Zensur in Österreich: Andreas Unterberger
29.10.2009Andreas Unterberger ist ein freundlicher Mensch, der nicht immer freundliche Ansichten vertritt. Man könnte ihn deswegen auch einen Querkopf nennen. Als Chefredaktor der Wiener Zeitung verfasste der Mann ein, wie er es selber nannte, «nicht ganz unpolitisches Tagebuch». Mal lästerte er darin über die staatliche «Fernsehmarktordnung», mal über die «Geldquelle Klimawandel», mal über das leistungsfeindliche Schulsystem in Österreich.In der Summe hat sich Unterberger eine schöne Anzahl Feinde zusammengeschrieben Seit zwei Wochen setzt er dieses Werk auf seiner privaten Homepage fort. Denn der Chefredaktor Unterberger ist nicht mehr. Sein Vertrag wurde aufgelöst – von höchster Stelle: Die Wiener Zeitung gehört dem österreichischen Staat, und laut Gesetz ist es der Bundeskanzler, der über den Posten des Chefredaktors zu bestimmen hat.
Auch dies ein interessanter Artikel in der neuen WELTWOCHE! Sie finden Andreas Unterbergs Blog da, natürlich mit vielen österreichischen Themen! Ich träume immer davon, mit solchen Menschen, die eine unabhängige, unideologische Meinung vertreten, eine freie Zeitung aufzumachen. Ich denke, sie würde florieren. Viele konservative Leser können den linken Einheitsbrei der Qualitätspresse einfach nicht mehr sehen.


29.10.2009 um 8:48
Eine freie Zeitung aufzumachen. Ich denke, sie würde florieren. Viele konservative Leser können den linken Einheitsbrei der Qualitätspresse einfach nicht mehr sehen. Die Welt .de ist auch Empfehlenswert, nicht schlecht gemacht.
http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5012842/Wie-Asterix-und-Obelix-Deutsch-lernten.html
29.10.2009 um 9:07
Der berufslose Studienabbrecher als Kanzler. Dass er seinen Vorgänger als Lachnummer toppen konnte, ist schon eine beachtliche Leistung. An den Wahlen in Österreich sieht man, dass eine guter Teil dieser linken Selbstdarsteller und Bodenküsser überdrüssig geworden ist.
29.10.2009 um 9:43
Medien sind der Schlüssel zur Politik. Da fast alle Journalisten in der BRD Anhänger rotgrüner Weltanschauung sind, kann Politik gar nicht anders gemacht werden, als rotgrünlich. Auch wenn Schwarzgelb regiert. Denn letztlich bestimmen die Medien was der Bürger weiß und was nicht, und noch wichtiger - wie er Information zu interpretieren hat.
Eine Wochenzeitschrift im Format von Spiegel und Focus wäre in der Lage, all die Denk- und Informationstabus in diesem Land aufzubrechen. Die Macht der Linken besteht vor allem aus zweierlei: Ihre politische Aktivität und die Bereitschaft jederzeit mit brutaler Gewalt auf der Straße ihre Interessen durchzusetzen,
und der Darstellung ihrer Überzeugungen als einzig moralisch legitim und zugleich unbestreibar “wahr”. Darum reagieren die Linken auch so hysterisch, wenn die Folgen und Fakten zu ihrer Politik genannt werden. Wie im Fall Sarazin.
Nur so lange Linkspolitik von den Medien nicht kritisch betrachtet wird vom Resultat her, und die Medien unablässig nur am ideologischen Anspruch bewerten was gut und was schlecht ist, hat Linkspolitik eine Chance in einer Demokratie.
Besonders schlimm sind die GEZ-Medien. In tagesschau und heute wird subtil manipuliert, und zwar durchweg zu Gunsten linksgrüner Ideologie. Ein Wochenmagazin das hier im Rahmen einer Rubrik GEZ-watch widerlegt mit Fakten und die Machart der Massenmanipulation aufzeigt, könnte die Macht der Linken mittels Hinterfragung brechen.
Außerdem muß man gegen Linkspolitik skandalisieren. Wenn SEDler regieren, muß das schlimmer sein als in Interview in der Jungen Freiheit. Wenn einer wie Trittin Maoist war, muß man so lange moralisch darauf eingehen, bis er von den Grünen ausgeschlossen wird, oder die Grünen deswegen moralisch total deklassiert sind.
Ohne linkskritische Medien wird sich nichts verbessern. Darum hassen die Linken auch Berlusconi und Murdoch so sehr- diese Medienmogule sind aufgrund ihrer finanziellen Möglichkeiten in der Lage, das ansonsten ausschließlich linke Gesinnungsmonopol der Medien zu durchbrechen. Und sie ermöglichen Nichtlinken überhaupt erst die Chance als Journalist Geld zu verdienen. Nichtlinke haben in der BRD annähernd Berufsverbot als politische Journalisten.
Ja - ein Leitmedium im Spiegelformat mit humanistisch-antilinker Ausrichtung wäre ein Segen. Ob es allerdings viele Anzeigen erhielte - zweifelhaft. Es stünde nämlich beständig unter moralischem Beschuß der gesamten übrigen Medienwelt.
29.10.2009 um 9:46
Woher nimmst Du denn den Optimismus, daß einer solchen Zeitung ein anderes Schicksal beschieden wäre als der “Jungen Freiheit”?
29.10.2009 um 10:09
Die Wiener Zeitung hatte zuletzt praktisch keine privaten Abonenten mehr. Das wird wohl eher der Grund für das Absetzten gewesen sein.
Der Typ selber und und seine super-konservative Agitporp gehen dann natürlich auch schnell auf den Wecker…
29.10.2009 um 10:33
Hallo Kewil,
Ich habe den gleichen Traum. Lass uns mal konkreter träumen…
(Bräuchte ich eigentlich nicht. Lebe eigentlich ganz gut von der GEZ, seit 25 Jahren. Und leide trotzdem unter der medialen PC).
Beim Leiden und Träumen bin ich allerdings allein. Genauso geht es auch zahlreichen Kollegen aus Print-Medien, wie mir immer wieder - natürlich hinter vorgehaltender Hand - erzählen.
Alles Kollegen, die faktisch redaktionell kalt gestellt wurden und deshalb auch kein PI-Unheil mehr anrichten können, auch nicht im Springer-Hochhaus in Berlin. Da gibt es aber auch ein gewaltiges Potential äterer und auch jüngerer Journalisten-Kollegen, die aber auch ihre Miete bezahlen müssen und deshalb oft mit blutigen Fingern texten was in der Chefetage keinen Missmut auslöst.
Doch noch schlimmer sieht’s bei den Öffentlich-Rechtlichen aus. Ob NDR, HR, SWR, ZDF - vom WDR wollen wir garnicht erst reden - überall sind die Entscheidungsfunktionen der mittleren Redaktionsebenen angeblich “ausgewogen”, sprich: faktisch zu 80 Prozent mit unkündbaren rot-grünen Redaktions-Beamten besetzt. Selbst “schwarze” Chefredakteure sind da machtlos..
Es rächt sich jetzt, dass sich CDU-Schwachköpfe in den Rundfunkräten bei ihrer unter dem Strich völlig missglückten Personalpoltik auf die Besetzung von Intendanten- und Chefredakteursposten beschränkt haben, während die “Rotgrünen” schon bei der Journalistenausbildung angesetzt und konsequent in der mittleren, entscheidenden Redaktions-Leiter-Ebene ihre hörigen eigenen “aufrechten, gesellschaftlich fortschrichtlichen” Triebtäter untergebracht haben.
Da wird sich die nächsten zehn Jahre auch nichts mehr ändern lassen, egal ob der Intendant Reitze oder Schächter heisst. Dabei verliert die Glotze (wie auch
die klassische Tageszeitung) rapide an Indoktrinations-Meinungs-Macht.
Deshalb ist eine neue freie Zeitung mit allen Möglichkeiten, die das Internet heute und morgen bietet, der grosse Traum. Lass uns weiter träumen Kewil!
29.10.2009 um 10:35
Korrektur, 2. Absatz: bin beim Leiden und Träumen - nicht - allein!
29.10.2009 um 10:43
Vorbild: http://www.nationalreview.com
Ohne NR würden die Konservativen immer noch dem New Deal hinterher laufen.
29.10.2009 um 12:56
Freie Zeitung aufmachen?
TU ES!
29.10.2009 um 13:02
Wenn Alfred E. Neuman zur Gründung einer neuen Zeitung aufruft, wird die doch hoffentlich nicht MAD heißen???
29.10.2009 um 13:10
Regina Mönch sagt mal wieder, was Sache ist: „Berlin-Neukölln - Faktenscheck Parallelgesellschaft“:
„Zwei Drittel seines Haushaltes muss Berlin-Neukölln jetzt schon für Wohlfahrtsleistungen verplanen, zwanzig zusätzliche Millionen sind in soziale Projekte geflossen, über vierzig Millionen Euro jährlich bekommt allein dieser Berliner Bezirk für sogenannte ,Hilfen zur Erziehung’ zugewiesen. Das wird für Familienhelfer, Sozialpädagogen, Therapien und anderes ausgegeben, und es reicht nie, weil es immer mehr Fälle gibt. Ein Jahresaufenthalt für einen dieser straffällig gewordenen Jungen in einem Heim, das ihn, weit entfernt vom brutalen Milieu seines Viertels, wieder auf den rechten Weg zu bringen versucht, kostet um die 45.000 Euro. Dagegen ist ein Platz im ersten Berliner Schwänzer-Internat fast preiswert (2400 Euro im Monat), aber davon brauchte man mindestens drei sofort.”
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~EEC6901A4A2D84B2E91916B2BE2B629CF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Ein PI-Leser dazu: „Da geht es hin, das Geld, das fehlt, um den arbeitenden Bürger ein wenig von der Steuerbürde zu entlasten. Die Integrationsindustrie – die größte Geldvernichtungsmaschine, die dieses Land je gesehen hat. Noch Fragen, Kienzle?“
29.10.2009 um 16:47
Die Printmedien verlieren ein Gros der Leser und Abonennten. Das ist Fakt. Ausnahme ist die Junge Freiheit und der Merkur. Beides konservative Blätter hoher bzw. gehobener Qualität.
Konservativ/rechts wird gewinnen. Absehrbar mit hohen Wachstumszahlen.
Aber wie das in Geld umsetzen?
Selbst ich - ursprünglich Vielzeitungsleser - habe alle Abos abbestellt; nur zum Teil wegen des Schwachsinns, vor allem wegen dem guten Internetangebot.
Das ist aber werbefinanziert, dafür aber wenig kostentreibend.
Wie soll ein eigenständiges Blatt aussehen, daß weder der JF noch eigentümlich frei existenzielle Konkurrenz macht? Braucht es eine Druckausgabe? Oder eine Selbstdruckausgabe auf DIN A4? Woher sollen die Einnahmen kommen?
Wer schreibt? Wer organisiert? Redaktionsmeetings online? Arbeiten online? Online redigieren und lektorieren? Also auch die Redaktion online und 100% rechnergestützt? Wo ist der Unterschied zu einer online-Zeitung? Wo zu einem Blog? Wen kann man dafür gewinnen, so daß die Menschen das auch lesen wollen?
Warum schreiben diese Leute nicht (anonym) für die Junge Freiheit oder eigentümlich frei?
Die Idee ist aus kultureller und politischer Sicht heraus notwendig und vielversprechend. Wir stehen auf dem Höhepunkt der Nazi-Hysterie und auf dem Höhepunkt der linken Macht in Deutschland. Ab heute geht es (aus Generationsgründen und aus Realitätsdruck) nur noch in Richtung rechts/konservativ. Der Wandel kommt. ich habe das bereits vor zwei Jahren so gesehen, da immer mehr Menschen offen oder wenigstens halboffen die drängenden Probleme ansprechen.
Im Übrigen ist die hervorragende Zeitung JF nicht wirklich konservativ, schon gar nicht rechtskonservativ. Sie ist rechtsliberal bis wertkonservativ und hat sich bereits mit den nichtlinken Teilen der Union und auch FDP verbrüdert.
Die ef ist libertär, was den Geschmack der meisten Menschen zwar der Richtung nach (weniger Staat) aber nicht in der Konsequenz überzeugt. Gewaltmonopol?
Etwas deutlicher pragmatisch/realistisch-rechts und etwas weniger libertär als die ef und weniger moralisierend/lamentohaft als die JF. Dazwischen ist eine deutliche Lücke. Man beachte auch die schweizerische Weltwoche! Das gibt es nicht in Deutschland.
Eine neue Vertriebs- und Betriebsform. Kostenarm in der Produktion und tiefstpreisig im Angebot. Als Selbstdruckausgabe.
Ja. Möglich wäre es. Wirtschaftlich sogar vielversprechend. Man würde auf einen gerade anrollenden Zug aufspringen.
Das wäre kein Traum, sondern machbar.
29.10.2009 um 17:26
@Doris Alttag:
„Die Printmedien verlieren ein Gros der Leser und Abonennten. Das ist Fakt. Ausnahme ist die Junge Freiheit und der Merkur. Beides konservative Blätter hoher bzw. gehobener Qualität.“
Die Behauptung wird auch in der zehnten Wiederholung nicht richtiger. Fakt ist: Die linke „Zeit“ konnte sich gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent steigern und hat jetzt eine Auflage von knapp 492.000. Die linke „Frankfurter Rundschau“ verbuchte ein leichtes Minus von 0,7 Prozent und verkauft jetzt 150.000. Die linke „Süddeutsche“ bleibt Marktführer unter den seriösen Tageszeitungen und verkauft knapp 430.000 Exemplare, ein leichter Rückgang von 2,2 Prozent. Das sind die offiziellen IVW-Zahlen, von wegen „verlieren ein Gros der Leser und Abonnenten“.
29.10.2009 um 18:10
http://www.winkelried.info/2009/10/26/warum-es-eine-zeitung-braucht/
Die Schweizer denken auch , dass das der richtige Weg ist. Eine länderübergreifende deutschsprachige Zeitung , das wärs.
29.10.2009 um 18:11
Zeiträume?
29.10.2009 um 20:01
Nein, Kewil, das mit der Zeitung schlag´ Dir mal aus dem Kopf.
Die Antifa werden eine unabhängige Zeitung nicht zulassen. So einfach ist das. Die Frage ist nur, ob die es dabei belassen die Druckerei anzuzünden oder ob Sie Dir dazu auch noch die Knochen brechen.
Also, lass es lieber. Wir lesen Dich hier genauso gern!
29.10.2009 um 23:07
Ein sehr aktuelles Beispiel, das alles über die Qualität eines von Andreas Unterberger praktisch angewendeten Journalismus sagt: http://bernhardkraut.wordpress.com/2009/10/27/andreas-unterberger-liest-den-freiheitlichen-dankend-eine-studie/
30.10.2009 um 16:57
“Andreas Unterberger” hat jetzt eine eigene Gruppe auf Facebook! Mitglied werden!