0523/feuilleton/0009/index.html

  5. kewil meint:

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2009

    Die ganze Seite 1 des Feuilletons ist der jüngst enthüllten Stasi-Tätigkeit Karl-Heinz Kurras’ gewidmet, der am 2. Juni 1967 Benno Ohnesorg erschoss. Lorenz Jäger meint im Editorial, dass die bundesdeutsche Geschichte anders verlaufen wäre, wenn man diese Informationen schon damals gehabt hätte: “Eine Massenradikalisierung der akademischen Jugend nach links hätte nicht stattgefunden.” Auch Stefan Aust sieht die Enthüllung als einen “Wendepunkt historischer Betrachtung - nicht nur des 2. Juni und der Studentenbewegung, sondern auch der des Terrorismus und des MfS”. Und fragt weiter: “Gab es in Ost-Berlin ein Interesse daran, die Auseinandersetzungen in Westberlin anzufachen? (…)Hat man sehenden Augen in Kauf genommen oder sogar befördert, dass sich in der Bundesrepublik der Terrorismus ausbreitete?” Einiges spricht laut Aust dafür. Außerdem hat Marcus Jauer das Haus in Berlin-Spandau besucht, wo der heute 81-jhrige Kurras wohnt. Und Felicitas von Lovenberg interviewt Uwe Timm, der mit Benno Ohnesorg befreundet war und darüber das Buch “Der Freund und der Fremde” veröffentlicht hat. Der Autor, der einige Jahre nach 67 der DKP beitrat, bekennt seine Sprachlosigkeit über die Enthüllung

    Perlentaucher

  6. kewil meint:

    Ganz besonders dämlich die Qualitätszeitung Sueddeutsche:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/965/469522/text/

    Wenn ich als geheimdienst Spitzel und Mitarbeiter anheure, weiss ich im voraus nie, zu was sie noch gut sein werden, Winkler, du Ober-Dummkopf!

  7. Chripa meint:

    Wie gestern schon gesagt, wenn etwas den Linken nicht ins Konzept passt, existiert es für sie nicht. Das ist nächste Woche vergessen. Ich glaube auch nicht, dass ohne diesen Mord die Sache wesentlich anders gelaufen wäre. Solche “Bewegungen” suchen sich ihren Anlass. Mal ist es ein angeblich im Klo von Guantanamo heruntergespülter Koran, mal Mohammed-Karikaturen oder sonstwas.
    Davon abgesehen: Selbst wenn der Kerl keinen direkten Mord-Auftrag von der Stasi bekam ist es doch möglich, dass er den Ohnesorg bewusst erschoss, um die Situation zu eskalieren. Es lag doch damals Ärger in der Luft und Kommunisten verstehen sich meist auf das Schüren von Aggression.

  8. Chripa meint:

    Ich hab nochmal drüber nachgedacht und bleibe dabei: Das Selbstbewusstsein des Bürgertums war damals schon zu angeschlagen. Früher oder später wäre man vor den Linken eingeknickt. Ich hab bei Joachim Fest gelesen, dass schon Anfang der 60er die feine Gesellschaft in Hamburg ganz begeistert war von Meinhof (damals auch schon linksradikal, nur noch nicht gewalttätig). Fest schrieb, er sei der einzige gewesen, der ihr ernsthaft widersprochen habe auf irgendwelchen Cocktail-Parties.

  9. talkingkraut meint:

    @Kewil

    Man kann doch nicht mehr im Ernst bezweifeln, wie es Aust tut, dass es in Ost-Berlin ein Interesse daran gab, Berlin(West) und die ganze Bundesrepublik zu destabilisieren, das machte die SED u. a. durch die Agitation der Studentenbewegung. Ist ihr ja auch gut gelungen.

    Dass den 68ern von KGB und Stasi ins Hirn geschissen wurde, ist ja längst bekannt, nur Aust hinkt da etwas nach.

    Uns hat Ronald Reagan noch einmal herausgehauen, sonst wäre es den Linken mit Pankows Unterstützung gelungen, eine Diktatur nach kommunistischem Muster auch in der Bundesrepublik zu errichten.

    Jetzt versuchen es die Linken mit Hilfe der Musels, vielleicht ohne zu sagen, wo sie hinwollen, aber um die Zerstörung der freiheitlichen Demokratie geht es ihnen immer noch, wir haben aber keinen Ronald Reagan mehr.

  10. neuer meint:

    Jetzt versuchen die krankhaften 68er-Hasser

    (wie B.Röhl, die selbst eine bis heute nicht geheilte Mutter-Neurose hat und durch ihr haßerfülltes linksfeindliches Geschreibe zu kompensieren sucht)

    wieder sich den Dreck aus den Nägeln zu ziehen und -ähnlich den Texten bei manchen Rechtsaußen-Foren- abstruse Welterklärungen zu produzieren.

    Keiner weiß, was da am 2.6.67 beim Tode von Ohnesorg echt abging, aber die verschwörungstheoretischen Versionen werden mit einer traumwandlerischen Selbstsicherheit vorgetragen.

    Gewiß gab es genug direkte DDR-Agenten in der 68er-Bewegung (und ich wüßte auch gerne mehr Namen aus den Akten, etwa Mahlers Stasi-Akte), aber es gab ab 1970 viele, die

    -für mich übelste Charakterlumpen bis heute bis auf ganz wenige rechtzeitig, und nicht erst 1990, wie der dann zum Islam übergelaufene DKP-”Dichter” Peter Schütt, Geläuterte-

    freiwillig zur DKP-DDR überliefen, während man doch anfangs zwar extrem links, aber DDR-Moskau-kritisch war.

    Zudem gab es neben dem Ohnesorg-Tod längst vorher genug Anlässe für diese Bewegung, und die 68er-Bewegung war weltweit, ausgehend von den USA, soll etwa auch dort die DDR das eingeleitet haben? Lachhaft.

    Und wenn bei den 68ern und sonstigen LINKEN (SPD, GRÜNE, DGB, ARD-ZDF, Presse usw.) viele hohe BRD-Positionsträger DDR-Agenten waren, so ist doch naheliegend (siehe dazu auch eine frühere Äußerung von SPD-Egon Bahr über CIA-Vebindungen von CDU-Bundeskanzlern), daß bis heute auch die westlichen Dienste in vielen hohen Positionen (so soll der NPD-Mitbegründer und Vorsitzende der 60er Jahre, Adolf von Thadden, mit dem englischen MI5 zu tun gehabt haben!) ihre Agenten haben, etwa den seltsamen Ablright-Freund Joschka Fischer UND CEM ÖZDEMIR UND ROLAND KOCH.

    Und Schweinereien haben in D. und anderswo und in der Geschichte keineswegs nur Linke und linke Regime begangen, sondern nicht zu knapp auch andersgepolte!! Deswegen habe ich schon immer die Christen-, Kapitalisten-, Antisozialisten-, West-Fraktion vor allzu breiter Selbstgerechtigkeit gewarnt.

    An den Verbrechen der Katholischen Kirche (u.a. bis heute mit ihren Kinderschändern) und der USA (wie in Vietnam) ändert sich gar nichts dadurch, daß Kurras ein Stasi-Mann war und eventuell sogar aus diesem Connex heraus den Ohnesorg erschoß.

    Und die 68er-Miniminderheit (damals beim Volk fast völlig isoliert!) konnte über die Jahrzehnte nur so einflußreich werden, weil sich das Bürgertum über CDU und FDP ihnen ergab und die BRD-DDR-Wähler verantwortungslos immer wieder die Verderber (ab 1990 inclusive PDS) von Werten, Volk und Vaterland mit bis zu 100% wählten; also ist das nichtlinke BRD-Establishment und das BRD-Volk hauptschuldig und nicht die wenigen Wertezerstörer der 68er-GRÜN-Mischpoke.

    Und schaut man sich den Kurras an, so ist es der typische

    (und die anfangs freiheitlich-aufklärerischen 68er haben diesen Typ erkannt in seiner NS-Mentalität und sich gegen ihn, der in Familie, Schule, Gesellschaft vorherrschend war, gewandt und wurden auch deswegen so vom durch BILD und Ähnliche verhetzten Millionenpöbel gehaßt!)

    autoritär-totalitär veranlagte Spießbürger, der nahtlos in eine braune WIE rote wie sonstige Diktatur paßt.

  11. kewil meint:

    Hubertus Knabe zum Thema:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/Hubertus-Knabe-Stasi-Spionage;art771,2804462

  12. provinzler meint:

    Und Schäuble wollte 1990 alle STASI-Akten vernichten lassen! War der auch auf der Lohnliste der roten GESTAPO?

  13. Michi meint:

    @neuer: Ooooch, wie nett. 40 Jahre lang wurden Verschwörungstheorien nicht nur verbreitet sondern geradewegs zu geschichtlichen Tasachen kanonisiert. Verschwörungstheorien wie die vom faschistischen BRD-Staat der auf Studenten schießen laesst, die von den heldenhaften Untergrundkämpfern gegen die Diktatur im Westen usw. Jetzt wo endgültig klar wird, dass die Bewegung von Anfang an von kommunistischen Nachrichtendiensten beeinflusst war, wollen die lieben Linken plötzlich keine “abstrusen Welterklärungen” mehr, auch wenn es sich in diesem Fall um Fakten und naheliegende Zusammenhänge handelt. Vergiss es! Dies ist jetzt der Anfang vom Ende der 68er Hägemonie und glaub mir, wir bleiben dran bis ihr verdammten Kommies nur mehr in den Geschichtsbüchern herumspukt.

  14. Der Klaus meint:

    “Die Schüsse auf Dutschke mit dem Ausruf “Kommunistenschwein” paßten den richtigen Kommunistenschweinen jedenfalls trefflich ins “antifaschistische” Propagandakonzept!”

    Quasi eine art balistische Hakenkreuzschmiererei.

  15. neuer meint:

    RE: “Michi meint: 23.05.2009 um 14:08 @neuer: Ooooch, wie nett.”

    Was Sie hier versuchen mit Versuchs-Zynismus, ist doch bloßer Behauptungsstil ohne jede Beweiskraft, aber wenn Ihnen das als Qualitätsnachweis erscheint, kann man nichts machen, denn Ignoranz ist meist unheilbar, entweder unheilbar angeboren oder aber unheilbar angenommen.

    Ich habe (als einer der schärfsten 68er-Kritiker seit Jahrzehnten) gar nichts gegen seriöse, fundierte Kritik an den Roten, aber auch da gibt und gab es immer etliche Strömungen, die man nicht immer gleichsetzen kann so, wie heute die Rotgrünfront im “Kampf gegen Rechts” die rechtsdemokratischen Konservativ-Bürgerlichen mit den antidemokratischen Braun-Nazis in einen Topf werfen wollen.

    Mi: “40 Jahre lang wurden Verschwörungstheorien nicht nur verbreitet”

    Und wenn es so wäre, ist das nun die Berechtigung für Sie, die gleiche Methode anzuwenden?? Bei den Braunen waren (und sind bis heute) die Juden an allem schuld, bei den Rot-Faschios sind es die Kapitalisten und Faschisten, und nun bei gewissen borniert-dümmlichen bürgerlichen Links-Hassern sind die 68er der Sündenbock

    (Röhlsche-Version, Bettina wie Vater: In D. war alles noch okay, bis die 68er kamen und das Land zerstörten; aber wer war denn bis 1998 an der Regierung, und wer wählt heute SPD-GRÜN-PDS, sind die DDR-Mafia um Gysi und die rotreaktionären Ossis 68er??!),

    wo doch das bürgerliche Lager mit seinen langjährigen Mehrheiten deren Aufstieg HÄTTE VERHINDERN KÖNNEN, ABER DAZU POLITISCH ZU feige und dumm WAR.

    Mi: “sondern geradewegs zu geschichtlichen Tasachen kanonisiert. Verschwörungstheorien wie die vom faschistischen BRD-Staat der auf Studenten schießen laesst, die von den heldenhaften Untergrundkämpfern gegen die Diktatur im Westen usw.”

    Solche Klugscheißer wie Sie wußten natürlich schon 1967, daß da die Stasi geschossen hatte! Und Sie wissen heute wieder ganz genau, wo doch die Beweise so erdrückend sind. Selten so einen polit. Dummkopf erlebt im Internet.

    Mi: “Jetzt wo endgültig klar wird,”

    Das sind nur Ihre Halluzinationen und antilinken Haß-Ressentiments. Diese Bewegung war weltweit, ging aus von den USA, gab es in Frankreich und sogar in Polen, begann schon Mitte der 60er aus innenpolitischen Gründen und antiimperialistischer naiver Gutmensch-Solidarität idealistischer junger Leute. Ohne die inneren Ursachen kann man das nicht von außen einleiten und steuern, aber Sie neigen ja hier zur Verschwörungsversion.

    http://ourworld.compuserve.com/homepages/HSchaefer2/diestude.htm

    ZU DEN URSACHEN DER-68er-REVOLTE: “Raymond Aron schrieb über Frankreichs Studenten-Unruhen, das Feuer der Revolte hätte sich damals natürlich „nicht ausgebreitet, wenn es nicht auf leicht entflammbaren Stoff getroffen wäre.“ ” (In Deutschland war es ganz ähnlich !-Red)
    =======================================
    Quelle: „Wir schlittern unruhigen Zeiten entgegen“, Kommentar von Claus Jacobi, in:
    BILD-Zeitung, Seite 2, Samstag - 31.5.1997.
    =======================================

    Mi: “dass die Bewegung von Anfang an von kommunistischen Nachrichtendiensten beeinflusst war, wollen die lieben Linken plötzlich keine “abstrusen Welterklärungen” mehr, auch wenn es sich in diesem Fall um Fakten und naheliegende Zusammenhänge handelt.”

    Ich war selbst, teils führend, dabei von 1965-1970 (und 1978 bei der Gründung der GRÜNEN in Hessen) und werde wohl mehr davon wissen als Sie mit Ihren platten Erfindungen. Sondern Ihr Motiv ist es hauptsächlich, hier Ihren antilinken Haß abzulassen, die Fakten sind Ihnen doch egal oder unbekannt. Sie sind mit diesem Gehabe hier genau der Typ, dessen Ignoranz zu den 68ern und deren Radikalisierung geführt hat!!

    Mi: “Vergiss es! Dies ist jetzt der Anfang vom Ende der 68er Hä[e!!]gemonie”

    Ja, aber die war dann immerhin mal da und hat ihre Aktivisten mächtig und fett gemacht. Und was haben, hatten Sie und Ihre Richtung dagegenzusetzen, wo war Ihre Hegemonie??! Wieso konnte denn keiner die 68er-GRÜNEN stoppen bis jetzt??!

    Das (baldige Ende) ist nur Ihr Wunsch, denn die Schlecht-68er um Fischer-Bendit-Ströbele werden nicht durch die Neuheiten zu Kurras

    (Übrigens: Wer vertuschte denn den Fall, wer wollte nichts gesehen haben als Polizei-Kollegen, siehe Fall Mannichl, wer bestrafte ihn nicht hart wegen Vertuschens der Tat-Spuren??! War das auch die DDR-Stasi??!)

    verjagt, wo neu bewiesen noch gar nichts ist, schon gar nicht eine Stasi-Lenkung der 68er-Strömung!! Sondern höchstens erst dann, wenn die Wirtschaftsfinanzkrise (siehe: hartgeld.com) ihre Spirenzchen ad absurdum führt, ihre dem Volk auferlegten frechen GRÜN-Kosten nicht mehr hingenommen werden und das unpatriotisch-feige

    (siehe BILD-Diekmann, den ach so großen 68er-Kritiker, der bei der rotgrünen TAZ kürzlich Genossenschafts-Einlagen zeichnete!!, siehe die einst halbrechte Frankfurter CDU-OB Petra Roth, die mit GRÜN koaliert, mit Antifa demonstriert und für Moscheebauten aktiviert!!))

    BRD-Establishment (das ihnen jahrzehntelang zugearbeitet hat inclusive CDU und FDP) und die Welt-Regierung ihnen die Protektion (ohne die sie NICHTS wären und geworden wären!!) entzieht und das politdekadente Volk sich endlich aufrafft, sie und ihre Bundestags-Poussierer abzustrafen. Momentan ist da die Hoffnung gering, eher werden enttäuschte halbrechte CDU- und SPD-Wähler der Urne fernbleiben.

    Mi: “und glaub mir, wir bleiben dran bis i[I!!]hr verdammten Kommies”

    Wer sind Sie denn, daß Sie hier den großen Max spielen wollen??!

    Und wenn Sie politischer Dilettant lesen könnten, hätten Sie merken können und müssen, daß ich nicht (mehr) dazugehöre, aber Ihre Ignoranz und Verhetzung ist zwillingshaft zu dem Verhalten der Rot- und Braun-Faschos.

    Mi: “nur mehr in den Geschichtsbüchern herumspukt.”

    Man mag zu den (Schlecht-)68ern

    (deren spätere Politik -wie Wertezerstörung, DDR-Anbiederei und prosowjetische “Friedens”-Politik- mit den idealistsch-freiheitlichen Anfangspositionen nichts mehr gemeinsam hat!!)

    und ihren GRÜN-Nachfolgern (und zur PDS ab 1990) stehen, wie man will (positiv oder ablehnend), aber im Gegensatz zu dem abgedankten, dem linken Zeitgest erlegenen bürgerlich-konservativen Lager und dem unfähigen rechtsnationalen Lager haben sie es geschafft (wie kaum eine andere Gruppe zuvor, man ist fast an Aufstieg, Einfluß und Macht der Nazis erinnert!!), in die reale Macht (wozu Internet-blogs und vor allem deren oft selbstverliebt-praxisfernen Diskutanten nur sehr beschränkt gehören!) vorzudringen, die gesellschaftlichen Verhältnise massiv zu beeinflussen, “zum Tanzen zu bringen”.

    Mit bloßem Maulheldentum allein, wie Sie es hier vorgeführt haben, kann man so weit nicht kommen, dazu muß man auch politisch begabt und erprobt sowie durchsetzungsfähig sein und den langen Atem haben.

  16. Chripa meint:

    @neuer
    Bist
    Du Info68?

  17. neuer meint:

    Woanders gefunden:
    ————————————-

    Von Jürgen Reents (Neues Deutschland, 23.5.09)

    Die Fakten: Die DDR-Staatssicherheit hatte von 1955 bis Mitte 1967 einen inoffiziellen Mitarbeiter bei der Kripo in Westberlin. Sein Name: Karl-Heinz Kurras. Er war im letzten Rang Kriminalobermeister-das ist die mittlere Karrierestufe im mittleren Polizeivollzugsdienst - und arbeitete in einer Sonderermittlungsgruppe beim Westberliner Staatsschutz. Sein Auftrag für das MfS war, Informationen darüber zu liefern, was der Staatsschutz im Westen über Agenten aus dem Osten wusste. Seit 1965 war Kurras außerdem geheimes Mitglied der SED. Nach dem 2. Juni 1967 ging sein Name durch die Medien: Kurras war jener Polizist, der den Studenten Benno Ohnesorg bei Protesten gegen den Schah-Besuch in Westberlin erschoss.

    Damit war er offenkundig für das MfS »verbrannt«, er wurde abgeschaltet. Ein späterer Versuch von ihm, 1976, erneut Kontakt zum MfS aufzunehmen, wohl vor allem wegen Geldschwierigkeiten, scheiterte. Das MfS hielt in einer Aktennotiz fest, dass er »kein Mitleid in irgendeiner Form« habe. Die Erschießung von Ohnesorg durch Kurras galt seinem Führungsoffizier als »bedauerlicher Unglücksfall«.

    So berichten es zwei Wissenschaftler der Birthler-Behörde, Helmut Müller-Enbergs und Carola Jabs, aufgrund eines neuen Aktenfunds. Dass das MfS etwas mit dem Einsatz von Kurras und dem von ihm abgegebenen Todesschuss am 2.6.1967 zu tun habe, gar einen Auftrag dazu erteilt hätte, darüber gibt es laut Recherche der beiden Wissenschaftler keinen Hinweis.

    Der Aktenfund belegt: Das MfS bediente sich durchaus zwielichtiger Personen, um irgendeinen Vorteil im beidseitigen Spionagewettkampf zu erzielen. Kurras war in seinem Umfeld als Waffennarr bekannt. Das MfS wertete seine »besondere Neigung zum Schießsport« als »charakterliche Schwäche«, die jedoch nicht hinderte, ihn als Agenten zu verpflichten. Der Fall bezeugt also einiges über die geringen moralischen Skrupel, die im MfS (wie auch bei anderen Geheimdiensten) zumal im Kalten Krieg und an dessen zeitweise heißester Front mitten in Berlin herrschten. Es ist eine Facette mehr in einer Geschichte, deren wesentlicher Inhalt und Verlauf nicht neu sind.

    An dieser Stelle könnte diese Nachricht enden. Aber die Angelegenheit hat noch einen anderen Dreh. Das ZDF konnte am Donnerstagabend, die FAZ Freitagfrüh exklusiv über die Enthüllung berichten. Es war für sie die Topmeldung. Und seitdem rauscht es so gehörig in den Medien, dass man schier glaubt, hier sollte Zuschauern, Zuhörern und Lesern jeglicher Verstand ausgetrieben werden. ZDF-Chef Nikolaus Brender verspricht: »Das ZDF wird die Konsequenzen dieses virulenten Moments der deutschen Nachkriegsgeschichte weiter erforschen und recherchieren.« Steffen Seibert, Moderator des »heute-journals«, debattierte mit einem früheren Frankfurter AStA-Chef aus dem Umfeld der damaligen Spontis die »hypothetischen« Fragen: Hätte es den Studentenprotest so gegeben, wenn Kurras’ Bande zur DDR bekannt gewesen wären? Gab es gar ein Interesse der DDR, die Verhältnisse in Westberlin mit Kurras1 Tat zu radikalisieren? Auch Spiegel-online spricht von einer »überraschenden Wendung« und mutmaßt einhellig mit dem ansonsten seriösen RBB-inforadio, dass die Ereignisse von und seit 1967 / 68 nun »in neuem Licht« erschienen.

    In welchem denn? Benno Ohnesorg wurde bei einem mit äußerster Härte geführten Polizeieinsatz erschossen. Polizeipräsident Erich Duensing gab seinen Uniformierten den Befehl zu einer von ihm so genannten »Leberwurst-Taktik«, sie sollten in die Demonstration »in die Mitte hineinstechen, damit sie an den Enden auseinanderplatzt«. Kurras wurde hernach »Notwehr« attestiert, der Senat wie die Springer-Presse schob die Schuld den Studenten zu. Die Berliner Morgenpost damals: »Benno Ohnesorg ist nicht der Märtyrer der FU-Chinesen, sondern ihr Opfer.« Nun titelt die Bild-Zeitung: »Stasi-Spion erschoss Benno Ohnesorg!«

    Nein, den Todesschuss gab ein deutscher Polizeibeamter ab, der sich jeglichen Schutzes seiner Vorgesetzten wie der Radaublätter sicher sein konnte. Oder waren der Polizeipräsident, der Innensenator, der Regierende Bürgermeister, die Redakteure bei Springer, die »Jubelperser« und alle anderen Akteure des Anti-Protest-Wahns auch dem MfS verpflichtet? Die Geschichte müsste dann tatsächlich neu geschrieben werden - nicht die der Studentenbewegung, aber die der Herrschenden.

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/149303.der-zweite-mord-an-benno-ohnesorg.html

    ————————————————————————–

  18. neuer meint:

    DOKU
    …………………………………..

    http://rabehl.wordpress.com/2009/03/26/die-„achtundsechziger“-sind-an-allem-schuld/#more-563

    Dabei feierten die konservativen „Freunde“ erst unlängst Karl Ludwig Sand, den Burschenschaftler, der den „russischen Agenten“ August von Kotzebue im März 1819 niederstach und tötete. Sand und der burschenschaftliche Geheimbund der „Unbedingten“ — wer denkt bei diesem Namen nicht an die RAF — imaginierten sich als Begründer eines Befreiungsnationalismus gegen die dänische, russische, französische Fremdherrschaft in den deutschen Staaten. Mit solchen Zielen identifiziert man sich offenbar gern. Und die Gewalttat verblaßt im Nebel der Historie als läßlich. Mit gleichem Pathos werden die Akteure der Revolution von 1848 hochgehalten und dabei unterschlagen, daß auch ein Richard Wagner, ein Gottfried Semper oder Friedrich Engels einst radikale Barrikadenkämpfer waren.

    …..

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

  19. Yussuff Ben Vollsuff meint:

    Ein Troll, der ’s neue D’land verlinkt.
    Wie überaus … *gähn*, *langweil*, *eierkratz*.
    Rabehl? Ist ja ekelig. Naja, der Penner hat wenigstens begriffen, dass Sozialismus und Faschismus beides marxistische Häresien sind.

  20. Yussuff Ben Vollsuff meint:

    “soll etwa auch dort die DDR das eingeleitet haben? Lachhaft.”

    Das hat niemand ernsthaft behauptet. Die DDR hat auf einer Klaviatur gespielt. Das Klavier haben andere gebaut. Ohnesorg ist eine Fußnote zur Dämonisierung. Die ist nun wegradiert. Aber Fußnoten sind ja schließlich keine Kapitel.
    In D’land trifft der Antifaschismus natürlich wunde Punkte. Auch wenn ihn sich die 68er erst spät auf die Fahnen schrieben. In den damaligen Theorieschriften ist nix zu finden. Dutschke wollte davon nix wissen. Und die RAF war auch eher maoistisch inspiriert.

  21. neuer meint:

    RE: “Yussuff Ben Vollsuff meint:”

    Heute im Vollsuff, oder zugedröhnt ?!!!

  22. Hallowach meint:

    neuer = Troll

    Hmmm. Mist. Hat man sich wieder einen linken Kaugummi eingetreten? Also: Wenn du willst dass deine Thesen gewürdigt werden - dann benimm dich.
    Danke.

  23. klaus rainer Röhl meint:

    Nur für “Kevil”, weil e-mail nicht bekannt: Ursache und Wirkung verwechselt. Zur Beziehung RAF und Stasi alles in meinem neuen Buch”Der Lange Marsch durch die Illusionen. Leben mit Hitler, der KPD, den 68ern, der RAF und Ulrike Meinhof” München 2009. Wem das Buch zu teuer ist, lese die neue Ausgabe von e.f. (Eigentümlich frei), S.50/51. Oldie

  24. neuer meint:

    DOKU
    ……………………………………..

    Wäre der Prozess gegen Kurras mit den heutigen Kenntnissen anders verlaufen? “Davon bin ich überzeugt”, sagt Schily. Man müsse schon fragen, “ob das Verschwinden der Beweismittel und die merkwürdigen Zeugenaussagen anderer Polizisten alles Zufälle waren. Wenn die Polizei gewusst hätte, was es mit diesem Herrn auf sich hatte, hätte sie den Fall ganz anders angefasst”. Das Material wäre damals entscheidend gewesen, so Schily.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,626527,00.html

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    PS.

    Ist schon sehr merkwürdig bis kriminell, daß der Kurras die Tatspuren an Waffe und Kleidung vernichten konnte und von seinen Kollegen und der Polizeiführung gedeckt wurde,

    die in den Studenten die Schuldigen und kommunistischen Feinde sahen nach damaliger berechtigter, aber überzogen autoritär gehandhabter Frontstadt-Mentalität und antikommunistischer Grundhaltung der Bevölkerungsmehrheit in BRD und West-Berlin.

  25. Fact - Fiction » Blog Archive » Kurras, Ohnesorg und Dutschke nur Schlaglichter meint:

    […] erst “demokratisch” gemacht habe, wäre ohnedies über die Bühne gegangen. Das hat Bettina Röhl bereits widerlegt! Die Affäre zieht jedenfalls weitere Kreise und alle Blätter sind nach wie vor voll mit Artikeln […]

Ihr Kommentar hier