Die vergessene Fremdenlegion

14.09.2009

Die Fremdenlegion spielte nach dem Krieg zumindest in der franzòsischen Besatzungszone eine grosse Rolle. Jeder wusste eine Geschichte, dass ein Kumpel nachts in irgendeiner Bar besoffen unterschrieben habe und gleich mitgenommen worden sei. Kleinkriminelle und Desperados aller Art sahen das als einen Ausweg aus Deutschland. Auch NS-Verbrecher wurden gerne aufgenommen. Porzellanunternehmer Philip Rosenthal war bereits waehrend des Weltkriegs dort und kaempfte auf der anderen Seite. Und die Legion rekrutiert heute noch! Hier eine Buchbesprechung aus der aktuellen JF:

Michel unter der weißen Kappe
Bis 1955 rekrutierte die französische Fremdenlegion hemmungslos in ihrer Besatzungszone – zum Verdruß bundesdeutscher Politiker
Vincenz Oertle

Was bist du eigentlich? Nichts eine Nummer. Wenn du krepierst, streicht man die Nummer. Wenn du nach Hause gehst, verbittert, zerbrochen, kommt ein anderer an deine Stelle. Man hat dich nicht gerufen. Du hast kein Vaterland, keine Heimat. Du kämpfst für Geld, du stirbst für Geld, doch zum Leben reicht es nicht. Wer sieht dich an? Wer spricht mit dir? Die Dirne im Bordell, der Schuhputzerboy an der Ecke, der Senegalese, Sklave wie du. Und wenn dich ein Offizier fragt, warum bist du gekommen, sagst du nur: Zum Sterben.“ So die Bilanz des Ex-Legionärs Peter Schuft am 11. März 1962 in einem deutschlandweit verbreiteten Presseinterview.

Zu Tausenden hatten sich Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg in der französischen Fremdenlegion verdingt. Deutsch dominiert waren auch die 1948 formierten und sechs Jahre später in Dien Bien Phu vernichteten Eliteformationen: das 1er und 2e Bataillon Etranger de Parachutistes (BEP). Allein bis 1954 hatten etwa 35.000 Mann die Werbestellen passiert: Arbeits- und Obdachlose, Sowjetzonen-Flüchtlinge, Vertriebene aus den Ostprovinzen, Vereinsamte und Entwurzelte. Ein Schweizer Algerien-, Tunesien- und Indochina-Veteran vom 3e Régiment Etranger d’Infanterie (REI) namens „Erik“ (Familienname anonymisiert) erinnerte sich an das Frühjahr 1946 in Sidi-Bel-Abbès in einem Tatsachenbericht: „In die Compagnie de passage 3, in die ich eingeteilt war, kamen pro Woche tausend deutsche Kriegsgefangene. Zum Teil waren diese Soldaten in bedenklichem Zustand. Der Dienst in der Legion wurde ihnen in allen schönen Farben vorgemalt, so daß sie massenweise ihre Unterschrift gaben.“

Der kriegsgefangene SS-Schütze Walter Hefti (geboren 30. August 1925) aus Zürich hatte sich im Spätsommer 1945 im US-Camp Bolbec bei Le Havre folgende Bekanntmachung notiert: „Das Oberste Hauptquartier gibt folgendes bekannt: Die Kriegsgefangenen deutscher Nationalität, die als Freiwillige in die französische Fremdenlegion eintreten wollen, können jederzeit an die französischen Behörden übergeben werden.“ Die Legion hatte die während des Zweiten Weltkriegs gelichteten Reihen dringendst zu komplettieren.

Das „Legionärsunwesen“ wurde in der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland zum ärgerlichen Dauerbrenner, ebenso in der Schweiz. Trotz heftiger Debatten, die sich bis ins Parlament fortsetzten, kam es allerdings nie zu gemeinsamen Aktionen. Ganz im Gegenteil. Auf allerhöchster Ebene in Bonn und in Bern befleißigte man sich Frankreich gegenüber größter Zurückhaltung. Galt es doch die gerade erst zaghaft aufblühende deutsch-französische Freundschaft ebenso pfleglich zu behandeln wie die traditionell sehr engen Beziehungen der Eidgenossenschaft zu ihrem westlichen Nachbarn. Im Wissen aber auch, daß man sich in Sachen Fremdenlegion an Paris die Zähne ausbiß. Zudem saß der erst 1955 voll souveräne westdeutsche Staat gegenüber der Besatzungsmacht Frankreich ohnehin am kürzeren Hebel. Am 23. April 1959 zitieren die Luzerner Neuesten Nachrichten um Anonymität bittende Bonner Abgeordnete, die „französische Empfindlichkeiten“ beklagen, die in der BRD „mit Glacéhandschuhen“ angefaßt würden. Regierung und Parlament befänden „sich in einem peinlichen Dilemma zwischen außenpolitischen Rücksichten“ und „wachsender Empörung im Lande und humanitären Gesichtspunkten“, insbesondere bei „deutschen Minderjährigen in der Fremdenlegion“.

In den 1950er Jahren, in Indochina und auch noch in Algerien, hatten die Deutschen das Rückgrat samt Unteroffiziers-Reservoir der damals um die zehn Regimenter zählenden Legion gebildet. Mit eingeschlossen Österreicher und Deutschschweizer machte das deutschsprachige Element sogar bis zu sechzig Prozent des Bestandes aus, der 1953/54, auf dem Höhepunkt des Krieges in Fernost, etwa 36.000 Mann betrug. Umgangston und einfache Kommandosprache war Deutsch, von Sidi-Bel-Abbès bis Hanoi ertönten Wehrmachtslieder wie „Rot scheint die Sonne“, das sogar zum Parademarsch des nach dem Generalsputsch vom 21. April 1961 in Algerien zwangsliquidierten 1er Régiment Etranger de Parachutistes (REP) avancierte. „Es steht eine Mühle im Schwarzwäldertal“ oder „Ich hatt’ einen Kameraden“ zählen heute noch zum Repertoire der Legion.

Natürlich hatte die Legion auch gegenüber ehemaligen Angehörigen der kampferprobten Waffen-SS keine Berührungsängste. Ein Angehöriger des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 500, dann des 1er BEP, erinnerte sich: „Die Vorgesetzten waren angetan von dieser ehemaligen deutschen Elitetruppe. Es wurde betont, daß in der Legion die gleiche Kameradschaft herrsche wie in der Waffen-SS. Politik war kein Thema.“ Auch ehemalige ausländische SS-Freiwillige waren in der Legion anzutreffen: Esten und Letten, Wallonen, Flamen und Niederländer. Selbst im befreiten Frankreich verurteilte Kollaborateure, Angehörige der 33. Waffen-Grenadier-Division der SS „Charlemagne“. Wie der Schweizer Ex-Caporal und Indochina-Veteran Hans Helbling (geboren 12. Januar 1927, Matricule 70514) berichtete, setzte sich die Section d’intervention des 1er Bataillon des 12e REI, eine etwa dreißig Mann starke Kommandotruppe, nebst seiner Person wie folgt zusammen: Ein Spanier, der Rest Deutsche, und alle unter der Führung eines ehemaligen französischen SS-Freiwilligen.

Die Rekrutierung für die Fremdenlegion beschäftigte schließlich am 8. Dezember 1954 auch den Deutschen Bundestag. „Nach monatelangem Liegenlassen“ – hinter dem Versäumnis stand einzig jene diplomatische Zurückhaltung gegenüber Frankreich – hatte sich das Parlament mit einer interfraktionellen Großen Anfrage und einem Antrag der FDP zu beschäftigen gehabt. Zumal die Legion in der französischen Besatzungszone (Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern) – das Saargebiet war sogar Protektorat – angeblich Monat für Monat „drei kampfstarke Kompanien“ anheuerte.

Von „Sklavenmarkt“ war die Rede gewesen, von „Kulturschande“, und die Bundesregierung mußte sich „windelweiche Deklamationen“ vorwerfen lassen. In der Bundesrepublik war man, so der Bundestagsabgeordnete Walter Kutschera (Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten), erst durch die Katastrophe von Dien Bien Phu „mit dem Kopf auf das Legionärsproblem gestoßen worden“.

Die Kesselschlacht in der nordvietnamesischen Provinz Tonkin hatte Anfang Mai 1954 mit einem überwältigenden Sieg der kommunistischen Vietminh geendet. „Was noch an Bunkern, Grabenstellungen, Stacheldrahtverhauen und Minenfeldern vorhanden war, verwandelte sich im pausenlosen Salvenfeuer in ein wüstes Trümmerfeld. Die ausgemergelten Fremdenlegionäre, in der Mehrzahl Deutsche, die afrikanischen Kolonialtruppen und national-vietnamesischen Verbände wehrten sich verzweifelt. Ein mörderisches Schlachten mit Spaten, Buschmessern und Pistolen.“ So das Hamburger Abendblatt, das der Sprecher der Deutschen Partei und Bundestagsabgeordnete Herbert Schneider zitierte.

Anders als in den unmittelbaren Nachkriegsjahren waren 1954 in der BRD zwar keine Werber mehr festzustellen gewesen. Der strafrechtlich nicht relevante Eintritt in die Fremdenlegion wurde aber durch die französische Militärpräsenz und die Sonderrechte der Besatzungsmacht nach wie vor massiv begünstigt. Als Anlaufstellen dienten die der Einflußnahme der deutschen Polizei entzogenen Garnisonen und Gendarmerieposten. Schwerpunkte waren Rastatt, Freiburg, Offenburg, Worms, Bingen, Trier, Ludwigshafen, Mainz, Kaiserslautern und Landau. Im badischen Offenburg befand sich sogar das Centre de Recrutement (CRLE).

Seitens der FDP hatte sich im Bundestag Erich Mende, der spätere Vizekanzler und Bundesminister, zu Wort gemeldet. Für den mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dekorierten ehemaligen Regimentsführer stand nicht „die hundertjährige Tradition und das Ansehen der französischen Fremdenlegion als einer Elitetruppe“ zur Debatte. Vielmehr die betrübliche Tatsache, daß „Einrichtungen und Methoden einer längst überlebten nationalstaatlichen Kolonialpolitik“ dem „Geist europäischer Zusammenarbeit“ zuwiderliefen. Gemeint war die Rekrutierung „von Bürgern aus den Mitgliedstaaten der Westeuropäischen Union“. Wozu Frankreich, so Mende, „seine Stellung als Besatzungsmacht mißbrauche“. In den folgenden Jahren löste sich das Legionärsproblem dann aber fast von selbst. Das neue westdeutsche Staatswesen hatte Stabilität gewonnen, das Wirtschaftswunder Fuß gefaßt, und es war Vollbeschäftigung in Sicht.

Auch war mit der wiedergewonnenen Wehrhoheit 1955 die Bundeswehr aus der Taufe gehoben worden. Was die französische Fremdenlegion – heute ein im Auftrag von Uno, Nato und EU weltweit im Einsatz stehendes Interventionskorps erster Qualität – veranlaßte, das CRLE nach Straßburg hinter die französische Grenze zu verlegen und auf dem Territorium des Bündnispartners keine Rekrutierungen mehr vorzunehmen.

Vincenz Oertle widmet sich in seinem Buch „Endstation Algerien – Schweizer Fremdenlegionäre“ (Verlag Volksfreund, Appenzell 2008, gebunden, 352 Seiten, Abbildungen, 24,50 Euro) in einem Kapitel dem Schicksal von Deutschen in der französischen Fremdenlegion nach 1945.

© JUNGE FREIHEIT www.jungefreiheit.de 38/09 11. September 2009

49 Antworten zu “Die vergessene Fremdenlegion”

  1. Axel_Bavaria meint:

    Schon eine tolle Sache, die Fremdenlegion.

  2. TomcatK meint:

    OT

    Abwanderung kostet Millionen “nur”?

    Denke eher an Mrd, oder kewil?

    http://www.ksta.de/html/artikel/1252857529433.shtml

  3. Harald der Zigeunerkönig meint:

    Die Sprache der Legion war nach 1945 eindeutig deutsch und die Rekrutierung die einfachste Sache der Welt. Jhre deutschen Kriegsgefangenen, vornehmlich Soldaten der Waffe-SS, stellte der Franzose nämlich einfach vor die Wahl, entweder verhungern oder freiwillig in die Legion!

  4. Dox meint:

    Der Eintritt in die Fremdenlegion war freiwillig und ihre Kampfeinsätze im Gegensatz zur Wehrmacht, zu der man eingezogen wurde, in höchstem Maße ehrenwert. Anders als Deutschland war Frankreich 1945 nicht durch eine Mörderbande seiner Courage und Elite beraubt worden.

  5. Prosemit meint:

    Kleinkriminelle und Desperados aller Art sahen das als einen Ausweg aus Deutschland.

    Ach Du Schreck! Ich habe zuerst IN Deutschland gelesen und dachte, dass der Artikel von ünseren Kültürbereicheren handelt, die hier Zuflucht finden vor Strafverfolgung in ihren Heimatländern, sprich Asül.

  6. Dox meint:

    Der Zigeunerkönig weiß nicht wovon er redet. Ist es Neid? Aus seinem Volk wurde nämlich niemand Legionär, nicht einmal Musiker in der Militärkapelle.

  7. Arkansas meint:

    8000 deutsche Fremdenlegionäre kämpften in Dien Bien Phu

    Wer nicht 1930 in Lille oder Marseille geboren wurde, konnte 1950 in Indochina nicht mitschießen. Frankreich kam mit geringsten Verlusten durch den Zweiten Weltkrieg, aber die Armeen, die man im September 1939 schonte und im Juni 1940 an der Maginotlinie kapitulieren ließ, sind in den 1950er Jahren schon zu alt für den Dschungel. Unbekümmert um Ho Chi Mins wirkungsvolle Propaganda gegen das Pariser Bündnis mit Alt-Nazis kamen 45 000 Deutsche aus Wehrmacht und Waffen-SS zum Einsatz. 5 000 von ihnen starben in Uniformen der Fremdenlegion. In der Entscheidungsschlacht von Dien Bien Phu kämpften neben 6 000 französischen Fallschirmjägern, deren Ehrenkodex ein Davonlaufen verbot, 10 000 Legionäre. 80 Prozent waren Deutsche. Nach einem Ringen »wie in einer mythischen Gotenschlacht« (Scholl-Latour) verloren sie im Frühjahr 1954 fast tausend Mann und rissen 20 000 Viet-Min mit ins Grab. Die modernen Waffen für Frankreichs Kolonialkrieg stammten aus Beständen der USA. Es waren allein die Siege Amerikas über Deutschland, Japan und die chinesischen Verbände in Korea, die eine Erneuerung des gallischen Imperialismus ermöglichten und Hitlers letztes Aufgebot an seine Seite führten.

    Aus: Gunnar Heinsohn: “Finis Germaniae”

    Ja, das waren noch Krieger! Verhältnis 1:20. Nicht schlecht. Die Franzosen kommen auch sonst nicht gut weg bei Heinsohn. Recht hat er! Der Perfidie der französischen Politik hatte die deutsche Politik nie etwas entgegenzusetzen. Bis heute lassen sie sich regelmäßig über den Tisch ziehen. 1940 waren die Franzosen am Boden - und wer hat sie wieder aufgerichtet? Die Amerikaner (schreibt Heinsohn ja auch). Dieselben Amerikaner, denen de Gaulle dann später ständig gegen`s Schienenbein trat. Mitterand war auch so ein Filou (DM weg!). Aber: die französische Kultur ist großartig! Sind eben zwei ganz verschiedene Dinge: Kultur und Politik.

  8. Roland meint:

    Auch Scholl-Latour war in der Legion.

    Und die Waffen-SS-Leute nutzen die Legion nicht, um mal wieder satt zu essen zu haben, sondern weil damals keine großen Fragen gestellt wurden und man einen Neuanfang haben konnte.

    Heutzutage dienen v.a. Osteuropäer in der Legion; bei der riesigen Auswahl, die die Fremdenlegion hat, hat man es auch nicht mehr nötig, Kriminelle einzustellen.
    Mehr als zwo, drei Handvoll Deutscher dürfte es in der Legion heute nicht mehr geben.

    Ein empfehlenswertes, aber auch schon wieder über 10 Jahre altes Buch ist “Der Cafard”. Nüchterne Erzählung über die Realität jenseits des Mythos.

    Abenteuerlustiger geht es evtl. noch bei der spanischen Legion zu, aber das ist hier nicht Thema.

  9. Dox meint:

    Seit dem linken Kulturminister Jack Lang ist die französische Kultur auf dem absteigenden Ast und heute zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Am härtesten hat es die einst blühende Filmindustrie getroffen.

  10. TanjaKrienen meint:

    Freddy sang 1957 (?) das folgende Lied:

    Der Legionär

    Der Weg nach Haus ist schwer
    Für einen Legionär
    Und Viele sehen die Heimat
    Die Heimat nimals mehr

    Fremd ist die Erde
    Fremd der Himmel
    Fremd sind die Reden
    Fremd die Lieder
    Fremd sind die Herzen
    Und keines schlägt für ihn

    Immer nur träumt er von den Wäldern
    Träumt von den Wiesen, von den Feldern
    Träumt von den Sternen die in der Heimat glühn

    Der Weg nach Haus ist schwer
    Für einen Legionär
    Und Viele sehen die Heimat
    Die Heimat niemals mehr

    Tage und Nächte macht er Pläne
    Jahre um Jahre immer wieder
    Um endlich dieser Hölle zu entfliehn

    Überall lauert das Verderben
    Denn auf der Flucht da wartet das Sterben
    Wenn sie ihn fangen gibts kein “Pardon” für ihn.

    Der Weg nach Haus ist schwer
    Für einen Legionär
    Und Viele sehen die Heimat
    Die Heimat niemals mehr.

  11. Roland meint:

    http://www.amazon.de/Cafard-Als-Fallschirmj%C3%A4ger-bei-Fremdenlegion/dp/3613017954

    Was die Legion heute noch “interessant” macht, ist wohl - neben dem historischen Mythos- v.a., dass Frankreich sich nicht scheut, diese Truppe zur Wahrung von eigenen INTERESSEN auch EINZUSETZEN.
    Zwei Dinge, die uns heute fast selbst wie ein Mythos erscheinen.

    Aber die LE ist Bestandteil der französischen Armee, sozusagen “normal” geworden- natürlich trotzdem eine harte Truppe.

  12. Dox meint:

    Der Schmalspurdenker Freddy hätte sich mal mit den zurückgekehrten Kriegsgefangenen aus Rußland unterhalten sollen.

    Der Weg nach Haus war schwer
    für einen aus dem Heer
    So viele sahen die Heimat
    die Heimat niemals mehr

    Das wäre eine Liedanfang gewesen!

  13. meisterausdeutschland meint:

    Es war schon eine Schande, wie die Franzosen die mißliche Lage vieler Deutschen ruchlos ausgenutzt haben.

    Und zweitens: Krieg in Vietnam (uns sonstwo) führen, aber den Deutschen vorwerfen, sie wollten die ganze Welt erobern, Daß ich nicht lache. Wie böhse, die Onkelz!

    Haha!

  14. TanjaKrienen meint:

    Dox- Freddy hat nicht gedacht, sondern gesungen. Schöne, sehr schöne Schlager. Das Zitierte ist einer davon. Trauer, Schmerz - alles drin. Von mir aus auch deine Umtextung. Worin liegt der Sinn, dein Sinn, der Freddys Leistung schmälern sollte, warum die Aggression gegen einen, den wir bräuchten?

    Hört mich an ihr goldnen Sterne
    Grüßt die Lieben in der Ferne
    Mit Feud und Leid
    Verrinnt die Zeit
    alles liegt so weit, so weit

    Heimweh

  15. Arkansas meint:

    @ Dox

    Völlig richtig! Heutzutage ist (auch) Frankreich nur noch ein Schatten seiner selbst. Wenn man bedenkt, welche kulturelle Bedeutung Frankreich noch vor wenigen Jahrzehnten für die Deutschen hatte, in Literatur (Camus, Sartre), Film (Godard, Louis Malle, Truffaut - und Brigitte Bardot, ja, auch die!), Chanson (Greco, Piaf) etc., überhaupt die ganze Lebensart (2 CV, Gauloises, Provence)! Heute kommt Frankreich im Feuilleton doch kaum noch vor (oder sehe ich das falsch?) Okay, mal ein bißchen Glucksmann oder Houllebecq (und der ist schon ein eher problematischer Vogel). Frankreich ist uninteressant geworden.

    Ursprünglich hatte ich an die große Kultur gedacht (Voltaire, Monet, Debussy), aber was heißt “große Kultur”? Ist alles Kultur. Auch das oben Genannte natürlich. Einen schönen film noir ziehe ich mir jedesmal rein, wenn es ihn im TV gibt.

    Und noch was zur Perfidie: Jetzt versuchen sie eben, via “Mittelmeerunion” die Größten zu bleiben - und wenn Europa dabei vor die muslimischen Hunde geht. Manchmal kann ich mich einer gewissen klammheimlichen Freude nicht erwehren, wenn ich sehe, daß Frankreich wirtschaftlich und sozial noch tiefer in der … (Entschuldigung) steckt als wir.

  16. klandestina meint:

    Ein Pirat gibt der Jungen Freiheit ein Interview:

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M53306d54de9.0.html

    Volker Beck ist entrüstet:

    Ich fasse es nicht: RT @furukama Oh, die #Piraten- publizieren auch in der Jungen Freiheit? Damit unwählbar! http://bit.ly/eckgg

    http://twitter.com/Volker_Beck/status/3983553797

  17. klandestina meint:

    @TomcatK

    Schmeiß mal bitte Dein Skype an :-)

  18. mario meint:

    hab vor einigen wochen auf youtube oder google video ne zdf-doku über die fremdenlegion gesehen. die war wohl aus den 80er, reporter war jedenfalls ein verfetteter, bärtiger nichtsnutz, der von den deutschen legionären vor der kamera verspottet wurde (”in unserer luxuswelt setzt man schon mal an, nicht wahr” meinte einer lol) und mit allerlei politisch-korrekten fragen glänzte. schlusseinstellung: der reporter im gespräch mit einem ostdeutschen legionär. was er denn tun würde, wenn er attackiert würde? schießen natürlich (du null). was er denn tun würde, wenn er von einem deutschen attackiert würde? kurzes zögern, dann: schießen natürlich. noch ein weinerlich-moralisierender satz zum schluss (wie in linker propaganda üblich, drehte ihm der reporter natürlich aus der fiktiven antwort auf ein völlig fiktives szenario den strick, wie jedem soldatentum insgesamt) und das war´s dann.

  19. Dr.Glück meint:

    Eine kluge Sache solch Fremdenlegion..Man kann viel erreichen und schont seine eigenen Leute..Schon Napoleon war stolz darauf in Russland mehr fremde Soldaten als französische geopfert zu haben..Ist halt Soldatenschicksal und die Frauen jubeln dem Sieger zu..Übrigens waren es die deutschen Legionäre welche in Indochina als letzte kapitulierten..

  20. abc meint:

    OT — Mayence
    Hildegard-von-Bingen-Preis für Autorin Kelek

    Die türkischstämmige Autorin und Soziologin Necla Kelek ist am Samstag mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik geehrt worden. Kelek hatte 2005 mit ihrem Buch “Die fremde Braut” eine Debatte über Zwangsehen und die gescheiterte Integration der Türken in Deutschland entfacht.

  21. talkingkraut meint:

    Rosenthal war aufgrund seiner jüdischen Herkunft mit seiner Familie 1934 nach England emigriert und meldete sich 1939 zur Fremdenlegion.

    Ich möchte hier auch auf den Stuttgarter Heinz Weil hinweisen. Als für ihn aufgrund seiner jüdischen Herkunft unter den Nazis nicht mehr die Möglichkeit bestand, eine Arbeitsstelle zu bekommen, meldete er sich 1938 in Straßburg zur Fremdenlegion. Sein Referendarexamen hatte er 1935 am Stuttgarter Oberlandesgericht noch ablegen können. Dass ihm das überhaupt noch unter den Nazis gestattet war, könnte damit zusammenhängen, dass sein Vater im Ersten Weltkrieg gefallen war. Im Frühjahr 1942 bekam er von seiner Mutter eine Postkarte, sie müsse nun mit anderen jüdischen Stuttgartern ‘nach dem Osten reisen’. Das war das letzte Lebenszeichen, das er von ihr erhielt.

    Nach dem Krieg und sieben Jahren in der Fremdenlegion kehrte Weil nach Stuttgart zurück, wurde Rechtsanwalt und danach Richter in Württemberg, zuletzt Landgerichtspräsident in Ellwangen. Weil hat eine Autobiographie mit dem Titel ‘Am Rande des Strudels’ verfasst.

    http://www.von-zeit-zu-zeit.de/index.php?template=thema&theme_id=69

  22. Alexander L. meint:

    Ich habe während meiner Bundeswehrzeit mal ein paar Legionäre kennengelernt und das waren eigentlich ganz normale Jungs. Vielleicht etwas durchgeknallt und natürlich beinhart, aber sonst in Ordnung und nicht so klischeehaft, wie man sie gerne darstellt.

  23. Arkansas meint:

    @ Nochmal Dox

    Es war übrigens eine Unverschämtheit, wie kürzlich dieser, na, wie hieß er noch, genau: Franz war diese Canaille, hier zu dir sagte: “Ich glaube deine Geschichte nicht” (Stichwort: Rollstuhlfahrerin/Handy). Eigentlich hätte ich schreiben wollen:

    “Dox kann sich natürlich selbst verteidigen, ich weiß. Aber wahrscheinlich ist er zu vornehm, um einen solchen Dreck einer Antwort zu würdigen. Also übernehme ich das: Solche A.. wie dich brauchen wir hier nicht! Verpiß dich, am besten zu den Linken. Die sind gut im haltlosen Denunzieren.”

    Habe ich dann aber nicht gemacht. Durfte nicht. Schreib ich`s eben jetzt. Kleinigkeit noch: Das mit dem Film hast du ja auch geschrieben. Bin nur gleich losgebrettert, als ich las “Frankreich und absteigender Ast” - für mich ein hochinteressantes Thema.

  24. Karl Eduard meint:

    arte-Doku:

    http://video.google.de/videoplay?docid=-3466220835816625049&ei=wHyHSoayMqGI2wK1nZBI&q=arte&hl=de&dur=3#

  25. klandestina meint:

    Distanziert hat sich der Pirat leider auch schon wieder :-(

    http://andipopp.wordpress.com/2009/09/14/zum-interview-mit-der-jungen-freiheit/

  26. TanjaKrienen meint:

    Meine Güte, guckt euch den Gesichtsfotzenträger doch an! Heimchen! Einmal “Bah” sagen, dann ist es weg! Was will man mit diesen Gurken!

  27. talkingkraut meint:

    Ja, an die Zeit, als man dauernd ins Kino geschleppt wurde, um sich dort Michel Piccoli ansehen zu müssen, kann ich mich auch noch erinnern.

    Bei dem folgenden Abschnitt aus der Geschichte der Stadt Konstanz, ein ausgezeichnetes Stück der Lokalgeschichtsschreibung, muss ich immer schmunzeln:

    Einen wesentlichen Bestandteil von de Lattres quasi kolonialem Herrschaftsstil bildete die Politik des ‘blanchiment’, des ‘Weißmachens’. Während des Krieges hatten koloniale Einheiten eine wesentliche Rolle innerhalb der 1. Armee gespielt. Sie hatten auch an der Besetzung von Konstanz teilgenommen sowie monatelang einen beträchtlichen Teil der dortigen Garnison gestellt. Die Konstanzer wurden damals nicht müde, immer wieder das Völkergemisch in ihrer Stadt zu bestaunen - die ‘Araber in ihren braungestreiften Überwürfen mit Kapuzen und die Saphis in weiß und rot auf kleinen Schimmeln’, Vietnamesen (oder Anamiten, wie man damals sagte) aus Indochina, Schwarze aus den zentralafrikanischen Kolonien und gelegentlich ‘ein Inder mit feldbraunem Turban’. (Alles das sei an sich nicht ganz neu, schrieb übrigens damals ein Konstanzer in sein Tagebuch, ‘doch betrachtet man die Leute jetzt ganz anders als zu der Zeit, als sie noch für uns arbeiteten’.) Diese Truppen hatten schon während des Sommers unter der harten Disziplin gestanden, die in französischen Kolonialeinheiten üblich war; gelegentlich hatten verstörte Konstanzer in den Gärten marokkanischer Unterkünfte Soldaten entdeckt, die dort als Disziplinarmaßnahme für eine Nacht bis zum Hals eingegraben waren. Aus französischer Sicht mag erschwerend hinzugekommen sein, dass sie der deutschen Bevölkerung meistens freundlicher gegenübertraten als ihre weißen Kameraden. Fast alle diese Einheiten wurden nun in ihre Heimatländer zurückverlegt. Einige Monate später gab es in Konstanz außer weißen französischen Soldaten nur noch ‘die kleinen freundlichen Anamiten’. Sie blieben noch einige Zeit, und wie kontaktfreudig sie waren, erhellt nicht zuletzt die Tatsache, dass zwischen 1946 und 1949 immerhin 95 Konstanzer ‘Indochinesenkinder’ zur Welt kamen.

    Lothar Burchardt: Konstanz zwischen Kriegsende und Universitätsgründung; Konstanz 1996. S. 37f.

    Man muss bei dem ‘blanchiment’ natürlich auch bedenken, dass Frankreich aus der Verlegenheit, kaum französischen Truppen zu haben, allenfalls die Freischärler der Resistance, die keine militärische Ausbildung hatten, auf die Kolonialtruppen, zurückgreifen musste. Als es dann möglich war, wieder Franzosen zu rekrutieren, brauchte man die Kolonialtruppen nicht mehr, diese wurden zudem in den Kolonien gebraucht. Das ‘blanchiment’ gehorcht also mehr praktischen Notwendigkeiten als rassistischen Motiven.

  28. Kalle meint:

    Nun, wir haben sie vielleicht vergessen, die französiche Fremdenlegion, aber es gibt
    sie noch. Etwa 8000 Soldaten, von denen viele, wenn nicht sogar alle eine schlag-
    kräfige Elitetruppe bilden. Wenn sie auch früher einmal die Funktion von Kanonen-
    futter in den französichen Kolonialkriegen übernehmen mußte, und viele ehemalige
    deutsche Kriegsgefangene quasi hineingepreßt wurden, sind heute die Anforderungen
    an die Freiwilligen so hoch, daß 8 von 10 Bewerbern nach wenigen Tagen nach
    Hause geschickt werden. Die Zeiten, als dort Schwerkriminelle Unterschlupf fanden,
    sind schon lange Vergangenheit. Legionären wurden lange Zeit, erst wegen ihrer
    angeblich unmoralischen und vaterlandsfeindlichen Haltung, später auch wegen
    ihrer angeblichen Mordlust, die sie an unterdrückten und kolonialisierten Menschen
    auslassen wollten, und deshalb in die Legion eigentreten waren, verachtet. Dieses
    Schicksal tragen sie jedoch heutzutage zusammen mit allen Soldaten, die für
    so manchen linken Moralisten, ohnehin potentielle Mörder sind. Die Fremdenlegion
    beteiligt sich heute ebenso an Blauhelmeinsätzen, wie sie auch bei Komando-
    einsätzen gute Arbeit leistet. Ob sie jedoch Frankreich eines Tage vor der end-
    gültigen Islamisierung retten kann, ist zu bezweifeln. Sie wird sich sang und klang-
    los auflösen und Ihren Soldaten und Offizieren sei geraten, ihre militärische Ver-
    gangenheit für sich zu behalten. Das wird vermutlich schon in wenigen Jahrzehnten
    der Fall sein, Frankreich ist meines Wissens das europäische Land, mit dem höchsten
    Anteil an Muslimen, gemessen an der Gesamtbevölkerung. Und die kommen zumeist
    aus Algerien, der Heimatland der FFL.

  29. Daniela Wagner meint:

    Warum hat dieser Blog soviele Besucher?

    Antwort: Weil es nicht die Meinung von Bundespräsident Merz, Widmer-Schlumpf und CalmyRey vertritt

  30. TC meint:

    Als ich im Sommer ‘72 zum Studium nach Fronkraisch ging, hatte ich innerhalb 4 Wochen nach Erteilung meiner Carte de Sejour, Post von der Legion, mit einer freundlichen Einladung nach Orange, ins Hauptquesrtier, zur Aufnahme in die Bruderschaft der “besten Soldaten der Welt”. Inklusive dem Hinweis auf die Moeglichkeit, meine Identitaet und Geschichte mit Eintritt in die Legion fuer immer hinter mir zu lassen.

    Waere sicher interessant gewesen. War es aber auch ohne Legion …

  31. Franz meint:

    Das Frankreich von heute:
    Eine Langzeitreportage über das berühmte Pariser Banlieue La Courneuve.
    http://stream-tv.de/sendung/1200308/dokumentation-jenseits-von-frankreich

    Sieht aus wie Afrika. Wenn bei uns immer Frankreich bejubelt wird, ob seiner 2,xx Kinder pro Frau, würde mich doch sehr interessieren welche Gruppen für diese hohe Geburtenrate sorgen.

    @Arkansas
    “Dox kann sich natürlich selbst verteidigen, ich weiß. Aber wahrscheinlich ist er zu vornehm, um einen solchen Dreck einer Antwort zu würdigen. Also übernehme ich das: Solche A.. wie dich brauchen wir hier nicht! Verpiß dich, am besten zu den Linken. Die sind gut im haltlosen Denunzieren.”

    Reg dich hier nicht künstlich auf. Für mich klang die Geschichte unglaubwürdig. Was das mit Denunzieren zu tun haben soll, versteh ich nicht. Und nein ich verpisse mich nicht zu “den Linken”. Wenn ich Dox unrecht getan habe, entschuldige ich mich hiermit ausdrücklich.

  32. Arkansas meint:

    OT

    PI kommt heute schon wieder locker über 40.000!

    Gerade die 38.000 übersprungen. Was ist plötzlich los? Steigen die Temperaturen in diesem Land?

  33. abc meint:

    “Task Force”

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Neukoelln;art270,2899943

  34. Daniela Wagner meint:

    geht mal auf meine Seite
    http://www.barolino.ch
    jawoohl

  35. Daniela Wagner meint:

    Oder den tollen Kulturblog

    http://www.bonz.ch

    BONZ bloggt

  36. talkingkraut meint:

    @Arkansas
    Nee, in Bayern und Baden-Württemberg sind die Schulferien zu Ende.

  37. Legpatnost meint:

    Hallo,

    als kleine Ergänzung, weil es vielleicht aus dem Ausriß des Junge-Freiheit-Artikels nicht klar genug herauslesbar war: Das Anwerben für den Dienst in der Légion étrangère auf deutschem Boden ist strafbar (§ 109h StGB), selbstverständlich aber nicht das Dienen unter französischer Flagge.

    Außerdem sollte erwähnt werden, dass es schon zu meiner Zeit (frühe 80er) eine -allerdings liebevoll gepflegte- Mär war, in der französischen Fremdenlegion fände alles mögliche steckbrieflich gesuchte Gesindel Unterschlupf. Die Wahrheit ist: der Nachrichtendienst der Légion étrangère, nach historischem Vorbild gern “Deuxième Bureau” genannt, die “Division Statistiques et Protection du Personnel de la Légion Étrangère” -D.S.P.L.E.- (in meinen 80ern noch “Bureau Statistique de la Legion Etrangere” -B.S.L.E.-) nimmt jeden Bewerber genauestens unter die Lube und weiß sehr schnell, wen es da vor sich sitzen hat. Kleine Sünder sind kein Problem, wer aber wegen schwerer Straftaten gesucht wird oder über ein bedenkliches Strafregister verfügt, der hat keine Chance auf den begehrten Contrat. Es freut mich persönlich, der ich meine Vergangenheit aufgrund der Vorurteile in der Gesellschaft lieber verschweige, wenn auch einmal sachliche oder -wie hier auch- sogar wertschätzende Bemerkungen öffentlich werden.

    Und um vielleicht noch etwas Interessantes zum Thema beizutragen - von der Gründung der Legion (1831) bis zum Jahr 1961 setzten sich die Gedienten nach Nationalität folgendermaßen zusammen:

    Deutsche 210.000, Italiener 60.000, Franzosen/Belgier/Schweizer 130.000 (schwer zu trennen, da sich viele Franzosen bei der Rekrutierung als Schweizer oder Belgier ausgaben), Österreicher 5.000, Briten 1.500 und viele andere Nationen (u.a. 100 Ägypter !!).

    Heute haben sich die Verhältnisse verändert und viele Kameraden kommen aus dem ehemaligen Ostblock.

    Wie auch immer - Vive la Légion

    Herzlichst

    Legpatnost

  38. Dox meint:

    Arkansas,

    danke. Übrigens war mein Lieblingsfranzose Jaques Brel. Mein Lieblingsfilm ist nach wie vor “Das alte Gewehr” mit Philippe Noiret und Romy Schneider. Ganz großes Kino. Selbst von Hollywood unübertroffen.

    Franz,

    wer jemanden unterstellt zu lügen denunziert ihn als Lügner. Das wiederum nennt man Denunziantentum. Aber deine Entschuldigung ist angenommen.

  39. Dox meint:

    Tanja,

    glaube mir, Freddy war kein Leuchte. Der konnte weder komponieren noch texten. So etwas wie das Legionärslied singt man nicht, wenn man Grips und Anstand hat. Freddy war ein Schlagerfuzzi der auch “Zigeunerjunge” und “Mein Baum” gesungen hätte. Nun sag mir bloß nicht, das seien schöne Lieder gewesen. Dann sage ich dir nämlich, dass es verlogene Scheiße war gegen die das indoktrinär gebrauchte Horst Wessel Lied ein Ausbund an Aufrichtigkeit gewesen ist.

    kewil sagt: Mecker da nicht an Freddy rum. Er hat die schönsten Schlager gesungen, dass da auch mal Käse dabei war, was soll das?

  40. Karl Eduard meint:

    Ja, der Anstand, der eine glaubt, ihn zu haben und der andere glaubt, daß andere ihn nicht haben. Immer gut, jemanden unter sich zu wissen, der den Maßstab setzt, was Anstand ist. Da kann man sich im Zweifel vorher vergewissern.

    Soldatenlied:

    http://www.youtube.com/watch?v=pQPuAlVIOv4

  41. TanjaKrienen meint:

    Dox, deine Kritik ausgerechnet an Freddy Quinn, versteh ich absolut nicht. Ihm ist doch immer vorgeworfen, er habe bisweile eine “seelige Landser-Romantik” verbreitet. Tatsächlich hat er an die Erlebnisse der damaligen Kriegsgeneration subil angedockt, aber dabei sind doch schöne Lieder heraus gekommen, die man “ganz allgemein” gut anhören kann (und die auch anrühren). “Heimweh”, “Der Legionär oder auch später nochmal die deutsche Vietnam-Ballade”Hundert Mann und ein Befehl”, waren doch Alltagslieder (!), wie man sie sich hier und da heute auch einmal wünschen würde.

    Man muss auch keine “Leuchte” sein, wobei mir immer auffällt, dass Schlagersänger gar keine dümmeren Menschen sind, als andere Kulturträger. Übrigens ist deine Kritik an den Liedern von Alexandra auch inhaltlich nicht überzeugend. Sicher war da auch ein bisschen Sozialkitsch mit dabei, aber auch viel echtes Gefühl, Herzschmerz und Poesie. Im Gegensatz zu den Abschaumergüssen heutiger Schlager - und Popunken.

    Alexandras “Sehnsucht” war doch ein schönes Lied, noch schöner wird es, wenn man Taiga durch Tanja ersetzt *g*

    Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga
    Das schon damals meine Mutter sang
    Sehnsucht lag im Spiel der Balaleika
    Wenn sie abends vor dem Haus erklang

    Und heut’ bleiben davon nur noch kurze Träume
    Die in langen Nächten oft vor mir entsteh’n
    Und tausend Ängste, daß ich es versäume
    Die geliebte Taiga noch einmal zu seh’n.

    Sehnsucht sind die vielen heißen Tränen
    Und die Hoffnung, die im Herzen schwingt
    Sehnsucht liegt noch immer in den Tönen
    Abends, wenn das alte Lied erklingt

    Die endlosen Steppen und die tiefen Wälder
    Die wie graue Schatten oft vor mir ersteh’n,
    Neblige Flüsse, taubedeckte Felder
    Alles möcht’ ich einmal, einmal wiederseh’n

    Sehnsucht heißt das altes Lied der Taiga
    Das schon damals meine Mutter sang
    Sehnsucht lag im Spiel der Balaleika
    Wenn sie abends vor dem Haus erklang

    Alexandra

  42. Meister Proper meint:

    @Dox: Jacques Brel war Belgier.

  43. Dox meint:

    Meister Proper, du Wichtigtuer, musst mir nichts über Brel erzählen.

    Kewil, du regst dich zurecht über gedankenlose Journalisten auf. Ich versichere dir, Liedtexter sind einflußreicher in Sachen Meinungsbildung. Ihre Dummheit wirkt sich weit schlimmer aus. Umgekehrt können sie mit ein paar Versen aufklären, Mut machen und ganze Völker aus der Lethargie reißen. Ein Negativbeispiel sei hier angeführt. The Wall. Darin heißt es: We don’t need education. Es war ein Welterfolg Dank der Komposition und mit daran Schuld, dass eine Generation der Leistungsverweiger aufwuchs.

  44. Dox meint:

    Zurück zum Thema: Videokameras verhindern Straftaten. Allein ihre Existenz schreckt potentielle Täter ab.

  45. Wolf meint:

    Ich wollte 1957 in die Bundeswehr eintreten, abgelehnt wegen Spionageverdacht, da ich 2 Jahre vorher aus der DDR kam, da bin ich in die Legion gegangen, so sieht das Deutschland aus in dem ihr lebt und Roland Peter Scholl-Latour war nie in der Fremdenlegion, er war bei den Fallis der regulairen Truppen.

  46. Horst meint:

    Hier werden lauter Halbwahrheiten von Leuten kolportiert,die keine Ahnung haben.So einen Mist habe ich selten gelesen.
    Ein Beispiel:
    Roland meint:
    14.09.2009 um 17:19

    Auch Scholl-Latour war in der Legion.

    Der war nie in der Legion sonder bei franz Marine-Fallis Pnchardier.
    Das sagt ein ehemalifer Legionnair der das alles selbst erlebt hat.

  47. Horst meint:

    Wer wissen möchte wie es wirklich war und noch ist:

    lalegion.ch ist ein Forum aktiver und ehemaliger Legionäre

  48. Horst meint:

    Dox meint:
    15.09.2009 um 1:48

    Tanja,

    glaube mir, Freddy war kein Leuchte

    Du aber auch nicht .

  49. Terry Kajuko meint:

    Hallo an alle,welche sich für die Fallschirmjäger der Fremdenlegion und die damaligen Ereignisse in Indochina interessieren.Ihr könnt ja mal auf meiner HP reinschauen.War selbst 01.08 im Tonkin einen Monat und konnte interessantes Material einsammeln.Auch mit ehemaligen Legionären und Vietminh hatte ich Gelegenheit für Interviews.Grüsse Terry Kajuko

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