Henryk M. Broder: Auferstanden aus Ruinen

25.09.2009

Auferstanden aus Ruinen
Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall gleichen sich die politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik immer mehr den Zuständen in der DDR an. Von Henryk M. Broder

Vor zwanzig Jahren waren nur wenige Deutsche bereit, sich über den Fall der Mauer und das Ende des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden zu freuen. Die meisten hatten sich mit der Existenz der DDR abgefunden. Für die Rechten war die DDR eine Pufferzone zwischen der freien Welt und dem Reich des Bösen, ein Stück Inland unter fremder Verwaltung, das darauf wartete, irgendwann in ferner Zukunft heimgeholt zu werden. So wie sich zwei Parallelen im Unendlichen treffen.

Für die Linken dagegen war die DDR ein Stück Ausland, in dem Deutsch gesprochen wurde, der andere, der bessere deutsche Staat, in dem vieles noch unvollkommen, aber das Wichtigste erreicht war die Abschaffung der Herrschaft des Kapitals zugunsten der Diktatur des Proletariats. Dass in der DDR noch viel mehr abgeschafft war – die Meinungsfreiheit, die Reisefreiheit, die Idee der individuellen Verantwortung, freie Wahlen, eine unabhängige Justiz –, störte sie wenig, weil sie nicht in der DDR leben mussten. Aus sicherer Distanz verfolgten sie ein Experiment, dessen plötzlicher Abbruch sie mit Zorn und Trauer erfüllte. Günter Grass nannte die deutsche Teilung eine «Strafe für Auschwitz», die auch über 44 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch nicht verbüsst sei; der Dichter Stefan Heym, der in der DDR zu den privilegierten Dissidenten gehörte, die von der Regierung zugleich hofiert und überwacht wurden, zeigte sich angewidert vom Verhalten seiner ostdeutschen Landsleute, die die Grenzöffnung dazu nutzte, in den Westen zum Shoppen zu fahren.

Einerseits ist noch nie ein Staat so geordnet untergegangen wie die DDR, andererseits hat sich noch nie ein geteiltes Land so schwer getan, nach dem Ende der Teilung seine Identität zu finden. Was die Polen nach drei Teilungen und einer über hundert Jahre dauernden Zeit als «verschwundene Nation» schafften, das scheint die Deutschen, unter viel besseren Bedingungen, politisch und emotional nach nur vierzig Jahren zu überfordern.

Trotz der Milliarden, die jährlich in den «Wiederaufbau Ost» investiert werden, fühlen sich die Bürger der ehemaligen DDR stärker diskriminiert als je zuvor. 49 Prozent der Ostdeutschen stimmen dem Satz zu: «Die DDR hatte mehr gute als schlechte Seiten. Es gab ein paar Probleme, aber man konnte dort gut leben.» Weitere 8 Prozent meinen: «Die DDR hatte ganz überwiegend gute Seiten. Man lebte dort glücklicher und besser als heute im wiedervereinigten Deutschland.» Zusammengerechnet macht das eine solide Mehrheit von 57 Prozent der Ostdeutschen, die sich nicht mehr daran erinnern mögen, dass der Anstoss zur Wiedervereinigung vom Osten und nicht vom Westen ausging, dass sie es waren, die für die deutsche Einheit auf die Strasse gingen und dabei riefen: «Helmut [Kohl], nimm uns an die Hand, zeig uns den Weg ins Wirtschaftswunderland!»

Zugleich wird in der ganzen Republik immer wieder darüber gestritten, ob die DDR ein «Unrechtsstaat» war. Sie sei weder ein «Rechtsstaat» noch ein «Unrechtsstaat» gewesen, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der postkommunistischen Linken im Bundestag, Bodo Ramelow, noch im Februar 2009. Der Begriff «Unrechtsstaat» verletze das Empfinden der Ostdeutschen. «Sechzehn Millionen ehemaligen DDR-Bürgern heute zu sagen, sie hätten in einem Unrechtsstaat gelebt, heisst, diesen Menschen ihre Erinnerung umzudeuten.»

Die Rückkehr der Postkommunisten in die politische Arena ist ein Lehrstück, wie man durch geschicktes Taktieren und Koalieren ein als unmöglich geltendes Comeback schafft. Zuerst einmal durch mehrfachen Namenwechsel, um die Herkunft zu vernebeln. Aus der DDR-Staatspartei SED wurde die PDS, aus der Vereinigung der PDS mit einer Gruppe frustrierter Gewerkschafter und Sozialdemokraten in den alten Bundesländern entstand Die Linke. Ein programmatischer Name, der eher an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnert als an Erich Mielke und Erich Honecker.

War Die Linke zuerst isoliert, weil niemand mit ihr koalieren wollte, so kam es doch recht bald zu Bündnissen auf kommunaler Ebene. Das sei politisch bedeutungslos, hiess es; in den Gemeinden könnten die Postkommunisten ruhig mitreden. Zudem sei es eine gute Methode, sie wieder in den politischen Prozess einzubinden.

Das klappte so gut, dass es bald zu formellen und informellen Koalitionen auf Länderebene kam, in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Damit waren die Postkommunisten weitgehend rehabilitiert. Der Generalsekretär der SPD, Hubertus Heil, versicherte noch Mitte 2007, es werde «im Westen» der Bundesrepublik «keine Bündnisse der Sozialdemokraten mit der Linken geben». Vom Osten war nicht die Rede. Nach den letzten Wahlerfolgen der Linken wird man keinen Sozialdemokraten mehr finden, der glaubwürdig versichern könnte, es werde überhaupt keine Wahlbündnisse mit der Linken geben, wo auch immer. Auch eine Koalition der SPD mit der Linken im Bund gilt nicht mehr als ausgeschlossen, weil es für die SPD die einzige Option wäre, wieder an die Macht zu kommen, statt an der Seite der CDU mitzuregieren.
So kommt es, dass sich mehr und mehr Bundesbürger fragen, wer im Jahre 1989 wen übernommen hat: die Bundesrepublik die DDR oder die DDR die Bundesrepublik. Denn die politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik gleichen sich immer mehr den Zuständen in der DDR an – natürlich auf einem ganz anderen wirtschaftlichen Niveau und mit einer immer noch gut funktionierenden Gewaltenteilung.

So wie es in der Volkskammer, dem Parlament der DDR, praktisch nur eine Partei gab, die SED, gibt es im Bundestag de facto eine sozialdemokratische Union, die aus fünf Fraktionen besteht: der SPD, der CDU, der CSU, den Grünen und der Linken. Nur die liberale FDP hat kein sozialdemokratisches Programm, sie ist die eigentliche Opposition im Haus.

Ebenso auffällig ist die Verschiebung anderer Parameter, die die «inneren Werte» einer Gesellschaft reflektieren: Freiheit und Gleichheit. Legten die Bürger der DDR vor der Wende vor allem Wert auf Gleichheit, war es bei den Westdeutschen die Freiheit.
Inzwischen finden sowohl Ostdeutsche wie Westdeutsche die soziale Gleichheit wichtiger als die Freiheit. Denn was nutzt einem schon die Freiheit, um die Welt fahren zu können, wenn man sich die Reise nicht leisten kann?

Bedeutete Gleichheit früher: «Ich habe genauso wenig wie mein Nachbar», bedeutet sie heute: «Ich will nicht weniger haben als mein Nachbar.» Früher waren die Ostdeutschen alle gleich arm, heute wollen sie alle gleich reich sein. Dementsprechend wirbt Die Linke mit dem Slogan: «Reichtum für alle!» Wie dieses Ziel erreicht werden soll, verrät sie mit einer anderen Parole: «Reichtum besteuern!» – und keiner lacht.

Weltwoche 37/09

41 Antworten zu “Henryk M. Broder: Auferstanden aus Ruinen”

  1. kewil meint:

    Ergebnis Faschistentest in der FR, Mit der rechten Seite, sind vermutlich wir gemeint:

    http://www.fr-online.de/top_news/1970565_Experiment-Faschismus-Skala-Lauter-gute-Menschen.html

  2. Frankfurter meint:

    Alles richtig, bis auf den ersten Satz.

    Und traurig isses , obendrein.

  3. Frankfurter meint:

    “Er ist noch immer im harmlosen Bereich, aber er entfert sich von der CDU der Angela Merkel und nähert sich derdes Roland Koch von vor vier Jahren.”

    Die CDU in Hessen ist faschistisch, ganz klar.

  4. Frankfurter meint:

    Ja , ich neige zum Zynismus und begebe mich jetzt in Psychotherapie.
    Na ja, möglicherweise nehm ich eher ein Glas Rheingauer Riesling zu mir.

  5. karl-friedrich meint:

    Das mussten wir tun, weil in einem Blog aus der rechten Szene dazu aufgefordert worden war, den Fragebogen rechtsradikal auszufüllen, bei der Parteienzugehörigkeit aber die linken Parteien anzukreuzen.

    Lach, ich entsinne mich noch, vorallem an die Frage 6 mit den asozialen Elementen, ja Mensch, wir sind alle in der rechten Szene.

    Sowas, rechtsradikal ausgefüllt und links gewählt, wenn man ganz nach links geht, kommt man irgendwann rechts raus. LOL

  6. r2d2 meint:

    “Das mussten wir tun, weil in einem Blog aus der rechten Szene dazu aufgefordert worden war, den Fragebogen rechtsradikal auszufüllen, bei der Parteienzugehörigkeit aber die linken Parteien anzukreuzen.”

    Die Fragen waren absolut durchsichtig.

  7. Thomas meint:

    In der FAZ gab es vor einem halben Jahr von Maxim Biller auch einen kraftvollen Angriff auf die Ossifizierung des Westens: http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~e268B034D9E5745B48131BFF63261828A~aTpl~ecommon~scontent.html - wurde hier bestimmt schon verlinkt, aber schaden kann die Wahrheit ja nicht.

  8. Izmir Uebel meint:

    Achtzig Millionen ehemaligen Reichs-Bürgern heute zu sagen, sie hätten in einem Unrechtsstaat gelebt, heisst, diesen Menschen ihre Erinnerung umzudeuten.

    B. Rammler

    Der neue Faschismus wird wieder ganz legal an die Macht kommen. So wie damals. 30 - 35 % reichen raus. Zuerst vielleicht eine Koaltion mit der Melonenpartei, ehe in einer neuen Nacht der langen Messer alle Unklarheiten beseitigt werden. Heute gibt es mehr Wähler für eine Diktatur als der Schnauzbart jemals aufbringen konnte. Immer süß auch die Naivität, man könne eine kommunistische Diktatur nach vier Jahren wieder abwählen.

  9. Skandalos meint:

    Das Erstarken der Linken hat mit der alten SED und den alten Kameraden ausm Östn überhaupt nix zu tun!

    Der permanente Linksdrall der SPD-”Basis” (=Lehrer, sonstige öffentliche Angestellte, sonstige staatsabhängige Angestellte, Berufs-Studenten, also im Prinzip ein Haufen Leute, die nix anderes kennen als leben und arbeiten in staatlich geschützten Kuschelecken, sozusagen Mini-DDRs im Staate), der Rachefeldzug Lafontaines gegen Schröder und den konservativen Flügel der SPD und nicht zuletzt die groteske Eierlosigkeit der “Rechten” machte die Linke stark.

  10. Faber meint:

    Frankfurter meint:
    25.09.2009 um 18:58

    War vor zwei Wochen in Frankfurt und im Rheingau, habe dort ausgiebig den Riesling verzehrt. Ganz ausgezeichnetes Stöffchen!

  11. Arkansas meint:

    Vor zwanzig Jahren waren nur wenige Deutsche bereit, sich über den Fall der Mauer und das Ende des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden zu freuen.

    Das stimmt einfach nicht! Wo hat denn der Broder damals gelebt? Wahrscheinlich „unter Linken“. Im meinem Umfeld, mich eingeschlossen, gab es niemanden, der sich nicht riesig gefreut hätte. Im ganzen Land herrschte damals Euphorie! Und was den Grass angeht: den haben vernünftige Menschen schon damals nicht mehr ernstgenommen. Ich erinnere mich, daß Rudolf Augstein ihm in einem TV-Gespräch seine bescheuerte Auschwitz-These um die Ohren gehauen hat. Übrigens wird es nun wirklich bald Zeit, dass dieser selbstgerechte, heuchlerische Drecksack endlich den Löffel abgibt.

    Was Broder weiter sagt, über den unfaßbaren Aufstieg der „Linken“ und die Ver-Ostung der Deutschen sagt, ist wiederum alles richtig. Wie überhaupt das meiste, was er heutzutage von sich gibt. Aber dann liegt er auch wieder völlig daneben. Wie oben, wie im Fall Mügeln. Ein begnadeter Polemiker ist er allemal, was unbedingt für ihn spricht. Er ist aber zu sehr Zyniker – keinesfalls zu verwechseln mit dem Sarkasten (welchen Unterschied viele Leute nicht kennen). Wiederum andererseits: Sein „Hurra, wir kapitulieren“ usw.: Klasse! Fazit: Zwiespältig, aber unter dem Strich absolut ein Aktivposten, mittlerweile.

  12. ingwer meint:

    Die Leute aus dem osten merken schon lange, dass furchtbar Vieles so ist, wie es war.

    http://olekrueger.wordpress.com/2009/08/15/es-war-und-ist-nicht-alles/

  13. Roland meint:

    Broder hat mal wieder Recht !

  14. Roland meint:

    @Arkansas
    Unterschied “Zyniker” - “Sarkast” Deiner Meinung nach `?

  15. dayliFighter meint:

    Ein echt kluger Kopf, der Henryk. Die Analyse ist zutreffend und schildert unsere tatsächlichen Verhältnisse bis in den Nano-Bereich.
    Mir ist schon lange echt übel von unseren Politikern, den Qualitätsmedien, dem Gender-Mainstream, dem ganzen Musel-Scheißdreck.
    Echt ich könnte nur noch kotzen!
    Wartet nur ab. Am nächsten Sonntag (27.09.2009) kriegt Ihr von mir eure Rechnung! Ihr selbstgefälliges Politiker-Pack! Und.. nicht nur von mir. Glaubt es mir, wenn wir Wähler es nicht schaffen, dann aber nach der Wahl Eure ach so geliebten Musels (Hoffentlich habt Ihr das 3. Video gesehen, von Eurem Sozialhilfeempfänger aus Bonn) Ich kann nur hoffen, dass seine Ankündigung darin besteht, dass er Eure - in echter Musel-Manier - Hälse abschneidet.
    Viele Grüsse von einem ehemaligen Gläubigen an unsere westlichen Werte.

  16. FF-Mülller meint:

    “Vor zwanzig Jahren waren nur wenige Deutsche bereit, sich über den Fall der Mauer und das Ende des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden zu freuen.”

    Ich habe mich damals als West-Deutscher darüber gefreut.

    “Inzwischen finden sowohl Ostdeutsche wie Westdeutsche die soziale Gleichheit wichtiger als die Freiheit.”

    Mir ist Freiheit wichtiger als soziale Gerechtzigkeit. Was nützt es, wenn ich gleich wenig wie mein Nachbar habe, aber die linke Gesinnungsdiktatur mich überwacht.

    “Der neue Faschismus wird wieder ganz legal an die Macht kommen. ”

    Der neue Faschismus wird AntiFaschismus heissen.

    “Was Broder weiter sagt, über den unfaßbaren Aufstieg der „Linken“ und die Ver-Ostung der Deutschen sagt,”

    Leider ist das richtig. Man halt damals verpasst die DDR zu entsozifieren.

  17. Manz meint:

    ich habe das werk noch nicht zu ende gelesen-aber es ist immer das gleiche.

    wir sind ein volk! basta.

    ich habe in der ddr gelebt und durfte daher beide seiten kennen lernen.

    “Man lebte dort glücklicher” - jawoll!!!!!

    ach so - ich habe heut alles, ein fettes haus, ein fettes auto, fett kohle und so weiter und ?????

    und ich füge hinzu: verglichen werden nach wie vor die damalige ddr und die brd.

    also die nummer 2 und die nummer 17 auf der welt.

    in afrika gibts heut noch nichts zu beißen.
    oder warum wollen sie “gäste” sein. schon mal darüber nachgedacht?

    zusammengefaßt- jammern auf hohem niveau.

    aber dem grunde nach hat b. recht - die ddr 2.0 ist im kommen - aber das glücklich sein fehlt!

    vgm.

  18. Frankfurter meint:

    Off Topic

    Was soll man davon halten?

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,651464,00.html

    http://www.youtube.com/user/Saifulhaakim#play/uploads/0/ERiXkA9XyUA

  19. Gantenbein meint:

    Broder hat weitgehend recht. Und es gibt in Teilen der Bevölkerung eine zunehmende Tendenz nach links. In meinem Bekanntenkreis wählen einige die Linken, obwohl das gar nicht ihrer politischen Einstellung entspricht. Warum ist das so?
    Es gibt einen nicht unerheblichen Teil der Gesellschaft, der Angst hat vor einem (weiteren) Abstieg. Stichwort z.B. Lohndrückerei. Dazugekommen ist die Befürchtung, daß die “kleinen” Leute die Rechnung der Finanzkrise serviert bekommen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, daß eine gewisse Schicht sich zunehmend ungeniert auf Kosten des Landes bereichert. Die Linken nutzen das geschickt aus.
    Ich denke, das ist alles eine Frage von Ursache und Wirkung.

  20. Gantenbein meint:

    Ich bin in der DDR geboren. Nachdem der Vorgesetzte meinen Vater heftig maßregelte, -und dafür bin ich diesem Mann bis heute dankbar- er würde die sozialistischen Ideale nicht ausreichend der Jugend vermitteln, beschloß er, nach Westen zu gehen.
    Ich habe unsere Verwandten in der DDR später mehrmals besucht. Glücklich waren sie ganz bestimmt nicht, aber sie hatten sich arrangiert. Auffallend war schon damals, daß sie mit keiner Silbe die Verhältnisse kritisierten. Und auch heute noch sind sie kaum zu sachlicher Kritik fähig.
    Ich habe diese Besuche immer in schlechter Erinnerung behalten. Maßgeblich dafür war die militarisierte Grenze und die allgegenwärtig gedrückte Stimmung. Und heute ärgere ich mich über die Undankbarkeit.

  21. Crisp meint:

    So kommt es, dass sich mehr und mehr Bundesbürger fragen, wer im Jahre 1989 wen übernommen hat: die Bundesrepublik die DDR oder die DDR die Bundesrepublik.

    Gute Frage.

  22. Malte Dextroso meint:

    OT: wurde eigentlich im Blog schon der neueste Klopper erwähnt? Der Verfassungsschutz soll Polizeiaufgaben übernehmen.

  23. Klaus Busse meint:

    “So wie es in der Volkskammer, dem Parlament der DDR, praktisch nur eine Partei gab, die SED, gibt es im Bundestag de facto eine sozialdemokratische Union, die aus fünf Fraktionen besteht: der SPD, der CDU, der CSU, den Grünen und der Linken. Nur die liberale FDP hat kein sozialdemokratisches Programm, sie ist die eigentliche Opposition im Haus.”

    Hab selten solchen Schwachsinn gelesen. Hat Meister Broder überhaupt mal eine Bundestagssitzung verfolgt? Seit wann verfolgen CDU/CSU sozialdemokratische Ziele? Herr Broder sollte auch mal einen Wahl-O-Mat benutzen, dann würde er die gravierenden Unterschiede feststellen. Daß die alten Volksparteien nicht mehr ganz so mit dem Volk umspringen können, wie sie es die letzten Jahre taten, hat schon mit dem Erstarken der Linken zu tun. Und nun sollte man mal fragen, warum das so ist, Herr Broder. Warum arbeitet man in den Kommunen und sogar Ländern mit der Linken zusammen? Weil sie so unmenschlich und unsozial ist, vor allem auch handelt? Ach Herr Broder… Wie man an einigen obigen Kommentaren bemerken kann, haben Sie in eine ganz konrete Ecke geschrieben. Deutsch-national, ist es das was wir brauchen? Haben Sie etwa auch Angst?

  24. Onkel Peter meint:

    So wie es in der Volkskammer, dem Parlament der DDR, praktisch nur eine Partei gab, die SED, gibt es im Bundestag de facto eine sozialdemokratische Union, die aus fünf Fraktionen besteht: der SPD, der CDU, der CSU, den Grünen und der Linken. Nur die liberale FDP hat kein sozialdemokratisches Programm, sie ist die eigentliche Opposition im Haus.

    Man kann es auch kürzer ausdrücken: Die “Nationale Front” lebt.

  25. *barf* meint:

    Angela Merkel ist eine in der Wolle gefärbte Staatssozialistin, sie weiß überhaupt nicht, was Freiheit ist. Mit den sozialistischen Weicheiern`wie Frank-Walter Steinmeier fühlt sie sich sicher aufgehoben.

    Vier weitere Jahre der Großen Koalition, und man kann Deutschland abschreiben. Schon jetzt wandern pro Jahr 150 000 gut ausgebildete Leute ins Ausland ab. Roger Köppel, von der Weltwoche, hat das neulich in einem Video etwa so formuliert: Schweizer Mitbürger, macht euch darauf gefaßt, daß nach dem 27. September wieder Scharen von Deutschen zu uns übersiedeln.

    Aber Angela Merkel inseriert ja schon in der Hürriyet, daß Ersatz aus der Türkei kommen soll …

  26. Dox meint:

    Dieser Artikel beweist, dass auch kluge Autoren unsäglichen Blödsinn schreiben können. Wie in einigen Kommentaren hier bereits richtig dargestellt, ist schon der erste Satz unwahr. Er lautet: “Vor zwanzig Jahren waren nur wenige Deutsche bereit, sich über den Fall der Mauer … zu freuen.” Dieser Satz ist nicht nur unwahr, denn sowohl die meisten Deutschen als auch die Mehrheit der westliche Welt hat sich über den Fall der Mauer gefreut, dieser Satz ist auch dämlich, denn er beginnt mit den Worten: “Vor zwanzig Jahren waren nur wenige Deutsche bereit.” Freude zu empfinden ist nämlich keine Sache der Bereitschaft. Sie ist kein Ergebnis des Willens - genauso wenig wie Traurigkeit, Zorn oder Verzweiflung. Also schon der erste Satz ist eines Broder unwürdig und man fragt sich, wie ein so begnadeter Autor dazu kommt, etwas zu schreiben, von dem er selbst weiß, daß es nicht stimmt. Welcher Teufel hat Broder geritten gegen seine eigene Erfahrung loszulegen? Nun, dafür gibt es eine einfache Erklärung. Broder unterlag der Versuchung auf Kosten der Wahrheit originell zu sein, also um jeden Preis. Ihm kam die originelle Idee, daß nach dem Fall der Mauer nicht der Westen den Osten ideologisch übernommen hat sondern umgekehrt der Osten den Westen, also der Sozialismus den Kapitalimus. Kewil und viele seiner Lieblingskommentatoren wie etwa Frankfurter sind von Broders Geniestreich begeistert. Ich nicht. Ich bin vor dem Fall der Mauer in den 80-ern aus Ostberlin nach Westberlin ausgewandert und kam mir vor geistig vom Regen in die Traufe geraten zu sein. Als ich die westlichen Intellektuellen und Wirtschaftsbosse kennenlernte, sehnte ich mich nach dem innerlich zerrissenen Brechtschüler Heiner Müller und einem befreundeten Generaldirektor eine sozialistsichen Kombinats mit 60 000 unproduktiven Angestellten zurück. Denn sie waren nicht halb so borniert und hinterhältig.

    Wer hier wie Broder glaubt, daß es ohne die Wiedervereinigung heute in Westdeutschland liberaler und konservativer aussähe, der irrt sich. Ich behaupte das Gegenteil. Die nutzlose Merkel ist lediglich das Ziehkind eines nutzlosen Kohl in einer sinnlosen CDU, die mit der Partei von Adenauer so wenig gemeinsam hat wie die SPD mit Reuter und FDP mit Lambsdorff.

  27. Karl Eduard meint:

    Vielleicht weiß Herr Broder gar nicht, wer Bodo Ramelow ist? Gewiß kein Postkommunist der SED. Ist aber auch völlig wurscht, wo die sogenannten Konservativen seit der Wiedervereinigung auf der ganzen Linie versagt haben. Es reicht nun mal nicht aus, Gelder über einem Land auszuschütten, in dem die Masse plötzlich in Betrieben sitzt, deren Produkte keiner mehr haben will und in Ämtern arbeitet, denen Leute vorstehen, die zwangsläufig alles besser wissen müssen, weil die Gesetze nun völlig anders sind.

    Da hilft es wenig, wenn nun jedes Dorf sein Gewerbegebiet hat, wo sich Fuchs und Igel unter den Straßenlaternen gute Nacht sagen oder seine niegelneue Straße oder die Wohnungsverwaltungen in der Lage sind, plötzlich Farbe zu kaufen, weil tatsächlich welche da ist und sich die Mieten verdreifacht oder verviefacht haben. Das Gefühl, angeschissen worden zu sein, bleibt.

    War das ganze Leben nun für die Katz? Hat der Bürger die ganze Zeit Unrecht getan und unterstützt, statt heldenhaft abzuhauen? Hat der Staatsbürgerkundelehrer nun vielleicht doch nicht geschwindelt über den Kapitalismus? Wo die Menschen massenhaft die Arbeit verlieren. massenhaft und keine Sau der Altparteien hat es interessiert, für die war der Osten so nahe wie Nordkorea. Und da hilft es auch nicht zu sagen, ja, ja, ohne uns wäre es ja alles viel schlimmer gekommen. Wohl wahr, wohl wahr. Aber erwartet man nicht von Brüdern und Schwestern, daß sie helfen, wenn es einem dreckig geht? Und auch das wurde dem Ossi noch andauernd unter die Nase gerieben, die andauernde brüderliche und schwesterliche Hilfe. Und nun beklagt Euch gefälligst nicht!

    Den Seelendoktor hat damals nur die PDS gegeben. Die hat den Leuten durch den neuen bürokratischen Westkram geholfen. Die hat geholfen, die Rentenanträge auszufüllen, die hat gesagt, Euer Leben war nicht nur unrecht und vergeudet. Von den Altparteien? Nix! Ich seh sie noch die hungerstreikenden Zielitzer Bergleute, wie sie da am Boden liegen, ignoriert von CDU/CSU/SPD/FDP, nur die PDS hat die Wasserflasche gehalten, der Rest der politischen Parteien hat so getan, als könne man so weiterwursteln wie bisher. Als wäre gar nichts passiert. Alles im Lot. Und heute? Wenn heute 500 Leute im Westen auf die Straße fliegen, dann gibt es einen nationalen Rettungsplan, damals betraf das aber fast alle Ostbetriebe, die stückchenweise “abgewickelt” wurden. Die politischen Argumente wurden aber immer der PDS überlassen. Immer.

    Und was ist mit der Gelegenheit, eine neue Verfassung zu schaffen, fürs ganze deutsche Volk? Nichts da. Schließlich hat das Grundgesetz gewonnen. Besser gesagt, die DDR hat aufgegeben. Und wieder konnte von den Altparteien niemand sagen, warum sich das deutsche volk keine Verfassung geben darf, in die die Vorstellung des ganzen volkes einfließen. Schweigen, Aussitzen, hoffen, man kann so weiterwursteln.

    Die sogenannten Konservativen lassen sich immer nur treiben. Ob von der nunmehr LINKEN oder von den Koraniten. Eigene Werte, die man verteidigen könnte, gibt es da schon lange nicht mehr. Es geht nur um Macht, um Posten und darum, die möglichst lange behaglich zu besetzen und nach ihnen die Sintflut. Deswegen findet auch gar keine Diskussion um die vorzüge des Kapitalismus statt und würde man jemanden von der CDU fragen, wüßte er wahrscheinlich nicht mal welche, da die letzten gerade abgeschafft werden.

    Nein, die SED hat den Westen nicht erobert. Er wurde ihr geschenkt.

  28. Haiduk meint:

    Zugleich wird in der ganzen Republik immer wieder darüber gestritten, ob die DDR ein «Unrechtsstaat» war. Sie sei weder ein «Rechtsstaat» noch ein «Unrechtsstaat» gewesen, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der postkommunistischen Linken im Bundestag, Bodo Ramelow, noch im Februar 2009. Der Begriff «Unrechtsstaat» verletze das Empfinden der Ostdeutschen. «Sechzehn Millionen ehemaligen DDR-Bürgern heute zu sagen, sie hätten in einem Unrechtsstaat gelebt, heisst, diesen Menschen ihre Erinnerung umzudeuten.»

    Dann einigen wir uns halt darauf, daß die DDR ein Ideologiestaat war, den die Sowjetunion als Besatzungsmacht geschaffen hatte. Und ebenso, daß die BRD ein von Besatzungsmächten geschaffener Ideologiestaat war und ist, der lange Zeit wie ein Rechtsstaat erschien. So sind alle zufrieden, weil alles relativiert ist und den historischen Tatsachen entspricht.

  29. Karl Eduard meint:

    Sie war aber nun mal ein Unrechtsstaat, dennoch verletzt das die Leute, die ihr ganzes Leben darin normal gelebt und gearbeitet haben und nicht das mitbekommen haben, was die erlebten, die als Feinde des Sozialismus eingesperrt oder drangsaliert wurden.

  30. Mona meint:

    Der Artikel spricht mir aus dem Herzen, die Linken im Westen haben sich mit dem Kommunistennetzwerk des Ostens verbrüdert und uns ideologisch in den Sozialismus fahren lassen, antifaschistisch ist schick geworden, Autos brennen, weil einige nicht gleich arm sind, die Polizei und Politik sehen weg, es gibt kein Geld gegen Linksextrem, die gewendete Linke paktiert mit den Altparteien, Gysi fläzt sich im Fernsehen.
    Die Blockparteien sind bequem, weil man, egal, wer gewählt ist, IMMER versorgt und an der Macht bleibt.
    Ideelle Ziele hat niemand mehr, Gleichheit statt Freiheit, Pflicht und Verbot, statt Eigeninitiative und Selbstverantwortung.

    Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf, Honny, wie wahr!!!

  31. mücke meint:

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie es gelingt, die Diskussion auf der Straße in die emotionale Unwichtigkeit zu halten. Ein Erwachen gibt es dann im Polizeistaat EU. Dort fragt man sich dann ganz erstaunt: wie war es möglich, das wir abgehört, ausgespitzelt, überwacht und kontrolliert werden; besser als es die STASI jemals gekonnt hätte? Wo sind die Bürgerrechtler der DDR geblieben? Angepasst und fettgefressen im Westen angekommen und eingerichtet! Kein Wort von dem himmelschreienden Ausverkauf, der von der “Treuhand” durchgeführt wurde. Als Schlußrechnung stehen immerhin ca. 800.000.000,- DM als VERLUST. Das ist eine Zahl der Treuhand! Diese gigantische Umverteilung in wenige Privathände bezahlen ALLE Steuerzahler in Deutschland. Selbst Schily hat den Untersuchungsausschuß als Farce bezeichnet. Wie die blühenden Landschaften heute aussehen, kann sich jeder anschauen. Aus einem solchen Start kann nix werden.
    Das erklärt trotzdem nicht den derzeitigen Niedergang. Darüber sollten sich die Möchtegern-Intelektuellen Gedanken machen. Denn das die sozialen Spannungen, die sich demnächst auf den Straßen entladen werden, ihren Ursprung im wirtschaftlichen Niedergang, in Zukunftsangst, in Existenzangst haben, ist wohl unbestritten. Da braucht es dann einen starken Polizeistaat. Themen wie Freihandel, Globalisierung, EU-Zentralregierung, nationale Identität als Kultur und als Staat, Geldsystem, Zinssystem und so fort, die dürfen auf keinen Fall besprochen werden! Mit Ossi gegen Wessi ist der Urnenpöbel bestens bedient und abgelenkt. Gute Nacht Deutschland.

  32. heidi meint:

    Apropos Faschismustest:

    Hahahahahahah!!
    Wie geil ist das denn, jede FR-LeserIn weiß doch sofort, was die korrekt antifaschistischen Antworten sind.

    Trotzdem sehr aufschlussreich, denn so funktioniert soziale Kontrolle in diesem Milieu: Getreu dem Mao-Wort ‘Bestrafe einen, erziehe tausend’ ist, wer von bestimmten gedanklichen Vorgaben abweicht, gesellschaftlich erledigt. Dazu reicht bereits ein Lob der Mutterrolle. Siehe Eva Herman.

    Gerade die Tatsache, dass niemand der FR-LeserInnen im ‘Faschismustest’ abweicht, muss doch gerade stutzig machen: Im Gleichschritt antifaschistisch oder wie?

    Das Auswendiglernen, Verinnerlichen und Nachplappern eines nonkonformistischen Wertekanons ist eben einfach nur der neue Konformismus.

  33. neuer meint:

    Broder und Biller sagen oft das Richtige, vor allem gegen verlogene Ossis und Pseudolinke bei GRÜN-PDS-SPD, aber ihr antideutscher jüdischer Reflex kommt immer wieder durch.

    Daß die alte BRD antinational war, finden (auch nichtbraune) deutsche Patrioten weder gut noch so stringent,wie Biller es haben wollte.

    Und bezüglich Mügeln und Ähnlichem hetzt doch Broder antideutsch (mit der Keule der Ausländerfeindlichkeit) im Interesse unerwünschter Migranten, wo er ja als gebürtiger Pole (wie Friedman, Reich-Ranicki, Bubis, Salomon Korn, Brumlik, Schikora) selbst einer ist (und das noch “im Land der Täter”) und somit daran interessiert, die Deutschen politisch kampfunfähig zu halten durch Schuldeinflößung. Und dann macht er sich häufig lustig über die Auschwitz-Servilität der Deutschen (”Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen!”), sehr wohl wissend, wie es jedem Deutschen ergeht (dem Verfasser auch schon mal), der von dieser Servilität abfallen möchte.

    Und die gewiß oft passenden Polemiken gegen Islamismus und islamische Mißachter hiesiger westlicher Werte bei Broder korrespondieren mit seinen Aussagen, daß er (als Agent des USzionistischen Westimperialismus) den Beitritt der Türkei zur EU und (aus jüdischer Minderheitensicht und -solidarität) den Moscheenbau als Recht zur Religionsausübung hier begrüße.

  34. neuer meint:

    Es sind nicht an allem bloß schuld böse 68er und neuerdings PDS-Ossis und westdeutsche Rot-Menschen, sondern der deutsche Wähler der BRD-DDR läßt das alles zu, vor allem seit 1998.

    Das ist der Mittelpunkt, denn diese Minderheiten wären nichts ohne den Wähler, abgesehen von den auswärtigen Richtlinien,die Deutschlands führende Politiker zu befolgen haben.

    Kohl hat es nie öffentlich zugeben (und lieber still die Watschen und Wahlniederlagen dafür hingenommen), wozu er in den Wiedervereinigungsverhandlungen 1990 gezwungen wurde (z.B. EURO und Ausverkauf der DDR an Ausländer zu Spottpreisen), nur einmal hat er was gefaselt, das sei eine Frage von Krieg oder Frieden.

  35. neuer meint:

    RE: Karl-Eduard

    Mag sein, daß von Seiten des Westens 1990f. einige Fehler gemacht wurden, aber das entschuldigt in nichts die Wahl und Politik einer PDS, die keine Probleme löst, sondern nur pflegt und aufbauscht, die zudem schamlos Stasileute aufstellt und antideutsch ist (siehe Bejubelung “einer Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee”) bis zum Geht-nicht-Mehr.

    Bei altermedia schrieb mal ein Diskutant. “Die blödesten aller Wähler sind die der PDS. Sie sind extrem ausländerfeindlich, aber wählen die Ausländerlobby PDS!”

    Zudem zersetzt bis zerstört die PDS-ScheinLINKE wie die GRÜNEN und BolschewistenYpsilanti-SPD die guten alten Werte (wie Bildung, Kultur, Elite, Leistung, Sozialdisziplin), was ja noch in der alten DDR gepflegt wurde.

    Und da kann mir kein ach so alleingelassener Ossi erzählen, von all dem, was die PDS an Negativem macht und darstellt (wie drogennahe, leistungsferne Jugend-Subkultur von solid-PDS, was in der DDR so nie möglich gewesen wäre) bekäme er nichts mit.

    Und was soll die Jammerei, wo niemand -entgegen den Lügen der PDS-Hetzer- den Ossis ihre Biografie madig gemacht hat und laut einem DDR-Insider der heutige Lebensstandard nach Hartz-IV höher ist als der durchschnittliche in der DDR, wo im Ossilande auch überall gute bis teure Autos gefahren und Reisen in die ganze Welt gemacht werden!!

    Warum wird immer nur das seit 1990 Negative beklagt, warum wird nicht auch das viele Positive gesehen und gelobt???! Selten hat es in Deutschland mal eine derartige Undankbarkeit und freche Anspruchsmentalität gegeben. Was war denn 1945f., konnten da die Deutschen auch auf Jammerei-Selbstmitleid, Zukurzgekommen-Alleingelassen und Traumatisiert machen??!

    Nein, wie bei einem verwöhnten unartigen faulen Kind hat man sich ans leistungslose Nehmen = Parasitentum am rettenden Westreichtum gewöhnt und setzt das frech fort, weil die Westpolitiker aus Angst vor Wahlniederlagen (wie durch die Ossi-Sperrminorität schon 1998) den Mund halten.

    Hätten wir nun à la PDS eine Wessilobby-Regionalpartei, wäre dieser Spuk bald beendet, und bei Verschärfung der Krise sollten sich die reicheren Bundesländer (Bay, Hes, BaWü) endlich vom Länderfinanzausgleich

    (ohne den die großmäuligen Bolschewiken und Antipatrioten wie Ringsdorff-SPD, Holter-PDS, Matschies, Ramelow usw. gar nichts könnten)

    oder ganz von der DDR2 gewordenen BRD (etwa in einem leistungsfähigen Südstaat mit Tendenz zur Vereinigung mit Österreich) lossagen, denn wenn die Ossis weiter gerne mental und real DDR spielen wollen, so sollen sie das dann gefäligst auch auf eigene Kosten tun oder hungern, vielleicht werden sie dann vernünftig.

    Hätten die Wessis 1990 gewußt, was sie von den Ossis bis heute bekommen würden mental und politisch, wären sie in Mehrheit gegen die Wiedervereinigung gewesen. Grundlage der letzteren (welche dem Durchschnittswessi finanzielle Einbußen brachte wie durch die ebenfalls tabuisierten Migrantentürkenmoslem-Kosten) war die nationale Solidarität in einem ungeschriebenen patriotischen Staatsvertrag, den die Ossis mit der Wahl von PDS und solchen fiesen SPD-Gestalten wie R.Hoepner, Matschies, Thierse usw. gebrochen haben.

  36. tape meint:

    ##Kohl hat es nie öffentlich zugeben (und lieber still die Watschen und Wahlniederlagen dafür hingenommen), wozu er in den Wiedervereinigungsverhandlungen 1990 gezwungen wurde (z.B. EURO und Ausverkauf der DDR an Ausländer zu Spottpreisen),…##

    http://www.bibelforum.eu/forum/viewtopic,p,24510.html#24510

    und dort das verlinkte youtube-Video.

    Grüße
    tape

  37. der bayer meint:

    Was Herr Broder vergißt, ist, dass die (unselige) Wiedervereinigung von 1989 eine Folge des wirtschaftlichen Bankrotts der DDR war, weil Sozialismus auf lange Sicht eben immer zum Bankrott führt. Ja, liebe Sozialismusgläubige, sowas wollt ihr nicht hören. Auch der Onkel Steinmeier und die Tante Merkel verteilen lieber Wohltaten finanziert von der Steuerzahlern, solang sie es können, statt euch die Wahrheit zu sagen.

    Die BRD heute ist noch auf dem Weg in diesen Bankrott, und zwar mit zunehmender Geschwindigkeit, siehe zunehmende Staatsverschuldung, Bankenrettung, “Rettung” nicht lebensfähiger Unternehmen wie Opel mit Steuergeldern, usw. Vielleicht geht das noch ein paar Jahre, aber irgendwann ist Schluss mit dem ewigen Leben auf Pump.
    Offensichtlich interessiert dies den größten Teil des Volkes nicht, solange der Umverteilungsstaat noch irgendwie funktionert. Und weil sie nicht kapieren, dass sie selber ihn finanzieren.
    Interessant (und für viele richtig unangenehm) wird es an dem Tag in der Zukunft, wenn auch die DDR 2.0 bankrott sein wird - und dieser Tag wird kommen.
    Ich bin sehr gespannt, was dann passiert.
    Einen weiteren reichen Verwandten, der uns aus der Patsche hilft, haben wir Deutsche nicht.

    Vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder und die Ossis spalten sich wieder ab.
    Das wäre besser für beide Seiten. Viel Freude im Sozialismus.

  38. Roland meint:

    @Karl-Eduard
    Be(ein)dru(e)ckender Beitrag.

  39. Baldur meint:

    Ach hört doch auf gegen die “LINKE” zu hetzen. Wer oder welche Partei hilft im Moment den normalen Bürgern ( der Mittel u Unterschicht).
    Welche andere Partei soll man wählen - die CDU/CSU - FDP die am liebsten nochmal soviele Milliarden an das Finazcasino / BANKen ausschütten würden.
    Die SPD die gerade versucht der CDU den Rang als Kapitalismuspartei abzulaufen.
    Die Grünen von denen nicht viel mehr als große Sprüche übriggeblieben sind.
    Oder gar die absolut enthemmte FDP die am liebsten noch mit Knüppeln auf die normal Bürger einschlagen würde um an den letzten Cent zu kommen, denn sie dann von unten nach oben an ihre Wähler die Reichen und Freiberufler verteilen würde.
    Dann ist es es auch schon zu Ende mit den wählbaren Parteien (evtl. noch ein bisschen PIRATEN oder ÖDP - die aber beide keine Chance haben) also bleibt im Moment für den normalen Bürger nur die LINKE . Und ich sage mich absicht im MOMENT - die Zeit wird zeigen wie sie sich entwickeln.
    Auf duckhome de unter Wirtschschaftskrise und Bundestagswahl - gibt es dazu auch einen interessanten Beitrag.
    Im Moment hat meiner Meinung nach nur die LINKE das Zeug der Stachel im Fleisch der Kapitalisten und Lobyisten zu sein.
    Mfg

    kewil sagt: Geh lieber wieder in dein Entenheim, mit Bolschewisten haben wir nix am Hut!

  40. pepe meint:

    Sehr guter Beitrag von Karl-Eduard. Der Skandal mit der Treuhand wird heute gern vergessen. Man muss auch erwaehnen wie DDR und BRD von den Besatzungsmaechten behandelt wurden. DDR hat Reperationen gezaehlt. Die Russen sind gekommen und haben ganze Betriebe mitgenommen. Die Amis dagegen haben den Quatsch mit der Moral noch nie so eng gesehen. Die Forscher hamse direkt nach Amiland geholt, ob Nazi oder nicht. Und als wenige Jahre nach 45 klar wurde, dass Deutschland das Bollwerk gegen den weltweiten Kommunismus wird, da hat man die BRD fleissig mit CARE-Packeten aufgepeppelt. Leider wollten die Buerger damals alle den Sozial-Staat, es hat den Ami-nahen Ludwig Erhart gebraucht um die Saat des Kapitalismus in Form der Sozialen Marktwirtschaft zu saehen.

    Von diesen gern vergessenen Tatsachen abgesehen: Ich finde es bemerkenswert, wie konsequent die Leute der Meinungsmache der Medien folgen. Dabei ist die anti-kommunistische Indoktination bei den Wessis doch schon so lange her. ‘Baldur’ hat es gut zusammengefasst, die anderen Parteien sind fuer jeden gesamtwirtschaftlich denkenden Menschen schlichtweg unwaehlbar. Die Linke ist die einzige relevante Partei, die dem Buerger heute noch die Hand hinhaelt. Auf Landesebene machen sie inzwischen staendig positiv auf sich aufmerksam, vor allem im Osten, wo sie schon einen gewissen Handlungsspielraum gewonnen haben. Sie stellen die richtigen Fragen und packen Probleme an, die den Buerger interessieren. Und ja, natuerlich gibt es dann auch noch viele “richtige” Linke, die ich mal als Traeumer einstufe. Interessant sind die vielen Aelteren Waehler aus dem Osten. Man muss annehmen dass diese jetzt beide Systeme kennen gelernt haben. Das haben sie dem Wessi voraus. Und sie haben sich entschieden. Nicht fuer Gleichschaltung und autoritaeren Staat, aber doch fuer eine soziale Demokratie.

    Die Traeumer halte ich uebrigens auch nicht fuer ganz falsch. Wann hatten wir das letzte Mal eine Regierung im Lande, die nicht nur auf die akute Lage reagiert hat sondern das Volk auch mit einem langfristigen Ziel motiviert hat? Stattdessen haben wir Kanzler und Minister bei denen man sich jede Woche aus einem neuen Grund an den Kopf fassen muss..

  41. Ossi-Wessi meint:

    Über Broder und seine schreiberischen Qualitäten oder Motivationen braucht man nichts mehr zu sagen. (gebt mal “Broder” und “Kritik” in eine Suchmaschiene ein)

    Zitat aus dem Artikel:
    “.. dass der Anstoss zur Wiedervereinigung vom Osten und nicht vom Westen ausging, dass sie es waren, die für die deutsche Einheit auf die Strasse gingen und dabei riefen: «Helmut [Kohl], nimm uns an die Hand, zeig uns den Weg ins Wirtschaftswunderland!”

    Dieses ist meines Erachtens sachlich falsch. Der Anstoss zur Widervereinigung kam, wie auch von anderen hier bereits erwähnt, nicht aus dem Osten.
    Von den Ossis kam wohl der Anstoss zur Veränderung des DDR-Systems. Dafür wurde damals auf die Straße gegangen. Kurz danach wurde massiv Einfluss genommen.

    Zwei Denkanstöße zum Thema:
    - warum erst “Wir sind das Volk” und dann “Wir sind ein Volk”
    - warum Runder Tisch, Neues Forum und Bürgerrechtler und dann Demokratische Aufbruch (mit Merkel) bzw. die vorvereinigte CDU (mein Koffer-Ehrenwort)

    Das die Vereinigung aus politischer und wirtschaftlicher Sicht unabdingbar war,
    ist ja auch schon aufgeführt wurden (natürlich nicht von Broder).

    Ich finde die Kommentatoren (inklusive ich selber) sollten mehr Kraft auf die Meinungsbildung bei den wirklichen und aktuellen Problemen aufwenden.

    Grüße

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