JF zum 150. Todestag von Ernst Moritz Arndt
29.01.2010
„Aufrührer, Umstürzler, Jakobiner“
Für die Wiedererschaffung eines deutschen Volkes aus den Völkchen: Zum 150. Todestag des politischen Publizisten Ernst Moritz Arndt - von Thomas Warnke
Wenige Tage vor der 150. Wiederkehr seines Todestages am 29. Januar ist dem „Sänger der Teutschen“ im vorpommerschen Kulturkampf ein so später wie unverhoffter Triumph zuteil geworden. Die mit viel eigenem Getöse und mit breiter medialer wie professoraler Unterstützung von volkspädagogischen Planübererfüllern unter der Parole „Uni ohne Arndt“ vorbereitete studentische „Urabstimmung“ darüber, ob die Greifswalder Universität weiter den Namen Ernst Moritz Arndts (1769–1860) tragen soll, fiel unerwartet deutlich mit 56 zu 44 Prozent zugunsten des hingebungsvoll als „Franzosenhasser“, „völkischer Rassist“ und „Antisemit“ denunzierten „sprachgewaltigsten politischen Schriftstellers Deutschlands im 19. Jahrhundert“ (Hans Kern), „vielleicht der wirksamste deutsche Publizist überhaupt“ (Edith Ennen), aus.
Mit der Abstimmung vom 15. Januar 2010, die vielleicht die allein verbindliche, für den 17. März zu erwartende Entscheidung des Senats der Greifswalder Universität präjudiziert, nähert sich ein zwölfjähriges Hauen und Stechen seinem Ende. Ausgelöst wurde es durch einen Artikel in der linksliberalen Zeit, die als Zentralorgan aller Gegner der Wiedervereinigung 1998 ihr Mütchen an Arndt kühlte, um nachträglich ihren über 1989 hinaus straff eingehaltenen „antideutschen“ Kurs zu rechtfertigen. Denn an Arndt könne man doch erkennen, wie nahe verwandt „Nationalismus“ und „Rassismus“ seien. Und wohin das führe: zum „Führer“ nämlich, wie der Zeit-Sykophant Jörg Schmidt raunte (Die Zeit 46/1998).
An der mit reichlich „Westimporten“ beschickten, 1456 gegründeten altehrwürdigen pommerschen Hochschule fanden sich genügend Claquere, die, nachdem die meisten sich für ein hübsches, „Liberalität“ gestattendes Salär bedenkenlos an eine Ernst-Moritz-Arndt-Universität hatten berufen lassen, am Namen ihres Patrons politisch korrekten Anstoß nahmen. Werner Buchholz, polonophiler Ordinarius für pommersche Landesgeschichte, Hartmut Lutz, Amerikanist und nach eigenem Bekunden in Sachen Arndt „fachlich nicht gerade prädestiniert“, ferner der Napoleon offenbar für einen Menschheitsbeglücker haltende Romanist Reinhard Bach, der aus der Schweiz stammende Skandinavist Walter Baumgartner, der nach 1990 glücklich gewendete, einstige marxistisch-leninistische „Kaderphilosoph“ Hans-Christoph Rauh sowie der Neuhistoriker Thomas Stamm-Kuhlmann – sie bildeten lange die „Speerspitze der professoralen Anti-Arndt-Hetze“ und die Einpeitscher eines neudeutschen Meinungstotalitarismus.
So nahm sie das Häuflein der Arndt-Freunde wahr, die sich um den Vorsitzenden der 1992 gegründeten Arndt-Gesellschaft, den Germanisten Karl-Ewald Tietz, gruppieren. Aktivisten der Pommerschen Historischen Kommission gehören dazu, ebenso der Universitätsarchivar Dirk Alvermann oder der Kirchenhistoriker Irmfried Garbe. Und unter den „Gebildeten“ Greifswalds nicht wenige Autochthone, die sich die zu DDR-Zeiten gepflegte, auf den Propagandisten der „Bauernbefreiung“ und der deutsch-russischen Waffenbrüderschaft der Befreiungskriege abgestellte Arndt-Tradition nicht von umerzogenen „Westlern“ destruieren lassen möchten.
Buchholz und Lutz hatten 2001 ein Kolloquium veranstaltet, um Arndt „wissenschaftlich“ zu exekutieren und so die Umbenennung zu motivieren (JF 41/01) – ohne Erfolg, so daß der in der gegen Arndt hinlänglich mißgestimmten Ostsee-Zeitung, ehemals SED-Organ an der Küste zwischen Wismar und Usedom, geführte Gazettenkrieg ein Jahrzehnt lang einem drôle de guerre ähnelte, der erst im letzten Sommer mit der Aussicht auf die „Urabstimmung“ wieder etwas spannender wurde.
Der Mann, um den nun schon so lange gestritten wird, bleibt dabei merkwürdig blaß im Hintergrund. Das gilt zwar nicht für die äußeren biographischen Daten, die jedermann jederzeit überblicken kann. An ihnen ist leicht abzulesen, daß der 1769 in Groß Schoritz auf Rügen geborene Sohn eines gerade aus der Leibeigenschaft entlassenen landwirtschaftlichen Inspektors, der als examinierter Theologe zur Geschichte wechselte und einige Jahre an der damals zu Schweden gehörenden Greifswalder Universität dozierte, zur Kohorte „1813“ zählte – also zu den Stein, Schön, Dohna, Humboldt, Scharnhorst, Hardenberg, Gneisenau, Boyen, Süvern, Gruner, die seit 1807 für die innere Reformen in Preußen stehen. Ohne diese Remedur wäre 1813/14 schwerlich die „nationale Erhebung“ gegen den äußeren Feind – der mit Rußland, England und Schweden zusammen gewagte preußische Befreiungskrieg gegen den von Arndt zum „radikalen Bösen“ und „Antichristen“ stilisierten Unterjocher der europäischen Völker, gegen den Imperator Napoleon – gelungen.
Für Arndt sollte der Sieg über den Franzosenkaiser das Tor zur Einheit der Deutschen aufstoßen. Sein Ziel war die „Wiedererschaffung eines deutschen Volkes aus den Völkchen“, die von drei Dutzend „Despoten“, auch seinem Dienstherrn, dem Hohenzollern Friedrich Wilhelm III. (1797–1840), bedrückt wurden. Der schmiegsame Diplomat Talleyrand, der Napoleons Sturz politisch überlebte und der die Grande Nation auf dem Wiener Kongreß wieder als Außenminister vertrat, rechnete Nationalisten wie Arndt daher unter die „Aufrührer, Umstürzler, Jakobiner“: eine Einschätzung, die sich Friedrich Wilhelm III. nach 1815 zu eigen machte.
Kaum hatte Arndt 1818 sich als Professor für Geschichte an der neu gegründeten Universität Bonn etabliert, provozierte seine essayistische, Gedanken- und Pressefreiheit einfordernde Kritik an der polizeistaatlichen Verpanzerung Preußens eine Drohung mit Amtsenthebung. Im Schatten der Karlsbader Beschlüsse eskalierte die Affäre zum 20 Jahre währenden Lehrverbot. 1840 von Friedrich Wilhelm IV. endlich wieder in seine Rechte eingesetzt, fand ein konservativer gewordener Arndt nur noch mühsam Anschluß an den von ihm um 1815 doch zielsicher formulierten „Geist der Zeit“. Auf die – allerdings kleindeutsch begrenzte – Einheit war er als Abgeordneter der Frankfurter Paulskirche immer noch fixiert, aber als Anhänger der konstitutionellen Monarchie entschied er sich gegen radikaldemokratische Experimente und warnte vor den kommunistischen Vorboten der „roten Republik“.
Wer allein sich an diese biographischen Brocken hält, versteht die Exaltationen Greifswalder Studenten und Professoren nur schwer. Doch aus deren Sicht ist ein publizistischer Befreiungskrieger per se ein „Ausländerfeind“. Die Generation der Buchholz, Stamm-Kuhlmann & Co. hat eben verinnerlicht, daß Fremdherrschaft „Befreiung“ ist. Also gestattet, wer wie Arndt nationale Selbstbestimmung predigt, als „fremdenfeindlicher Publizist“ und „Xenophober“ keine „positiven“ Bezugnahmen in der von ihnen zum „Einwandererland“ deklarierten Bundesrepublik.
Damit steht Arndt als einer unter vielen Heroen aus der deutschen Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts nicht nur quer zum multikulturellen Projekt, erinnert allzu penetrant an historische Alternativen zum Utopismus der kosmopolitischen Geisterfahrer-Generation Merkel. Sondern weitaus schlimmer: Er repräsentiert aus der Optik des opportunistischen „Rückenbückers“ (Arndt) Stamm-Kuhlmann überdies den extrem gefährlichen Typus des „Antisemiten“, wie der entweder ahnungslose oder böswillige Biograph Friedrich Wilhelms III. im Interview mit der Ostsee-Zeitung (Ausgabe von 10. Juli 2009) polemisiert, da sein Vorgänger auf dem Greifswalder Katheder leider „gegen Zuwanderung und Vermischung des deutschen Volkes“ gewesen sei.
Gegen die ahistorische Totschlag-Vokabel „Antisemitismus“ ist hierzulande schwer anzukommen. Auf zeithistorische Kontexte, auf konkrete, sozialhistorisch erhärtbare Anlässe von Arndts Vorbehalten etwa gegen die überproportionale jüdische Beteiligung an der agrarreformerisch induzierten „Güterschlächterei“ oder am Gebaren ostjüdischer „Zuwanderer“ nach 1840 zu verweisen, hülfe nicht – hat Henryk M. Broder doch dekretiert, daß dem „Antisemitismus“, im Gegensatz zum Anti-Islamismus, der mit Terrorismus, Ehrenmorden oder Kinderehen durchaus realen Bedrohungen entspringe, keine Realität entspreche. Judenfeindschaft sei also reines Kopfkino, gespeist aus „Angst, Projektion, Erfindung“ (Die Welt, 13. Januar 2010).
Juden wie Edith Landmann oder Gershom Scholem würden Broder ob solchen Schwachsinns zwar als entsprungenen Narrenhäusler verachten, aber trotzdem ist es ein derart aufs „Moralische“ reduziertes, abstraktes, gegen jeden historischen Einwand immunisiertes Verständnis von „Antisemitismus“, das als Wunderwaffe seit einem Jahrzehnt auch im Kesseltreiben gegen Arndt zum Einsatz kommt.
Dies um so ungehinderter, weil es auch 150 Jahre nach seinem Tod kaum so etwas gibt wie Forschung zu Ernst Moritz Arndt. Vor allem fehlt eine historisch-kritische Ausgabe seiner Werke, so daß der „Geist der Zeit“ heute schon mit einigen Zitatfetzen denunzieren und Eindruck schinden kann. Das Arndt-Jubiläum 2010 böte nicht nur Greifswalder Anstöße, um endlich auf der Basis solide edierter Texte diskutieren zu können.
© JUNGE FREIHEIT www.jungefreiheit.de 29. Januar 2010. Und hier noch gleich ein Artikel aus der SEZESSION zu Arndt!


29.01.2010 um 12:37
Prima dass der Artikel hier steht, weil unser Firmennetz (DB) die JF-Seite auf der Sperrliste hat.
29.01.2010 um 12:54
@ Sophist:
Mich würde interessieren, ob die DB auch das Neue Deutschland, die Junge Welt und Indymedia gesperrt hat.
(Ich entschuldige mich gleichzeitig bei der JF dafür, diese Publikationen mit ihr in Zusammenhang gebracht zu haben. Meine Motivation sollte aber klar sein.)
29.01.2010 um 12:54
Ein Paradebeispiel dafür, wie die Linken inzwischen auf den Hund gekommen sind. Man lässt Metternichs Politik wiederaufleben - dieselben miesen Methoden gegen dieselben Leute und dieselben Ideen.
Aber wenn irgendeine Neger- oder Palibande “für ihr Volk” mordet, dann überschlagen sich die Schleimscheißer vor Begeisterung.
29.01.2010 um 13:01
Dieser Umbenennungswahn, bei dem sich linksextreme Bessermenschen und Spießer austoben, hat ja schon diverse giftige Blüten getrieben, aber macht - nicht verwunderlich bei den Gestalten, die dieses Treiben befeuern - z.B. vor kommunistischen Menschenfeinden Halt
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,440393,00.html
29.01.2010 um 13:10
Natürlich ist es besser für die damaligen Deutschen gewesen, in der Gefolgschaft Napoleons nach Spanien oder Rußland zu marschieren, wohingegen es igittigitt ist, unter der Gefolgschaft Georg Bushs oder des lichten Finsterlings nach Afghanistan zu ziehen, zumal weder Bush noch Obama Monarchen sind und das schlägt ja dem Faß den Boden aus!
Da die DDR die Befreiungskrieger als ihr revolutionäres Erbe ansah, begreife ich nicht, wie da studentische Schwachköpfe, die anscheinend nix anderes tun, als herumzumosern, überhaupt Anhänger finden können, gilt doch die DDR immer mehr als das bessere Deutschland, nur ohne Ausgang und Bananen. Und die nennen sich dann auch noch LINKE.
29.01.2010 um 13:31
Linkes Dreckspack, an die Arbeit!
Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bonn
Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Osnabrück
Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen auf Rügen
Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Herzberg am Harz
Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Remscheid
29.01.2010 um 14:32
Leider gibt es noch viele andere beispiele bezüglich dieses umbenennungswahns. Nach 45 wurde z.b. die Hermannsschlacht in Varusschlacht umbenannt da dennen der name zu deutsch war. Nur davor wurde in Theaterstücken Büchern von der Hermannsschlacht geredet, schließlich wer wurde zuvor keine schlacht nach dem Verlierer benannt
29.01.2010 um 14:37
Gegen wen hetzen denn diese linken Dummbatzen:
“…
in Siebtel der Studentenschaft hörte Arndt, ein Zeichen, daß er bei den Studenten Anklang fand, besaß er doch neben August Schlegel den bekanntesten Namen der Bonner Professoren in den Anfangsjahren. Indessen konnte sich Arndt seines Lehrerfolges nicht lange freuen.
Schon vor der Gründung hatte er mit dem 4. Teil seines “Geist der Zeit” bei den konservativen Regierenden mehr als unliebsames Aufsehen erregt. Hier hatte Arndt anders als in den Zeiten der Befreiungskriege nicht in Flugschriften, sondern in Buchform seine politischen Ansichten dargestellt und harsche Kritik geäußert. Nicht nur, daß die Verbündeten Frankreich zu sehr geschont hatten, fand nicht seine Billigung, sondern vor allem die innenpolitsche Entwicklung, das nicht eingelöste Verfassungsversprechen, die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung durch die Zensur und nicht zuletzt das Treiben der Geheimpolizei. Er habe, so schrieb er an seinen Verleger Reimer, gegen die Reaktion “der Rückschreiter und Rückschleicher…einmal aus vollem Holz hauen wollen”.
Besonders die Auslassungen Arndts über die Geheimpolizei, die “Handlangerin der Hölle” und “wälsche Pest”, hatten natürlich gerade bei denen, gegen die sie gerichtet waren, Anstoß erregt.
Der Polizeiminister Wittgenstein spielte das im Sommer erschienene Buch unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung der Universität dem König in die Hände, der darüber so empört war, daß der feierliche Akt zeitweise in Frage gestellt war. Arndt erhielt im Januar 1819 in Form einer Kabinettsorder zunächst eine Verwarnung wegen der “ganz unnützen und unschicklichen Dinge”, die er geschrieben habe. Der König erklärte, daß er auf den preußischen Universitäten keine Lehrer dulden könne, die dergleichen Grundsätze wie Arndt aufstellten.
und weiter:
Aber nicht alle wanden sich von ihm ab. Rektor und Senat der Universität Bonn lehnten es ab an Stelle Arndts ein neues Mitglied in den akademischen Senat zu wählen. Freiherr vom und zum Steins Stellungnahme fiel ähnlich aus, wenn er sagte:”Warum muß dieses Schicksal den Mann treffen, der in den Zeiten der Fremdherrschaft mit Mut und Selbstaufopferung Gefühle für Vaterland und König erweckte und verbreitete, während so manche nichtswürdige Werkzeuge und Verehrer Napoleons und selbst Erzjakobiner Einfluß behalten und zu Ehren gelangt sind?”
http://www.ernst-moritz-arndt-gesellschaft.de/ema2/ema235.htm
Den Link fand ich bei EF.
Der Einschätzung des Freiherrn vom und zum Stein ist nichts hinzuzufügen.
29.01.2010 um 16:38
“…auf zeithistorische Kontexte, auf konkrete, sozialhistorisch erhärtbare Anlässe von Arndts Vorbehalten etwa gegen die überproportionale jüdische Beteiligung an der agrarreformerisch induzierten „Güterschlächterei“ oder am Gebaren ostjüdischer „Zuwanderer“ nach 1840 zu verweisen, hülfe nicht…” Also mir hilft es ehrlich gesagt wirklich nicht. Welches Gebaren von Ostjuden? Auch der Vorwurf Juden seien böse, weil sie in der Finanzwirtschaft überproportional vertreten sind (Güterschlächterrei), ist ein Kernelement des Antisemitismus. Aber das hier angedeutete Geweine über den Niedergang des Adels durch das (in diesem Fall) jüdische Bürgertum passt zur in Teilen rückwärtsgewandten und antiprogressiven Haltung der JF.
Aber damals war Antisemitismus (wenn auch nicht immer rassischer) eine allgemein verbreitete Meinung, wenn man EMA absägt, bleibt kaum einer von damals übrig.
29.01.2010 um 16:44
@Sophist X: wenn du auf der JF-Seite was lesen willst, dann gehe einfach auf www.workingproxies.info/proxies.shtml suche dir einen Proxy aus und surf darüber. Das ist bombensicher und absolut nicht nachvollziehbar.
29.01.2010 um 18:32
Warum ist Antisemitismus schlecht? Sind Juden irgendwie aus irgendeinem Grunde grundsätzlich, immer, gut? Sozusagen genetisch bedingt? Ist darum eine Kritik an einem Juden automatisch falsch, ja mehr noch, ein Verbrechen, und grundsätzlich Völkermord anstrebend?
29.01.2010 um 18:54
Wichita meint:
29.01.2010 um 13:31
“Linkes Dreckspack, an die Arbeit!”
“Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bonn”
In Bonn ist man ja schon kräftig dabei:
Patrioten und Freiheitskämpfer wie Ernst-Moritz Arndt werden von dem links-grünen Gesindel posthum zu “Nazis” erklärt!
Vorbereitung auf einen Bildersturm
Unter der plakativen Überschrift „Nazis benannten Schule um“ berichtet der General-Anzeiger Bonn von einer nicht enden wollenden Debatte um das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) in der Weststadt.
„Heute würde man wohl keine Schule mehr nach Ernst-Moritz Arndt benennen“, zitiert die größte Zeitung der Bundesstadt den Rektor Dr. Uwe Bettscheider. Unumwunden werden Gründe der politischen Korrektheit als Ursache des Namensstreits angeführt.
Zu einer möglichen Neuwahl des Namens merkt Bettscheider an: „Das ist ein dickes Brett, das wir bohren müssten.“
Das war meine Schule, da hab´ich mein Abi gemacht!
Ein Skandal!
http://www.pro-nrw-bonn.de/startseite/189-vorbereitung-auf-einen-bildersturm
29.01.2010 um 19:13
“Der Gott, der Eisen schuf, wollte keine Knechte!”
Also:
Laßt und die Jacken wieder schwarz färben,
und rote Aufschläge und goldene Knöpfe annähen.
Dann fliegen die Besatzer und ihre Schergen wieder aus dem Lande.
“Der Rhein: Deutschlands Strom, nicht Deutschlands Grenze!”
Beide Arndt-Weisheiten können am Alten Zoll in Bonn auf dem Denkmal-Sockel nachgelesen werden.
29.01.2010 um 19:15
Die “Geschichtsbereinigung” der “Anständigen” hat Motive, die wenig mit konkreten Äußerungen Arndts, aber viel mit seinem Ruf als Patriot und Dichter zu tun haben. Der muß um jeden Preis zerstört werden, denn nur entwurzelte Niemande sind ideologisch indoktrinierbar. Es geht den Kapagnenführern in der Hauptsache darum, die deutsche Geschichte und Kultur generell als “Brutstätte” des Nationalsozialismus zu denunzieren. Willige Werkzeuge wie dieser Wichtigtuer Jabbusch finden sich dann immer.
Vielleicht interessant:
http://ef-magazin.de/2010/01/27/1817-ernst-moritz-arndt-universitaet-greifswald-sebastian-jabbusch-als-aufklaererischer-dichter-und-brd-patriot
29.01.2010 um 19:18
@Sophist
“Prima dass der Artikel hier steht, weil unser Firmennetz (DB) die JF-Seite auf der Sperrliste hat.”
Das hatte ich auch schonmal. Da wurde die Site als Haß-Seite gelistet.
Wir hatten damals einen kommerziellen Filterbetreiber aus England am Start.
Ich habe einen Screen-Dump erzeugt und anonym an die JF gesendet.
Die Leute dort haben sich darum gekümmert, daß die Adresse wieder freigegeben wird.
Ich meine, daß sie sogar mit Verleumdungsklagen gedroht haben.
Also bitte: Den Betreiber oder die Bahn anonym benennen und fröhlich sein.
29.01.2010 um 19:37
@ Sophist X
Probier doch mal sowas :
http://proxy.org/cgi_proxies.shtml
29.01.2010 um 20:32
@Pit
Antisemitismus ist nicht Kritik an EINEM Juden
29.01.2010 um 21:05
an Roland:
theoretisch vielleicht. Praktisch aber, achte mal drauf, ist offenbar sehr wohl “Antisemitismus […] Kritik an EINEM Juden”: versuche nur, einen Menschen zu kritisieren, der Jude ist, und du wirst erfahren, daß du Antisemit bist. Und ich denke, darauf kommt es an: was andere denken, was ein Antisemit (nämlich du) ist. Nicht: was eine sinnvolle Definition für Antisemit sein könnte.
29.01.2010 um 21:28
Nunja, wenn man einen Menschen kritisiert, WEIL er Jude ist - dann ist das natürlich wieder Antisemitismus - bzw. Antizionismus.
Im übrigen habe ich in Deutschland keineswegs den Eindruck, dass sich irgendjemand scheuen würde, Israel, Juden generell oder einzelne Juden zu kritisieren. Nicht nur kewil basht wohlverdient den ZdJ, und was in der veröffentlichten Meinung in Bezug auf Israel oder auch in der Öffentlichkeit generell (ich erinnere an den warngestochenen Rabbi) abgeht, da sehe ich keinerlei Zurückhaltung.
Broder wird übrigens auch andauernd beschimpft, dem hilft sein Jüdischsein wenig….
29.01.2010 um 21:52
siehe auch:
Carl Schurz_Lebenserinnerungen
29.01.2010 um 23:59
@Sophist X
Google mal nach einem Proxy, damit müsste es gehen. Oder gleich hier: http://anonymouse.org/