Bassam Tibi: In Deutschland werde ich wie Dreck behandelt!
21.10.2009“Ich weiß nicht, was in den letzten fünf Jahren passiert ist, aber in Deutschland bin ich ausgelöscht. Ich werde wie Dreck behandelt”, schimpft er. Den Feuilletons wirft Tibi vor, seine Bücher zu missachten, der Politik, ihn zu meiden. Vor drei Jahren kommentierte der Präsident der Göttinger Universität die Abwicklung des - von Tibi eigens gegründeten - Fachbereichs der “Islamologie” mit den Worten: “Schwachstellen müssen ausgemerzt werden.”Auch deshalb kündigte Tibi später im “Tagesspiegel” seine Auswanderung in die USA an: “Wenn nach vierzig Jahren des Schaffens an einem modernen Islam meine Bücher als semiwissenschaftlich tituliert werden, die Kanzlerin mich von ihrem Integrationsgipfel ausschließt und der Innenminister einen verhunzten deutschen Islam dem europäischen Islam vorzieht, dann frage ich mich, was ich hier noch soll.”
Ein zweiteiliger SPIEGEL-Bericht über einen deutschen Islamwissenschaftler, der aus Syrien zu uns kam und immer glaubwürdig für einen gemäßigten Euro-Islam eingetreten ist.



21.10.2009 um 10:48
Beachtenswerter Mann aber hier drin “forderte eine “Europäisierung des Islam statt einer Islamisierung Europas” liegt sein Fehler meiner Meinung nach.
Eine europäisierung des Islams ist nicht möglich. Ein gemäßigter Islam ist kein Islam mehr und ein gemäßigter Mohammedander ist kein Mohammedaner mehr!
Das die Medien und Politiker ihn unter Druck der hier akiven Islamlobby aber meiden, zeigt natürlich in welchem Statium wir hier bereits sind.
Seine Thesen sind nähmlich indirekte Islamkritik und das ist hier ja Autobahn!
21.10.2009 um 10:50
Das mit der Staatsbürgerschaft und Syriens “freundlichen” Reaktion ist schon ein starkes Stück. Wenn die Ditib oder die Saudis nicht wollen das so einer dabei ist dann kuschen Schäuble Merkel und Co. Das wäre ja auch ein Integrationserfolg (sogar in den frühen 70ern wo es noch keine Integrationsindustrie gab)
Es wird doch schön aufgezeigt, warum er seine gerechte Strafe durch das Feuillton und die Linken bekommt:
und der Spiegel schiebt ihn auch in die “rechte” Ecke:
Wie kann er es wagen!
Aber die Thesen sind stark und aktueller denn je. Vielleicht werde ich mir mal ein Buch von ihm in der Bibliothek besorgen - falls es noch nicht “verbrannt” wurde.
21.10.2009 um 10:54
“…ein deutscher Islamwissenschaftler…”
Anläßlich der Römerberggespräche ind Ffm (ich denke es war 2002) diskutierten Tibi und Scholl-Latour. Tibi beschimpfte erst einmal pauschal
d i e Deutschen, ob ihrer kritischen Haltung zu 9/11. Er habe sich geschämt. Dann wörtlich ” ich als Ausländer darf das sagen..”
Was nun: Deutscher oder Ausländer ?
21.10.2009 um 11:18
Es gibt keinen “gemässigten” oder “europäischen” Islam. Das sind Träume!
Das hat der grosse Lider Erdogan Bey erst neulich sehr klar ausgedrückt.
Denn, sagte er, ein reformierter oder gemässigter Islamist gar kein Islam (mehr).
Und der Bey hat recht!
21.10.2009 um 11:34
Bassam Tibi hat sich schon in einem in 1994 im Piper-Verlag erschienen Buch (Im Schatten Allahs (Der Islam und die Menschenrechte) recht deutlich zum Islam geäußert. Auszug:
“Ein Hindernis für die Anerkennung der Menschenrechte bildet der islamische
Glauben an die Überlegenheit über Nichtmuslime, der ein zentraler Bestandteil
der islamischen Offenbarung ist. Im Rahmen dieses Überlegenheitsanspruchs
wird die Menschheit in 1) Muslime, 2) Dhimmi (d.h. Schutzbefohlene/Juden und
Christen) und 3) Ungläubige (alle anderen) unterteilt: Es können nur die
Dhimmi (also Juden und Christen) unter dem Banner des Islam toleriert
werden, wenn auch nur als Schutzbefohlene, d.h. als Menschen zweiten Ranges.
Frauen werden dabei der Kategorie 2 zugeordnet. Die Existenz der dritten
Gruppe wird von den Muslimen nicht anerkannt, weil für den Islam nur
Monotheisten tolerabel sind. Diejenigen Muslime, die diese vorherrschende
islamische Scharia-Sicht nicht teilen, riskieren, als Apostaten (einer, der
offen gegen die Anwendung der Scharia eintritt) verfolgt und getötet zu
werden.
Die fehlende Gleichstellung von Nicht-Muslimen und Muslimen, sei es als
Ungläubige oder Schutzbefohlene, sowie die Einschränkung der Rechte und
Freiheiten der Frauen gegenüber dem Mann sind mit den allgemeinen
internationalen Menschenrechtsstandards in höchstem Maß unvereinbar. In der
Scharia gilt Toleranz nur gegenüber Ahl al-Kitab (Leute der heiligen Schrift,
also Juden und Christen), die jedoch nur Schutzbefohlene/Dhimmis sind.
Gegenüber anderen gibt es keine Toleranz.”
Es versteht sich von selbst, daß ein Muslim, der die Wahrheit über den Islam sagt und nicht in die Multikulti-Euphorie einstimmt, in Deutschland nicht gern gesehen ist.
21.10.2009 um 11:43
“Proteste bei US-Auftritt von Rechtspopulist Wilders
Niederländischer Politiker musste Auftritt an Universität vorzeitig beenden
Philadelphia - Ein Auftritt des islamkritischen Politikers Geert Wilders in den USA ist nach Protesten von Studenten vorzeitig beendet worden. Der niederländische Abgeordnete wurde während seiner Rede am Dienstagabend an der Temple University in Philadelphia immer wieder ausgebuht. Während einer anschließenden Fragerunde spitzte sich die Situation zu, so dass Wilders unter lauten Rufen mehrerer hundert Studenten schließlich aus dem Saal geführt wurde.
In seiner Rede nannte er den Koran “ein böses Buch”, das Gewalt und Intoleranz fördere. Eingeladen wurde Wilders von der Studentenorganisation Purpose mit Unterstützung des kalifornischen David Horowitz Freedom Centers. (APA/AP)”
http://derstandard.at/fs/1254312003059/Proteste-bei-US-Auftritt-von-Rechtspopulist-Wilders
Gefunden bei gesamtrechts:
“Realitätsverweigerung: Studentischer Mob buht Wilders aus
Die Wahrheit tut eben weh und sie auszusprechen ist auch heute noch ein waghalsiges Unterfangen. Vor allem dann, wenn diese Wahrheit den Herrschenden ein Dorn im Auge ist und die Fußtruppen der Polit-Methusalems nicht selbständig denken können.
Geert Wilders, Anführer der holländischen, islam- und EU-kritischen Freiheitspartei, welche gute Chancen auf den Sieg bei den Wahlen im nächsten Jahr hat, reist zur Zeit durch die Welt um aufzuklären. Denn noch immer wissen viel zu viele Menschen nichts oder zu wenig über den Islam und den Koran. Doch es gibt auch eine gewisse Minderheit (und ja, es ist eine Minderheit!), die sich ihr Weltbild vom guten Moslem, den jeder nur falsch versteht und an dessen Benehmen wahlweise “Die Gesellschaft”, “Die Politik”, “Die Rechten” oder einfach “Die Einheimischen” schuld sind. So kam es auch, dass Wilders während einer Rede und Diskussionsveranstaltung in der Temple University in Philadelphia, wo er auf Einladung der Studentenorganisation Purpose mit Unterstützung des kalifornischen David Horowitz Freedom Centers redete, unter Schutz die Veranstaltung verlassen musste, da die Gegenseite statt Argumenten – wie üblich – nur Gewalt und schlechtes Benehmen zu bieten hatte.
Wilders sollte sich seine Veranstaltungen besser auswählen. Philadelphia ist nämlich eine total durchrasste und durchmischte Stadt, in welcher 83% Barack Obama gewählt haben. ”
http://gesamtrechts.wordpress.com/2009/10/21/realitatsverweigerung-studentischer-mob-buht-wilders-aus/
21.10.2009 um 11:44
Man möge mir erlauben, noch einen weiteren Absatz aus oben genanntem Buch zu zitieren, und zwar den, in dem Tibi auf den “Euro-Islam” eingeht. Der Text spricht für sich selbst. Bassam Tibi ist hier der Rufer in der Wüste, aber nur wenige hören den Ruf, und die, welche ihn hören, sollen ebenfalls in die Wüste verbannt werden - oder als braune Soße in der Toilette weggespült werden, wenn es nach dem jetzt Alt-Oberbürgermeister Schramma in Köln geht (Schramma hat gestern die Rathausschlüssel an seinen Amtsnachfolger übergeben - aber: Etwas Besseres kommt nicht nach).
Nun aber das Zitat von Bassam Tibi: „Wenn die Muslime nicht in einem europäischen Ghetto leben, sondern integrierter Bestandteil Europas werden wollen, müssen sie ihre kulturellen Vorstellungen und ihre Weltsicht mit denen der Moderne versöhnen. Die Antwort auf diese Herausforderung an die Muslime könnte sein: Euro-Islam. Die Muslime können im freiheitlichen Europa ungehindert ihre Religion ausüben, Moscheen errichten und einen aufgeschlossenen demokratischen Euro-Islam entfalten, der unter den Bedingungen unseres Zeitalters mit der Moderne vereinbar ist.
Im öffentlichen Leben Europas in unserem Zeitalter gilt religiöse Toleranz heute nicht mehr nach dem islamischen Vorbild des Mittelalters als Duldung der Christen und Juden in ihrer Eigenschaft als ‘Dhimmi/Schutzbefohlene’. Das müssen Muslime aus vollem Herzen respektieren, wenn sie europäische Bürger werden wollen.
Man muss offen eingestehen, dass viele Muslime unter den Migranten diese Vorstellung vom Euro-Islam nicht akzeptieren; man muss sie darüber aufklären, dass die Alternative hierzu das islamische Ghetto ist. Im Ghetto laufen sie Gefahr, Fundamentalisten in die Hände zu fallen; Fundamentalisten fügen der Religion des Islam durch ihre Ideologisierung Schaden zu und treiben einen Keil zwischen die Welt des Islam und Europa, der die Integration der Muslime unmöglich macht.
Es ist tödlich für die Demokratie in Europa, wenn - gewollt oder ungewollt - die Tendenz zum Ghetto-Islam gefördert wird und wenn Zugeständnisse gegenüber vormodernen Kulturen unter der Maske der Fremdenliebe und im Rahmen der kulturellen Kollektive eingeräumt werden. Die meisten Zuwanderer aus dem Mittelmeerraum sind Angehörige vormoderner Kulturen,so dass ein Konflikt zwischen den modernen und vormodernen Normen, Werten und Weltsichten entsteht, der die Bewältigung des in der Tat bestehenden Fremdenhasses erschwert. Undemokratische Sitten und Gebräuche vormoderner Kulturen in einer demokratischen Gesellschaft zuzulassen wäre nicht nur eine Unterhöhlung der Demokratie, sondern auch falsch verstandene Toleranz. Toleranz kann demokratisch nur auf der Basis einer Werteübereinstimmung praktiziert werden. Toleranz als Einbahnstrasse, ohne entsprechende Toleranz auch von der anderen Seite, ist ein seiner Substanz entleertes Prinzip.
Beides, der Dialog mit dem liberalen und demokratischen Islam und die Aufklärung über den totalitären Charakter des islamischen Fundamentalismus - in Deutschland im besonderen und in Europa im allgemeinen - ist Bestandteil der Problembewältigung.”
21.10.2009 um 12:20
“Auch deshalb kündigte Tibi später im “Tagesspiegel” seine Auswanderung in die USA an:”
Was für eine Drohung! Oh!
Komisch ist, dass er seine Auswanderung in ein anderes nicht-muslimisches Land “androht”. Komisch, dass kein Musli in einem Musli-Land wohnen will. Seine Bücher werden wohl auch in einem islamischen Land keine Bestseller werden.
21.10.2009 um 12:28
Islam ist Islam, ob gemäßigt oder nicht, dem Tibi rate ich ganz lieb, wieder heimzugehen nach Syrien, was will er in den USA?
21.10.2009 um 12:32
Nachtrag: Welches Land braucht Islamwissenschaftler?
21.10.2009 um 12:39
@ Mona
die Frage ist allgemeiner zu stellen. Wie kann man Religions”wissenschaft” begründen? Wie viele Doktorarbeiten sollen noch über die Bibel geschrieben werden. Wo liegt die Wissenschaft??? Allerhöchsten als untergebiet der Soziologie kann man Religion wissenschaftlich untersuchen. Dabei aber nicht Religion als Subjekt der Untersuchung zu machen sonden religösität.
21.10.2009 um 12:40
Johnny Bombenhagel und Mona können einem mit ihren Einstellungen echt leid tun. Habt ihr überhaupt mal gelesen was er da schreibt (siehe Leserin), bevor ihr euren pauschalen Hass losgelassen habt? Solche Leute wie Tibi brauchen wir dringend, am besten noch viel mehr!
21.10.2009 um 12:54
Aus dem ganzen Artikel stinkt die PRO ISLAM Haltung der Spargeldeppen heraus.
Wehe dem, der sich mit den Edelwilden und Ersatzindianern kritisch auseinandersetzt.
21.10.2009 um 13:24
Liebe Webseiten-Besucher,
mit der Neugestaltung meiner Homepage möchte ich die Mitteilung verbinden, dass ich seit dem 1. Oktober 2009 Emeritus bin. Zuvor wirkte ich in den Jahren 1973 bis 2009 als Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen. Darüber hinaus habe ich mich entschlossen in Deutschland zu bleiben, also nicht wie bisher geplant, in die USA auszuwandern.
Mit Gruß und Kuss
euer Bassam
http://www.bassamtibi.de/
21.10.2009 um 13:24
Ich hab mal einen Vortrag von dem gehört, da hat er sich ähnlich geäußert. Ich finde den wirklich in Ordnung und wir bräuchten mehr davon. Die wissenschaftliche Qualität seines Werks kann ich nicht beurteilen. Ob er aber Recht hat, wenn er sagt,
“Ich weiß nicht, was in den letzten fünf Jahren passiert ist, aber in Deutschland bin ich ausgelöscht. Ich werde wie Dreck behandelt”, schimpft er. Den Feuilletons wirft Tibi vor, seine Bücher zu missachten, der Politik, ihn zu meiden.”
würde ich bezweifeln. Es gibt nunmal viele, die Bücher zu diesem Thema schreiben, wenn er nicht mehr so wahrgenommen wird, kann das auch andere Gründe haben als Intrigen oä. Davon abgesehen könnte er Deutschland auch etwas dankbarer sein und sich nicht so bemitleiden. Möglicherweise hätte er in den USA eine noch größere Karriere gemacht, aber eine Professur an einer guten Uni und große Medienpräsenz sind auch nicht gerade die Hölle auf Erden. Wer weiß, was ihn in Syrien erwartet hätte, er sagte damals, im Falle einer Einreise würde er direkt am Flughafen vom Geheimdienst verhaftet werden.
21.10.2009 um 13:54
Der Eurosislam ist eine überflüssige Kopfgeburt. Der Islam enthält nichts, das erhaltenswert wäre. Will Tibi eine neue Religion gründen?
Es gibt genug harmlose Religionen, der sich bisherige Muslime zuwenden können. Über bizzare Vorschriften hinaus hat der Islam weder spirituellen noch theologischen Gehalt.
21.10.2009 um 14:20
Bassam Tibi ist von einigen Ausfällen abgesehen einfach OK. Aber selbst er kann - wie alle anderen männlichen Moslems - nicht vom Islam lassen, da kann man sehen wie unglaublich tief sich der Islam reinbrennt.
Hier darf gerne auch mit dem Nationalsozialismus verglichen werden, war der - wie sein Bruder, der Kommunismus - nicht intellektuell wesentlich anspruchsvoller?
Waren die RAF-Terroristen vgl. mit dem, was jetzt rumläuft, nicht Ehrenleute?
21.10.2009 um 14:23
@Bucaro
Wir brauchen noch mehr davon, ja wieviel denn noch? Der willhier genauso den Islam verbreiten wie die Hassprediger in den Moscheen, er kommt nur mit einem harmlosen Gewand daher. Der Islam bringt die Scharia mit, er kommt nie allein.
21.10.2009 um 14:46
Die Idee ist brilliant. Ein Euro-Islam, der verträglich ist mit den Segnungen der Aufklärung. Aber das wäre ein Schisma … von einem Nicht-Kleriker ausgehend. Da frage ich: Bassam, wo ist dein Fußvolk?
Aber die Nicht-Berücksichtigung bei der Islam-Konferenz und die Auflösung seiner Professur spricht Bände. Niemand will den Euro-Islam. Radikal-Islam oder gar nicht. Ein zweites Christentum braucht doch niemand. Das haben wir in allen Facetten von katholisch-pilgernd-zölibatär bis evangelisch-freitagsgibtsfleisch-unverheiratetzusammenlebend.
21.10.2009 um 15:16
Was ein schwerer handwerklicher Fehler war.
Eine Islamkonferenz ohne dem einzigen moslemischen Intellektuellen in D.
21.10.2009 um 16:41
“Johnny Bombenhagel und Mona können einem mit ihren Einstellungen echt leid tun. Habt ihr überhaupt mal gelesen was er da schreibt (siehe Leserin), bevor ihr euren pauschalen Hass losgelassen habt? Solche Leute wie Tibi brauchen wir dringend, am besten noch viel mehr!”
Ja, ich tue dir zurecht leid, in der Realität leben ist manchmal mühsam.
Weisst du, all die Typen mit ihrem “Euro-Islam”, “gemässigtem Islam”, “feministischen Islam” dienen nur den Gutmenschen als Vorwand, dass Islam eigentlich toll sein, man müsse “nur” ein paar Reformen durchführen. Dabei vertuschen sie, dass 99.9% der Moslems nicht im Traum an eine Reform denken. Reform-Resistenz ist systemimmanent im Islam
21.10.2009 um 16:42
Stimme debil und stolz darauf zu
Diesen Mann halte ich für gefährlich, weil er der Illusion eines gemäßigten Euro-Islams Nahrung gibt. Wenn die Musels einen gemäßigten Islam schaffen wollen, wozu sich diese Lehre gar nicht eignet, sollen sie es in ihren Herkunftsländern versuchen. Europa sollte sich für solche Experimente, deren Scheitern voraussehbar ist, nicht hergeben. Tibi bleib in Amerika, Du schadest uns nur!
21.10.2009 um 17:04
Es gilt, bei uns den Bestand an Moslems “auszudünnen”, so wie Turnschuhminister Fischer den Bestand an Deutschen “ausdünnen” wollte. Die Rückkehrer können den “Euroislam” dann in der Türkei oder anderswo praktizieren und Herrn Erdogan zur Nachahmung weiterempfehlen…
21.10.2009 um 17:14
den “gemäßigten Euroislam” gibts nur als Tarnkappe für alle die glauben wollen oder einfach nicht informiert sind. Die islamische Ideologie ist das Werk des Satans, da hilft nur Wachsamkeit und konsequentes Handeln. Für Moslems ist in Europa kein Platz.
21.10.2009 um 17:20
Hier sind wieder alle naivlinge versammelt.
Der islam ist da und geht nie mehr wieder. Lieber einen bassam Tibi als einen Wolfgng Schäuble!
21.10.2009 um 21:00
Ich fand den Herrn Prof. Dr. Tibi auch immer ganz glaubwürdig. Bis ich dann zufällig in einer rechtswissenschaftlichen Fachbibliothek eine exotische Fachzeitschrift mit dem Namen “Kritische Justiz” und einem roten Einband aus reiner Neugier herausgegriffen habe. Ein Exemplar aus dem Jahr 1973, als die 68er noch richtig radikal waren. Und erwartungsgemäßg war diese Zeitschrift voller Hardcore-Marxismus. Naja, und da fand sich eben auch ein Artikel von Herrn Tibi, in dem jener behauptete, im europäischen Westen bestünden die Menschenrechte wegen der kapitalistischen Produktionsweise nur in einer “ausgehöhlten Form”. Offenbar kommt Herr Tibi geistig aus dem Marxismus.
21.10.2009 um 21:36
@ Debil & stolz: “Es gibt genug harmlose Religionen, der sich bisherige Muslime zuwenden können.”
Ja, z.B. die des Kleinen Gottes Kukumotz!
21.10.2009 um 22:12
Der Tibi ist ziemlich arrogant (erklärte sich zum Erfinder des Begriffes Leitkultur, obwohl der in Foren schon früher gebraucht wurde, vorkam) und das erklärt wohl auch, daß er in Göttingen Feinde hat.
Einen Lehrstuhl Islamologie brauchen wir hier nicht. Gut, daß das abgeblockt wurde, wenn auch vielleicht aus anderen Motiven.
Und Tibis Gedanke vom Euro-Islam ist vergebene Müh.
Und daß er trotz seiner vielen Mahnungen und kritischen Anmerkungen zum Islam nicht ins Fadenkreuz der Islam-Radikalinskis geriet, verwundert doch.
Daß er als 68er-Adornoschüler und Laizist sich nicht offen und klar vom Islam löst wie andere und sich weiter als Muslim bezeichnet, ist wohl Selbstschutz, nicht als Abtrünniger zu gelten und somit in Gefahr zu geraten. Bei der Clanmentalität der Musels in Arabien könnte auch Schutz seiner syrischen Verwandtschaft ein Motiv sein.
21.10.2009 um 23:06
Bassam Tibi ist kein Islamwissenschaftler, sondern Politologe. In Amerika konnte er nach allem, was man hört, nicht dauerhaft landen, weil sein Englisch zu schlecht ist. Hier hat er sich aufs Jammern verlegt, saß letztes Jahr auch bei einer ARTE-Diskussion und beklagte ausführlich, dass niemand mehr was von ihm wissen wolle. Und der Hinweis auf seine „Damaszener Notablenfamilie“ darf neuerdings auch nie fehlen: „Meine Familie kann ihre Genealogie zurückverfolgen bis Mohammed“ („Spiegel“, 40/06). Er hat sich in Göttingen durch Intrigen nicht nur Freunde gemacht, bei öffentlichen Diskussionen nervt er durch konfuse Weitschweifigkeit.
Auch in einer DLF-Sendung Anfang Mai wirkte Tibi konfus, stotternd, auch da klagte er darüber, dass er in Deutschland keine Rolle mehr spiele, auch da erzählte er wie bei ARTE ausführlich, aus welch bedeutender Familie er stamme, folglich das, was er zu sagen hat, auch „religiös“ von Bedeutung sei. Später sagte er, „dass der Prophet von dort (der Al-Aqsa-Moschee) die Himmelfahrt gemacht hat“, er war gefragt worden, was den Muslimen Jerusalem bedeute. Schade, dachte ich, dass der ebenfalls anwesende Hans-Peter Raddatz nicht angemerkt hat, dass es diese Moschee zu Mohammeds Lebzeiten noch gar nicht gegeben hat, aber das wäre dann wohl zu peinlich gewesen.
In der ARTE-Sendung musste er sich Korrekturen von Seiten einer französischen Muslimin gefallen lassen. Einen Pariser Imam, den er als fortschrittlich-moderat dargestellt hatte, nannte sie einen Islamisten. Tibi ist zumindest eine schillernde Figur.
22.10.2009 um 0:08
Gemäßigt für den Islam ist auch für den Islam. Ob bewußt oder unbewußt.
Dennoch-Tibi ist integer.
Den türkischen und arabischen Talk-Show-Weibern aber mißtraue ich. Ein wenig dagegen, und schon sind wieder zehntausend Zuschauer oder mehr “angefixt”.
“Na, sind ja gar nicht so schlimm…” sagen sie. Und sind auf den Leim gegangen.
Die Strategen im Hintergrund sind zufrieden und zahlen das “Kopfgeld” gerne. Zinker, abgekartet. Gell, Seyran und alle anderen Flintenweiber und -männer….
22.10.2009 um 20:07
Ich sekundiere diejenigen meiner Vorredner, die meinen, daß eine Europäisierung des Islams nicht möglich ist. Und selbst wenn sie möglich wäre, dann hätte man immer noch eine Menge Kulturfremder im Land, die kein Teil dieses Volkes sein wollen und bei denen man nie sicher sein kann, ob nicht sie sich nicht wieder re-orientalisieren (oder ihre nächste Nachwuchsgeneration).
Außerdem geht diese Diskussion am grundsätzlichen Punkt vorbei, daß eine multiethnische Gesellschaft keine Gesellschaft ist, sondern immer nur ein unerfreuliches Nebeneinander von miteinander konkurrierenden Volksgruppen. Der Islam ist nur eine zusätzliche Verschärfung dieser Tatsache.
Auf PI hatte der Leser „Osimandias“ neulich angemerkt, daß es schon seinen Grund hätte, daß dieses Land „Deutschland“ heißt und nicht „Nonislamland“ oder „Internationalien“.
Leider wurde dieser Kommentar recht bald gelöscht; offenbar darf man selbst auf solchen Webseiten nur mehr am Islam herumkritteln, aber nicht die Multikultireligion an sich in Frage stellen.
Eine Leseempfehlung zum Thema Ethnizität:
http://fjordman.wordpress.com/2009/07/04/wahlen-sie-einen-stamm-irgendeinen-stamm/
Und noch etwas zum Thema – ein Zitat von Patrick J. Buchanan:
„In welchem Sinne sind wir denn noch eine Nation und ein Volk? Was ist denn eine Nation, wenn nicht ein Volk mit gemeinsamen Vorfahren, gemeinsamem Glauben, Kultur und Sprache, das zum selben Gott betet, dieselben Helden verehrt, dieselbe Geschichte pflegt, dieselben Feiertage begeht und dieselbe Musik, Dichtkunst, Malerei und Literatur teilt?“
Den ganzen Artikel gibt’s hier:
http://www.vdare.com/buchanan/090910_coming_apart.htm
VDARE ist überhaupt eine sehr empfehlenswerte Seite amerikanischer Nationalkonservativer, wo man außer einer Menge Werke von Pat Buchanan auch die Artikel etlicher anderer guter Autoren lesen kann.
Und nix für ungut, Kewil, aber wenn man meint, es wäre nichts mehr daran zu ändern, daß der Islam hier ist, und man sich damit abfinden und froh sein müsse, wenn man nur einen „Euro-Islam“ kriegt statt der Vollversion, dann muß man sich fragen, ob man den Widerstand nicht überhaupt aufgeben und die letzten Jahre der europäischen Zivilisation genießen soll, solange es noch dauert.
Überfremdung durch „Euro-Moslems“ führt nur etwas langsamer zum Untergang unserer Völker als eine durch Dschihadis. Das Endresultat wäre dasselbe.
Noch weigere ich mich, unsere Sache verloren zu geben.