Erledigt sich der Kapitalismus selbst?
16.03.2008
Die schlechten Nachrichten von der Wirtschaftsfront reißen nicht ab, Linderung ist nicht in Sicht! Deutsche Landesbanken, IKB, Zumwinkel, Nokia, dazu die Immobilienkrise und Milliardenverluste in Serie. Letzten Herbst noch Northern Rock, danach Milliardenabschreibungen sämtlicher Großbanken, Anfang letzter Woche ein Carlyle-Fonds und Ende der Woche Bear Stearns. Die fünftgrößte amerikanische Investmentbank, de facto pleite, mußte jetzt auch von der Notenbank gerettet werden und sucht verzweifelt einen Käufer. An der Wallstreet ist bereits von Verstaatlichungen die Rede, wenn auch auf Zeit! Und in Deutschland vergeht kein Tag, ohne daß der Mittelstand arm gerechnet, die aufgehende Schere zwischen Arm und Reich beklagt, HartzIV verteufelt wird und die Linken Morgenluft wittern.
Ein Blog ist zu klein, um all die Gründe darzulegen, das Versagen der Manager, die Sünden der Politik, die Dummheit der Bankkunden, das unglückliche Agieren der US-Notenbank mit der Politik des leichten Geldes, dem Greenspan-Put bei jeder Börsenkrise von 1987 über den LTCM-Bankrott, der Aktien-Baisse von 2000 bis 2003 bis zu Bernankes Immobilienblase heute. Das Gefährlichste in Deutschland sind die Linken, und die fangen bei Merkel an, welche die Krise ausnutzen und die Systemfrage stellen.
Danke! Ich will keinen Sozialismus, in dem alle gleich viel haben, nämlich nichts! Links:
Kewil: Ackermann, Northern Rock, Immobilienblase
Kewil: Das miserable Versagen deutscher Manager
Schwarzer Montag 1987
Long Term Capital Management
Nick Leeson - Solche Typen ruinieren die Banken!
Carlyle entlässt Milliardenfonds in die Pleite
How Bear Stearns ran out of the necessities
Bear Stearns: Käufer dringend gesucht - springen Chinesen ab?
NYT: Wallstreet Domino Theory
Und hier die Wirtschaftswoche zur deutschen Kapitalismus-Kritik!


16.03.2008 um 19:27
Hauptsache, das Nichts ist gerecht verteilt.
16.03.2008 um 20:22
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,538963,00.html
Superinterview mit Ackermann. Leider werden solche klugen erfolgreichen Leute genauso wie Roland Koch in unserer linkshetzigen Neidgesellschaft immer wieder von den Spacken angefallen - aber das müssen sie eben aushalten.
Allerdings - ich sehe da eine Inszenierung - ich schaue ohne große Aufregung, daß JP Morgan, Chase Manhattan, etc, bestimmte Klientel erst stürzen dann aufkaufen, und meiner Meinung nach den Dollar bewusst abstürzen. Ich denke, die probieren noch ein bißchen rum, wieviel die Zentralbank pumpen kann ( zum Gewinn der privaten Eigner) - und dann geht es wohl ab 2009 so richtig los.
16.03.2008 um 21:29
Ein Teil der von kewil aufgezählten Krankheitssymptome, nämlich die deutschen hausgemachten (Deutsche Landesbanken, Nokia, IKB und natürlich die Arbeitslosigkeit, welche wohl das gravierendste Symptom ist, und an das man sich gewöhnt zu haben scheint) sind die Folgen der Strangulierung der Marktwirtschaft durch die Politik. Wie haben in Deutschland keine Marktwirtschaft mehr, sondern Dirigismus und Sozialismus mit marktwirtschaftlichen Residuen.
Das Wort „Arbeitsmarkt“ ist eines der in den Medien am häufigsten vorkommenden Ausdrücke, in allen möglichen Zusammensetzungen, z.B. „Arbeitsmarktpolitik“ und so weiter. Niemand ist bereit zur Kenntnis zu nehmen, dass wir gar keinen Arbeitsmarkt haben, sondern Kartelle. Und alle wundern sich, woher die Arbeitslosigkeit kommt. Natürlich von so bösen Firmen wie Nokia, BMW, Henkel und vielen anderen mehr.
Eine fiese Taktik der Linken. Erst beschädigt und zerstört man den Markt. Die bedauerlichen Folgen lastet man dann dem Kapitalismus an.
Die Linken vergleichen immer den realen Kapitalismus mit dem idealen Kommunismus, ihrem Traum. Wenn wir nicht alle darunter zu leiden hätten, möchte man ihnen die möglichst rasche und vollständige Verwirklichung ihrer Sehnsüchte wünschen. Wenn es dann schief geht, wie beim Zusammenbruch des Sowjetsystems, und alles kaputt ist, werden sie sagen, die Idee sei gut. Nur die Verwirklichung sei von den falschen Leuten und auf die falsche Weise versucht worden. Daher muss das große Menschheitsexperiment Sozialismus noch einmal unternommen werden. (In diesem Sinne hat sich auch Johannes Rau geäußert). Mit 60 bis 80 Millionen Toten (Schwarzbuch des Sozialismus).
16.03.2008 um 21:35
Wenn du keinen Sozialismus willst, kewil, dann sorg mal dafür, dass es in Zukunft etwas mehr Gleichheit in diesem Land gibt, dass sich die Schere zwischen oben und unten nicht immer weiter öffnet, dass die Vermögenssteuer wieder eingeführt ird, ebenso wie eine Steuer auf Börsengewinne usw. Ansonsten erledigen das die Wähler, darauf kannst du einenlassen.
16.03.2008 um 21:57
Der Kapitalismus ist nicht in Gefahr. Wenn Deutschland mal wieder einen Sonderweg gehen will, bitte! Es gibt genug Standorte auf der Welt.
16.03.2008 um 22:00
@ Willy
Ihr Rat an kewil gleicht diesem:
“Wenn Du nicht nass werden willst, so springe ins Wasser!”
16.03.2008 um 22:22
Das Problem ist, dass die ganz normale Marktwirtschaft bei uns schon als anrüchig gilt.
Wenn dann wirklich mal was schiefgeht, stellt sich bei vielen eben gleich “die Systemfrage”.
Davon abgesehen bin ich auch nicht begeistert von Managern, die den Lohn ihrer Arbeiter möglichst an Chinesen orientieren wollen, bei ihren eigenen Bezügen aber allein die USA als Vergleichsmaßstab akzeptieren.
16.03.2008 um 22:46
Hinter all diesen Dingen stecken bestimmt die bösen Moslems mit ihren weltweiten
Verbindungen.
Las da mal, dass diese Gruppe andersgläubige(-rassige) wie Rinder
ansehen darf und entsprechend übervorteilen darf.
Oder sind es vielleicht nur Gerüchte? Erinnerungsschwäche? hat aber irgend was mit dem Nahen Osten zu tun..
16.03.2008 um 22:48
@Chripa
Aber sofort den Kaiser wieder ausbuddeln. Bismarck for ever
16.03.2008 um 22:51
Kewil: Ackermann, Northern Rock, Immobilienblase
Kewil: Das miserable Versagen deutscher Manager
Schwarzer Montag 1987
Long Term Capital Management
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NYT: Wallstreet Domino Theory
Und hier die Wirtschaftswoche zur deutschen Kapitalismus-Kritik!
Es werden sicherlich noch einige von den Verantwortlichen in den US- Knast geschickt werden. Da bin ich mir relative sicher
16.03.2008 um 23:06
der hauptgrund für die von der notenbank hervorgerufene imobilienkrise mit globaler auswirkung ist dieser psychopath und notorischer lügner george w. bush. sein unbezahlbarer krieg gegen den terror hat ihn übernommen. zieht euch warm an europäer. von nun an müsst ihr eure köpfe hinhalten für amerikanischen interesse an golf und hindukusch. tja. so ist das eben wenn man pleite ist. da werden die letzten verbündeten noch verheiztz.
Kewil sagt: Dummes Zeug!
16.03.2008 um 23:57
Hier werden einige “Marktwirtschaftler” - Neoliberale (Manchester Kapitalisten) noch ihr blaues Wunder erleben.
Carlyle Capital ist wertlos geworden, für Zertifikatebesitzer ein Totalverlust, für Aktienbesitzer bedeutet es für die nächsten Wochen - Schlaflose Nächte, weil sie Angst um ihre Rentenvorsorge haben.
Wenn Hedge Fonds ihr einzige Aufgabe darin sehen, profitable mittelständische deutsche Unternehmen kaputtzusparen oder Schulden auf diese übernommenen Firmen abzuwälzen, um max. Gewinn aus diesen Firmen zu ziehen.
Dann in ihrer Gier in hochriskante Fonds und Anleihen gehen und dabei Bilanzen fälschen, dann sich verzetteln und dann Pleite gehen. Finde ich es nur Schade das so viele Unschuldige davon betroffen sind.
Zum großen Teil ist da Wirtschaftskriminalität vom Feinsten im Spiel der leider in Deutschland kaum geahndet wird, verbunden mit Dilletantsmus und Skrupelosigkeit.
17.03.2008 um 0:09
Carlyle Capital verwaltete 17 Milliarden Dollar, eingelagert in Immobilienfonds in der viele Kleinanleger investiert haben,
mit Versprechungen angelockt, das ihre Fonds 100% sicher sind und gute Dividenden bringen.
17.03.2008 um 0:19
Kleine Korrektur: 300 Millionen Tote, u.a. durch
Mao: 77 Mio.
Stalin: 62 Mio.
Hitler: 21 Mio., darunter 6 Mio Juden
Kriegstote nicht gerechnet.
http://www.demozid.de
17.03.2008 um 0:29
Willy : 16.03.2008 um 21:35
terroshi: 16.03.2008 um 23:57
terroshi: 17.03.2008 um 0:09
Ihr schreibt dummes Zeug.
Linkes Gewäsch, keine Ahnung von Ökonomie
Ratio
17.03.2008 um 0:46
Das Problem ist, daß Kapitalismus die Grundlage für Demokratie ist. In einer Demokratie gibt es immer einen Anteil im Leben, der zum einen selbst erschaffen, selbst erarbeitet werden muss, und der zum anderen genau die Basis für das Überleben im Kapitalismus gewährt (etwas aus dem Erschaffenden macht).
Nicht der Kapitalismus vernichtet die Demokratie. Die finanzielle Diktatur, die fortschreitende Enteignung, kappt genau diesen Anteil, der für die Selbstverantwortung notwendig wäre.
Ich würde eher sagen, daß die Diktatur die Gefahr für den Kapitalismus ist. Und kippt der Kapitalismus um, ist es um uns geschehen.
Ideologisch sind wir jedenfalls nur noch wenige Schritte davon entfernt.
Ein überbordender Sozialstaat, der es eigentlich zur Aufgabe hat, Personen Transferleistungen zwischen zwei Jobs und Renten, die sie sich selbst erarbeitet haben, zu bezahlen, hat sich durch Millionen unberechtigter Leistungsbezieher von einem Sozialkoloss zu einer Totgeburt entwickelt, die sich nur noch durch Diktatur finanzieren lässt.
17.03.2008 um 1:03
@ terroshi
Sie sind schlecht in Wirtschaftsgeschichte. Das „Manchestertum“, wie Disraeli es verächtlich nannte, war im Interesse der kleinen Leute, die Hunger litten, weil die Getreide-Latifundienbesitzer in England ihr Korn aus wirtschaftlichen Motiven exportierten, so dass im Inland Hunger herrschte. Durch eine gewaltige politische Anstrengung wurde dem ein Ende bereitet, so dass alle wieder genug zu essen hatten. Das Manchestertum war also im Interesse der kleinen Leute und gegen die reichen Großgrundbesitzer gerichtet.
Ich Idiot. Jetzt habe ich wieder Nachhilfeunterricht an Leute erteilt, die zu dumm sind, es zu verstehen.
17.03.2008 um 4:04
liberalissimo meint:
16.03.2008 um 21:29
super Beitrag! Das sehe ich ganz genauso.
17.03.2008 um 5:18
Natürlich war es in der DDR viel besser, wo jeder einen Arbeitsplatz hatte, von dem er dann in Ermangelung von Konsumgütern wegschleppte, was er tauschen konnte. Nicht Jeder natürlich. Und im Winter wurden die Fenster aufgerissen, weil die Heizung heizte und sich nicht runterregulieren liess, die Heizkosten aber, die der Mieter zu zahlen hatte, pah, nicht erwähnenswert. Und die Luft war russgeschwängert, weil zwar der Mensch im Mittelpunkt stand, die Wirtschaftskraft aber für Filter auf den Schornsteinen nicht ausreichte. Klar, das wollen die Willys wiederhaben, natürlich mit dem Warenangebot von heute. Wo das aber herkommen soll, wenn sich der Markt von den Weltwirtschaftspreisen abkoppelt? Na dann fährt der Präsident der sozialistischen deutschen demokratischen Bundesrepublik eben nach Frankreich und bettelt um einen Milliardenkredit für Schokolade, um das murrende Volk ruhigzustellen, das inzwischen mit Kerzen durch die Strassen schlurft und “Wir sind das doofe Volk” blökt. Manche Leute haben wirklich einen an der Klatsche. “Die Schere zwischen Arm und Reich”. Auch so ein hahnebüchener Blödsinn, als müssten alle gleich reich sein oder gleich arm. Was würden wohl die Orchester, Theater und Kunstgalerien tun ohne die Reichen? Na klar, da würden dann das Prekariat reinströmen, denn Bohlen gibt es dann live oder den “Frauentausch” auf offener Bühne. Und eine Bürgerversammlung aus Vertretern, die denken Shakespeare ist eine neue Biersorte, würde dann fürs Sponsoring junger Talente sorgen. Was für eine rosige Zukunft.
17.03.2008 um 7:29
Die Tatsache, dass selbst ein Hartz IVer einen höheren Lebensstandard hat, als ein DDR Bürger jemals erreichen konnte, zeigt die Überlegenheit des Kapitalismus!
17.03.2008 um 8:28
Viele Unternehmen teilen den Erfolg
Mitarbeiter ertragreicher Betriebe werden belohnt / Audi zahlt jedem 5300 Euro
hap. FRANKFURT, 16. März. Der konjunkturelle Aufschwung kommt bei den Menschen nicht richtig an. Aus mancher Äußerung kann man den Eindruck gewinnen, daran seien die Unternehmen schuld, die immer mehr verdienten und die Arbeitnehmer immer stärker ausbeuteten. Doch das Bild trügt offenbar, wie jüngste Meldungen aus der Industrie zeigen. Viele Firmen, die gut verdienen, beteiligen ihre Mitarbeiter an dem Erfolg. So schüttet zum Beispiel der Autohersteller Audi 2008 an jeden seiner 45 000 Mitarbeiter in Deutschland durchschnittlich fast 5300 Euro zusätzlich aus. Das sind 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Audi, Peter Mosch, lobt denn auch die Erfolgsbeteiligung als “eine gute Nachricht für die Beschäftigten, die für ihren hervorragenden Einsatz belohnt werden”.
Über einen Bonus in dieser Größenordnung dürfen sich auch die Mitarbeiter des Sportwagenherstellers Porsche, des Medienkonzerns RTL oder des Chemiekonzerns BASF freuen. Auch im größeren Mittelstand, etwa bei dem Sägenhersteller Stihl, werden die Arbeitnehmer mit einer merklichen Sonderzahlung am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt.
Die Beispiele machen Schule. Wie eine Untersuchung der an der Universität Düsseldorf angesiedelten Unternehmensberatung Heinrich Heine Consulting (HHC) ergeben hat, beteiligen 87 Prozent der im Deutschen Aktienindex Dax 30 vertretenen Konzerne ihre tariflichen Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg. Dabei würden meist zwischen 25 Prozent und 120 Prozent eines Monatsgehaltes ausgeschüttet. Einige Unternehmen wie etwa die Deutsche Börse oder der Gesundheitskonzern Fresenius kombinierten die Erfolgsbeteiligung mit Aktienprogrammen. Die Deutsche Bank beschenke alle Mitarbeiter jährlich mit zehn Gratisaktien.
Der Anteil am Gewinn, der insgesamt ausgeschüttet wird, schwankt je nach Unternehmen. Nach Berechnungen von HHC schüttet der Elektrokonzern Siemens rund 1 Prozent seines Nachsteuergewinns an die Mitarbeiter aus, der Autozulieferer Continental 3 bis 4 Prozent, der Chemie- und Pharmakonzern Bayer 18 Prozent. Die Autohersteller Volkswagen und Audi kommen auf etwa 10 Prozent ihres operativen Ergebnisses.
FAZ von heute.
Was da nicht steht, die Steuer schlägt natürlich gleich zu!
17.03.2008 um 9:28
Handwerksfirmen bei uns machen das auch, wenn der Laden läuft und wenn es nur in Form einer Direktversicherung ist, aber das geht eben nur, wenn der Betrieb sich das finanziell auch leisten kann.
Wenn er sich das nicht leisten kann, und er macht es dennoch, liegen die Beschäftigten bald auf der Strasse. Aber das kapieren die Dösköppe eben nicht, weil sie bei Marx immer nur den Teil mit dem Umsturz lesen.
17.03.2008 um 11:58
jaja, ich frag mich, ob Ihr auch so reden würdet, wenn Ihr selbst wenig verdienen würdet.
In den USA und Arabien klappts eigentlich recht gut mit dem Kapitalismus.
Die Milliadäre dort lassen jährlich hunderte von Millionen für arme Menschen verteilen.
Diese geldgierigen und gottlosen deutschen Manager hingegen haben ihre Seelen dem Teufel verkauft.
Wenn ich an dieses Grinsen von Ackermann denke…pfui deuwel
17.03.2008 um 12:03
Ich finde es lächerlich und dumm, wenn man hier sagt, dass die einzigste Alternative zum Kapitalismus der Sozialismus wär.
So, als wäre etwas Ausgewogenheit unmöglich.
Man tut ja wirklich so, als könnte es nur das Eine oder das Andere sein.
Nichts dazwischen.
Nichts von bisschen hier von und bisschen davon.
Naja, diese Leben ist eh nur von kurzer Dauer…
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöher, als ein Reicher ins Paradis…
also Ackermann und Co., macht nur weiter so:-D
an euer Seelenheil könnt Ihr ja immer noch denken, wenn es eigentlich zu spät ist.
17.03.2008 um 12:04
dieses Leben*
17.03.2008 um 13:56
@ kewil u.a.
Natürlich sind die Linken gefährlich, aber leider nicht nur die, Tatsache ist doch, daß Leute wie Ackermann den Linken seit Jahren eine Steilvorlage nach der anderen geliefert haben und noch liefern und im übrigen kann man sich des Eindrucks gar nicht erwehren, daß Ackermann und Co. mit den Linken recht gut können, die Bonzen in der DDR hatten eine ganz ähnliche Geisteshaltung wie Ackermann und das scheint mir eher das Problem zu sein.
Während die Manager heute ihre Gehälter in immer phantastischere Höhen hinaufschrauben, auf Kosten des „kleinen Mannes“ - ich habe schon mal geschrieben, daß in den 60er Jahren ein Manager ca. 40 x so viel verdient hat wie ein Arbeiter, während er heute ca. 500 x so viel verdient - und die Manager von heute sind nicht besser als die von damals (eher schlechter, wenn man die Krisen der letzten Jahre betrachtet) und die Arbeiter von heute nicht schlechter als die von damals – geht der „kleine Mann” zunehmend leer aus. Woher kommt das und wodurch ist diese Entwicklung gerechtfertigt Kewil. Das hat ja offensichtlich gerade nichts mit Leistungsprinzip zu tun, das Du scheinbar immer so hoch hältst. Denn gute Arbeit wird heute oft eben nicht mehr entsprechend belohnt. Diese Entwicklung ist nicht gerechtfertigt. Nicht mehr die Leistung bestimmt den Verdienst, sondern die Raffgier und die Macht auf der einen Seite diese Raffgier zu verwircklichen und das ist sehr wohl anzuprangern und ein solches Verhalten schadet auch der Wirtschaft. Sie wird früher oder später ihren Primat an den Staat verlieren.
Und noch etwas, weil wir schon bei der Wirtschaft und den Linken sind. Es ist eklig und abstoßend, daß gerade die Wirtschaft sich einhellig hinter die neomarxistische Familienpolitik von Frau v. d. Leyen gestellt hat und diese Politik sogar zum Teil auch noch dreist eingefordert hat. Warum?
Ganz einfach, ist die Frau in der Vollbeschäftigung, können das Lohnniveau weiter gesenkt werden, weil ja beide verdienen und nicht nur der Mann für den Unterhalt der Familie aufkommen muß, übernimmt der Staat die Kinderbetreuung und Erziehung kann das Lohnniveau noch weiter gesenkt werden, denn für die Eltern fallen die Kosten für die Kinderbetreuung bzw. -erziehung weg. Und bei all dem steigen die Managergehälter immer weiter. Das ist blinde Raffgier und Verantwortungslosigkeit, die direkt in den Realmarxismus führt. Eigentlich ist da die Grenze zum kriminellen schon überschritten. Es sind die Wirtschaftskapitäne, die auf diese Weise das Volk in die Unfreiheit und in die Unmündigkeit führen, bewußt, mit Unterstützung einer korrupten, verdorbenen, machtgeilen Politikerclique.
Fazit, in der Wirtschaft ist etwas faul. Wer glaubt in dieser Weise in die Politik einmischen zu müssen hat den Arbeiter zum Produktionsfaktor reduziert. Die Wirtschaft ist nun nicht mehr für den Menschen da, sondern umgekehrt, der Mensch ist zum reinen Wirtschaftsfaktor geworden, den man, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, soweit wie möglich ausbeutet. D.h. einige wenige Menschen haben damit begonnen immer mehr Menschen so weit wie möglich auszubeuten um sich auf diese Weise persönlich zu bereichern. Genau das ist in der DDR passiert. Und um diese persönliche Bereicherung zu steigern versucht man sogar noch Einfluß auf die Familienpolitik auszuüben. Ich kann zwischen der Geisteshaltung eines Herrn Ackermann und den DDR – Parteibonzen keinen so großen Unterschied mehr sehen.
Daß die Wirtschaft auch eine Mitschuld an der Islamisierung hat, habe ich schon geschrieben. Der Grund, in der Golfregion entsteht, bzw. ist entstanden, ein Wirtschaftsraum mit einer Kapitalausstattung im Rücken, wie es ihn noch niemals auf der Welt gegeben hat, und alle wollen etwas abhaben vom Kuchen und dabei verkauft man eben auch das eigene Land, die eigene Kultur und das eigene Volk und die eigenen Mitbürger. Hauptsache Geschäft gemacht, und da spielt es keine Rolle ob dieses Geschäft mit Scharia-konformen Halal-Geldanlagen gemacht wird oder nicht und ob wir Israel an den Islam verkaufen oder nicht, und ob wir im Gegenzug unser eigenes Land an den Islam verkaufen oder nicht. Gut, die Wirtschaft denkt in dieser Beziehung nicht moralisch und kann es auch nicht. Aber trotzdem. Auch Wirtschaftsführer tragen gesellschaftliche Verantwortung die über das rein wirtschaftliche hinausgeht.
Übrigens nur mal so nebenbei, die Forbes-Liste ist reine Volksverdummung. Dort werden die “reichsten Menschen der Welt” aufgelistet. Das ist vollkommen lächerlich und falsch und ich frage mich, warum man diese Lügenmärchen jedes Jahr aufs Neue den Menschen in der Westlichen Welt vor die Nase setzt, offensichtlich besteht ein massives Interesse daran, die tatsächlichen Entwicklungen der großen Masse zu verheimlichen.
Die in der Forbes-Liste aufgeführten Leute sind schon lange nicht mehr die reichsten Menschen der Welt, sie sind die reichsten Menschen der westlichen Welt, aber nicht die reichsten Menschen der Welt. Die reichsten Männer der Welt sind die Ölquellenbesitzer in der Golfregion. Rockefeller war der reichste westliche Mann der jemals gelebt hat (umgerechnet 200 Milliarden Dollar), so reich und so mächtig, daß die USA ein Anti-Rockefeller-Gesetz (das Antitrustgesetz) gemacht haben um seine wirtschaftliche Macht zu brechen und die freie Wirtschaft Amerikas zu schützen. Vergleicht man seine Fördermengen und die daraus resultierenden Gewinne mit den Fördermengen und den daraus resultierenden Gewinnen der Ölquellenbesitzer der Golfregion heute, ist Rockefeller ganz weit unten, wirklich unbedeutend und noch viel unbedeutender und noch viel weiter unten sind die Menschen die uns die Forbes-Liste als die reichsten Menschen der Welt vorstellt. Das mache man sich bitte mal klar. Und dann wird einem langsam ein Licht aufgehen in welcher Situation wir uns befinden.
Grüße, D.R.
17.03.2008 um 21:55
Es ist wirklich höchst naiv zu erwarten, dass die immer größer werdende Zahl von Menschen, die ihren Sozialen Satus bedroht sehen, dass einfach so hinnehmen, aus Einsicht in die höhere Wahrheit der Marktwirtschaft, die nun mal die Leistungselite begünstigt, und in die der Staat auf keinen Fall eingreifen darf.
Die Menschen wählen den, der ihre Interessen vertritt, auch wenn das Oskar Lafontaine ist. Und wenn so weitergemacht wird wie bisher, wird die Linke die SPD bald überholen.
18.03.2008 um 1:36
Nein, nein.
Bei DIR, Deinen Lügenmärchen und Deinem geliebten STAAT “ist etwas faul.”
Das wurde Dir doch schon mal verklickert.
http://fact-fiction.net/?p=115#comment-2458
18.03.2008 um 1:39
…Und uns Willy 17.03.2008 um 21:55
droht unverblümt mit noch mehr Gewalt.
18.03.2008 um 1:45
Sozis sind allesamt und ausnahmslos dämliche Lügner, geisteskranke Psychopathen, verbrecherische Vollidioten.
19.03.2008 um 0:00
Ja, es wird solange verteilt, bis keiner mehr etwas hat.
11.04.2008 um 23:02
[…] das Vermögen angelegt ist. Der eine war an mehr an Papiergeld interessiert, während der andere auf Wertmetalle setzte. Wenn ich mich recht erinnere, ging es um ein Engagement von Rothschild in den Regionen, was […]
27.07.2008 um 7:08
[…] eine Lobeshymne der FAZ zu Greenspans Ausscheiden, das Menetekel stand bereits an der Wand! Und da ein Artikel aus dem Archiv zum […]
22.09.2008 um 20:17
[…] Fall davor: die KfW. 350 Millionen im Sand! Wir haben das Nötige berichtet. Fall davor: die IKB. Wir haben berichtet: 10 bis 11 Milliarden versaubeutelt. Fall davor: diverse Landesbanken! Und so geht es weiter. […]
26.09.2008 um 11:24
[…] Erledigt sich der Kapitalismus selbst? Archiv: Greenspan und Bernanke - die Sozialisten in der […]
18.06.2009 um 15:04
Mein bruder (politiker) meint die ordnungen kapitalismus kommunismus usw sind immer im höhenflug bis die leute nich mehr zb zufrieden sind oder oder oder
dann gibt es eine revolution und eine neue ordnung
nach ein paar jahren ist wieder das gleiche