WELTWOCHE und WELT, die eine ehrlich und intelligent, die andere mit brunzdummer Leserschaft!

18.03.2010

Drei von vier pädophilen Tätern sind weder Fremde noch Geistliche, sondern Väter, Onkel, Nachbarn! Die aktuelle WELTWOCHE 11/10 äußert sich auch zum scheinheiligen Umgang mit dem Mißbrauchskandal! Und in der WELT schreibt zur Abwechslung mal Bischof Zollitsch: Was soll der Papst Neues sagen? Anscheinend hat er unser Blog gelesen, denn dieser Artikel der FR ist ihm ebenfalls aufgefallen! Hinter jedem Text der WELT zum Thema bisher - die meisten dümmlich und voreingenommen - treten die immer gleichen Bubis zum zehnten Mal aus der Kirche aus, obwohl sie noch gar nie drin waren, schon längst ausgetreten sind oder noch nie einen Pfennig Kirchensteuer gezahlt haben. Bestätigt aber den Eindruck, daß BRD-Atheisten intolerante Missionare sind, welche genau die rechthaberischen Züge aufweisen, welche sie der Kirche mit Inquisition, Kreuzzügen et cetera andichten! Einen intelligenten Atheisten gibt es im Land nicht! Lasse mich aber gerne belehren, und jeder hier kann Zitate oder Bücher bringen oder verlinken! Glaube kaum, daß jemand fündig wird! Hier je zwei Kommentare aus WELT und ZEIT, wie sie zu Hunderten veröffentlicht wurden. Wenn ich als Journalist solche Dumpfbacken als Leser hätte, würde ich um meine berufliche Zukunft fürchten:

WELT:

Ohne Wenn und Aber! sagt:
Wir müssen nicht auf eine Erklärung des Papstes warten, sondern hier muss die Staatsanwaltschaft ohne wenn und aber aufklären. Zudem muss sich das Vefassungsgericht sowie der UN-Menschenrechtsrat mit der Frage befassen, ob die katholische Kirche als solche die Menschenrechte mißachtet und als kriminelle Organisation einzustufen ist. Es geht hier ja nicht nur um Pädophilie, sondern auch um Kondomverbot, veraltete Sexualmoral, Diskriminierung von Frauen und Verquickung mit staatlichen Organisationen.

Atheist sagt:
Ich bin echt froh, daß ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin. Ich persönlich halte die Kirche für einen scheinheiligen Verbrecherverein. Ihr wichtigster Zweck ist mitlerweile kein anderer wie der jedes anderen Dax-notierten Unternehmens.

ZEIT

5.21. Konkordat auflösen
nach dem ich fast alle Lesermeinungen überdacht habe, wäre daraus schließen,
1. man sollte das im 3. Reich geschlossene Konkordat mit dem Vatikan aufheben
2. Wegfall der Kirchensteuer sowie die damit verbunden die Beamtenbesoldung der Priester etc.
3. Abschaffung des Zölibats
4. alle kirchl. Feiertage soweit möglich und vertretbar aufheben,
damit wäre der Kirche und seinen Gläubigen zum umdenken und christl. handeln genüge getan. Nicht zu vergessen ein angemessene Entschuldigung Entschädigung an die Opfer zu leisten.

Argusaugen
5.5. Wieso gemehmigt der Papst Maßnahmen in Deutschland?
Hat dieser totalitäre, absolutischitsche und feudalistische Diktator in Deutschland regierungsgewalt? Nein? Dann hat er auch nichts zu genehmigen oder die “Bischofskonferenz” zu unterstützen!

Und ein “Bischof” als Sonderbeauftragter für Mißbrauch? Was soll dieser Quatsch? Alle diese Fälle, auczh die Strafvereitelungen der Bischöfe, gehören vor ein Deutsches Gericht! Die kath. Kirche unterliegt der Deutschen Justiz, und nicht diesem Diktator da im Vatikan.

Aber ein Diktator in Berlin und Brüssel, das wär’s doch! Natürlich ein sozialistischer! Gilbert Keith Chesterton: „Seitdem die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht etwa an nichts, sondern an alles.“

47 Antworten zu “WELTWOCHE und WELT, die eine ehrlich und intelligent, die andere mit brunzdummer Leserschaft!”

  1. Onkel Peter meint:

    Die FR hat den Titel “Papst soll zu Odenwald Stellung beziehen” nachträglich in “Papst soll zu Missbrauch Stellung beziehen” geändert. Fast wie bei Orwell.

  2. Onkel Peter meint:

    Der Linktitel ließ sich freilich nicht ändern :-)
    Was-wusste-Ratzinger-Papst-soll-zu-Odenwald-Stellung-beziehen.html

  3. talkingkraut meint:

    Wenn man sich kritisch mit der Kampagne der Bundesregierung gegen die katholische Kirche befasst, wird das von der Welt nicht veröffentlicht, dann würden nämlich die Welt-Leser erkennen, was für ein gleichgeschaltetes Drecksblatt die Welt in dieser Kampagne ist.

    Die Kampagne, die die Bundesregierung hier gegen die katholische Kirche fährt, ist an Perfidie nicht zu übertreffen, und man muss sagen, die Kanzlerin hat gut bei Goebbels abgeschaut, der auch mit Missbrauchsfällen die katholische Kirche in die Knie zwingen wollte.
    Da werden ja Missbrauchsfälle hervorgekramt, die schon vor Gericht verhandelt wurden, und dann wird so getan, als habe die katholische Kirche diese Fälle verheimlicht.
    Aber die Kanzlerin kann sich auf die gleichgeschalteten Medien verlassen, wenn sie heuchlerisch fordert, alles aufzuklären, obwohl das teils längst gerichtlich geschehen ist, bei anderen Fällen handelt es sich um Fälle von soll-missbraucht-haben, bei denen die Unschuldsvermutung natürlich nicht gilt, auch da hat sich die Kanzlerin einiges bei Goebbels abgeschaut. Dann kommen noch die Glücks und Geisslers und konstruieren einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Zölibat und Kindesmissbrauch, den es natürlich überhaupt nicht gibt, aber dadurch macht man aus jedem Geistlichen einen potentiellen Kinderschänder und stellt die Kirche unter Generalverdacht.

    Diese Perfidie macht mich sprachlos, aber es reicht doch noch um den katholischen CDU-Mitgliedern zu sagen, wenn Sie noch ein Quäntchen Ehre haben, treten Sie aus dieser Partei geschlossen aus!

  4. Golem meint:

    Mir liegt was auf der Zunge, aber das artet ja wieder in eine Religion-Atheismus-Dabatte aus und es gibt ja nur intelligente Katholiken.
    Also lass mers bleiben!

    kewil sagt: Von intelligenten Katholiken war nirgends die Rede! Nur immer schön differenzieren! Der WELTWOCHE-Schreiber ist kein Katholik, aber ehrlich. Die Brunzer in der Welt sind dagegen verlogenen Pisser!

  5. Otto meint:

    @ Golem

    mers?

  6. Golem meint:

    Brunzer sind Pisser, das ist wahr.

    Und immer schön differenzieren, es gibt sehr wohl intelligente Atheisten, genauso wie nicht alle Katholiken dumpfe verstockte Bauernschädel aus dem letzten Kaff sind.

  7. Golem meint:

    Mers!

  8. Carlo meint:

    “WELT … mit brunzdummer Leserschaft!”

    Das weiß man nicht. Intelligente Kommentare werden überwiegend gelöscht.
    Bei kontroversen Themen wie Zwangsislamisierung und Deutschenhaß gilt:
    Kommentarfunktin geschlossen.

  9. Carlo meint:

    # Otto meint: @ Golem

    “mers?”

    Mersch!

  10. Karl Eduard meint:

    Wahr ist jedenfalls, es sind mir bisher mehr eifernde Atheisten über den Weg gelaufen als eifernde Christen. Das sind Leute, die es einfach nicht ertragen können, daß andere Leute glauben. An diesem Punkt ist ihre Toleranz zu Ende. Es kann eben nur eine Gauben geben, nämlich den, daß der Mensch seine selber Geschicke lenkt, nebenbei das Klima reguliert und mit Geldgeschenken Arten daran hindert, auszusterben.

    Und wie schon mal geschrieben, Parallelen zum Deutschland unter Hitler tun sich mächtig auf, in der ganzen Art und Weise der Kampagne.

  11. Carlo meint:

    Nochmal zur Verteidigung der WELT-Leserschaft:

    WELT fragt: “Was halten Sie von der EU?”

    2%: “Sie ist großártig”

    77%: “Ich wünschte, Deutschland würde austreten”

    http://welt.de/politik/article2145728/
    Mehrheit_der_Europaeer_sieht_die_EU_negativ.html

  12. mvh meint:

    Golem ein Bayer?

    Die Kommentare sind einfach unterirdisch und an Dämlichkeit kaum zu überbieten. Trotzdem, obwohl schon lange bekannt und durch eigene Erfahrung bestätigt, fällt es mir schwer, hinzunehmen, daß der Bürger jeder Sau, die durchs Land getrieben wird, hinterherläuft.

  13. Alastor2262 meint:

    ZEIT und WELT haben genau die Leser, die sie verdienen.

    Aber in diesem Auftrieb der Schwachsinnigen, leuchten einige Irre besonders stark hervor.

    Da meldet der ATHEIST er sei froh, aus der Kirche ausgetreten zu sein. Wie froh muß da erst die Kirche sein?

    5.21 glaubt, die Aufhebung aller kirchlichen Feiertage würde zu Umdenken (in welcher Hinsicht?) und zu christlichem Handeln führen. Diese Variante des Glaubens ist derart behämmert, das nur echter, kindlich-tiefer und wahrer Glaube eine Chance zur Heilung bietet.

    OHNE WENN UND ABER, durch die geistige Ödnis seines inhaltslosen Oberstübchens irrend, bemüht nur sein WENN, wenn er fordert: “Zudem muss sich das Vefassungsgericht sowie der UN-Menschenrechtsrat mit der Frage befassen, ob die katholische Kirche als solche die Menschenrechte mißachtet und als kriminelle Organisation einzustufen ist”, ohne sein ABER erkennen zu lassen, das dann natürlich diese Forderung auch durch den Islam einzulösen wäre.

    Und ARGUSAUGEN, offenbar neu auf der Erde: “Wieso gemehmigt der Papst Maßnahmen in Deutschland? Hat dieser totalitäre, absolutischitsche und feudalistische Diktator in Deutschland regierungsgewalt? Nein? Dann hat er auch nichts zu genehmigen oder die “Bischofskonferenz” zu unterstützen!”

    Weil er das Oberhaupt der Kirche ist?

  14. Pecos Bill meint:

    Ich will jetzt ENDLICH wissen, was der Papst zum katastrophalen Tabellenstand von Hamborn 07 sagt!!!

  15. Neumann meint:

    “Einen intelligenten Atheisten gibt es im Land nicht!”

    Stimmt. Es gibt auch keine intelligenten Theisten.

    Intelligente Menschen sind grundsätzlich Agnostiker.

  16. wauo meint:

    Arik Brauer – Das Froschermandl (1973)

    Fünfe wird’s, die beste Zeit
    Ist die Gass’n voll Leit
    Kommt das Froschermandl grad ums Eck
    Was versteckt er denn in seine Säck?
    Zwa volle Wasserflaschn und
    A Trommel in der Tasch’n und
    Im Einsiedglas an Wasserfrosch.
    Schlagt die Trommel so schön,
    alle Leit bleib’n stehn
    nimmt die Wasserflaschn her,
    sauft’s alle zwa leer.
    Er hebt den Frosch in die Höh,
    reißt auf die Pappn (Mund) schnell,
    hat erm eine druckt,
    hat erm aba g’schluckt.

    Jeder poscht (klatscht) in die Händ
    Und wer des Froschermandl kennt,
    hat sie auf den Randsta g’setzt,
    weil des Beste kommt jetzt.
    Reißt’s Maul auf no amal,
    kummt auße a Wassertstrahl
    kummt a Regenbogen,
    kummt der Frosch auße g’flogen.

    Feuerwehr und Polizei
    Und der Tierschutzverein,
    jag’n des Froschermandl furt von dem Eck
    und den Frosch nehman’s erm weg.
    Jetzt is die Eck’n leer,
    ma hört kaa Trommel mehr,
    keiner bleibt mehr stehn
    es gibt nix mehr zum sehn.

    Nachtrag:
    Nach 37 Jahren hat nun der darob zum Alkoholiker gewordene Frosch nach vielen Sitzungen bei einer Reihe diplomierter Froschpsychiater und -psychologen endlich sein Trauma überwunden, sich an die Öffentlichkeit gewagt und das Froschermandl wegen Misshandlung, Missbrauchs von Schutzbefohlenen, Freiheitsberaubung und Diskriminierung angeklagt. Sein Buch “In der Wampe des Froschermandls - Ein Tatsachenbericht” ist in den Bestsellerlisten und das Froschermandl allerdings schon längst unter dem Boden. Spitzen-Juristen zerbrechen sich derzeit die Köpfe, wer nun für eine finanzielle Entschädigung haftbar gemacht und eventuell noch eine - zumindest angedeutete - sexuelle Komponente eingebracht werden könnte. Eine eigene Talk-Show ist bereits in Vorbereitung.

  17. mvh meint:

    @Carlo
    Die Abstimmung gegen den Beitritt der Türkei in die EU war eindeutig, aber ich bin davon überzeugt, daß die Ablehnung der katholischen Kirche weitaus verbreiteter ist und die Kommentare schon der Wirklichkeit entsprechen. Hier im Blog ist es doch ähnlich, sonst immer spitzfindig, wird bei Negativschlagzeilen über die Kirche den Schmieranten Glauben geschenkt, man will es glauben und zieht jeden linken Schmieranten als Zeuge hinzu.
    Die Zahl der Christen in der BRD ist abnehmend, keiner wird missioniert oder sonstwie gezwungen, nur im Süden der Republik finden noch Prozessionen und Bittgänge statt, aus dem öffentlichen Alltag ist der Glaube doch schon längst entsorgt. Warum dann diese Aufregung? Vielleicht weil die meisten instinktiv spüren, daß ihrem kleinen Würstchen Dasein doch etwas fehlt und sei es nur die Größe, nicht gleich jeder Zeitgeisterscheinung hinterherzuhecheln.

  18. Golem meint:

    Es will sich halt keiner damit abfinden, das er nur ein kleines Würstchen ist, wobei das wohl noch maßlos übertrieben ist. Also muß man sich was erfinden, was aus dem kleinen Würstchen einen fetten Braten macht. Mir Recht und wurscht, solang die anderen Würstchen mir meine Ruhe lassen.

  19. Kreuzweis meint:

    Wie - ein Atheist hat keinen Glauben?

    Glaubt er nicht daran, daß es KEINEN Gott gibt?

    “Es gibt keine Wahrheit” sagt der Skeptiker, außer einer, und zwar der, daß es keine Wahrheit gibt.

    Aber an eines glauben die Atheisten dann doch ganz brav: an den Holocaust.
    Schließlich ist es gesetzlich vorgeschrieben.

  20. wauo meint:

    @Neumann

    “Intelligente Menschen sind grundsätzlich Agnostiker”

    Während sich der gläubige Atheist grundsätzlich weigert, eine wie auch immer gedachte Transzendenz auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen, bleibt der Agnostiker nach beiden Seiten offen. In der Konsequenz bedeutet dies nur, dass er zwar moderater, aber in Ermangelung eines eigenen Standpunktes dazu eher dazu neigen wird, dem Zeitgeist hinterher zu hecheln.
    Was beide unterscheidet: Mit einem Agnostiker sind tiefere Gespräche möglich - mit einem Atheisten nicht. Aber ob Agnostiker wegen ihrer Standpunktlosigkeit deswegen intelligentere Menschen sind, wage ich daher stark zu bezweifeln:
    Schließlich besteht der weitaus größte Teil der Europäer aus Agnostikern.

  21. Spartakus meint:

    Aktuell wüsste ich auch keinen intelligenten Atheisten zu benennen, und schon gar nicht in Deutschland. Ansonsten bin ich ein Fan von H. L. Mencken (1880 - 1956):

    http://www.positiveatheism.org/hist/quotes/mencken.htm

    Im übrigen halte ich den Agnostizismus für die vernünftigste Weltanschauung: Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott. Aber sicher sein kann man nicht. Man sollte sich vielleicht eingehender mit der Pascalschen Wette befassen: http://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette

  22. Golem meint:

    Nein, Kreuzweis, tut er nicht.

    Wer einen Gott (in welcher Form auch immer) postuliert, sollte seine Behauptung zumindest begründen, von beweisen will ich ja gar nicht reden.

    Außerdem isses mir egal, obs Euren Gott, Allah, Manitou oder den gestreiften Kakadu gibt.

    Macht, was ihr wollt und lasst mir mit dem Käs meine Ruhe! In ein paar Hundert Jahren hat die Menschheit wahrscheinlich wieder mal neue Gottheiten erfunden, was solls?

  23. tomtom meint:

    @Kewil

    “Einen intelligenten Atheisten gibt es im Land nicht!” Der Satz hat einen Fehler. Und zwar ist das “im Land” zuviel.

    Sie merken es auch selber, deshalb suchen sie mit teuren Programmen nach “außerirdischen Intelligenzen!”

    Es fehlt Intelligenz, die ist abhanden gekommen. Daß diese Lücke die spirituelle Intelligenz ist - vor dieser Erkenntnis steht der hochgeglaubte Materialismus, die Religion des Augenscheins.

  24. Wichita meint:

    „Einen intelligenten Atheisten gibt es im Land nicht! Lasse mich aber gerne belehren, und jeder hier kann Zitate oder Bücher bringen oder verlinken!“
    Gern! Allerdings nicht pro Atheismus - und contra nur gegen ein „modernes“ Christentum.

    Wenn der Mensch sich nicht von den Göttern in Zucht nehmen lässt, nehmen ihn die Dämonen in Zucht.

    In der Absicht, der modernen Welt die Arme zu öffnen, öffnete die Kirche ihr die Beine.

    Ich ziehe den skandalösen Wundertäter der Evangelien dem Professor für moderne Ethik vor, den der moderne Klerus ersonnen hat.

    Nur die Religion kann populär sein, ohne vulgär zu sein.

    Wer einen Ritus reformiert, verletzt einen Gott.

    Die Ästhetik verkommt in der Soziologie und erblüht in der Religion.

    Daß das Christentum die sozialen Probleme nicht löst, ist nur für diejenigen Grund, abtrünnig zu werden, die vergessen, daß es niemals versprach, sie zu lösen.

    Das Christentum ist keine Doktrin für die Mittelklasse.
    Weder für eine ökonomische Mittelklasse noch für eine intellektuelle Mittelklasse.
    Es hat folglich keine Zukunft.

    Für den Christen von heute war die Kreuzigung ein bedauerlicher Justizirrtum.

    Das Christentum hat nie gelehrt, daß die Geschichte einen Zweck habe.
    Sondern ein Ende.

    Die Kirche hat zu viele Ordenbrüder, es fehlen ihr Ordensritter.

    Die Frauen, die die neue Liturgie dazu verleitet, das paulinische Gebot zu verletzen, sprechen in der Kirche immer mit näselnder und schriller Stimme.

    Die Beimischung einiger Tropfen Christentums zu einer linken Gesinnung verwandelt den Trottel in einen perfekten Trottel.

    Nicolas Gomez Davila, kolumbianischer Denker (1913 - 1994); “elitär, radikal, reaktionär”, sagt der Klappentext (stimmt!).

    .

  25. tomtom meint:

    Was den Agnostizismus anbelangt, macht er zuviele Fehler, er geht nämlich von der eigenen Existenz, eben des Agnostikers aus, die eben noch bewiesen werden muß. Mit dem Glauben derjenigen, die meinen an Gott zu glauben, nun ja, lassen wir das

    Noch was, der intelligente Agnostiker ist ein Oyomoron. Entweder man ist intelligent und versteht, denn intellegere heißt verstehen, einsehen. Wer aber Agnostiker ist, ist einer, von gr. gignosco (erkennen, verstehen) oder etwa Gnosis (Erkenntnis) der meint es gäbe nichts zu verstehen. Wo es nichts zu Verstehen gibt, hilft auch kein eventuell vorhandener Verstand. Darum meine Zweifel am intelligenten Agnostizismus. Oft versteckt sich im “Agnostizismus” das Unvermögen zur Selbstanalyse.

  26. tomtom meint:

    @Wichita

    An Davila beweist sich, die Sonne durchdringt auch den dichtesten Nebel.

    “Die Kirche hat zu viele Ordenbrüder, es fehlen ihr Ordensritter.”

    Bist Du bereit? Der Ritter antwortet immer be-Reit! Er ist der ReTTeR.

  27. tomtom meint:

    Agnostiker gleichen kümmernden Bäumen am Wasserlauf der ZEIT. Sie gleichen einer stille stehenden Mühle, durch deren faulendes Schaff das Wasser hinduchschießt, ohne das sie es auffangen können.

  28. Nachdenklich meint:

    Habe gerade folgendes bei den Kommentaren auf Welt-Online gelesen:

    “Vielleicht spricht Bischof Zollitsch mal vertraulich mit dem neuen EKD-Ratspräsidenten und weist ihn darauf hin, dass der Hauptmissbraucher der Odenwaldschule ein evangelischer Theologe war, dessen Schriften man von der EKD-homepage laden kann.”

    Kennt jemand die Quelle?

  29. Otto meint:

    @ Wichita

    Und wie heisst das Buch? Ich will es kaufen!

  30. Neumann meint:

    @Spartakus:

    Du kannst Pi mal Daumen davon ausgehen, daß circa 2% der Weltbevölkerung intelligent sind, d.h. einen IQ über 130 haben. Darunter sind sicher auch einige Atheisten.

    Den größten Anteil unter den Intelligenten machen vermutlich die strenggläubigen Mathematiker aus.

    @Wauo:

    Der Agnostiker hat durchaus einen eigenen Standpunkt: Er weiß (nicht: glaubt), daß sowohl Atheisten als auch Theisten ihr Leben an gleichermaßen unbewiesenen wie unbeweisbaren Hypothesen ausrichten und obendrein die unangenehme Eigenart haben, ihre auf wackeligen Füßen stehenden Überzeugungen denen aufdrängen zu wollen, die sie nicht teilen.

    Er weiß, daß einer von beiden spinnt und einer recht hat - er weiß nur nicht wie rum. Damit weiß er mehr, als Theist und Atheist. Die glauben nämlich beide nur, wissen also nichts, aber benehmen sich so, als könnten nur sie recht haben.

  31. Dox meint:

    Kewil: “Einen intelligenten Atheisten gibt es im Land nicht!”

    Ich dachte, du bist einer…?

  32. Golem meint:

    Hättet ihr Gläubigen eigentlich gern einen christlichen Staat mit Staatsreligion?

    Seid ehrlich!

  33. mino meint:

    Kewil ist doch auch Atheist, oder zumindest Ungläubiger. Und ich finde, er ist ein sehr intelligenter Atheist/Ungläubiger. Hier der gewünschte Link: http://fact-fiction.net.

    An die meisten Götter glaubt doch eh kein Mensch mehr. Kewil möge nicht so harsch sein, wenn manche hier halt einen Gott weiter gehen…

  34. mino meint:

    Die meisten Atheisten wissen gar nicht, was ein Agnostiker ist.

  35. mino meint:

    Wie kommt man eigentlich darauf, dass kein Gott “wahrscheinlicher” ist als ein Gott?
    Oder dass ein Gott wahrscheinlicher ist als viele Götter?
    Und vielleicht gibt es abermilliarden Götter, die von einem Gott erschaffen wurden?

    Aber wir sollten uns daran halten, was wir erfahren können. Das macht bescheiden.

  36. Heinerich meint:

    Von unserem atheistischem (=unintelligentem) Land namens SRD hab ich jedenfalls die Schnauze gestrichen voll!

  37. Kauderwelsch meint:

    Einen intelligenten Atheisten hir in Deutschland finden wir in B r o d e r.

    kewil sagt: Der redet nichts zum Thema!

  38. Dürr meint:

    “SRD” - EPIC WIN!

  39. tomtom meint:

    @Golem:
    “Hättet ihr Gläubigen eigentlich gern einen christlichen Staat mit Staatsreligion?

    Seid ehrlich!”

    Also ganz ehrlich Torquemada als Generalstaatsanwalt, die Dominikaner als Staatssicherheit und (Was gibt es eigentlich noch so Böses?) den Archipel Gulagfür alle Atheisten, Materialisten, Moslems u.s.w. kurz für alle Bösen! Im Notfall definiere ich, was böse ist. Reicht Dir das - Golem?

    Ich bin auch gegen einen christlichen Staat. Im sog. “Christlichen Staat” kann man die pers. Religion des Einzelnen nicht so gut erkennen. Ich finde schon, daß es besser ist, wenn Mut dazu gehört, sich zu einer Sache zu bekennen. Da kommt man nicht so schnell in schlechte Gesellschaft. Im Übrigen funktioniert das “Christentum” besser im “Nichtchristlichen” Staat. Eigentlich bin ich überhaupt gegen Staat. Ich finde in dieser Frage immer zu dem zurück, der mit Ernst Jünger war, der sagte einmal, der Anarch unterscheide sich vom Anarchisten dadurch, daß letzterer nur den Vorsitzenden austauschen will, während der Anarch auf Selbsbeherrschung setzt.

  40. Wichita meint:

    @ tomtom: Gepflegten kleinen Kreuzzug machen? Bin dabei!

    @ otto: N. G. D.: „Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift … “

    Reclam-TB 20141; 8,90 €. Mit einer Vorbemerkung des Herausgebers [und Davila-Verehrers, logo], Michael Klonovsky.

    Klonovsky selbst ist auch sehr lesenswert. Auf seiner Homepage
    http://www.michael-klonovsky.de/
    seine beiden letzten Essays, „Lob der Ungleichheit“ und „Herunter! Herunter!“, eine Abrechnung mit dem „Regietheater“, die erstaunlicherweise (in Bezug auf den Autoren und nicht auf das Thema) auch auf Broders Achse erschien. Unter „Artikel“ (Leiste oben) sein ganz besonders lesenswerter „Helden“-Essay („Heute haben wir keine Drachentöter mehr, sondern Drachenversteher“). Unter „Allerlei“ Klonovskys eigene Aphorismen. Sein Buch „Land der Wunder“ kann ich nur empfehlen.

  41. wauo meint:

    @ Neumann
    “Der Agnostiker hat durchaus einen eigenen Standpunkt: Er weiß (nicht: glaubt), daß sowohl Atheisten als auch Theisten ihr Leben an gleichermaßen unbewiesenen wie unbeweisbaren Hypothesen ausrichten…”

    Mit seinem “Wissen” bleibt er allerdings ein ängstliches Kind auf der Schaukel, das sich nicht zu schaukeln getraut. Während von ihm links und recht der Theist und Atheist munter drauflos schaukeln, verharrt das kluge Kind und wartet ab, welchen von den beiden es zuerst herunter haut. Schließlich glaubt es nicht nur, sondern weiß ja, dass zumindest einer von beiden spinnt. Also wartet es mal ab und als nichts passiert, geht es das kluge Kind nach Hause, Mutti schmiert ihm ein Nutella-Brot und als es zurückkommt, ist die Schaukel leer. Nun weiß er bis heute nicht, wer von den Beiden der größere Spinner war.

  42. manz meint:

    “Einen intelligenten Atheisten gibt es im Land nicht!”

    Einem klugen Atheisten sind alle Religionen so der maßen egal, dass sich jeglicher Kommentar erübrigt.

    Deshalb kann kewil nur den anderen Teil der Atheisten meinen.

    Sonst gilt wie immer:

    “Glaubt Ihr noch - oder denkt Ihr schon?”

    vgm.

  43. *barf* meint:

    @Nachdenklich:

    Pädophiler ehemaliger Rektor der Odenwaldschule ist bedeutender lutherischer EKD-Theologe

  44. Neumann meint:

    @wauo:

    Beschäftige Dich mit dem Gödelschen Unvollständigkeitssatz, mit Schrödingers Katze, mit Fuzzy-Logik und den erkenntnistheoretischen Implikationen aus alledem. Das ist nützlicher als Betrachtungen über schaukelnde Kinder.

  45. wauo meint:

    @Neumann
    Sorry, was Gödel anbelangt - aber in Mathe war ich immer schon eine Pfeife. Platon ist mir da schon ein wenig näher. Noch sympatischer ist mir noch der Erwin Schrödinger: “Ich glaube, ich bin richtig, ich werde schauen wie ein Narr, schrecklich, wenn ich mich irre.”

  46. Neumann meint:

    @wauo

    “in Mathe war ich immer schon eine Pfeife.”

    Das ist schlecht, ganz schlecht. Mathematik ist der Schlüssel zur Wahrheit und Glückseligkeit. Ich werde einen Algorithmus für Dein Seelenheil in meine Abendrechnung einschließen. Obwohl ich weiß, daß ich nicht weiß, ob das was nützt. ;)

  47. wauo meint:

    @ Neumann

    Danke - nützen wird’s wie vermutet allerdings nix. Ich spreche da aus Erfahrung - mein Schwager ist auch Mathematiker. ;)

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