Türkengefahr war für Luther ein apokalyptisches Menetekel
6.05.2008Ein informativer Artikel im Sonntagsblatt, den man nicht nur dem unwissenden protestantischen Pfarrer und Moscheebauer Heinrich Rothe empfehlen möchte! Martin Luther wußte jedenfalls mehr über Islam und Türken, egal welche Schlüsse er daraus gezogen hat - und es gilt eigentlich heute noch:
»Denn obwohl etliche des Türken Regiment deswegen loben, weil er jedermann glauben lässt, was man will, lediglich dass er der weltliche Herr sein will, so ist doch solch Lob nicht wahr. Denn er lässt die Christen wahrlich nicht öffentlich zusammenkommen und darf auch niemand öffentlich Christus bekennen noch gegen den Mohammed predigen oder lehren. Was ist das aber für eine Freiheit des Glaubens, da man Christus nicht predigen noch bekennen darf, obwohl doch unser Heil in diesem Bekenntnis besteht? Weil denn der Glaube unter solchem wüsten, wilden Volk und bei solchem scharfen, strengen Regiment schweigen und verborgen sein muss, wie kann er zuletzt bestehen oder bleiben? Darum geht’s auch so und muss so gehen: Was aus den Christen in die Türkei gefangen oder sonst hineinkommt, fällt alles dahin und wird in allen Dingen türkisch, sodass gar selten einer Christ bleibt.«
Zum Original - Dank an Corax - hier
Denn wiewohl etlich sein Regiment darin loben, dass er idermann lässt gläuben, was man will, allein dass er weltlich Herr sein will, so ist doch solch Lob nicht wahr. Denn er lässt wahrlich die Christen öffentlich nicht zusammen kommen, und muss auch niemand öffentlich Christum bekennen, noch wider den Mahumed predigen oder lehren.
Was ist aber das fur eine Freiheit des Glaubens, da man Christum nicht predigen noch bekennen muss? so doch unser Heil in demselbigen Bekenntniss stehet, wie Paulus sagt Röm. 10,9: Mit dem Munde bekennen, macht selig, und Christus gar hart befohlen hat, sein Evangelium zu bekennen und lehren. Matth. 10,32.
Weil denn nu der Glaube muss schweigen und heimlich sein unter solchem wüsten, wilden Volk, und in solchem scharfen, grossen Regiment, wie kann er zuletzt bestehen oder bleiben, so es doch Mühe und Aerbeit hat, wenn man gleich aufs Allertreulichst und Fleissigst predigt? Darumb gehets auch also, und muss also gehen, was aus den Christen in der Turkei gefangen oder sonst hinein kommet, fället Alles dahin, und wird allerdings Turkisch, dass gar selten einer bleibt; denn sie mangeln des lebendigen Brods der Seelen, und sehen das frei fleischlich Wesen der Türken, und müssen sich wohl also zu ihn gesellen.



6.05.2008 um 9:24
Tja, diese - in ihrer Analyse - immer noch zutreffenden Ausführungen Luthers stammten eben noch aus einer Zeit, in der das Abendland wirklich noch durch und durch christlich war und deshalb das Wesen und den Charakter des Islam und seiner gläubigen Anhänger glasklar zu erkennen vermochte.
Heute, spätestens nach dem verherrenden Wirken von nationalsozialistischer und kommunistischer Diktatur, also einer letztlich heidnisch-pantheistischen Metaphysik und einem atheistischen Materialismus, ist von einer solchen Analysefähigkeit, die ihr Verständnis eben gerade erst aus einer religiösen und theologischen Sicht- und Empfindungsweise gewinnen kann, nicht mehr viel geblieben.
Gerade weil so viele Menschen ihren religiösen (christlichen) Glauben verloren haben und/oder ihn nicht verstanden haben, sich (leider vielfach) aber auch gar nicht erst darum bemühen, begreifen viele die “Sprengkraft” und die Gefahr, ja durchaus die Macht, mit der gläubige Mohammedaner ihrer Ideologie huldigen und sie ausbreiten nicht mehr.
Die Konsequenz dessen, werden erst unsere Kinder und Kindeskinder vollends zu büßen haben.
6.05.2008 um 10:12
Zu diesem Thema (sehr lesenswert) das Buch von Otto von Corvin: “Pfaffenspiegel”. Trifft auch auf den Islam zu!
www.humanist.de/religion/pfaffe.html
6.05.2008 um 10:20
Na, wer`s braucht… .
Am besten noch die “wissenschaftlichen” Werke von Deschner dazu und dann ist man in Sachen christlicher Theologie auf absoluter Ballhöhe.
Und der größte Witz: manwird - wenn man sich mal eingehender damit auseinandersetzt - sich flugs bei den mohammedanischen “Kritikern” des Christentums wiederfinden, die - letzlich - genau in die selben Kerben hauen, und - so womöglich - ungewollt der Ausbreitung des Mohammedanertums begünstigen.
6.05.2008 um 10:37
Luthers Schrift “Vom Kriege wider die Türken”, aus der in dem Artiekl zitiert wird, gibt es hier komplett im Original:
Vom Kriege wider die Türken (1)
Vom Kriege wider die Türken (2)
“Ich habe des Mahomeds Alkoran etlich Stück, welchs auf Deutsch mocht Predigt oder Lehrebuch heissen, wie des Papsts Decretal heisst: hab ich Zeit, so muss ichs ja verdeutschen, auf dass idermann sehe, welch ein faul, schändlich Buch es ist.”
6.05.2008 um 10:45
Danke!!! Habe das gesucht! Ich schreib das nach oben und speichere vielleicht noch den ganzen Text!
6.05.2008 um 11:01
@Corax:
Super!
Herzlichen Dank für den Hinweis!
So läßt sich diese lesens- und bedenkenswerte Schrift leichter verteilen.
6.05.2008 um 11:03
Er war schon schrecklich politisch inkorrekt. Auch heute wäre er auf der Site, die die Gutmenschen mit aller Macht bekämpfen.
6.05.2008 um 11:16
@gibor:
Otto v. Corvin? Na jetzt hast Du bei kewil aber ins Fettnäpfchen getreten
6.05.2008 um 11:49
“Daß man den Mahmet oder Türken (Moslems) nichts Verdrießlicheres tun, noch mehr Schaden zufügen kann (mehr denn mit allen Waffen), denn daß man ihren Koran an den Tag bringe, darin sie sehen mögen, wie gar ein verflucht, schändlich, verzweifelt Buch es sei, voller Lügen, Fabeln und aller Greuel…..”
6.05.2008 um 12:18
Zitat Prosemit: “Er war schon schrecklich politisch inkorrekt. Auch heute wäre er auf der Site, die die Gutmenschen mit aller Macht bekämpfen.”
Luther?
Der würde sich heute aufgrund seiner Publik gemachten Äußerungen zum Mohammedanertum zusammen mit Gert Wilders in irgendeinen Loch verstecken müssen oder wäre wie van Gogh schon längst gemeuchelt worden - und für beides hätte die Mehrheit unserer politischen Nomenklatura durchaus Verständnis.
6.05.2008 um 14:20
1. Reaktionäre Christentümler (einer hier wiederholt mit dem Roßtäuschertrick auftretend, eine frecheste Mogelpackung, sich den Namen des Atheisten und Aufklärers Voltaire zu nehmen als Alias) wollen die Errungenschaften der europäischen Freiheitsgeschichte, die (auch im Judentum kam es zu ähnlichen Entwicklungen, siehe Spinoza) eine Bewegung gegen die religiösen Denkverbote und die katholischen Tabu-Wächter war, mit Renaissance, Aufklärung, Humanismus, Demokratie für minderwichtig abstellen in die Besenkammer und faseln -monopolistisch daherkommend wie die Islam-Fanatiker- vom “christlich-jüdischen Erbe” als bestimmenden Faktor, als ob das heutige Europa ohne dessen Reflexion und Überwindung so frei und aufgeklärt hätte sein können wie heute.
Und dann wieder die dümmlichen Spitzen (auch hier dem frechen Überlegenheitswahn des Islams, der dann aber noch Chistentum und Judentum gleich mit ablehnt) gegen das Heidentum und den Atheismus, als ob diese was Schlechteres wären als der religiöse Wahn der Christ-Anhänger mit ihren fragwürdigen Märchen von der Auferstehung Jesu, von der Jungfrauengeburt usw..
2. Und wenn sie den Luther so loben wegen seiner Türken-Texte, dann sollten sie uns mal sagen, ob seine Juden-Texte auch so stimmen wie niedergeschrieben und als Abwehrhaltung willkommen seien. Unsere verlogenen Christ-Propagandisten sind eben Agitpropler wie beim Kommunismus und Nazismus und suchen sich immer nur das aus, was ihnen in den ideologischen Kram paßt, was nicht, wird augelassen bis verleugnet.
3. Dem Islam ist nur zu begegnen mit einer freiheitlich-humanistischen Grundhaltung, wo eben das Christentum nur teilweise mitwirken kann, und nicht mit dem religiösen Unsinn vergangener Zeiten. Hinzu kommen muß ein gesunder Patriotismus und Verteidigungswille.
4. Und es ist Quatsch, daß schon das Christentum für sich ein Bollwerk gegen den Islam sei, denn sonst wäre das christliche Byzanz als Stadt und Reich nicht untergegangen.
Und den Ansturm der mohammedanischen Araberhorden hat laut WELT Karl Martell (bei Tours und Poitiers) damals nur stoppen können im Frankenland, weil die Araber auf ihren Pferden ausnahmsweise unbeweglich waren wegen der vielen aufgeladenen Beutegüter, also war auch hier der christliche Impetus allein nicht auschlaggebend, sondern ein glücklicher Zufall hat den Sieg gebracht und ein über alle Religionen hinweg immer wieder bei den Völkern mit gesunder Mentalität vorfindbarer Verteidigungswille.
5. Gewiß sollte man heute alle sich zur Verfügung stellenden Kräfte gegen den Islam als Bündnisgenossen aufnehmen in die gemeinsame Verteidigungsfront gegen den momentanen Hauptfeind der freien Welt, aber das heißt nicht, daß man alle Positionen der Bündnispartner akzeptieren muß, etwa bei den Schwulen und den Reaktionären unter den Christen, die hier versuchen, ihr ganz persönliches Süppchen gleich mitzukochen und ihrer Strömung zum Comeback zu verhelfen. Wie die Geschichte zeigt, fallen dann solche Einheitsfronten nach der Abwehr des gemeinsamen Feindes rasch wieder auseinander, innen- wie außenpolitisch.
6.05.2008 um 14:31
Info68: “Reaktionäre Christentümler (einer hier wiederholt mit dem Roßtäuschertrick auftretend, eine frecheste Mogelpackung, sich den Namen des Atheisten und Aufklärers Voltaire zu nehmen als Alias)”
Sie haben ja einen solchen Sockenschuß…
Info 68: “als der religiöse Wahn der Christ-Anhänger mit ihren fragwürdigen Märchen von der Auferstehung Jesu, von der Jungfrauengeburt usw..”
Ich könnte ja mal versuchen Ihnen das zu erklären (wenn sie schon zu faul sind sich selbst schlau zu machen), aber daran besteht Ihrerseits sicher kein Interesse…
Info 68: “4. Und es ist Quatsch, daß schon das Christentum für sich ein Bollwerk gegen den Islam sei, denn sonst wäre das christliche Byzanz als Stadt und Reich nicht untergegangen.”
In Geschichte haben sie auch so manche Lücke. Machen Sie sich mal schlau, was (bedauerlicherweise) dazu geführt, daß Byzanz militärisch dem Untergang geweiht war… .
Und ansonsten kann ich Ihnen von Herzen nur den Rat geben auf Ihre Gallenkolliken zu achten, die sollte man jedenfalls ernst nehmen.
Gruß,
der heute Abend noch zehn Rosenkränze für ihre geqäulte Seele betende,
M.Voltaire
6.05.2008 um 14:45
Passend zum Thema:
Die EKD (Mitteldeutschland) hat zur Zeit nichts besseres zu tun als sich kritisch selbst “nach den Wurzeln für rechtsextremes Gedankengut” zu untersuchen:
http://www.ekd.de/aktuell_presse/pm38_2008_emk_wort_gegen_rechts.html
Die Mühe kann sie sich sparen und statt dessen in diesem Punkt einmal den ZMD oder andere islamische Lobby-Verbände befragen. Die haben bisher doch stets gewußt und wissen es sicher auch jetzt noch, wo in und um die EKD rechtsextremes Gedankengut zu finden ist.
6.05.2008 um 16:31
Wer schon mal in Bayern war weiß, dass das gefährliche Reaktionäre Kreuzler sind.
6.05.2008 um 16:33
RE: “M.Voltaire meint: 6.05.2008 um 14:31 Info68: “Reaktionäre Christentümler (einer hier wiederholt mit dem Roßtäuschertrick auftretend, eine frecheste Mogelpackung, sich den Namen des Atheisten und Aufklärers Voltaire zu nehmen als Alias)” - Sie haben ja einen solchen Sockenschuß…”
Der Roßtäuscher in Aktion!!
MV: “Info 68: “als der religiöse Wahn der Christ-Anhänger mit ihren fragwürdigen Märchen von der Auferstehung Jesu, von der Jungfrauengeburt usw..” - Ich könnte ja mal versuchen Ihnen das zu erklären (wenn sie schon zu faul sind sich selbst schlau zu machen), aber daran besteht Ihrerseits sicher kein Interesse…”
Sie können nichts erklären, sondern nur rumfaseln wie sonst auch in ihrem dümmlichen Glaubenswahn. Wieso eigentlich sollen gerade Ihre abstrusen Religionsmärchen wahrer sein als die anderer Religionen, etwa die im Islam??!
MV: “In Geschichte haben sie auch so manche Lücke. Machen Sie sich mal schlau, was (bedauerlicherweise) dazu geführt, daß Byzanz militärisch dem Untergang geweiht war… .”
Vermutlich sind Ihre Lücken da weit größer!! Und mein Argument, daß das Christentum den Untergang nicht verhindert hat (wie anderswo auch) konnten Sie nicht widerlegen. Die Glauenskraft ist eben nur relativ und unbeständig, wie später auch die Islamiker, Araber, Türken (und auch die ähnlich tickenden Hitler-Gläubigen!!) haben bitter erfahren müssen.
MV: “der heute Abend noch zehn Rosenkränze für ihre geqäulte Seele betende, M.Voltaire”
Das ist Ihre Privatsache. Und ich würde ja dem Christentum und dem Katholentum auch etwas versöhnlicher gegenübertreten (nach dem Motto von Oriana Fallaci, daß wir Europäer christliche Atheisten seien), wenn Sie es nicht so intolerant-anmaßend-angeberisch hier vertreten würden.
6.05.2008 um 16:44
Zitat Inf68: “Und ich würde ja dem Christentum und dem Katholentum auch etwas versöhnlicher gegenübertreten (nach dem Motto von Oriana Fallaci, daß wir Europäer christliche Atheisten seien), wenn Sie es nicht so intolerant-anmaßend-angeberisch hier vertreten würden.”
Versöhnlicher? Ihr Wort in Gottes Ohr!
Und in Anbetracht ihrer persönlichen Ausfälligkeiten, blinden Wüterei und Beleidigungen auch in dem meinen.
6.05.2008 um 23:49
Und wenn sie den Luther so loben wegen seiner Türken-Texte, dann sollten sie uns mal sagen, ob seine Juden-Texte auch so stimmen wie niedergeschrieben
Nein, die stimmen nicht. Und die waren auch verderblich und schlecht.
Warum sollen deshalb die anderen nicht trotzdem stimmen?
Es gibt ein Logikrätsel:
Zwei Brüder stehen an einer Wegkreuzung und wissen, welcher Weg zu einer Oase und welcher in die Wüste führt. Einer sagt immer die Wahrheit und einer lügt immer. Man darf nur einmal nach dem richtigen Weg fragen. Wie macht man das?
Ich habe manchmal den Eindruck, manche Leute denken, die Erde wäre mit lauter solchen Menschen bevölkert. Entweder müssen alle Aussagen stimmen oder gar keine.
Wie unfrei im Geiste muss man sein, um so zu denken?
7.05.2008 um 7:14
Siehe auch “Geschichtsdenken und Ständekritik in apokalyptischer Perspektive - Einfluß der Türkengefahr auf Luthers Theologie” unter
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=975473662&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=975473662.pdf
7.05.2008 um 9:22
1.
“Denn es wird ihn in ihrem Gesetz geboten, als ein gut göttlich Werk, dass sie rauben, morden, und immer weiter umb sich fressen und verderben sollen, wie sie denn auch thun, und meinen, sie thun Gott einen Dienst dran.”
2.
“Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.”
8.05.2008 um 18:23
… man fragt einen der Brüder: “In welche Richtung würde mich dein Bruder schicken, falls ich ihn nach dem richtigen Weg frage?” und geht in die andere, nicht benannte Richtung.
25.10.2009 um 13:04
[…] zum Thema und zum ganzen Text […]