Egon Flaig in großem Telepolis-Interview über Sklaverei! Lesebefehl!
26.12.2009Ein Spitzeninterview in TELEPOLIS mit Professor Egon Flaig über Sklaverei, Kinderarbeit, Zwangsprostitution, HartzIV und anderes, z. B. die Dummheit heutiger Diskurse. Beim Namen Flaig sollte man immer ganz hellhörig werden. Alles, was er schreibt und sagt, hat Hand und Fuß. So stellt man sich einen Intellektuellen vor! TELEPOLIS fragt zum Beispiel, ob HartzIV mit Sklaverei verglichen werden könne. Flaig haut es fast vom Hocker! Und dann die muslimische Sklaverei natürlich! Unbedingter Lesebefehl! Heute ist Feiertag, jeder hat Zeit!
Hier das Super-Interview, Teil 1!
Hier das Super-Interview Teil 2!
Und da aus dem Kewil-Archiv, wer Flaig noch nicht kennt:
Egon Flaig zur Scharia bei Römerberg-Gesprächen
Egon Flaig über Dschihad und Dhimmitude
Egon Flaig über den Kreuzzugs-Popanz
Zu Flaigs Buch: Weltgeschichte der Sklaverei (mit Links!)
Andere Flaig-Interviews da!
Lesen Sie! Es rentiert sich und ist besser als ein Vierteljahr Jahr FAZ oder 10 Jahre Süddeutsche! (Danke für Tipp an Informant!)


26.12.2009 um 9:50
hochinteressant danke!
26.12.2009 um 10:07
“Meine Gegenfrage lautet: Warum soll die arbeitende Bevölkerung überhaupt die Hartz-IV-Empfänger mit ihren Beiträgen versorgen? Ist es normal, dass die Arbeitenden für die Nicht-Arbeitenden aufkommen sollen? Und zwar auch dann, wenn diese Nicht-Arbeitenden die Chance haben zu arbeiten, sich aber weigern, die angebotene Arbeit anzunehmen? Aufrechtzuerhalten ist ein solcher Zustand ohnehin nicht - er würde jede Gesellschaft in den Ruin treiben. Zwar halte ich daran fest, dass es ein Recht auf Arbeit geben muss. Aber es gibt kein Recht auf die von mir gewünschte Arbeit. Die Zeiten sind längst vorbei, in denen wir noch träumen konnten, jeder könne den Beruf ausüben, der ihm behagt. Es hat nie eine Gesellschaft gegeben, die einen solchen paradiesischen Zustand garantierte - und es wird niemals eine solche geben - das liegt im Begriff der Gesellschaft selber.”
26.12.2009 um 10:23
Im zweiten Teil steht ein Tipp an die Politiker:
26.12.2009 um 10:26
“3) Oder: Die sklavenfreien Gebiete der Welt - der Westen und Ostasien - schirmen sich drastisch ab gegen Migrationen, die im Gepäck die Sklaverei gratis mitschleppen.
Es könnte sein, dass die Lösung 3 langfristig die geringsten humanen und politischen Kosten mit sich bringt.”
Exakt
26.12.2009 um 10:49
“Sie verwenden das Wort “Relativieren” so, als hieße es “Verharmlosen”.
Worte haben präzise Bedeutungen. Wenn wir zur Bierflasche “Waschmaschine”
sagen, dann zerstören wir die Basis unserer Kommunikation - und wir zerstören
die Basis unserer Intelligenz. Denn Intelligenz bemisst sich an der Fähigkeit,
Differenzen wahrzunehmen und sie zu verbegrifflichen. Relativieren hat überhaupt
nichts zu tun mit “leugnen” oder “verharmlosen”. Das Gegenteil ist richtig.”
Donnerwetter!
kewil sagt: Ja, das sind so die Stellen, die es in sich haben!
26.12.2009 um 10:51
Wieder mal einer der sehr guten Links, Danke!
“..Lesen Sie! Es rentiert sich und ist besser als ein Vierteljahr Jahr FAZ oder 10 Jahre Süddeutsche!…”
Das will ich gerne unterschreiben.
26.12.2009 um 10:58
http://www.focus.de/politik/deutschland/dirk-niebel-mehr-klimahilfe-fuer-arme-staaten_aid_465882.html
26.12.2009 um 11:18
http://www.focus.de/politik/deutschland/guttenberg-demokratie-in-afghanistan-nicht-erreichbar_aid_465878.html
26.12.2009 um 11:28
http://www.welt.de/vermischtes/article5632794/Weihnachtsbaeume.html
Bild 16
Letzter Link für heute, is ja gut!
26.12.2009 um 11:29
gleich mal an paar bekannte versand das Flaig-Interview.
Das Buch dazu längt angeschafft und gelesen nach dem damaligen Lesebefehl.
26.12.2009 um 11:43
Danke für den Link. Wirklich ein Erkenntnisgewinn!
Herzlich, Calimero
26.12.2009 um 11:45
aber hallo
dies ist ein besondere Link, hier wurde gelinkt lach
Gruß Joern
26.12.2009 um 11:45
Egon Flaig über den Kreuzzugs-Popanz
dieser war gemeint
26.12.2009 um 11:52
Entwurf eines Gesetzes betreffend die Bestrafung des Sklavenraubs und des Sklavenhandels - 1894/95: “Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen ec. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags was folgt
§1 Die Teilnahme an einem auf Sklavenraub gerichteten Unternehmen wird mit Zuchthaus bestraft …
http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt3_k9_bsb00018726_00649.html
26.12.2009 um 12:06
Jau, melde Lesevollzug !!!
26.12.2009 um 12:06
OT: Guttenberg hält die Errichtung einer Demokratie in Afghanistan für unmöglich:
(Es bleibt dann nur noch die Frage, was die Bundeswehr da eigentlich macht):
http://www.handelsblatt.com/politik/international/verteidigungsminister-guttenberg-glaubt-nicht-an-demokratie-in-afghanistan;2504585
26.12.2009 um 12:07
Guter Artikel.
26.12.2009 um 12:24
Die Bundeswehr wurde mit einem Mandat des Bundestages nach Afghanistan geschickt, um was weiß ich dort zu tun. Daß inzwischen die moderaten Taliban die Regierung in Deutschland stellen, konnte bei der Abstimmung noch niemand ahnen.
26.12.2009 um 12:27
Hast Du heute besonders gute Laune, Kewil? Gar kein Hinweis auf die Analphabeten beim Verweis auf das Archiv?
26.12.2009 um 12:30
Danke für den Hinweis!
Naja, nicht jeder hier hat ein Blog mit solchen kulturrelevanten Texten, wo man schnell ein Stichwort eingibt und dann alles was man braucht wieder beieinander hat. Deswegen manchmal mehr Nachsicht
26.12.2009 um 12:37
Sehr gutes Interview, man merkt deutlich die linke Gesinnung des Telepolis “Journalisten” . Schere im Kopf , 68 war sowas von erfolgreich.
Das Buch hab ich mir damals auf Kewils Empfehlung hin auch angeschafft , ist absolut zu empfehlen , hat selbst meine 68er-Mutter etwas zur Vernunft gebracht . KAUFEN! Und verleihen!
Nach dem Lesen des Interview ist mir der Egon Flaig noch sympathischer geworden , er redet so glasklar , und zeigt auf , wie die Verschandelung der Sprache auch das Denken der linksradikalen Fanatiker verändert . Hat richtig gut getan, mal wieder etwas Vernünftiges im Netz zu lesen.
Im Kommentarbereich ist der linke Pöbel bereits am Toben , zusammen mit ner ganzen Kolonne von Hartzern wird auf den Egon eingeprügelt .
26.12.2009 um 12:37
@ Kewil
Das Suchfeld unter der Linkliste ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen, wäre es möglich, das über die Linkliste zu ziehen, dann würden es auch mehr Leser nutzen!
Danke, Clown.
kewil sagt: Bitte sei nicht böse, aber ich mach da am liebsten nichts rum, das ist mir alles zu kompliziert!
26.12.2009 um 12:44
@Karikaturenclown
Jap ist ziemlich versteckt da unten , ganz hoch in die “INFO” Rubrick setzen und die Suche wird öfter genutzt.
26.12.2009 um 13:23
@Karikaturenclown
Nja, ich hätte da eben etwas Kewiltypisches erwartet, so wie vielleicht:
“Den Analphabeten hier im Blog, denen Flaig ganz neu und wie der neue Heilsbringer erscheint, soll gesagt sein, dass sich dieses Blog schon mehrmals mit ihm beschäftigt hat; nämlich hier, hier und hier!”
26.12.2009 um 13:23
Zur Begrifflichkeit fällt mir Peter Bichsels Geschichte “Ein Tisch ist ein Tisch” ein.
http://www.yolanthe.de/stories/bichsel01.htm
Bichsel zeigt auf, dass, wer die Begriffe ändert, von niemandem mehr verstanden wird.
Bei uns ist es umgekehrt, die Elite will uns gewollt mit gefälschten Begriffen verarschen. Man macht schamlos aus Krieg Aufbauhilfe, aus Kritikern Nazis, aus Patrioten Rechtsextreme, aus Zumutungen Reformen, man schnürt Pakete, wenn wir wieder mehr Steuern abdrücken sollen, ich kanns nicht mehr hören.
26.12.2009 um 13:26
klasse. Habe sein Buch gleich in der Bibliothek vorgemerkt. Drückt sich sehr gut aus der Autor. Man beachte die Kommentare der getroffenen Hunde unter dem Artikel. Jede Kritik an “Durchgefütterten” lässt manche tatsächlich ausrasten.
26.12.2009 um 13:46
Danke für die Links, sehr gutes Interview!
Sie extrapolieren in ihrem Buch die islamische Sklaverei. Relativieren sie damit nicht die christliche Sklaverei, die Sklaverei in den europäischen Kolonien und die amerikanische Sklaverei?
Egon Flaig: Man extrapoliert, um eine Lücke zwischen zwei mathematischen Werten zu schließen. Ich extrapoliere nichts.
Herrlich
26.12.2009 um 13:50
Müll im Kopf , das trifft es exakt , die Hartzhorden haben alle Müll im Kopf.
Und die politkorrekten Faschos die uns immerzu was vom Pferd erzählen wollen genauso , alle MÜLL im Kopf.
Mit ihrer widerwärtigen Geschichts/Sprach/Denk-klitterung sind sie mitverantwortlich für den Müll, der sich in den Hartzerhirnen bildet. Ist ja auch ihr erklärtes Ziel.
26.12.2009 um 13:56
Mustergültige Hessen.
Lügen und Betrügen im Asylverfahren, wollen einfach nicht ausreisen und meinen dann, sie wären ja bereits voll integriert. Das Kopftuch der Frauen beweist das Gegenteil? Will man Lügner und Betrüger? Ich nicht. Ich identifiziere mich nicht mit dieser Familie. Der einzige Skandal ist, dass diese Lügnersippe nicht rechtzeitig ausgeschafft wurden. Aber unsere Innenminister verlängern ja auch gerne pauschal die Duldung um 2 Jahre um solche “Dilemma” heraufzubeschwören.
26.12.2009 um 14:20
@Hans Blumental
Ja, die “ZEIT” drückt wieder einmal ordentlich auf die Tränendrüse.
26.12.2009 um 15:08
Ein grandioses Interview, danke für den Tip. Egon Flaig argumentiert wirklich beeindruckend.
26.12.2009 um 15:09
Ein hervorragender Artikel, weil sehr dicht und wohl formuliert geschrieben.
Hier hat sich einer aus und nicht über ein Gebiet geäussert.
26.12.2009 um 15:30
@kewil
Danke für den sehr interessanten link.
Habe ihn bereits in der blogosphäre verteilt.
26.12.2009 um 15:51
Guter Mann.
26.12.2009 um 16:27
>>5 Zwangsheirat betrifft wahrscheinlich mehrere hunderttausend muslimische Frauen in Deutschland. Frauen, die ohne und wider ihren Willen verheiratet werden, befinden sich lebenslänglich in Unfreiheit. Wer das leugnet steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und pfeift auf die Menschenrechte. Alle diese Ehen sind nach Artikel 4 der Menschenrechte null und nichtig. Die Bundesrepublik Deutschland macht sich täglich mitschuldig, indem sie diese Form der Unfreiheit auf ihrem Territorium duldet und sogar noch durch Sozialhilfe alimentiert. <<
…schön das wir drüber gesprochen haben, und jetzt bitte zurück zur tagesordnung
26.12.2009 um 16:28
>>5 Zwangsheirat betrifft wahrscheinlich mehrere hunderttausend muslimische Frauen in Deutschland. Frauen, die ohne und wider ihren Willen verheiratet werden, befinden sich lebenslänglich in Unfreiheit. Wer das leugnet steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und pfeift auf die Menschenrechte. Alle diese Ehen sind nach Artikel 4 der Menschenrechte null und nichtig. Die Bundesrepublik Deutschland macht sich täglich mitschuldig, indem sie diese Form der Unfreiheit auf ihrem Territorium duldet und sogar noch durch Sozialhilfe alimentiert. <<
(hehe, der schreibfehler am ende ist ja lustig^^)
…aber schön das wir drüber gesprochen haben, jetzt bitte zurück zur Tagesordnung
26.12.2009 um 16:39
oje, mein internet… sorry!!
26.12.2009 um 16:43
Ein guter Text.
Weil mir daran liegt, dass wir in unseren Köpfen nicht Müll haben, sondern Begriffe.
Der Müll ist bewusst in den Köpfen abgeladen worden. Nichts war den 68ern verdächtiger, als intelligente Menschen, die noch selber denken konnten. Die Rolle der Linken als “Vordenker” kann und konnte nur funktionieren, wenn alle anderen Idioten sind.
26.12.2009 um 17:16
Bemerkenswert ist, daß die Europäer sogar zweimal, nämlich nach der Antike und im 19. Jahrhundert, von sich aus der Sklaverei entsagten und darüber hinaus ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts diese Praxis sogar andernorts bekämpften.
Welche andere Zivilisation kann sich dessen rühmen?
Aber wird das von den “Andersfärbigen” oder unseren linken Nestbeschmutzern gewürdigt? Nein!
Und die Propagierung oder Hofierung dieses fortgesetzten Menschheitsverbrechens namens Islam, das in der oben beschriebenen historischen Form auch uns in der Zukunft überrollen könnte, ist nicht nur gesellschaftlich völlig akzeptiert, sondern man steht im Gegenteil sogar als menschenfeindlicher Finsterling da, wenn man sich dagegen ausspricht.
Es bereitet mir Übelkeit zu sehen, wie selbst ehemals konservative Qualitätszeitungen (im Wortsinn) wie Die Scheisse (ehemals Die Presse, die ich früher gern gelesen habe, solchen Ergüssen wie der vor einer Weile auch auf “Gates of Vienna” behandelten Obama-Huldigung eines gewissen Omar al Rawi eine Plattform bietet.
Aber noch gibt es wenigstens Bücher wie das gegenständliche von Egon Flaig. Manfred hat in seinen „Politischen Korrektheiten“ auch schon eine Rezension dazu geschrieben, aufgrund derer ich mir das Buch gekauft habe.
Dieser Satz aus Manfreds Rezension verdient besondere Beachtung: “Das islamische Recht etablierte ein Sklavensystem, das Menschen aufsaugte, zerbrach, umformte und als Muslime wieder ausspuckte.“
Das heißt nämlich, daß die heutigen Moslempopulationen zu einem nicht unwesentlichen Anteil aus Nachfahren derer besteht, die durch diese Menschenmühle gegangen sind (der Rest stammt eben von jenen Minderleistern und Schurken ab, für die der Islam immer eine willkommene Rechtfertigung geliefert hat, die zu drangsalieren und zu berauben, die besser, produktiver und anständiger waren als sie).
Eingedenk des 1:5-Verhältnisses zwischen lebenden Sklaven und toten Opfern der Menschenjagd, vervielfacht sich noch die Verbrechensbilanz des Islams – (17 Mill. + etwa 3 Mill.) x 6 = ca. 120 Millionen allein für Afrika und Europa, dazu kommen noch die Inder, plus die im Kampf getöteten Soldaten und die im Plünderungsrausch erschlagenen Bewohner der mit Dschihad überzogenen Kuffar-Länder… das heißt, durch den Islam haben wohl weit mehr Menschen ihr Leben tatsächlich oder so gut wie verloren, als durch Ersten und Zweiten Weltkrieg plus weltweite kommunistische Terrorherrschaft zusammengenommen.
Dieser PC-Doppelmaßstab in der Bewertung europäischer bzw. nichteuropäischer Kultur ist mir erst vor einer Weile wieder im Editorial des Magazins „G-Geschichte“ untergekommen. Darin heißt es über die Azteken nach kurzem Anriß der blutrünstigen Aspekte: “Doch die Welt der Azteken hatte eine andere Seite: Größten Wert wurde auf die Erziehung der Jugend gelegt; Wahrheitsliebe und gute Umgangsformen zählten zu den wichtigsten Prinzipien“ (aha! Heißt es nicht aus der gleichen Linksdeppenecke, das wären „spießige Sekundärtugenden“?) “und ihre Handwerker schufen nicht nur kolossale Pyramiden, sondern auch bezaubernd fragile Kunstwerke aus Vogenfedern.“ Und so weiter…
Nichteuropäischen Kulturen wird also Menschenopfer, Kannibalismus, Krieg zur Gewinnung von Sklaven oder Gefangenen für Opferrituale großzügig nachgesehen, wenn sie nur „bezaubernde Kunstwerke“ schaffen, während man alle Errungenschaften der Weißen kleinredet oder anderen zuschreibt, um dafür umsomehr auf deren „Verbrechen“ herumzureiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einen meiner Kommentare aus „Acht der Schwerter“ hier reaktivieren:
Baron Bodissey von GoV hat sich in seinem Essay ‚Say hello to Huitzilopochtli’ mit der Frage befaßt, was gewesen wäre, wenn die Spanier zur Zeit von Cortez schon solche multikultibesoffenen Toleranzapostel gewesen wären, wie das von heutigen Europäern erwartet wird, und ist zu dem Schluß gekommen, daß die Nachbarschaftsprobleme der USA mit Mexiko in dem Fall heute weit gravierender wären, weil dann die Azteken heute noch Menschenopfer praktizieren würden.
Ich sehe das auch so, aber ich möchte noch einen Schritt weiter gehen:
Was, wenn die damaligen Europäer schon solche Mea-Culpa-Gutmenschen wie heute gewesen wären und deshalb darauf verzichtet hätten, Amerika zu kolonisieren, nachdem sie es nun schon mal entdeckt hatten und seine Existenz in der Alten Welt bekannt war?
Früher oder später wären die Moslems rübergefahren und hätten sich den ganzen Doppelkontinent unter den Nagel gerissen. Ihre Herrschaft über die Indianer wäre bestimmt nicht humaner gewesen als die der Europäer, eher im Gegenteil. Versklavung, Islamisierung oder Tod, was anderes hätte es für sie nicht gegeben.
All das Gold und Silber, das die Spanier mit ihren Schatzflotten nach Europa geschafft haben, wäre in dem Fall stattdessen in den islamischen Raum gegangen und hätte dort dem Jihad gegen Europa einen Finanzschub erteilt.
Die Expansion der europäischen Populationen in diesen Raum hätte nie stattgefunden, was die demographische Basis für Hochbegabte und Genies deutlich verkleinert hätte.
Die USA mit ihrer Wiederbelebung des demokratischen Staatsmodells in der Neuzeit und all ihren anderen Beiträgen zum Aufschwung der westlichen Zivilisation hätte es nie gegeben, ebensowenig wie Kanada und in weiterer Folge auch Australien und Neuseeland.
Stattdessen wäre das fruchtbare Land Nord- und Südamerikas sowie die pazifische Inselwelt ein riesiger Ausbreitungsraum für Araber und/oder Türken geworden, bewirtschaftet von afrikanischen oder einheimischen Sklaven.
Und deren moslemischen Herren wäre es nie eingefallen, daß Sklaverei verwerflich ist und abgeschafft werden muß.
Die islamische Weltherrschaft wäre inzwischen schon Wirklichkeit geworden, womöglich schon vor dem 20. Jahrhundert. Unsere ganze wissenschaftlich-technische Hochzivilisation hätte sich nie entwickeln können, und heute würde sich die von Machtkämpfen der Moslemvölker zerrissene Welt schon lange in Richtung des mohammedanischen Elendshaufens entwickeln, den wir erst für die Zukunft befürchten.
Wahrscheinlich bestand einer der größten Beiträge der europäischen Zivilisation für eine positive Entwicklung der Welt darin, Amerika und all die anderen neuentdeckten Länder kolonisiert zu haben, bevor die Moslems das tun konnten.
Aber werden uns die Afrikaner, Indios und Ostasiaten jemals dankbar dafür sein?
Niemals!
Das ist nur ein weiterer Teil von des weißen Mannes schwerer Bürde…
Nach der Lektüre von Egon Flaigs „Weltgeschichte der Sklaverei“ kann ich Kewil und Manfred nur beipflichten: Lesen!
Ein paar Punkte daraus möchte ich speziell hervorheben:
1) Zu den Gründen dafür, daß im Römischen Reich wiederholt Sklavenaufstände möglich waren, schreibt Flaig: “…drittens versäumten es viele Sklavenhalter, ihre Sklavenkontingente ethnisch gründlich zu mischen.”
Vergleichbar damit hatten die Heloten, welche von den einwandernden Spartanern unterworfen und zu deren Staatssklaven gemacht worden waren, sich ihre ethnische und kulturelle Identität erhalten und sich so einen Zusammenhalt bewahrt, der sie für die Spartaner zu einer ständigen Gefahr im Inneren machte, wodurch diese außenpolitisch öfters nicht handlungsfähig waren.
Auf S. 120 schreibt Flaig auch zu den großen Sklavenaufständen im Mesopotamien des 9. Jahrhunderts abschließend: “Hinfort achteten die muslimischen Sklavenhalter darauf, in Betrieben mit hoher Sklavenkonzentration die Arbeitseinheiten klein zu halten und ethnisch zu mischen.”
Das spricht doch sehr dafür, sich den Bestrebungen unserer “Eliten” in Richtung Ausdünnung, Heterogenisierung, “Diversity” etc. zu widersetzen!
2)Flaig (S. 71): “Die römische Sklaverei transformierte sich im 3. Jh. von einer intrusiven zu einer extrusiven: Der Sklave war nicht mehr der Fremde, den man aus der Ferne kaufte oder gefangen herbeischleppte, sondern der Bekannte, dessen Vorfahren schon Sklaven gewesen waren, oder der Nachbar, der über den sozialen Rand gekippt war. […] Seit Kaiser Hadrian unterschieden die Rechtstexte ganz unverblümt die “Vornehmen” (honestiores) von den “Niedrigen” (humiliores): Letztere unterlagen nun Körperstrafen sowie befristeter oder lebenslänglicher Zwangsarbeit […] Diese Dichotomisierung des Strafsystems hatte auf die Dauer fatale Rückwirkungen: Das Bürgerrecht entwertete sich an einer empfindlichen Stelle; die römischen Bürger hörten auf, eine Rechtsgemeinschaft zu sein, sie entsolidarisierten sich allmählich. Damit war der antike Staat freier Bürger faktisch am Ende.”
Dazu fallen mir nicht nur die Bestrebungen ein, mittels zunehmender praktischer Anwendung der Scharia (vorerst nur auf “freiwilliger Basis” seitens der Betroffenen) zweierlei Recht innerhalb eines Staates zu schaffen, sondern das spricht auch gegen alle Tendenzen, das Wahlrecht nach wirtschaftlicher Stellung zu vergeben (z. B. nur an Firmeninhaber und Selbständige, wie von manchen auf “unserer” Seite des Islamkritik-Zaunes vertreten). Wehret allen Anfängen in Richtung einer neuen Aristokratie!
3) Flaig über die Sklavereipraxis in islamischen Reichen (ab S. 92): “Doch die Herrscher fürchteten nicht bloß mögliche Rivalen, welche ihnen den Thron streitig machten; sie wollten auch nicht zum Spielball der arabischen Aristokratie oder des eigenen Clans werden. Dafür benötigten sie Führungskräfte, welche zuverlässig den herrscherlichen Willen umsetzten. Eine Möglichkeit war, wichtige Positionen mit Christen oder Juden zu besetzen; denn diese weitgehend entrechteten und verachteten Menschen kamen nicht umhin, sich an den Herrscher zu klammern und ihm treu zu dienen. Sie waren ideale Sündenböcke, sobald jemand für Mißgeschicke herhalten mußte. […] Die Unsicherheit ihrer Position machte sie zu gut handhabbaren Werkzeugen in den Händen ihrer Herrscher. Diese unbegrenzte Verfügung über Menschen, welche sogar leitende Funktionen ausübten, machte das islamische Gemeinwesen zu einer extremen Besonderheit in der Weltgeschichte. Die Militärsklaven verkörperten die politische Konsequenz einer theokratischen Auffassung der menschlichen Gemeinschaft: Das absolute Despotentum brauchte zu seiner Selbsterhaltung eine Truppe, die sich ununterbrochen speiste durch brutalste Entwurzelung und vollständigste Verfügung über den Menschen, d. h. durch Sklaverei. Verwandtschaftlich entfremdet und sozial getötet, bildeten sie ein Korps von Menschen mit gebrochener Identität, dem Herrscher völlig ergeben, gegen jedweden äußeren wie inneren Feind einsetzbar und von den Einheimischen darum gehasst wie gefürchtet, obwohl direkt in den großen Städten kaserniert. Diese völlige Fremdheit trotz örtlicher Nähe erklärt, wieso in den islamischen Reichen städtische Rebellionen besonders grausam niedergeschlagen wurden.”
Warum fallen mir da schon wieder unsere “Eliten” ein?
5) Flaig schreibt auf S. 121/122 über die Versklavungspraxis in Afrika: “Manche Sultane der nördlichen Savanne legten die Scharia eigenartig aus. Ihre Vorgänger hatten Gebiete erobert und während der Kriegshandlungen Gefangene versklavt, die kapitulierenden Einwohner hingegen hatten sie als Untertanen in Freiheit belassen. Doch obwohl ein Großteil dieser unterworfenen, aber freien Stämme inzwischen zum Islam übergetreten war, erachtete man diese Gebiete als Sklavenreservoir. Man berief sich auf die Regel, eine nachträgliche Konversion verschaffe einem Sklaven nicht die Freiheit. Die Sultane versetzten damit weite Gebiete des Sudan in einen rechtlichen Sonderzustand: die dortigen Einwohner seien mit dem Augenblick der Eroberung in Sklaverei geraten – und zwar ausnahmslos alle – obwohl man sie nicht sofort an einen individuellen Herrn verkauft hatte. Somit behielten sich die Sultane vor, die ‘rechtlich’ längst Versklavten in den faktischen Zustand der Sklaverei zu setzen, wann immer sie wollten, ohne religiöse Bedenken. […] Der Gelehrte Ahmad Baba (1556 – 1627) erlebte, wie die Marokkaner 1591/92 das muslimische Sultanat Songhay eroberten, Timbuktu zerstörten und massenhaft Unterworfene versklavten und deportierten, darunter auch ihn selbst. Schnell freigelassen, lehrte er in Fes und Marrakesch. Um seine Meinung gefragt, wer versklavt werden dürfe, erteilte er 1614 ein umfassendes Rechtsgutachten (Fatwa), das später häufig zitiert wurde. Darin schreibt er:
Der Grund der Sklaverei ist der Unglaube; und die Ungläubigen des Sudan sind wie andere ‘kafir’, ob sie Christen, Juden, Perser, Berber oder andere sind, die am Unglauben festhalten und den Islam nicht annehmen … Folglich besteht kein Unterschied zwischen all den ‘kafir’ in dieser Hinsicht. Wer auch immer als Ungläubiger gefangen genommen wird, darf nach dem Recht in Besitz genommen werden, wer es auch sein mag, aber keinesfalls derjenige, der aus freiem Willen zum Islam übertrat, von Anfang an, gleichgültig, welchem Volk er angehört […].”
All dies kann und wird in Zukunft auch gegen uns angewandt werden, wenn wir den Abwehrkampf verlieren!
26.12.2009 um 17:28
Manchmal ergeben zwei entfernte Dokumente zusammen eine ganz neue Information.
In der Kairoer Erklärung der Menschenrechte (1) steht in Artikel 11 b)
“Kolonialismus jeder Art ist eine der schlimmsten Formen der Sklaverei.”
http://minarett.blogspot.com/2009/12/kolonialismus-und-sklaverei.html
26.12.2009 um 18:03
Danke, super Interview. Ich habe ihn schon im Fernsehen im Interview gesehen, ich glaube bei 10 vor 11.
> Denn Intelligenz bemisst sich an der Fähigkeit, Differenzen wahrzunehmen und sie zu verbegrifflichen. Relativieren hat überhaupt nichts zu tun mit “leugnen” oder “verharmlosen”
Das sollte man einigen Leuten auf die Stirn tätowieren, damit sie es jedesmal lesen müssen, wenn sie in den Spiegel schauen.
26.12.2009 um 20:21
Und den libertären Fundis sei diese Stelle aus dem exzellenten Interview nochmal unter die Nase gerieben:
Aber die Sklaverei ist nicht bloß eine Gefahr von “außen”. Bei weitergehender Verelendung in Europa könnte sie auch von “innen” - also extrusiv entstehen. Wie das? Weil wir die Freiheit haben, unsere Freiheit zu zerstören. Deutlicher: Die Vertragsfreiheit jedes einzelnen Bürgers und jeder Bürgerin kann zu perversen Resultaten führen. Erinnern wir uns? Kannibalismus in Deutschland, vertraglich vereinbart zwischen zwei freien Menschen?
Wenn wir zusehen, wie jemand sich vertragsmäßig mit freiem Willen von einem Vertragspartner aufessen lässt, dann werden wir eines Tages zusehen, wie irgendjemand von uns sich in die Sklaverei verkauft. Er hat in voller Freiheit seine Freiheit verkauft. Das ist die Paradoxie des Ultraliberalismus.
26.12.2009 um 20:53
Der Mann hat’s drauf!
26.12.2009 um 21:33
Berliner Kindl schrieb:
>> “Sie verwenden das Wort “Relativieren” so, als hieße es “Verharmlosen”.
Worte haben präzise Bedeutungen. Wenn wir zur Bierflasche “Waschmaschine”
sagen, dann zerstören wir die Basis unserer Kommunikation - und wir zerstören
die Basis unserer Intelligenz. Denn Intelligenz bemisst sich an der Fähigkeit,
Differenzen wahrzunehmen und sie zu verbegrifflichen. Relativieren hat überhaupt
nichts zu tun mit “leugnen” oder “verharmlosen”. Das Gegenteil ist richtig.”
Donnerwetter! <<
Ist mir auch aufgefallen. Für mich - als notorischer 130er - nix Neues; es wundert mich nur, warum soviele Intellektuelle solche Grundweisheiten nicht wissen … ???
27.12.2009 um 3:39
@ Deep Roots
“Wenn wir zusehen, wie jemand sich vertragsmäßig mit freiem Willen von einem Vertragspartner aufessen lässt, dann werden wir eines Tages zusehen, wie irgendjemand von uns sich in die Sklaverei verkauft. Er hat in voller Freiheit seine Freiheit verkauft. Das ist die Paradoxie des Ultraliberalismus.”
Großer Gott! Ist denn das ein Problem unserer Zivilisation? Wieviele Fälle von Bekloppten, die sich auffressen ließen, hatten wir denn? Einen einzigen! Mehrheitlich wird die Vertragsfreiheit zum gegenseitigen Gewinn und zur Mehrung des Wohlstands genutzt. Sie ist genauso ein Grundpfeiler der Zivilisation wie die Gewerbefreiheit.
Das wirkliche Problem ist die Einschränkung der Vertragsfreiheit, etwa durch beschissene Antidiskriminierungsgesetze.
27.12.2009 um 12:57
@ Deep Roots
“Wenn wir zusehen, wie jemand sich vertragsmäßig mit freiem Willen von einem Vertragspartner aufessen lässt, dann werden wir eines Tages zusehen, wie irgendjemand von uns sich in die Sklaverei verkauft. Er hat in voller Freiheit seine Freiheit verkauft. Das ist die Paradoxie des Ultraliberalismus.”
Ein konservativer Denker (Spengler? v.d. Bruck?) sagte wohl völlig richtig:
“Am Liberalismus gehen die Völker zugrunde.”
So sympatisch mir Freiheit und Wettbewerb im Sport und in der Wirtschaft sind, so unsympatisch ist mir ein Staat, der keine Idee erkennen läßt. Ebenso, wie ein ‘toleranter’ Mensch, der alles irgendwie gut findet, mir widerwärtig ist, ist auch ein solcher Staat häßlich - er ist ein geschmack- und kulturloses Konglomerat.
Menschen und Staaten müssen eine Idee von sich haben und diese zielstrebig betreiben. Haben sie die nicht, sind sie nur noch Siechende …
Auch wenn mir bewußt ist, daß Selbstmord manchmal tatsächlich der einzige Ausweg ist, so verachte ich jede Kultur der Selbstmordverherrlichung. Selbst in Japan ist Harakiri aus billigen Motiven mutmaßlich geächtet. Nur wo er einem höreren Ziel diente oder als Mittel zur Wahrung der Ehre ist er geduldet. Ob Ehmkes Abgang in Japan Verständnis fände?
Auch beim Selbstmord gilt: Die Ausnahme bestätigt nur die Regel. Und die Regel ist: Selbstmord ist unehrenhaft!
27.12.2009 um 15:35
Top-Artikel!
Endlich mal echte Inhalte gut dargestellt!
5.01.2010 um 11:15
[…] dem großartigen Egon Flaig ist bei uns hier diskutiert worden. Wer über Weihnachten nicht da war, UNBEDINGT LESEN! Zweitens ist der französische Philosoph Pascal Bruckner ein äußerst gescheiter zeitgenössischer […]
21.01.2010 um 20:17
[…] Quelle: Egon Flaig im Interview mit Telepolis via Fakten & Fiktionen […]
25.02.2010 um 7:32
[…] über das Buch des Historikers Egon Flaig Weltgeschichte der Sklaverei. C. H. Beck, 2009, das wir schon längst besprochen haben, aber genau dies ist nicht der Punkt. Über Flaigs Buch sollten 500 oder noch mehr Artikel […]
14.03.2010 um 10:52
[…] lasse aber noch eine Koryphäe sprechen, Egon Flaig im Interview, als ihn der Telepolis-Pisant fragte, ob HartzIV und Sklaverei dasselbe seien, denn so verbreitert sich die […]