Heribert Seifert über den Holzhammer im NS-Unterricht
1.08.2009… So erscheint zum Beispiel in einem Geschichtsbuch für die Oberstufe die europäische Aussenpolitik zwischen 1933 und 1939 nur als Spielwiese Hitlerschen Machtwahns. Die bei anderen Epochen übliche Darstellung komplexer Wechselverhältnisse zwischen der Politik rivalisierender Mächte ist hier zugunsten einer eindimensionalen Präsentation aufgegeben. Auch herrscht im Unterricht oft ein moralischer Überdruck, der auf Bekenntnis setzt und jedes Zeichen von Distanz rasch als Indiz für extremistische Infektion wertet. Als sich zum Beispiel zwei 15-jährige Mädchen weigerten, am symbolischen Protestmarsch teilzunehmen, den die Leiterin einer Schule im Ruhrgebiet ohne konkreten Anlass für ihre ganze Schule angesetzt hatte, wurden sie an den Pranger gestellt.
Methodisch setzt die beliebte Einladung von NS-Opfern als Zeitzeugen ganz auf Emotionalisierung und vernachlässigt die notwendige Quellenkritik. Der Versuch, das Denken und Handeln durchschnittlicher Zeitgenossen der NS-Herrschaft zu verstehen, tritt zurück hinter die Forderung, das heutige Urteil über jene Epoche zu übernehmen. Widerspruch, kritische Nachfragen oder gar abweichendes Denken auf Seiten der Schüler sind offenbar unerwünscht, obwohl man doch wissen müsste, dass solcher Unterricht schon aus entwicklungspsychologischen Gründen Unbehagen erzeugen kann…
Heribert Seifert hat schon viele gute Artikel geschrieben, z.B.:
Moralische Bildung durch Gesinnungsunterricht?
Freiheit für die Geschichte
Das Fremde und das Eigene


1.08.2009 um 8:59
“Als sich zum Beispiel zwei 15-jährige Mädchen weigerten, am symbolischen Protestmarsch teilzunehmen, den die Leiterin einer Schule im Ruhrgebiet ohne konkreten Anlass für ihre ganze Schule angesetzt hatte, wurden sie an den Pranger gestellt.”
Ja, ich erinnere mich an den Vorfall. PI machte den Vorfall damals publik, organisierte eine E-Mail-Aktion und alarmiere die Presse (mit Erfolg). Die verantwortliche Rektorin war vollkommen geschockt, als sie auf einmal dazu gezwungen wurde ihr Verhalten öffentlich zur rechtfertigen. Mir hat diese Aktion eindrücklich vor Augen geführt welche Macht das Internet besitzt.
1.08.2009 um 9:58
@r2s2
Wir haben mittlerweile sowas wie eine “Macht”, das ist richtig. Viele hier wollen das gar nicht glauben - aber ich freue mich darüber.
Den Gutmenschen ordentlich in ihre Suppe spucken - das können wir schon länger. Und es werden immer mehr!
@Kewil
Gibt es mal wieder eine Statistik? Mittlerweile sind es ja OFT fünfzig und mehr Kommentare - das finde ich sehr ermutigend.
1.08.2009 um 10:06
Dieses Lehrergesindel hat nichts vom totalitären Wesen des NS-Regimes verstanden, darum wendet es vergleichbare Methoden der Indoktrination wie in totalitären Staaten an. Die Leiterin besagter Schule möchte sich als besonders durchdrungene Vertreterin des Zeitgeistes profilieren.
Man muß kein Meisterpsychologe sein, um zu ahnen, daß so ein hinterfotziges Luder, daß sich daran aufgeilt, 15-jährige vor anderen zu demütigen, in der DDR in der SED und im Dritten Reich in der NSDAP gewesen wäre, und würde es im Iran leben, heute wahrscheinlich in einem Tugendkomitee an der Steinigung und Verbaukrahnung von Teenagern teilnehmen würde.
1.08.2009 um 10:09
Die FAZ jubelt:
Eta
Europäischer Terror auf Mallorca
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EE508C56C763241AD970ED434BD2CE425~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Von Günther Nonnenmacher
Dass der Anschlag am fünfzigsten „Geburtstag“ von Eta stattfand, erinnert daran, dass es nicht nur einen islamistischen, nach Europa importierten Terrorismus gibt, sondern auch einen autochthonen. Er reicht in historische Tiefen zurück, über die Jüngere schon gar nichts mehr wissen: im spanischen Fall in die Franco-Ära, in einem anderen, dem der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
(Wenn die FAZ das Leitmedium der intelligenten Konservativen sein soll - dann muß unsere Presselandschaft schon wirklich völlig im Arsch sein. Wir haben keine FOX-news, keinen Rush Limbaugh, keinen Glenn Beck - alles nur FEHLANZEIGE! Zeichen eines nach links verrutschten, degenerierten Gemeinwesens ohne moralische und politische Maximen)
1.08.2009 um 10:22
Unser ehemaliger Schuldirektor, mitterweile aus freien Stücken ins Ausland versetzt, machte den Schülern sogar noch im Englischunterricht Mitteilung, wenn sich beispielsweise herausstellte, dass die Lousitania also doch Waffen transportiert hatte…
1.08.2009 um 10:44
no mercy bringt es mal wieder erstklassig auf den Punkt *BothThumbsUp*
zur Hinterfotzigkeit eine Präzisierung: von aussen betrachtet sind das absolut bösartige Menschen. Selbst sehen sie sich aber idealistisch gesinnt, die nur das Gute wollen, ohne den geringsten Zweifel an ihrer Mission. Darin den Naziverbrechern völlig wesensgleich. In der Mehrzahl begingen die ihre Verbrechen doch auch im Glauben, nur das beste für die ‘deutsche Nation’ im Sinne zu haben. Die haben nicht gemordet weil sie böse sein wollten, sondern weil sie es für notwendige Opfer für etwas Höheres, für das ganz Große hielten. Stichwort Himmlers Posener Geheimrede zur Judenvernichtung.
1.08.2009 um 10:50
@malefiz
Für die meisten wird das wohl voll zutreffen.
1.08.2009 um 10:55
Drug(s (awest “Trug, Lüge”) 1) Klasse von Dämoninnen, die “betrügen”, da sie das Böse für das Gute ausgeben und auch selbst dafür halten.
1.08.2009 um 15:32
Kann das alles nur bestätigen. Auch ist es schlimm, dass von den vielen Jahren, die man Geschichte hat, der Grossteil auf das dritte Reich fällt. Ist mir klar, dass dieses Ereignis prägend war, das war das Heilige römische Reich deutscher Nationen aber auch.. oder die DDR, die doch eher unter “ferner liefen” behandelt wird.
Der Umgang der Deutschen mit sich selbst, muss irgendwann mal grundlegend verändert werden, ansonsten ist das ganz schlimm für dieses Land. Wir züchten hier ganze Generationen von nicht-integrationsiwlligen, aber durchsetzungsfähigen Arschlöchern heran, während die deutschen Kinder und Jugendlichen bereits im Kindergarten in den Kopf gehämmert kriegen, wie schlimm wir damals doch waren und wie rassistisch wir auch heute noch sind.
Jungs dürfen dann keine Jungs mehr sein und wenn ein Mädchen doch lieber in der Puppen-Ecke sitzt und spielt, machen sich die Erzieher Sorgen, dass etwas mit ihr nicht stimmen könnte, denn im genderverseuchten Deutschland darf es ja nur noch “irgendetwas” geben, aber eindeutig Frau oder Mann zu sein ist ja schon verdächtig!
In der Schule geht es dann weiter, da wird das deutsche Mädchen (ohne Kopftuch) von ihren islamischen Mitschülern und Mitschülerinnen dann gehänselt, sie wäre ja bloss eine ungläubige Schlampe und scheiss Kartoffel.. auch daran gewöhnt man sich irgendwann, was will man auch machen, bei über 75% Ausländeranteil (bzw. Moslemanteil).
Und später dann, wenn Deutschland im Geschichtsunterricht erwähnt wird, wird man mit KZ-Besuchen und dem jahrelangen Thema “zweiter Weltkrieg” weichgeklopft, dass man am besten gar nicht mehr das Maul auf macht. Als Erwachsener ist man dann schon so indoktriniert, dass man den Politikern wirklich glaubt, die da irgendetwas davon faseln, dass der “Kampf gegen Rechts” wieder verstärkt werden muss und wir Deutschen doch sowieso latent rassistisch seien.
Mir ist schon klar, warum in der Schule die Themen DDR und RAF kaum besprochen werden, bzw. nicht in der selben Detailfülle, wie das dritte Reich. Da würden die verkommenen 68er-Lehrer nämlich ihre eigenen Überzeugungen hinterfragen müssen. Sozialismus ist ja sowieso was ganz tolles und der Kampf gegen den Schweine-Kapitalismus erst Recht.
Ich frage mich sowieso, wieso man bereits Themen wie Rassismus in Kindergarten und Grundschule ansprechen muss. Würden wir erwachsene nicht darüber sprechen, würden die Kinder gar nicht darauf kommen, dass es sowas überhaupt gibt. Mein jüngerer Bruder z.B. hat damals im Kindergarten einen schwarzen Jungen als besten Kumpel gehabt und er hat nie, aber auch wirklich niemals gefragt, wieso der eben anders aussieht. Für Kinder ist das halt so und fertig. Erst die Erwachsenen bringen Kinder auf Ideen wie Fremdenfeindlichkeit oder Herrenmenschen-Denke.
1.08.2009 um 16:04
Als ich ende der 80er zur Schule ging wurden Adolf und co innerhalb von 2 Wochen durchgeritten, der rest des 20 Jahrhunderts in einer Woche. Die DDR wurde mit Filmen über Plattenbau verklärt. Wie schnell die diese Plattenbauten hochgezogen haben - fast so schnell wie sie verfallen sind! Nur unser Lehrer hat sich zur DDR kritisch geäussert.
1.08.2009 um 16:07
“Ich frage mich sowieso, wieso man bereits Themen wie Rassismus in Kindergarten und Grundschule ansprechen muss.”
Inländerfeindliche Ideologie soll aus Kindern und Kinder_Innen deutschenhasser machen. Ausdünnen und einzäunen, hat die moralische verpflichtung aussterben usw. Viele sind wahrscheinlich selber nur naiv und auch schon indoktriniert worden.
1.08.2009 um 16:39
Man kann ja seine Kinder der deutschen Schulpflicht entziehen.
Dieses Gutmenschengetue, (besonders im Ökobereich), gibt es zwar in allen westlichen Staaten, aber doch nicht überall mit diesem Nazitouch.
1.08.2009 um 19:40
Tolle Seite hier!!
Was die Indokrination in der schule angeht, ich glaube das ist schon wie in der DDR. Wir hatten unsere Nichte aus dem Osten zu Besuch (4. Klasse, genauso alt wie unsere Tochter) und uns heftig darüber ausgetauscht, ob man Bettlern Geld geben sollte.
Die Erwachsenen meinten nein und haben das auch begründet. Die Nichte meinte, dass wir recht haben (es gibt ja für jeden Sozialhilfe) und fragte dann, was mich völlig entsetzte “Darf ich das auch in der Schule sagen?”. Genau wie ich das nur von der DDR gehört habe!
2.08.2009 um 10:38
Die Indoktrination mag so heftig sein, wie sie will - bei den entsprechenden Vorürägungen aus anders eingestellten Elternhäusern hat sie keine Chance. So wenig, wie wir in der DDR uns von den SDtaBü-Lejrern verarschen ließen, so wenig werden sich unsere Kinder von den heutigen -ismen beeindrucken lassen.
Solange es noch Quellen freier Information gibt, hat die Lüge keine Chance.
2.08.2009 um 12:30
Ich hatte in meiner Schulzeit 6X die NS-Zeit behandelt. Jedesmal mit alleinschuld, am Krieg und allem anderen.
Kein Wunder das meine Generation entweder den Hals voll hat, oder B sich nicht für D interessiert, oder C der Glaubenskampf mit voll Eifer durchgeführt wird. Man kann sich aussuchen wer von den die besten Nazis gewesen wären. Die es wagen zu hinterfragen?
Die Politik hat allein durch diese frühkindliche Propaganda das Zeug zum Bürgerkrig geschaffen. (Ganz abgesehen von den anderen Themen)
Danke an Ulfkotte, egal ob schlau oder dumm oder was auch immer, jetzt wird endlich das Wort Bürgerkrieg in den Mund genommen, erst in den Foren, und nun höre ich es sogar schon auf der Strasse!
Irgendwann werden selbst die Berliner Pilze es hören. Ich würdemich sowas von Schämen wenn in hundert Jahren mein Name genannt wird in einem zusammenhang wie diesen:
Sie waren ideologisch Verblendet und haben durch Ihren Wahn deutschland erst in einen Bürgertrieb getrieben. Sie schrekten nicht vor Gewalt gegen andersdenkende zurück. Der Rechtsstaat funktionierte nicht mehr und so waren den Machtahber durch die Mediale Unterstützung Tür und Tor geöffnet worden.
Liebe Politiker, Journalisten, Beamte, und Gutmenschen, genau das wird man in hundert Jahren über euch schreiben, und wenn Ihr auch schön Einflussreich ward, vielleicht sogar mit euren Namen. Für immer in Schande. Ich werde mein alles dafür geben, daß es so kommt.
Und Unterschätzt die Feinde des Totalitarismus nicht. Es werden täglich mehr. Im In und Ausland. Gegen erstere könnt Ihr was tun. Ihr tut es schon, bald werden eure Mittel aber nicht mehr reichen.
2.08.2009 um 12:33
Ich entschuldige mich für meine Rechtschreibung. Ich war auf einer Gesamtschule und dort wurde selbst im Deutschunterricht die NS-Zeit behandelt. Kein Scherz!