Nochmals Griechenland! Deutsche Bank warnt auch vor Euro-Crash!

22.01.2010

Gestern wollten noch einige mein Posting kleinreden, heute kommt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank und sagt haarscharf dasselbe! Glaubt bloß nicht, daß ich jeden Banker schätze, aber wo er recht hat, hat er recht. Der Witz ist, daß sich die EU von Griechenland hinters Licht führen ließ und daß die EU dagegen gar nichts tun kann. Sie hat kein Instrument für einen solchen Fall geschaffen. Sie kann Griechenland nicht aus dem Euro und nicht aus der EU rauswerfen, und wir können nicht austreten, sondern NUR ZAHLEN. Die Arschlöcher in Brüssel haben in ihrem Erweiterungswahn ein Paradies für Betrüger geschaffen, die von den anderen Mitgliedern alternativlos mitfinanziert und gerettet werden müssen, selbst wenn die Retter mit untergehen. Das ist die Situation, das muß man sich mal vorstellen! Dies betrifft auch EU-Länder, die den Euro gar nicht haben. Bulgarien und Rumänien können uns melken, bis wir Blut schwitzen. Die EU hat keine Instrumente! Der neue DB-Fuzzy sagt das nicht so deutlich, aber er kommt der Wahrheit nahe. Hyperinflation! Auszug aus WELT:

WELT ONLINE: Griechenland ist gemessen an der Wirtschaftskraft nicht viel größer als Hessen. Ist das viel Hysterie um ein kleines Land?

Mayer: Nein, es ist die bisher größte Herausforderung für die Euro-Zone. Den Griechen fehlen allein in diesem Jahr bis zu 55 Milliarden Euro, um alte Kredite durch neue zu ersetzen und den Haushalt zu finanzieren. Wenn sie ihr Defizit nicht allein in den Griff bekommen, stehen wir als Euro-Länder vor einem Dilemma. Wir können die Griechen durch EU- oder bilaterale Hilfe raushauen. Dann ist das Problem kurzfristig gelöst. Griechenland bleibt der Staatsbankrott erspart, uns ein Beben auf dem europäischen Anleihenmarkt. Auf der anderen Seite würde ein Land ausgekauft, das nicht reif für die Euro-Zone war, gemauschelt hat, um trotzdem reinzukommen, und seitdem nichts gelernt hat, wie die erneut falschen Zahlen von 2008 und 2009 beweisen. Deshalb hat der Fall Griechenland schon exemplarische Bedeutung.

WELT ONLINE: Wer soll denn konkret helfen, wer die Bedingungen stellen?

Mayer: Das ist das entscheidende Problem. Wir haben in Europa keine geeignete Institution zur Krisenbewältigung. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt sieht nicht vor, dass Länder falsche Zahlen abliefern und sich Mahnungen nicht beugen. Wir haben mit dem Stabilitätspakt zwar Sommerreifen aufgezogen, aber es versäumt, rechtzeitig auch Winterreifen zu besorgen.

WELT ONLINE: Es gibt also keine einfache Lösung für das Griechenland-Problem?

Mayer: Nein, das ist die große Schwachstelle. Weder die Europäische Zentralbank noch die EU-Kommission, noch sonst jemand in der EU kann die Griechen nun zwingen, im Ausgleich für Hilfe notwendige Reformen durchzuführen. Doch ohne bindende Verpflichtungen sagen andere Problemländer: Warum sollen wir den Gürtel enger schnallen, wenn die Griechen auch so rausgehauen werden? Dann könnten etwa die Iren, die im Moment durchgreifend ihren Haushalt sanieren und nicht etwa vor drastischen Gehaltskürzungen zurückschrecken, damit aufhören und sagen: Unsere Verluste zahlt ohnehin die EU.

WELT ONLINE: Wenn Europa die Kriseninstrumente fehlen, liegt ja der Ruf nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nahe. Doch Finanzminister Wolfgang Schäuble hat kürzlich gesagt: Der IWF hat in Griechenland nichts verloren. Wenn wir den IWF in die Euro-Zone hineinlassen, werden wir an den Devisenmärkten brutal abgestraft, und der Euro fällt.

Mayer: Das erstaunt mich. Ich habe von großen Hedgefonds-Managern gehört: Der Euro und damit auch deutsche Rentenpapiere werden schwach, wenn Griechenland einen Bailout ohne feste Bedingungen bekommt. Denn dann sagen sich die Anleger: Jetzt sind wir auf der Schiene, die zur Weichwährung Euro führt. Die Fondsmanager sagten auch: Wenn Griechenland hart behandelt wird und so einschneidend vorgehen muss wie Irland, ist das gut für den Euro und für die Deutschen und ihre Anleihen.

WELT ONLINE: Schäuble sagte, die Europäer müssten ihre Probleme allein regeln.

Mayer: Ich kann die Politiker aus ihrer Sicht verstehen, wenn sie sagen: Die Stufe unserer Integration mit Griechenland innerhalb der EU ist so groß, dass wir nicht wollen, dass die Amerikaner oder Chinesen hier über das Vehikel IWF mitreden und den Umfang der Kredite und die Krisenmaßnahmen mitbestimmen.

….

WELT ONLINE: Nehmen wir an, Griechenland wird zahlungsunfähig, danach geraten Länder wie Irland, Portugal, Spanien, Italien in Not – bricht der Euro dann zusammen?

Mayer: Zusammenbruch muss man definieren. Werden Griechenland oder andere Problemländer die Euro-Zone selbst verlassen? Kaum – warum sollten sie diesen Schutzschirm verlassen? Verlassen sie andere, stabile Länder, die sich sagen: Der Euro ist so ruiniert, dass wir ihn nicht mehr wollen? Das ist theoretisch denkbar. Dem Bundesverfassungsgericht zufolge kann Deutschland austreten, wenn sich die Währungsunion nicht als Stabilitätsgemeinschaft erweist. Praktisch kann man sich diesen Austritt allerdings auch nicht recht vorstellen. Das ist ein echtes Dilemma.

WELT ONLINE: Was müssen wir dann im schlimmsten Fall befürchten?

Mayer: Dass die Währungsunion zerbricht oder zur Inflationsgemeinschaft wird, wenn das Griechenland-Problem und seine möglichen Folgen nicht vernünftig gehandhabt werden

….

WELT ONLINE: Bisher sind die Zinsen niedrig. Die Zentralbanken können anscheinend endlos Geld drucken, ohne Probleme zu bekommen.

Mayer: Die Zuversicht bröselt doch allmählich. Die Anleger beginnen, sich zu sorgen, und wollen Schritte sehen, die zeigen, wo die Lösung zum Abbau der Staatschulden ist. Irgendwann reißt das Band, das jetzt mit der Geldausweitung immer weiter gespannt wird, und wir bekommen ein echtes Inflationsproblem.

Habe bereits im Dezember diesen Warn-Chart, der sich übrigens vollautomatisch aktualisiert, reingestellt: Bitte dort auf den ersten Link klicken, wer wissen will, warum der Dollar dem Euro überlegen ist!

24 Antworten zu “Nochmals Griechenland! Deutsche Bank warnt auch vor Euro-Crash!”

  1. Melmoth meint:

    “Die EU hat keine Instrumente!”
    Wie denn auch? Ohne Hirn und Verstand nach vorne preschen, Hauptsache Brüssel kann noch mehr Gelder und Kompetenzen absaugen. Dabei auf alle Kritiker und die eigene Bevölkerung spucken - sonst könnte ja die Frage aufkommen, ob die EU überhaupt gebraucht und gewollt wird - und bei Ärger lässt man die Lage von der Systempresse schönlügen.
    Jetzt steht man halt mit heruntergelassenen Hosen da.

    Wenn es schon mit Griechenland solche Probleme gibt, stellt euch mal vor, wie das mit der Türkei aussähe.
    “Leider haben wir in der EU keine Institution für innereuropäische Migration. Die Verträge sahen nicht vor, dass Millionen Türken nach Westen aufbrechen. Niemand kann die Türkei zwingen, ihre Staatsbürger wieder zurückzunehmen etc.”

  2. Antifo meint:

    OT: Zeit-Editorial auf Basis einer Umfrage unter Deutsch-Türken

    Sehr klar weisen die befragten Deutschtürken schlichte Opfer-Analogien zurück. Die heftig kritisierte These des ehemaligen Leiters des Essener Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, die Türken seien die neuen Juden Europas, findet keinerlei Anklang. Die Behauptung, »die heute in Deutschland lebenden Türken müssen einen ähnlichen Druck ertragen wie die Juden in Deutschland vor ihrer Verfolgung«, halten nur 15 Prozent der Befragten für »sehr richtig« oder »eher richtig«, 20 Prozent finden sie »eher falsch«, 58 Prozent sogar »völlig falsch«.

    Bei allem Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Holocaust stößt die offizielle deutsche Vergangenheitspolitik jedoch auf Skepsis. 60 Prozent der befragten Deutschtürken halten den Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte für »eher abschreckend«, 25 Prozent betrachten sie als »eher vorbildlich« – eine Einschätzung, die durch alle Bildungsschichten nahezu stabil ist. 43 Prozent sehen in der intensiven Beschäftigung der Deutschen mit der Judenverfolgung »eher ein Zeichen von Schwäche«, nur 27 Prozent ein »Zeichen von Stärke und Einsicht«. Ein Grund für diesen Befund mag das in der Türkei gepflegte heroische Bild der türkischen Vergangenheit sein: Wer Geschichtsüberlieferung vor allem als Aneinanderreihung von Triumphen kennt, wird die bundesdeutsche Konzentration auf die Katastrophe nur schwer verstehen können. Tatsächlich schütteln ja bisweilen auch Franzosen oder Amerikaner den Kopf über die deutsche Gründlichkeit beim Erinnern.

    http://www.zeit.de/2010/04/Editorial-Umfrage?page=all

  3. Chripa meint:

    Bis zum Abwinken wird uns immer über den Friedensfaktor EU gepredigt. Aber jetzt wird deutlich, welches Konfliktpotential auch in der Integration steckt. Früher konnte es einem egal sein, wieviel Schulden andere machen, bzw man hat sich gefreut, wenn der Cappucino im Italienurlaub wieder etwas billiger geworden war. Heute hat sowas direkte Wirkung auf das eigene Land und auf Dauer meist auch auf das eigene Leben.
    Ich hab übrigens mal gehört, dass der EU-Stabilitätspakt im Kern von einem Referenten des deutschen Finanzministeriums alleine entworfen wurde.

  4. Willi meint:

    Naja der Deutsche Steuerzahler wierd wie immer die anderen durchziehen. viel spass!

  5. kewil meint:

    FAZ zum Thema:

    http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EBA52A5C9354E4B67B45C922BA2DBDC0A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  6. Markus Oliver meint:

    Natürlich können die anderen Staaten etwas machen. Sie könnten kollektiv aus der EU austreten und einen neuen Staatenverbund gründen.

    kewil sagt: Mach dich nicht lächerlich. Das ist doch nur gequirlte Scheisse!

    Schon der Austritt Frankreichs und Deutschlands würden genügen, um der EU den Todesstoß zu versetzen. Alle anderen würden sich dann dem deutsch-französischen Diktat beugen.

    Du solltest Dir vielleicht noch einmal den gestern von mir verlinkten Artikel aus dem Le Monde diplomatique durchlesen.

    Die haben zwischen 20 - 30 Milliarden Steuerausfälle im Jahr durch Steuerhinterziehung. Das schlechtestenfalls 5 % der Gesamtstaatsverschuldung.

    Wenn die Anfangen ihr Geld auch mal einzutreiben, sind ruckzuck das Boomland Nr. 1 und im Ranking wieder auf Spitzenplätzen. Im Übrigen bezieht sich diese Schätzung alleine auf die Einkommens- und Kapitalertragssteuern. Die Grunderwerbs- und Grundsteuern sind noch nicht einmal eingerechnet, wobei ca. 80 % aller griechischen Immobilien bis vor zwei Jahren noch nicht einmal in den Grundbüchern festgehalten wurden. Die Müllentsorgung kam zu diesen Geundstücken nur mit Schmiergeldzahlungen, weil es die Straßen offiziell gar nicht gab. Noch nicht einmal die Straßen! Stromanschluss nur gegen Schmiergeld!

    Die Grundstückseigentümer hatten Frist bis Ende 2009 ihren Grundbesitz anzugeben und nachtragen zu lassen. Wer diese Frist versäumte, ist jetzt ohne Grundstückseigentum. Diese Häuser stehen unter keinerlei Eigentumsschutz und dürfen von der Regierung ohne gerichtlich angreifbares Verfahren abgerissen oder nachversteuert werden. Knallhart.

    Wenn die Grunderwerbs- und Grundsteuern Ende dieses Jahres vollständig erfasst sind, wird einen Raunen durch die Welt gehen, weil der griechische Aktienmarkt einen bombastischen turnaround machen wird. :-)

  7. Markus Oliver meint:

    Es ist übrigens ein Kardinalfehler, den griechischen Hang zu Drama und Tragödie eins zu eins ins deutsche Gehirn übertragen zu wollen. So funktioniert das nicht.

    Steiche Dir mal locker 90 % der Dramatik raus, dann bist Du in etwa in der Realität. Dort geht nichts ohne hemmungslose Überteibungen, Massendemonstrationen und Weltuntergangsphantasien.

    Die Grundregel Nr. 1 im Umgang mit Griechen lautet: Locker bleiben! Avrio, Avrio!

  8. Andre meint:

    Nicht nur Griechenland ist der EU seit de Euroeinführung auf der Nase getanzt ! Es ist nur die auffälligste Spitze des Eisberges ! Wenns nur Griechenland wäre wärs vollig egal ! Eine 10 Millionen Einwohner Volkswirtschaft könnte nie eine 350 Millionen Einwohner Volkswirtschaft (Euro) ins Wanken bringen. Dafür wären die Summen viel zu marginal!!

    Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
    Geert Wilders ist der Führer der PVV (Freiheitspartei) der Niederlande.
    Am 2. Januar 2010, begann sein Prozess in Amsterdam, angeklagt wegen Beleidigung von Muslimen und Anstiftung zum Hass.
    Dies waren seine Worte bei Prozessbeginn:……….Weiter:

    Geert Wilders: Rede v.21.01. vor dem Amsterdamer Gericht

    Gruß Andre
    Patriotisch-Proisraelisch-Antiislamisch!

  9. Faber meint:

    Gerade wollte ich schreiben, jetzt kommt bestimmt gleich der M.O. und erklärt, daß alles ganz anders ist…

    Der Schuldenstand Griechenlands ist von den Griechen bestimmt auch ganz dramatisch nach unten korrigiert worden.

  10. r2d2 meint:

    Benjamin Netanyahu weist Forderungen des israelischen Industrieverbandes nach Gastarbeitern zurück: “Sie würden kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursachen und uns auf das Niveau der dritten Welt drücken”:

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3837667,00.html

    Solche Poltiker bräuchten wir auch hier in Deutschland !

  11. r2d2 meint:

    Böhmer will Optionsregelung im Staatsbürgerschaftsrecht abschaffen:

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M52a48c1962e.0.html

  12. r2d2 meint:

    Und noch einmal das in Berlin geplante „Integrationsgesetz“

    BERLIN. Der rot-rote Senat in Berlin plant als erstes Bundesland ein eigenes Integrationsgesetz. Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm (Linkspartei), will damit Einwanderer als „besonders schützenswerte Gruppe“ festschreiben, wird die Politikerin von der Berliner Zeitung zitiert.

    Hintergrund sind zahlreiche Überfälle von Ausländern auf Repräsentanten des Staates. Durch Steigerung der „interkulturellen Kompetenz“ dieser Berufsgruppen hofft man zukünftig Konflikte zu vermeiden. „Für die Lebensqualität der Berliner wird entscheidend sein, ob Integration gelingt.“

    Der Anteil von Ausländern in Behörden, Polizei und Feuerwehr wird vom Senat auf derzeit zehn Prozent geschätzt, was dessen Ansicht nach viel zu gering ist. Auch soll der Anteil der Lehrlinge aus Einwandererfamilien durch bevorzugte Förderung erhöht werden. Nach Verwaltungsangaben ist dieser zwischen 2006 bis 2008 von 8,7 auf 14,3 Prozent angestiegen.

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5fcb3b61ba8.0.html

  13. Grün Grüner Am Grünsten meint:

    WELT ONLINE: Griechenland ist gemessen an der Wirtschaftskraft nicht viel größer als Hessen. Ist das viel Hysterie um ein kleines Land?

    no comment.

    Mayer: Das erstaunt mich. Ich habe von großen Hedgefonds-Managern gehört: Der Euro und damit auch deutsche Rentenpapiere werden schwach, wenn Griechenland einen Bailout ohne feste Bedingungen bekommt. Denn dann sagen sich die Anleger: Jetzt sind wir auf der Schiene, die zur Weichwährung Euro führt. Die Fondsmanager sagten auch: Wenn Griechenland hart behandelt wird und so einschneidend vorgehen muss wie Irland, ist das gut für den Euro und für die Deutschen und ihre Anleihen.

    WischiWaschi hat noch nie was genütz. In der Justiz nicht, in der Schule nicht in der Wirtschaft nicht. Wer nicht spurt und funktioniert muss hart angepackt werden. So ist das halt mal. Surviving of the fittest.

  14. Faber meint:

    r2d2 meint:
    22.01.2010 um 9:50

    Unglaublich, ich dachte erst an eine Satire…

  15. karl-friedrich meint:

    Da passt ja auch diese wunderbare Meldung ins Bild, hier verschwindet unser Geld mal wieder in einem der Löcher, wie blöd wir doch sind.

    Winterausflug für 84.050 Euro | EU-Bürger bezahlen Skiferien der Beamtenkinder

    Die EU-Beamten dürfen sich in diesen Tagen nicht nur über eine Gehaltserhöhung von 3,7 Prozent freuen. Weitere Extraleistungen sollen die Arbeitsfreude der Beschäftigten beflügeln. Im Februar etwa fahren 80 Kinder von Parlamentsbeamten nach Norditalien. Hauptsponsor der Skiferien ist der Steuerzahler.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article5934320/EU-Buerger-bezahlen-Skiferien-der-Beamtenkinder.html

  16. Jack meint:

    Innerlich juble ich. Je schneller die EU in der aktuellen Form zusammenbricht, desto besser. Offenbar sind finanzielle Kalamitäten das einzige was stört. Kriminalität, Islamisierung allgemeiner Verfall aller Strukturen werden anscheinend locker hingenommen.

    Die Fakten sind halt nach wie vor folgende: das Bruttosozialprodukt aller 16 Euro-Länder dürfte bei ca 13.000 Milliarden Euro liegen. Wenn wir eine Durchschnittsverschuldung im Verhältnis vom BIP idHv 70-80% annehmen, dann sind wir bei einer Gesamtstaatsverschuldung der Länder im Euro-Währungsraum von 10.000 Milliarden Euro. Griechenland ist mit ca 300 Milliarden Euro also für ganze 3% verantwortlich.

    Mayer: Historisch gesehen gibt es Beispiele dafür, dass nach einem enormen Anstieg der Staatsschulden durch eine große Krise oder Kriege die Inflation auf durchschnittlich rund fünf Prozent gestiegen ist – dabei handelte es sich um Länder, welche eine Krise erfolgreich bewältigt haben und eine Hyperinflation oder Währungsreform vermeiden konnten. Die USA hatten zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 50er-Jahre zwischen vier und fünf Prozent Geldentwertung im Jahr. Inflation wird in solchen Zeiten auch toleriert, weil sie dazu beiträgt, den Berg der Staatsschuld und oft auch der privaten Schulden wenigstens etwas abschmelzen zu lassen.

    Habe ich schon gestern gepostet. Ein paar Jahre 5% Inflation, und alles wäre wieder in Butter.

    Japan ist mit ca 180% des BIP verschuldet. Natürlich per Saldo bei den eigenen Bürgern, da Japan ja wie auch viele europäische Länder einen Leistungsbilanzüberschuß hat! Der deutsche Staat ist auch vor allem bei Deutschen verschuldet. Insgesamt halten Deutsche weitaus mehr ausländische Schuldtitel als umgekehrt.

    Ab dem Jahr 2020 beginnt es wirklich lustig zu werden. Da gehen dann die Babyboomer in Rente. Die belasten erstens die Sozialsysteme. Zweitens wird der Wirtschaft dann qualifiziertes Personal fehlen. Drittens werden viele Ersparnisse und damit auch die Staatsanleihen fällig gestellt. Und das in ganz Europa. Griechenland hat nur 10 Jahre Vorsprung.

  17. Domingo meint:

    Wenn es stimmt, daß die Deutsche Bank 150 Mrd. € an griechischen Staatsanleihen hält oder verpackt und weiterverteilt hat (an andere Banken, Rentenversicherer etc.), dann haben wir Griechenland bereits an der Backe. Nicht die gehen pleite, hiesige Forderungen fallen aus.

  18. talkingkraut meint:

    OT

    Seldwyla

    Jetzt hat sich die Straßenbenennungskommission für eine Umbenennung des Wilhelm-von-Scholz-Weges entschieden.
    Der Stadtrat hat nun die Möglichkeit die Entscheidung dieser Kommission noch abzulehnen. Dann wären die Linksextremisten endgültig gescheitert bei ihrem Versuch, die Erinnerung an einen großen deutschen Dichter, der in Konstanz Abitur gemacht hat und die meiste Zeit seines Lebens in Konstanz gelebt hat, zu tilgen, nachdem schon dem linksextremen OB die Schändung der Grabstätte der von Scholz in Allmannsdorf vom Regierungspräsidium Freiburg verwehrt wurde.
    Ein im weiteren Bereich des Eichhorns schon vorhandener Hermann-Hesse-Weg möchte die Kommission um den nach Scholz benannten Weg verlängern. Es gibt aber überhaupt keinen Bezug Hesses zum Eichhorn, allenfalls dass er einmal Wilhelm von Scholz dort besucht hat. Was denkbar ist, weil Hesse ein Freund von Scholz war.

    http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Aus-Scholz-Weg-soll-Hesse-Weg-werden;art372448,4131808

    Der Straßenname muss erhalten werden:

    Der Weg führt von der Eichornstraße zur am See gelegenen Villa Scholz, in der sich eine Erinnerungsstätte an Wilhelm von Scholz befindet.

    Scholz hat ein wichtiges Werk hinterlassen, er ist ein bedeutender Dichter. Unter den zahlreichen Auszeichnungen, die Scholz bekam, sei hier die ihm 1932 verliehene Goethe-Medaille genannt.

    Belege für eine schuldhafte Verstrickung in das Nazi-Regime konnten die Linksextremisten bisher nicht liefern. Scholz musste sich mit dem Nazi-Regime arrangieren, weil er und seine Angehörigen sonst Repressalien hätten befürchten müssen. Man muss doch sehen, unter welchen Bedingungen gerade ein so prominenter Schriftsteller in einem totalitären Regime lebte.

    Wir verfassungstreue Demokraten dürfen in einer solchen Frage nicht einer von der SED angestoßenen Schmutzkampagne gegen Scholz nachgeben. Die SED hatte die Kampagne vor einigen Jahren begonnen, als sie Scholz in ihrem Zentralorgan Neues Deutschland als einen Nazi-Dichter diffamiert hatte.

  19. Jack meint:

    Übrigens, Buschkowsky-Fan kewil sollte sich diesen PI-Beitrag von gestern ansehen:

    http://www.pi-news.net/2010/01/neukoellner-schulleiterin-busse-es-geht-bergab/

    Buschkowsky will um den kopftuchtragenden Sozialfall “eine Schleimspur ziehen” damit sie “Stadteilmutter” wird. “Stadtteilmütter” (natürlich moslemische mit Kopftuch) gibt’s dort überhaupt nur, weil mit “Ungläubigen” gar nicht mehr geredet wird.

    Über Jauch brauchen wir gar nicht reden. Der bekopftuchte Sozialfall casht 1450 Euro pro Monat (ohne soziale Sonderleistungen), und wird als gaaaaanz großes Vorbild hingestellt. Jauch: “Wenn alle so wären….”

    So ein Staat MUSS scheitern.

  20. Andreas meint:

    Dazu passend und schoneinmal von mir gepostet:
    Essay der EZB über Rausschmiss/Austritt aus der Eurozone:
    http://www.ecb.int/pub/pdf/scplps/ecblwp10.pdf

  21. Wichita meint:

    Gott sei Dank, die Deutsche Bank hat seit Jahresbeginn einen neuen Chef-Volkswirt! Der bisherige, Norbert Walter, nervte imme wieder mit seltsamen Ansichten zur Türkei:

    “Die Türkei hat doppelt so viele Kinder bei gleich großer Bevölkerung, und wenn von den jungen Türken viele zu Unternehmern oder Fachkräften werden, würden wir sicherlich auch den einen oder anderen abbekommen.”

    http://www.welt.de/wirtschaft/article5635682/Wir-werden-eine-ungemuetlichere-Gesellschaft-sein.html

    “Die Türkei ist Europas nächstes Wirtschaftswunder”, sagt Norbert Walter, Chefvolkswirt Deutsche Bank. Und Günter Verheugen, EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, ist überzeugt: “Das große wirtschaftliche Potenzial der Türkei wird Europa stärker machen.” In der gestern in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Broschüre “Warum die Türkei zu Europa gehört” machen sich diese und weitere Persönlichkeiten des deutschen öffentlichen Lebens gemeinsam für einen EU-Beitritt der Türkei stark.

    http://www.presseportal.de/pm/53221/1168388/tuesiad

    Aber vielleicht ist der neue ja auch nicht besser. Wahrscheinlich sogar. Denn „die Industrie“, „das Kapital“, wie immer man das nennen will, jedenfalls die wirtschaftlich Mächtigen – sie wollen diesen irrsinnigen EU-Beitritt der Türkei. Wäre es nicht so, hätten sie die Sache mit ihrer allunfassenden politischen, Lobby- und Medienmacht längst abgewürgt. Der Profit ist ihr Gott – und nur der Profit. Ob Land und Leute und Kultur dabei vor die Hunde gehen, ist ihnen sch…nurzegal.
    Deshalb war auch jeder Widerstand gegen die Euro-Einführung zwecklos. Die Industrie wollte den Euro - und also kam er.

  22. flax meint:

    Konkret auszutreten ist gar nicht notwendig, obwohl ich den Laden liebend gerne an der Wand sähe: Würde Deutschland und Frankreich medial auch nur leise in Erwägung ziehen, im Fall des Falles den Sauladen zu verlassen: Was glaubt Ihr, wie schnell das mit dem Sparen in den Armenhäusern klappen würde! Was sollen sie auch sonst machen?

  23. karl-friedrich meint:

    Alles was man wissen sollte muss:

    Die Deutschen Banken haben 38 Milliarden Euro an Griechenland verliehen. 202 Mrd. an Spanien und 198 Mrd. an Italien und 655 Mrd. an England. Sollten diese Länder Pleite gehen müssten die Banken Ihr Geld abschreiben und wären Pleite, also wird Deutschland vorher einspringen und ein Notkredit geben oder anders retten.

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