Wie der Untergang des Römischen Reiches heute rezipiert wird
30.10.2009Geschichte wurde natürlich schon immer manipuliert, etwa vom Faschismus und dessen Gegnern. Aber sie wird eben heute in unseren angeblich so freien Demokratien auch manipuliert - und zwar polit-korrekt! Bryan Ward-Perkins berichtet am Ende seines Buches Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation über die unterschiedlichen Thesen und Haltungen der Historiker im Laufe der Zeit zum Gegenstand. So wurden die germanischen Angriffe gegen Rom und die Völkerwanderung während und direkt nach dem Zweiten Weltkrieg von französischen und britischen Historikern sehr negativ bewertet. Barbarische Horden zogen gegen die Zivilisation und brachten sie um. Bereits ab 1960/1970 änderte sich aber das Bild. Die BRD war in der EU, und die Germanen mutierten zu einem wichtigen Element in der Schaffung Europas. Die EU förderte sogar Forschungen in dieser Richtung. Irgendwie sollte die “europäische Identität” gefunden werden. Und nicht nur in der angelsächsischen Welt sind Begriffe wie “Zivilisation” und “Kultur” heute höchst umstritten. Während die Italiener die Germanen immer noch mehrheitlich für wilde Barbaren halten, sind in Harvard und Oxford (und in der BRD) alle Kulturen irgendwie “gleichwertig”. Man darf keine höher schätzen als eine andere, sonst ist man als diskriminierender Historiker seinen Posten politkorrekt los.
Und so kommt es heute zu diesem milden Licht, in dem das hochstehende Römische Reich und seine Kultur sanft entschlafen sind und alles von den “Einwanderern” sorgsam übernommen, gepflegt und sogar bereichert wurde. (Siehe letzten Beitrag zu den Vandalen!) Ward-Perkins berichtet, daß als Buchtitel “Krise” oder “Niedergang” weniger erwünscht seien als “Aufstieg”, daß spirituelle Spinner und fastende Einsiedler heute im New-Age-Zeitalter mehr historisches Interesse erregten als Wirtschaftsgeschichte. Er hat seitenlang dazu geschrieben, hier nur ein paar wenige ungeordnete Zitate, das letzte ist das Wichtigste:
Es überrascht nicht, dass die Vorstellung von den Invasoren als friedlichen Immigranten gerade in Nordeuropa und Nordamerika ihr Zuhause hat. Es sind Gelehrte aus Österreich und Deutschland, aus England und Skandinavien, die die jüngsten Bände, gesponsert von der European Science Foundation, dominieren, die die Ansiedlungen des 5. Jahrhunderts untersuchen und sie als im Wesentlichen friedlich darstellen. …
Bis vor ziemlich kurzer Zeit war es die institutionelle, militärische und wirtschaftliche Geschichte, die die Sicht der Historiker auf das 4. bis 7. Jahrhundert dominierte.’ Ganz das Gegenteil ist nun zumindest in den USA der Fall. Von den 36 Bänden, die bisher von der University of California Press in einer Reihe mit dem Titel „The Transformation of the Classical Heritage” publiziert wurden, setzen sich 30 mit der Welt des Geistes und der Seele auseinander (hauptsächlich verschiedene Aspekte der christlichen Gedankenwelt und Praxis); nur fünf oder sechs umfassen weltlichere Themen (wie etwa Politik und Verwaltung), und keiner konzentriert sich auf die Details des materiellen Lebens. …
Die Bilder von den germanischen Völkern des 5. Jahrhunderts und ihrer Ansiedlung im Westreich haben sich seit dem Zweiten Weltkrieg dramatisch gewandelt, ebenso wie die Vorstellungen über die heutigen Deutschen und ihre Rolle im neuen Europa sich verändert haben. ….
In der unmittelbaren Nachkriegszeit veröffentlichten zwei anerkannte französische Gelehrte, Andre Piganiol und Pierre Courcelle, unabhängig voneinander Bücher über den Untergang des Westens, die stark von der deutschen Invasion Frankreichs 1940 und der darauf folgenden Besetzung beeinflusst waren. Piganiol lud die Verantwortung für die Zerstörung eines florierenden christlichen Reiches vor der Haustür germanischer Stämme ab, denen seiner Meinung nach die bemerkenswerte Leistung gelungen war, jahrhundertelang an den Grenzen Roms zu leben, „ohne zivilisiert zu werden”. Er schloss sein Buch mit zwei denkwürdigen Sätzen: „Die römische Zivilisation ist nicht friedlich eingeschlafen. Sie wurde ermordet.”9 Courcelle derweil zog offenkundige Parallelen zwischen Frankreichs Jüngster Vergangenheit und der Erfahrung von Barbareninvasion im 5. Jahrhundert und benutzte Argumente und eine Sprache, die explizit und in reichem Maße antigermanisch sind: Die Invasoren waren „barbares”, „ennemis”, „envahisseurs”, »hordes” und „pillards”; ihr Zug durch das Römische Reich war gekennzeichnet durch „incendies”, „ravages”, „sacs”, „prisonniers” und „massacres”; sie hinterließen „ruines desertes” und „regions devastees”. Nur die Franken, Vorfahren der Franzosen, bekommen eine bessere Kritik. …
Die Europäische Union muss einen Geist der Kooperation zwischen den sich einst bekriegenden Nationen des Kontinents schmieden, und es ist kein Zufall, dass das Forschungsprojekt der European Science Foundation zu dieser Epoche den Titel „The Transformation of the Roman World” bekam – was einen nahtlosen und friedlichen Übergang von römischer Zeit zum „Mittelalter” und darüber hinaus implizierte. In dieser neuen Vorstellung des Endes der antiken Welt wird das Römische Reich nicht von germanischen Invasoren „ermordet”; eher setzen Römer und Germanen zusammen vieles, was römisch war, in einer neuen römisch-germanischen Welt fort. Das „lateinische” und das „germanische” Europa leben in Frieden miteinander. …
Nördlich der Alpen sind die Franken gelegentlich aufgefahren worden, um Europa auf eine populistischere und eindeutigere Art und Weise zu unterstützen, besonders weil sie sowohl von den Franzosen als auch den Deutschen als gemeinsame Vorfahren anerkannt sind. Schon 1949 wurde ein „Prix Charlemagne” eingerichtet, der jährlich an Persönlichkeiten verliehen wurde, die einen bemerkenswerten Beitrag zur europäischen Einheit geleistet haben; und an Karl den Großen wurde auch durch eine Ausstellung in Aachen 1965 erinnert, in der er als der erste Kaiser, der Europa zu einen versuchte, präsentiert wurde. ….
Und hier der Schluß des ganzen Buches, (der sich vom Text der WELTWOCHE im obigen Link unterscheidet):
… Die germanischen Invasoren werden friedlich in die römischen Provinzen integriert, und die Kultur Roms entwickelt sich langsam zu neuen Formen. Nichts geht jemals richtig schief — in dieser Vorstellung von der Vergangenheit gibt es keine ernsthaften Wendungen nach unten oder abrupten Wandel, geschweige denn vollständige Brüche; eher bewegt sich alles auf einer waagerechten Ebene oder sogar auf einer leicht ansteigenden Bahn vorwärts.
Ich bekenne, ich empfinde dies als Einschränkung; aber, was noch wichtiger ist, ich denke, dass dies nicht zu der Überlieferung passt und das, was in der westlichen Hälfte des römischen Imperiums geschah, nicht richtig widerspiegelt. Meiner Meinung nach erlebte das 5. Jahrhundert eine tiefe militärische und politische Krise, die von der gewaltsamen Inbesitznahme der Macht und vieler Reichtümer durch die barbarischen Invasoren verursacht wurde. Die einheimische Bevölkerung war in gewissem Maße dazu in der Lage, sich an diese neuen Bedingungen anzupassen, aber an dieser Anpassung ist gerade interessant, dass sie unter sehr schwierigen Umständen erreicht wurde. Ich glaube auch, dass die nachrömischen Jahrhunderte einen dramatischen Niedergang von wirtschaftlicher Fortschrittlichkeit und Wohlstand mit Auswirkungen auf die Gesamtheit der Gesellschaft erlebten: von landwirtschaftlicher Produktion bis zu hoher Kultur und vom Bauern bis zum König. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Bevölkerung dramatisch abnahm, und sicher, dass die allgemeine Verbreitung von qualitativ guten Waren aufhörte. Hoch entwickelte kulturelle Werkzeuge, wie der Gebrauch der Schrift, verschwanden in einigen Regionen völlig und wurden in anderen sehr eingeschränkt.
Meine Besorgnis über die neue Spätanike jedoch geht tiefer als Bedenken, dass sie so eingeschränkt durch ihren religiösen Fokus ist, dass sie irreführend falsch ist. Ich denke auch, es liegt eine wirkliche Gefahr für die Gegenwart in einer Vorstellung der Vergangenheit, die sich explizit vornimmt, jede Krise und jeden Niedergang auszuradieren. Das Ende des römischen Westens erlebte Schrecken und Verwerfungen einer Art, von der ich ehrlich hoffe, sie nie durchleben zu müssen; und es zerstörte eine komplexe Zivilisation, wobei die Bewohner des Westens auf einen Lebensstandard, der typisch für prähistorische Zeit war, zurückgeworfen wurden. Die Römer waren vor dem Untergang genauso wie wir heute sicher, dass ihre Welt für immer im Wesentlichen unverändert bleiben würde. Sie lagen falsch. Wir wären gut beraten, nicht genauso selbstgefällig zu sein.


30.10.2009 um 12:14
Antidot gegen Geschichte nach Maß? Wo finde ich das?
30.10.2009 um 12:29
Wie die Geschichte dauernd umgeschrieben wird, kann man ja auch hier lesen:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EA4A58A8DB42A4EDA903DF3F3A9FF4CBF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Tausende!
Man darf nicht vergessen, daß während der Völkerwanderung eine Klimaverschlechterung eintrat: Es wurde KÄLTER, Germanien ernährte weniger Menschen.
Zweitens wurden die germanischen Stämme durch die Hunnen in Aufruhr versetzt. Panisch verliessen damals Heerscharen von Menschen ihre Heimat.
30.10.2009 um 12:44
Ich habe leider noch nichts über die Zustände in den Germanengebieten beim Einfall der Hunnen gefunden. Nach heutigen Maßstäben wären die Germanen damals sicherlich Flüchtlinge gewesen.
Die Römer haben sie bestimmt gerne alle ins Reich gelassen.
30.10.2009 um 12:50
Die neuere Lesart von der Zerstörung Roms als “friedlicher Durchdringung” will uns doch lediglich die Masseneinwanderung schmackhaft machen. Nein “wir” Germanen haben damals die Römlinge, verweichlicht und dekadent wie sie waren, vom Thron gehoben. Gründe für die Wanderungen gab es viele. Aber dass die Römer ihren geistigen und materiellen Besitzstand nicht zu wahren ermochten, kann doch keiner bestreiten. Nicht umsonst heißt der Vandalismus noch heute Vandalismus.
Aber halt: Leuten, die glauben es gebe nie wieder Krieg, ist alles zuzutrauen.
Zur Geschchtsfälschung:
Sloterdijk hatte doch mal provoziert, indem er sagte, dass jeder vernünftige Mensch in der Lage sei, sich seine eigene Geschichte auszusuchen.
Ich vermute, dass dabei auch der Gedanke mitschwang, dass die bewusste Formation des Geschichtsbildes (sog. “Zeitgeschichte”) allgemeiner Usus des Menschengeschelchtes ist, um gewisse politische Situationen herbeizuführen.
Andersherum formuliert ist Geschichts”wissenschaft” im engeren Sinne nicht möglich, weil eine stringente hermeneutische Basis der Quellenauslegung fehlt.
30.10.2009 um 12:55
Der gemeine Römer ist ja heute immer noch ein Weichei!
Nicht einmal Mussolini konnte ihn stählen.
Man betrachte einmal die Züge der Kimbern und Teutonen um 118 v. Chr.
Der hatte den Römern schon früh einen Schrecken in die Glieder fahren lassen.
Vollkommen friedlich lief das nicht ab.
30.10.2009 um 13:02
“Rom ging sang- und klanglos unter. … Es verfaulte.
Man hätte es retten können. Aber man gab ihm Opium, statt zu schneiden. Hören Sie, was die Ruinen, was die Säulenstümpfe auf dem Forum romanum rufen? Schönen Gruß an die Enkel.”
http://www.amazon.de/Cäsar-läßt-grüßen-Geschichte-Römer/dp/3548208592/
30.10.2009 um 13:05
Oder dieser hier: http://www.amazon.de/dp/3548208592/
30.10.2009 um 13:12
“Nördlich der Alpen sind die Franken gelegentlich aufgefahren worden, um Europa auf eine populistischere und eindeutigere Art und Weise zu unterstützen, besonders weil sie sowohl von den Franzosen als auch den Deutschen als gemeinsame Vorfahren anerkannt sind.”
Da kann man noch Peter Scholl-Latour auffahren.
Der hat das damals miterlebt.
30.10.2009 um 13:18
@ Heike Schnur:
Das liegt daran, dass die “echten Römer” um 100 v. Chr. schon zu großen Teilen ausgestorben waren. Die alten Italiker waren schon im Krieg gegen Hannibal (20 Jahre Verwüstung in ganz Italien) zu großen Teilen draufgegangen. Und hernach verbreiteten sich dann Abtreibung und Familienrechtsreformen (Das übernahm man von den Griechen. Die hatten vor allem deswegen gegen die Römer verloren, weil es laut Plinius “in ganz Hellas keine dreitausend Hopliten mehr gab”).
Dann noch fleißig Sklaven importiert, damit die großen Latifundien bewirtschaftet werden konnten.
Da kam dann der degenerierte, zusammengemischte Pöbel raus, der Brot und Spiele brauchte und nur noch per Militärdiktatur regiert werden konnte.
Was heute in Griechenland, Italien und Ägypten lebt, hat mit den Römern, Hellenen und Altägyptern NICHTS gemein. Die alten Völker sind einfach weggevögelt und - migriert worden.
30.10.2009 um 13:57
@Melmoth:
Sieht ganz so aus, als würde sich die Geschichte wiederholen.
Na gute Nacht …
30.10.2009 um 15:32
Fette, satte, verwöhnte und verweichlichte, dekadente, weibische Römer mit sexuallen Ausschweifungen gegen die Naturburschen aus Germanien, da drängen sich Vergleiche zu heute auf.
30.10.2009 um 15:50
o.t.
“Die Wurzeln des Bösen”
Stefan Schmitt von der “Zeit” ist ratlos. Natürlich, wenn man von der linksgrünen Geisteskrankheit eines Rousseau (Der edle Wilde, Kinder sind von Natur aus gut) beherrscht wird, dem heutigen Zeitgeist, bleibt einem der Mund offen stehen und man wechselt schnell zur Klimakatastrophe.
http://www.zeit.de/2009/44/Das-Boese?page=all
30.10.2009 um 16:37
Danke für die Arbeit Kewil!
OT
Martin Lichtmesz zum Michael Haneke-Film “Das weiße Band”. Sehr lesenwert.
http://www.sezession.de/8551/michael-haneke-und-das-weisse-band.html
30.10.2009 um 16:49
OT
Das Russen-Märchen vom Dresdener Einzelfall – Von Daniel Bax
Nach dem Mord an Marwa gibt es immer noch kein Hinterfragen des Meinungsklimas über Muslime in Deutschland – z.B. die Kriminalisierung des Kopftuches oder des Moscheebaus - Generalverdacht und Muslimhass kommen nicht aus heiterem Himmel
Leider wird eine solche Debatte nicht geführt. Statt sich, wie es sich für eine aufgeklärte Gesellschaft gehört, selbstkritisch zu fragen, welche Umstände einen Mord aus Muslimenhass begünstigt haben könnten, dominieren Abwehrreflexe, Selbstgerechtigkeit und Selbstmitleid.
Klar: Der Mord in Dresden war die erste Tat dieser Art, bei der das Motiv Muslimenhass so deutlich ins Auge springt. Doch das populäre Ressentiment gegen Muslime, das sich als “Islamkritik” einen pseudorationalen Anstrich gibt, ist nur die neueste Variante einer Fremdenfeindlichkeit, die sich in den Achtzigerjahren in “Türken raus!”-Parolen und später in den Anschlägen von Mölln und Solingen äußerte. Dass der Täter von Dresden ursprünglich aus Russland stammt, sollte auch nicht zur Relativierung einladen, sondern an die internationale Dimension dieses religiös begründeten Rassismus erinnern. Denn Muslimenhass ist - wie der Islamismus - eine Ideologie, die in Ländern wie Russland oder Indien, im Nahen Osten oder auf dem Balkan schon viele Todesopfer gefordert hat.
http://islam.de/14540.php
30.10.2009 um 16:52
Dieser Mist wurde vorher in der taz veröffentlicht. Dort kriegt der Idiot Daniel Bax im Kommentarbereich aber ordentlich Gegenwind.
Z.B. von “kufar”:” Sehr geehrter Herr Bax, unterstellt, Sie haben mit Ihren Behauptungen Recht. Dann sollten Sie sich schleunigst Gedanken machen, warum Muslime mittlerweile auf breiter Basis und umfaßend abgelehnt werden? Wie ist dieses Klima der Ablehnung entstanden? Vielleicht weil zuviele Bürger der fürher sehr beliebten muslimischen Aufforderung, “sich mit dem Islam zu beschäftigen” nachgekommen sind? Oder weil ausreichend Muslime vorhanden sind, um jedem von uns ein reales Beispiel muslimischen Lebens und vor allem muslimischer Toleranz zu geben?”
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/kommentarseite/1/hatun-und-marwa/kommentare/1/1/
30.10.2009 um 16:57
“Andreas Unterberger” hat jetzt eine eigene Gruppe auf Facebook! Mitglied werden!
( http://fact-fiction.net/?p=3160 )
30.10.2009 um 17:57
“Wegen seines Glaubens verfolgt
Bochumer Priester flüchtet vor religiöser Gewalt
Über Jahre hinweg wurde in Bochum der orthodoxe Priester Aleksejs Ribakovs wegen seines Glaubens schikaniert – offenbar von Muslimen. Dabei ist Ribakovs kein Einzelfall. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen fordert nun, gegen solche Fälle konsequenter vorzugehen.”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5027578/Bochumer-Priester-fluechtet-vor-religioeser-Gewalt.html
Hat ja ziemlich lange gedauert.
30.10.2009 um 18:23
“Dabei ist Ribakovs kein Einzelfall.”
Muslimische Gewalt ist immer ein Einzelfall™.
Islam bedeutet nämlich “Frieden”.
30.10.2009 um 18:24
OT
Was sagt man eigentlich zu Vaclav Klaus, der sich offenbar durch eine sittenwidrige Garantie der Festschreibung der Entrechtung unserer sudetendeutschen Landsleute kaufen lassen will?
30.10.2009 um 18:43
@Otto
Finde ich zum kotzen. Kann einfach nicht glauben, dass er das ernst meint. Ich hoffe mal , das ist nur Taktik um seine Unterschrift weiter zu verweigern. Wäre diese Klausel denn überhaupt mit europäischem Recht vereinbar?
OT
“Entwicklungshilfe streichen
Grüne und Linke kritisieren Niebels China-Pläne
Die Grünen und die Linke kritisieren Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel für seine Pläne, die Zusammenarbeit mit China zu beenden. Die Entscheidung sei populistisch, “in der Sache falsch und in den Folgen verheerend”, beklagen die Grünen. Bei der Lösung weltweiter Probleme sei eine Kooperation mit Schwellenländern unersetzbar.”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5031250/Gruene-und-Linke-kritisieren-Niebels-China-Plaene.html
30.10.2009 um 18:52
“Leutheusser: Es war schwieriger. Wir hatten damals schon seit Jahren zusammengearbeitet, man kannte die Partner, man kannte die Streitpunkte. Und wir hatten es mit einer Union zu tun, die sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte, mal einen Islamgipfel zu veranstalten oder Deutschland als Einwanderungsland zu bezeichnen. Da hat Angela Merkel viel bewirkt, sie hat die Union aufgeschlossener gemacht und gesellschaftspolitisch modernisiert. Deshalb kann ich nun aus Überzeugung sagen: Diese Koalition ist keine Zwangsbeglückung, kein vom Wähler zusammengeschustertes Bündnis. Sondern eines, das von Energie, Empathie und dem Willen zur Zusammenarbeit getragen wird.”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5008032/Ministerin-sieht-Datenschutz-als-groesstes-Projekt.html
Warum ist diese häßliche Frau nicht bei den Grünen?
30.10.2009 um 18:56
@ Franz
Schnarre, Zensursula und IM Erika - hübsches Team!
30.10.2009 um 19:08
@Otto
Hier is noch so ein Exemplar.
“Simonis zu Lieberknecht
“Ich glaube, Männer hassen uns wirklich”
Der Krimi bei der Wahl von Christine Lieberknecht (CDU) zur Ministerpräsidentin Thüringens ging einer Frau besonders nahe: Schleswig-Holsteins Ex-Regierungschefin Heide Simonis (SPD). Ein Abweichler aus dem eigenen Lager brachte sie vor vier Jahren um ihr Amt. “Ich glaube, Männer hassen uns wirklich”, sagte Simonis heute.”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article5030510/Ich-glaube-Maenner-hassen-uns-wirklich.html
30.10.2009 um 19:13
“Die Römer waren vor dem Untergang genauso wie wir heute sicher, dass ihre Welt für immer im Wesentlichen unverändert bleiben würde.”
So naiv waren die Römer nicht. Ihr Reich wurde ständig und von allen Seiten bedroht. Die sog. Unterwerfungen fremder Stämme und Völker waren in der Regel Reaktionen auf Angriffe. Als sie aufhörten präventiv Kriege zu führen und Bedrohungen abzuwenden, ging es bergab. Der Limes war der hoffnungslose Versuch Feinde fernzuhalten anstatt sie zu besiegen. Die Israelis sollten Lehren daraus ziehen. Ihre Sperranlage entspricht dem Limes.
30.10.2009 um 19:32
Der zitierte WELT-Artikel ist keine Meinung, sondern eine sachliche Information. Gemeinsam mit den Kommentaren ergibt sich sogar eine aufklärerischer Inhalt. WELT und FAZ sind gute Zeitungen. Ohne sie wüßte auch Kewil nicht viel zu berichten. Gute Zeitungen sollte man nicht in Bausch und Bogen verdammen. Es bringt wesentlich mehr, sich auf beschissene Redakteure einzuschießen und sie solange zur Schnecke zu machen, bis sie als rufschädigend für die Zeitung empfunden werden und gefeuert werden.
30.10.2009 um 19:33
Obiger Beitrag gehört zum nächsten Thema, wo die Kommentarfunktion nicht klappt.
30.10.2009 um 20:29
@ Franz:
Allein dass Rotchina überhaupt jemals und bis heute Entwicklungshilfe bekommen hat ist Wahnsinn. Aber dass es da noch Abgeordnete gibt, die um das Ende der Förderung einen Buhei machen, ist unglaublich. Eigentlich meint man, die lassen das still auslaufen, in der Hoffnung, dass die Öffentlichkeit diese Idiotie nicht mitkriegt.
Wieder ein Moment, wo man sich fragt: Erlebe ich das gerade wirklich oder träume ich?
30.10.2009 um 23:19
Es ist doch völlig abwegig, Kulturen von vor 2000 und mehr Jahren nach heutigen Maßstäben zu beurteilen.
31.10.2009 um 8:18
“Es ist doch völlig abwegig, Kulturen von vor 2000 und mehr Jahren nach heutigen Maßstäben zu beurteilen.”
Dann gilt das auch für den Islam, denn dieser ist so eine “Kultur”.
Nach welchen Maßstäben sollte man sie denn dann beurteilen? Und wieviele Maßstäbe gibt es dann letztendlich? Unendlich viele? Dann sind wir genau bei der heutigen Beliebigkeit. Jedem sein eigener Maßstab und jeder hat Recht.