Professor Walter Jens winselt um sein Leben
25.07.2009![]()
Aber seine Inge will ihm nun bald den Saft abstellen! Doch der Reihe nach: Walter Jens war in seiner aktiven Zeit in Deutschland als Professor berühmt. Die Zahl seiner Veröffentlichungen und Preise ist riesig, sein Öffentlichkeitsbedürfnis war es auch. Am liebsten traf er sich mit Leuten ganz weit oben, und natürlich war er zeitgemäß rot. Hier ein Beispiel für sein typisch selbstverliebtes, hohles, linkes Wortgeklingel! Er protestierte in Mutlangen sitzend und blockierend gegen amerikanische Raketen und wollte im folgenden Prozeß dem kleinen Amtsrichter geckenhaft zeigen, welche Koryphäe vor ihm steht - der verurteilte ihn, Hut ab, trotzdem! Und im ersten Golfkrieg versteckte der tapfere Widerstandskämpfer Jens einen US-Deserteur in seinem Tübinger Haus.
Dann bröckelte der Mythos des einzigen deutschen Rhetorikprofessors. Natürlich ist Jens Mitglied in der Hitlerjugend und im NS-Studentenbund gewesen. Aber das sieht man einem Linken jederzeit nach. Als jedoch 2003 bekannt wurde, daß der Moralist auch Mitglied der NSDAP gewesen war, was er immer verschwiegen hatte wie sein Freund Grass die SS, da zuckten doch ein paar linke Vögel für einen Moment zusammen.
Der ungesunde Öffentlichkeitsdrang hat aber längst die ganze Familie Jens infiziert. So meldete sich sein Sohn mit einem Buch zu Wort, in dem er bekanntgab, daß sein Vater schon jahrelang Tavor-süchtig sei. Diese Tablette verscheucht die Angst, macht selbsbewußt, aber auch süchtig - für Jens kein Problem, denn die Tübinger Apotheker verabreichten ihm die Schachteln auch ohne Rezept. Da ist man als Linker doch gleicher als gleich! Sein ausgeschamter Sohn vertrat auch breit die These, Papa habe sich in Alzheimer geflüchtet, um seine Nazischande zu vergessen!
Und nun kommt Inge, die langjährige Ehefrau, mit ihren Memoiren auf den Markt. Auch sie gehört zur “intellektuellen Oberschicht” im Lande, wie die WELT anhimmelnd vermerkt! Und um den Absatz des unwichtigen Schmökers ein bißchen anzukurbeln, erzählt sie, wie es dem Demenzkranken gerade geht:
„Neulich hat er gesagt: ‘Nicht totmachen, bitte nicht totmachen.’ Ich bin mir nach vielen qualvollen Überlegungen absolut sicher, dass mich mein Mann jetzt nicht um Sterbenshilfe, sondern um Lebenshilfe bittet.“
Aha! Dabei hatte doch erst im Januar ein anderer Amigo, der gleichfalls profilneurotische Theologe Hans Küng in der FAZ (21.2.09) Sterbehilfe für seinen Freund Walter gefordert! Zumindest bei Inge ist das auf fruchtbaren Boden gefallen. Demnächst dreht sie ihrem Gemahl den lebensverlängernden Saft ab, berichtet BILD! Mich ekeln diese publicitygeilen, verlogenen Sprücheklopfer, diese linken Moralapostel, diese eitlen Fatzkes, diese vermeintlichen Gutmenschen, nur noch alle an! Hier zur Sicherheit der ganze Text aus der BILD (19.7.09):
Der demenzkranke Walter Jens fleht um sein Leben
„Nicht totmachen, bitte nicht totmachen“
19.07.2009 - 18:18 UHR Ein Leben ohne intellektuellen Austausch war für den Tübinger Professor Walter Jens (86) immer unvorstellbar. Der Vorkämpfer für die aktive Sterbehilfe leidet seit einiger Zeit an schwerer Demenz, hängt aber doch an seinem Leben.
„Sein Lebenswille bezieht sich nicht mehr auf sein geistiges Wirken. Er hat sich zu einem biologischen Leben in einem Maße verschoben, wie ich es selbst nicht für möglich gehalten hätte“, sagt seine Ehefrau Inge (82) in einem Interview mit der Deutschen Pressagentur dpa.
Walter Jens kann durch die Krankheit nicht mehr lesen und kaum noch reden.
„Ich weiß genau, und es steht Wort für Wort in unserer Patientenverfügung formuliert, dass mein Mann so, wie er jetzt leben muss, niemals hat leben wollen. Sein Zustand ist schrecklicher als jede Vorstellung, die er sich wahrscheinlich irgendwann einmal ausgemalt hat“, erzählt Inge Jens. Trotzdem sei sie sicher, dass er jetzt an seinem Leben hänge und nicht sterben wolle.
„Neulich hat er gesagt: ‘Nicht totmachen, bitte nicht totmachen.’ Ich bin mir nach vielen qualvollen Überlegungen absolut sicher, dass mich mein Mann jetzt nicht um Sterbenshilfe, sondern um Lebenshilfe bittet“, sagt Inge Jens. Es gebe noch Momente in seinem Leben, die ihm große Freude bereiteten. Zum Beispiel esse er mit „allergrößtem Vergnügen“.
Die Erfahrungen mit ihrem Mann hätten sie durchaus ins Zweifeln über die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen gebracht. Trotzdem rate sie jedem, seinen Willen für eine solche Situation aufzuschreiben, sagt die 82-Jährige.
Sie wisse inzwischen zwar, dass sich dieser Wille, wie bei ihrem Mann, komplett umkehren könne. Die Angehörigen, die über den eventuellen Abbruch von lebenserhaltenden Maßnahmen zu entscheiden hätten, könnten sich anhand der Patientenverfügung aber zumindest ein klares Bild von den Wünschen des Kranken machen.
Sie selbst habe für sich zum Beispiel entschieden, beim nächsten Asthmaanfall ihres Mannes nur noch qualmindernde, aber keine lebenserhaltenden Medikamente mehr zuzulassen.


25.07.2009 um 9:34
Sie selbst habe für sich zum Beispiel entschieden, beim nächsten Asthmaanfall ihres Mannes nur noch qualmindernde, aber keine lebenserhaltenden Medikamente mehr zuzulassen.
Immerhin käme sie dann in den Genuss einer gewiss nicht unbeträchtlichen Hinterbliebenenrente.
25.07.2009 um 9:47
Schöner Artikel in der JF zum Thema Rassismus, Fußball, Gewalt und natürlich der Kampf gegen Rechts.
25.07.2009 um 9:51
Rechte Wendehälse nach Hitler, linke Wendehälse nach der DDR, im Westen also nichts Neues. Ich hasse Ideologen, alle.
25.07.2009 um 10:03
Kann mich noch gut erinnern, wie dieser knollennasige, prognatische, hanseatisch näselnde Dampfplauderer zu jedem Furz seinen altgescheiten Sermon ablassen durfte. Sein verblasenes, verstiegenes, blasiertes Genöle wurde von den “Qualitätsmedien” auch noch als rhetorisches Ereignis gefeiert. Der Kotau und die Blasrohrkriecherei der Journalisten vor diesem “Titanen der Redekunst” und Großinquisitor gegen “braune Verseuchungen” (die er überall witterte) war widerwärtig.
25.07.2009 um 10:43
Es muss doch was übrigbleiben vom Leben, was überdauert und wenn es nur die Memoiren von Ehefrau und Sohn sind.
Heut stand ich mal wieder vorm Zeitschriftenregal, weil jemand aus meiner Familie von Die Aktelle abhängig ist und hab so beim Lesen der Überschriften und Untertitel der Boulevardblätter gedacht, was haben wir nur für eine dreckverkommene Oberschicht, nicht mal die Frau Ferres kümmert sich mehr um ihre Stiftungen oder was auch immer. Da können wir wirklich froh sein, nicht prominent zu sein und im Reichtum zugrunde zu gehen.
25.07.2009 um 10:46
Vielleicht hat es jemand schon gepostet und wenn nicht, dann eben jetzt.
Moderne Sklaverei von der CDU geplant.
http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=20072009ArtikelPolitikDuremont1
25.07.2009 um 10:54
…er gehörte auch immer zu der Gruppe : ab 47 immer dabei.
Und was vorher war , - äh - da gabs kein Vorher.
…auch so ein Gräser-Gewächs das gerne den modisch-linken Kaiser Franz gab, der lange Schwarm, sich intellektuell gerierender Sissies war.
Welche Brigitteleserin mit Abitur, und jetzt über 60, wollte nicht etwa seinetwegen in Freiburg/Tübingen studieren ? Hand hoch .
Alle……! Sind dann aber doch lieber nach Münster gegangen.
Er, Grass & Co waren so die deutsche Antwort auf Elvis und prangten
ausgeschnitten an den Schlafzimmerwänden höherer Unterprima-Töchter , womit die sich ihre ersten Feuchtigkeiten erträumten.
Hatte ihn öfters mal in Radio und Fernsehen gehört und konnte nicht glauben, was für einen flachen Stuss der Rhetor aus sich rauskollen liess.
Ich war wirklich erschüttert, weil überall über ihn praktisch wie über einen Heiligen, einen Papst oder einen positiven Lord Valdemord geflüstert wurde.
Dagegen konnte Einstein (damals) nicht anstinken. Zumindest nicht bei den
Weibern, die versuchten wie Ingeborg Bachmann und Juliette Greco gleichzeitig auszusehen.
Und dann brachte er eine Plattitüde nach der anderen raus. Ich glaube, bei ihm merkte ich zum ersten mal, dass irgendwas mit dem ganzen Medienzirkus absolut nicht stimmte. Schön, dass die ganze 47er Truppe “Gern dabei” geschlossen in der NSDAP war. Und noch schöner, dass sie es nicht mit in´s Grab nehmen konnten. Schade nur, dass sie sich alle unentdeckt so lange halten konnten.
25.07.2009 um 12:12
Einem Christen wär das nicht passiert, das mit dem Winseln. Immerhin ist der davon überzeugt, dass es nach dem irdischen Leben erst richtig losgeht.
25.07.2009 um 12:47
Für mich persönlich ein absolutes Highlight unter all Deinen Beiträgen, Kewil. Und ein Stück Genugtuung und Trost. Das hat persönliche familiäre und berufliche Gründe. Jeder, der beim Erwachsenwerden auf die bitteren Schattenseiten eines solchen geistig selbstimmunisierenden Umfeldes gestossen ist, sich fast die Zähne ausgebissen hat und als dumm abgetan wurde, wird das ein kleines bisschen verstehen. Aber das ist der Preis.
Was Inge Jens da im letzten Satz palliativmedizinisch in Hinblick auf Asthmaanfälle in Aussicht stellt, möchte ich lieber nicht mehr kommentieren.
Morti natus es.
Mori vinvi est.
(Um zu sterben, bist du geboren.
Zu sterben heißt, sich besiegen zu lassen)
Seneca
25.07.2009 um 13:19
“Professor Walter Jens winselt um sein Leben
25.07.2009
Aber seine Inge will ihm nun bald den Saft abstellen!…”
heiliges kanonenrohr, was für eine wortwahl!
25.07.2009 um 13:22
Demnächst dreht sie ihrem Gemahl den lebensverlängernden Saft ab, berichtet BILD!
Soso, in „Bild“ ist plötzlich Wahrheit. Verwurstet und dramatisiert wurde ein dpa-Interview, in dem klingt’s, wie nicht anders zu erwarten, weniger dramatisch.
„Bild“: Sie selbst habe für sich zum Beispiel entschieden, beim nächsten Asthmaanfall ihres Mannes nur noch qualmindernde, aber keine lebenserhaltenden Medikamente mehr zuzulassen.
Das dpa-Interview:
dpa: Ihr Mann leidet unter schwerem Asthma. Wissen Sie, was Sie machen werden, wenn Ihr Mann demnächst einen schweren Asthmaanfall erleiden sollte?
Jens: Ich würde auf jeden Fall verhindern, dass er ins Krankenhaus eingeliefert wird. Ich möchte, dass - wenn er sterben soll - er zu Hause sterben kann. Lebensverlängernde Maßnahmen möchte ich nicht, wohl aber möchte ich ihm seine Qual nehmen. Oberste Maxime ist, dass er nicht leidet, egal um welchen Preis. Ob um den Preis des Lebens oder um den Preis des Todes.
Im Übrigen wünsche ich keinem der hier so hartherzig Urteilenden das schwere Schicksal, das Inge Jens zu ertragen hat.
25.07.2009 um 13:48
ZEIT wohlwollend über die Inge Jens-Biographie:
“Das war wunderbar”:
“»die ersten zwölf, vierzehn Jahre« ihres Lebens seien »unbeschwert und glücklich« gewesen, »geborgen im Kreis einer großen Familie«. Der Vater war – ohne ein rechter Nazi zu sein – immerhin Sturmführer der SS, Inge diente (wie es Pflicht war) als Jungmädel und BDM-Führerin. Die Eltern, vermutet sie, hätten zwar nichts von Vernichtungslagern gewusst, »aber doch von Internierungscamps« (gleich KZ) »und politisch motiviertem Hass.”
…Dieses Erinnerungsbuch ist das Zeugnis einer großen Lebenstapferkeit und des simplen Anstands, die keinen Leser – am wenigsten den kritischen – unberührt lassen.”
http://www.zeit.de/2009/31/L-ST-IngeJ-ens?page=1
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Hartherzig, Liebe(r) Heta, scheint mir dann doch eher ein jahrzehntelanges scheinheiliges, mit dem Finger zeigendes Moralisieren auf hohem Niveau zu sein, das am Ende in eine polemisch-populistische Ausschlachtung des Themas Sterbehilfe und Palliativmedizin mündete, in trauter Eintracht mit dem Gegenpapst Hans Küng:
Ohne auch nur im Entferntesten mit der Palliativmaterie dieses subtilen Thema vertraut zu sein. Eine heillos gute Gesinnung hat da bereits vollkommen ausgereicht, um Menschen zu diskreditieren, die solch “schwere Schicksale” täglich ertragen, begleiten oder erleichtern.
25.07.2009 um 13:56
HORROR-FILM im ZDF!
3 Tage im Leben von Claudia Roth
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/3_Tage_Leben_-_Claudia_Roth/180/804188
25.07.2009 um 19:42
Der Typ hat mich immer angekotzt!
25.07.2009 um 23:32
Was mich nervt, ist der Fakt, daß links neben der Kommentarleiste ein
Werbebanner der “JF” läuft. Nix gegen “JF”, aber ich würde den Kommentar von (in diesem Fall) “wolaufensie” auch gern lesen, ohne den Banner anzuklicken.
Ist mir schon mehrfach aufgefallen. Ich empfinde es als störend.
kewil sagt: Das Banner ändert sich bei jedem Aufruf, ausserdem wird es noch geändert
31.08.2009 um 12:29
[…] daß der Rhetorikprofessor Jens, der in seinen gesunden Tagen für Sterbehilfe eingetreten ist, nun um sein Leben “winselt”! Ja, wenn es in die ewigen Jagdgründe geht, dann werden sogar SPIEGEL-Reporter zu […]
26.06.2010 um 9:32
Kirschbaum meint:
25.07.2009 um 13:48
ZEIT wohlwollend über die Inge Jens-Biographie:
“Das war wunderbar”:
“»die ersten zwölf, vierzehn Jahre« ihres Lebens seien »unbeschwert und glücklich« gewesen, »geborgen im Kreis einer großen Familie«. Der Vater war – ohne ein rechter Nazi zu sein – immerhin Sturmführer der SS, Inge diente (wie es Pflicht war) als Jungmädel und BDM-Führerin. Die Eltern, vermutet sie, hätten zwar nichts von Vernichtungslagern gewusst, »aber doch von Internierungscamps« (gleich KZ) »und politisch motiviertem Hass.”
…Dieses Erinnerungsbuch ist das Zeugnis einer großen Lebenstapferkeit und des simplen Anstands, die keinen Leser – am wenigsten den kritischen – unberührt lassen.”
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Mich packt immer die kalte Wut wenn ich so was lese. Wie viele solche Drecksäcke waren wohl nach 1945 mit vorne in Politik und Medien Wirtschaft und Gesellschaft? Die haben die anderen (die Dummen und Einfachen Menschen also Du und Ich) kollektiv für schuldig erklärt und sich damit selbst den Persilschein ausgestellt. Erstaunlich ist auch wie groß die Gruppe der Widerständler war. Überall findet man sogenannte Unterstützer. Die Ermittler waren also ein Haufen von Dummköpfen, oder wie ist das möglich gewesen?
Wie viele der Drecksäcke die heute an der Macht sitzen, sind Nachkommen solcher Opportunisten? Egal wo ich immer wieder hinfasse: Überall sitzen Sie dieser Dreck oder es sind einfach neu Drecksäcke aber ansonsten hat sich nichts geändert.
Ich wette, am Tag X ist es wieder gleich. Schuldig war dann natürlich das Volk als Kollektiv. (sogenannte berühmte Kollektivschuld) und die waschen die Hände wieder in Unschuld oder waren natürlich Mitglied oder so was des Widerstandes.
Dem Jens dem Linken Vogel und Lügner und vielen anderen, die uns das was wir heute haben und noch bekommen werden eingebrockt haben wünsche ich viele Jahre schwerster Alsheimer Krankheit. Schade das es nicht auch noch so richtig weh tut!!!