Pro Tag sterben 150 Arten aus. Wie wird das berechnet?

28.05.2008

Dino

Um es kurz zu machen - gar nicht. Es wird einfach aus dem Blauen heraus ein politkorrekter Mist zusammengescharrt. Sehr schön steht das im neuen Ostpreußenblatt:

Ist es nicht erschreckend? Der „Artenvielfalt droht der Kollaps“, jeden Tag verschwinden 150 Tier- und Pflanzenarten, das sind fast 55000 im Jahr. Das hat uns die 9. UN-Naturschutzkonferenz mitgeteilt, zu der 5000 Delegierte aus 190 Ländern für zwei Wochen ins schöne Bonn gereist sind. Beeindruckt haben uns die versammelten Konferenzexperten mit ihrem erstaunlich konkreten Zahlenmaterial: Demzufolge geht das Artensterben heute hundertmal so schnell wie vor der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, ja, wir erleben gar das größte Artenstreben seit dem Hinscheiden der Dinosaurier.


Jawoll, die Dinosaurier! Die Konferenzexperten haben tatsächlich Datenmaterial über 65 Millionen Jahre zusammengetragen. Wie lange die schon am Ball sind! Damals war ja selbst die alte Römerstadt Bonn noch nicht gegründet, da standen die Artenschützer schon im Wald der Kreidezeit und zählten die Arten, respektive, wie viele davon seit gestern Abend schon wieder verschwunden waren.

Leider haben die 65 Millionen Jahre nicht gereicht, um nachzuzählen, wie viele Arten es überhaupt gibt auf der Welt. Vorsichtigen Schätzungen zufolge sind rund 90 Prozent noch unentdeckt. Das tröstet aber nicht: Auch wenn wir nie erfahren haben, daß sie je existiert hätten, plagt uns doch ein entsetzlicher Phantomschmerz wegen jeder statistisch verschwundenen Spezies.

Das zwingt zum Handeln, es ist (zum wievielten Mal eigentlich?) „fünf vor zwölf“, weshalb jetzt dringend die „Mittel aufgestockt werden müssen“, wie Angela Merkel versprach. Greenpeace läßt sich das nicht zweimal sagen und fordert „ausreichend Geld“, die Rede ist von zwei Milliarden. Die Kanzlerin solle die „Finanzierungs-Initiative starten“ für Projekte zum Artenschutz (und zum materiellen Schutz der vielen Artenschutzorganisationen natürlich, die sonst noch auf die Rote Liste der unterfinanzierten „Nicht-Regierungs-Organisationen“ rutschen könnten).

Offizielles Ziel der Konferenz ist es, das Artensterben zu stoppen oder zumindest zu bremsen. Und wenn wir damit erfolgreich sind? Wird dann etwa die Förderung zurück­gefahren? Ach was, das braucht keine der geförderten Institutionen zu fürchten.

Denn: Solange es Arten überhaupt gibt, sterben immer welche aus, weil der Tod nunmal zum Leben gehört. Ein möglicher Stopp der Aussterberei braucht also niemandem Angst zu machen, er wäre gegen jede Natur und ist damit ausgeschlossen.

Aber bremsen? Das müßte doch gehen? Ja, theoretisch schon, aber wer will das messen? So wenig, wie irgendjemand weiß, wie viele Arten insgesamt existieren, kann auch keiner genau sagen, welche Menge wirklich ausstirbt pro Tag oder Jahr. Es gibt nur Schätzwerte.

Und wer schätzt? Die Artenschutz-Organisationen, -Experten und -Beauftragten – die Empfänger der Fördergelder für Artenschutzprojekte also. Daß ausgerechnet die eines Tages eine Bremsung des Artensterbens konstatieren und damit weniger Geldbedarf anmelden, gehört ins Reich der ausgestorbenen Hoffnungen, die wir schon lange vor den Dinos begraben haben.

Für Umweltminister Sigmar Gabriel war der Auftritt auf der Artenschutzkonferenz endlich mal eine Erholung. Er hat schwere Zeiten durchgemacht, sich rettungslos zwischen Nahrungsmittelknappheit und Ökosprit, zwischen Dschungelschutz und urwaldfressenden Palmölplantagen verfranzt und am Ende nur noch wirres Zeug gefaselt.

(Achtung, der Link zum ganzen Artikel funktioniert nur eine Woche!)

23 Antworten zu “Pro Tag sterben 150 Arten aus. Wie wird das berechnet?”

  1. spital8katz meint:

    Die nächste Kampagne zur Volksverdummung und Jobprogramm für Traumtänzer.

    Diese scheinen noch nicht auszusterben, im Gegenteil…

  2. Lichtung meint:

    Deutsches Volk, erwache!

  3. Brandenburger meint:

    Wurde auch gesagt wieviele Arten neu dazukommen? Dieser Hokuspokus um natürliche Kreisläufe geht mir mächtig auf den Zeiger.

  4. Eisvogel meint:

    Kann es sein, dass das Gesindel gerade merkt, dass es mit der Klimakatastrophe nicht ganz so wie geplant durchkomm? Dass die Spezies der intelligenten und unbestechbaren Wissenschaftler leider noch nicht dem Artensterben zum Opfer gefallen ist?

    Ehrlich gesagt: Ich glaubs noch nicht. Die halten sich vielleicht bloß ein bisschen zurück mit Geschwafel von wegen Kölner-Dom-und-Bangladesh-unter-Wasser, ziehen den Raubzug an den Bürgern aber trotzdem durch. Die Leute murren und nehmens hin.

    Aber parallel kann man ja schon mal eine neue Goldgrube anbohren.

  5. Hombre meint:

    Natürlich entstehen täglich mehr neue Arten als welche aussterben. Die Umwelthysteriker glauben, dass sich die Welt nicht weiterentwickelt und die Veränderung dieser Welt einzig und allein durch den Menschen stattfindet - zum negativen selbstredend. Da kommt der erzkonservative, alles erhaltende Reflex zum tragen. Die Angst vor Veränderung fusst aus deren Unvermögen zu leben.

  6. Brandenburger meint:

    Das meiste sind doch irgendwelche Amöben in der Tiefsee.

  7. tape meint:

    Schade, dass nicht täglich 150 UN-Delegierte aussterben. Aber bislang finden diese Parasiten anscheinend immer neue und spendierfreudige Wirte.

  8. D.N. Reb meint:

    Weil unsere Politiker Zuhause nichts mehr gebacken kriegen, müssen sie erst das Weltklima retten und dann die Evolution aufhalten. Unter dem geht nichts. Natürlich könnten sie es auch damit versuchen, die Bildung voranzutreiben, die Wissenschaften, die Staatseinnahmen zu erhöhen und die Ausgaben zu senken aber das gibt nur Gezänk. Also muss das Klima ran. Letztens wurde prognostiziert, dass es erst eine kleine Abkühlung gibt, statt massenhaft Sauna. Das macht der grossen Klimatheuse natürlich einen Strich durch die Rechnung, wenn sie plärrt, “wir verkochen”, und die Leute schauen aufs Thermometer. Jetzt sind die Arten dran. Obwohl niemand sagt, um welche Arten es sich handelt. Handelt es sich um die sagenhaften Kulupen, die gejagt werden, in dem sich der Jäger fressen lässt oder um die ameisenartige Schwanzgeiss, die so selten ist, dass nicht einmal ihr Entdecker sie fand? Jedenfalls, Zeit, sich massig Sorgen zu machen, nicht, dass plötzlich die überlebensnotwenigen Kartoffelkäfer ausbleiben oder die Prozessionsspinner, die von Eiche zu Eiche tappern. Ich frage mich wirklich, wie so etwas unbeschert im Kanzleramt regiert und dabei so einen Schwachfug daherplaudern kann. Oder wie Broder sagte, bin ich blöd oder die Anderen?

  9. Golem meint:

    Ein paar Arten sterben leider nicht aus.

    Gutmenschen, korrupte Politbonzen, Islamisten……………

  10. Prosemit meint:

    zum Ausgleich fürs Artensterben …

    “Forscher entdecken jährlich Tausende neuer Arten. Zehn davon küren sie als besonders bemerkenswerte Spezies.”

    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/artenschutz/tid-10115/biodiversitaet-die-zehn-kuriosesten-neuen-arten_aid_304448.html

    Wieso erinnert mich das “Artensterben” so an das “Baumsterben” ???

  11. enwet meint:

    Wann sterben endlich grüne Ökofaschisten aus?

    Vielleicht sollte Frau Merkel massenweise Anfragen bekommen. Sie soll uns namentlich die letzten 365 x 150 Arten die 2007 ausstarben nennen.

    Schlechte Nachricht: 2008 ist ein Schaltjahr, es sterben 150 Arten mehr aus. Bitte unbedingt ein Spendenkonto einrichten!!!

  12. Onkel Peter meint:

    Der Mottenmann wurde auch schon einige Jahrzehnte nicht mehr gesehen.

    Wir hatten uns neulich schon köstlich über Gottes liebster FDJ-Sekretärin, sowie ihrer Gabe Wunder zu vollbringen amüsiert.

  13. gibor meint:

    @ enwet

    Keine Panik, auch die grünen Ökofaschisten werden aussterben - einer nach dem anderen! Wird sich biologisch von selbst lösen.

  14. Otto meint:

    WEr ist “Lichtung”?

  15. Frek Wentist meint:

    Rettet den Sockenelch! Auch die Tittenlaus ist vom Aussterben bedroht. Wir benötigen deshalb dringend eine Artensterben-Abgabe für Reiche. Mit ihren Breitreifen sind die Reichen in erster Linie für die Dezimierung der Tittenlaus verantwortlich. Man sollte die KFZ-Steuer an der Breite der Reifen bemessen.

    Zur “Klimakatastrophe”:

    In Dubai, der größten Baustelle der Erde, die in 13 Jahren, also im Jahre 2020, gerade rechtzeitig zu Beginn der Klimakatastrophe, fertig wird, werden 100e von Milliarden Euros investiert, um in 0 Meter Höhe des Meerwasserniveaus das dann nur mit Superlativen ausgestattete neue Ferien-, Erholungs- und Amüsierzentrum der Erde einzuweihen. Es sind keine Vorkehrungen getroffen, um dem Klima-Gau Paroli zu bieten. Ja, sind die dort denn alle bescheuert, oder sind sie Ungläubige? Nein, die Araber dort sind Schlitzohren. Sie kennen die Gründe ganz genau, weswegen und wozu das IPCC ins Leben gerufen wurde.

    http://www.klima-ueberraschung.de/show.php?id=11

  16. Jan meint:

    Hier ist ein Hinweis, wie die Anzahl der angeblich pro Tag aussterbenden Arten ermittelt wird:

    “Solche Schätzungen entstehen nach einer speziellen Rechenmethode. Ausgehend von einer sehr hohen Zahl unbekannter Insekten im Regenwald, rechnet man diese auf den globalen Regenwaldverlust hoch. Dabei kommt die 90/50-Regel aus der Inselökologie zum Zug. Werden 90 Prozent der Naturfläche auf einer Insel zerstört, verschwinden 50 Prozent der Arten. Das muss aber nicht auf Kontinente zutreffen, denn dort haben Pflanzen und Tiere eher die Möglichkeit, in andere Lebensräume auszuweichen. Dies zeigte sich im Atlantischen Regenwald Südamerikas: Er wurde zu mehr als 90 Prozent gerodet – es verschwand jedoch keine bekannte Art.”
    (Quelle: http://images.zeit.de/text/zeit-wissen/2008/03/Dossier-Arten-Fragen )

    Also völlig an den Haaren herbeigezogen und im völligen Widerspruch zu den tatsächlichen Beobachtungen.

  17. Dissident meint:

    Und warum nutzen wir das nicht für uns aus?

    Frei nach dem Motto:
    Erst sterben die Bäume,
    dann sterben die Tierarten und
    dann die Völker! (incl. des Deutschen!).

    Warum nicht auf diesen Zug aufspringen und ihn für unser Begehren nutzen?

    Artenvielfalt gerade innerhalb einer Art schützt vor Ausrottung. Hätten die Iren damals mehr Kartoffelsorten angebaut, oder auch noch etwas anderes, dann hätte sich die Kartoffelfäule damals nicht so schlimm auswirken können. Und genau das kann auch der Menschheit bevorstehen, wenn es nicht mehr die unterschiedlichen Völker gibt, sondern nur noch einen Gleichmacherbrei.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ihr das versteht, aber ich hoffe darauf, dass ihr darüber nachdenkt.

  18. Onkel Peter meint:

    “Klimawandel” ist des rentabelste Geschäft das für den Staat der überhaupt möglich ist. Mittels Investition von, sagen wir mal
    2 Milliarden Euro jährlich in die Forschung, werden vielleicht 50 Milliarden Euro an Steuergeldern ausgelöst. Es ist eine reine Gelddruckmaschine und ist für jeden Staatschef mehr als verlockend.
    Außerdem dient es die Wirtschaft anzukurbeln indem der Bürger zu vollkommen unsinnigen Investitionen gepresst wird, die er bei klarem Verstand und unter Abwägung aller Umstände niemals tätigen würde. Selbst wenn der Öffentlichkeit bewusst wird, dass am menschengemachten Klimawandel nichts dran ist, ist es längst zu spät. Das Geld ist weg. Auch werden einmal eingeführte Gesetz niemals wieder abgeschafft, mögen die Gründe für ihr Erlassen auch noch so unsinnig sein.

  19. Onkel Peter meint:

    Die ökonomische Sinnlosigkeit, ja die Gefählichkeit solcher Investitionen predigte ich bereits Anfang der Neunziger Jahre während des Booms der Ölheizung. Ich rechnete vor, dass allein der Einbau einer solchen Heizung Summen verschlingt, für die man für 15 bis 20 Jahre einen Heizvorrat an Braunkohlebrikett anlegen könnte. Also nur die Investition in eine Anlage wobei noch nicht ein einziger Liter Heizöl gekauft wurde. Außderdem macht man sich von einem einzigen Heizmedium abhängig. Ich habe schon damals gesagt, daran muss etwas faul sein. Es kann einfach nicht sein, dass die Leute gezwungen werden sich von einer Heizung abhängig zu machen wofür Deutschland überhaupt die Rohstoffquellen nicht verfügt. Es ist Wahnsinn. Der Hausbesitzer ist auf Gedeih und Verderb dem Preis ausgesetzt der ihn diktiert wird und hat keinerlei Ausweichmöglichkeit. Einen Feststoffbrennkessel, einen Kachelofen oder einen Grundofen kann man auch mit anderen Brennstoffen wie Holz befeuern wenn alle Stränge reißen. Das ist bei modernen Anlagen nicht möglich. Eine Ölheizung muß mit Öl befeutern werden, eine Gasheizung Gas. Ein Nachspeicherofen mit Elektroenergie. Es ist alles Mist. Da musste etwas anderes dahinterstecken
    zumal diese Heizsysteme auch noch staatlich gefördert wurden. Das ist widersinnig, da mit solchen Subventionen ausländischer Rohstoffquellen die heimischen Braunkohletagebaue ruiniert werden
    Wer hat etwas davon? Sehr einfach: Der Staat höchstselber. Er kann jede Beliebige Steuer auf diese Heizmaterialien erlassen die ihm in den Sinn kommt. Der Hausbesitzer hat keine Möglichkeit dieser zu entkommen sofern er nicht im Winter in einer kalten Stube sitzen möchte.
    Das war von Anfang an geplant.

  20. spital8katz meint:

    Täglich sterben 150 Arten aus.

    Nur die Dummen werden nie alle…

  21. Wahr-Sager meint:

    Es ist doch scheißegal, ob pro Tag 150 Arten, 100 oder noch weniger aussterben. Fakt ist doch, dass die Abrodung des Regenwalds endlich aufhören muss! Eine derartige Zerstörung eines so großen Ökosystems kann nicht ohne Folgen bleiben.

  22. Fact - Fiction » Blog Archive » Der gekreuzigte Frosch von Bozen meint:

    […] Nur wer solchen Mist gut findet, ist also ein wirklicher Kunstkenner? Wer sagt denn der NZZ, daß es sich hier um ein Kunstwerk handelt? Weil das westliche Feuilleton schon seit Jahrzehnten total versagt und jeden spinnerten Pinsler als Künstler und jede Fäkalie als Kunst durchgehen läßt, muß es jedenfall noch lange kein Meisterwerk sein. Früher oder später landet all dieses Zeugs mit Sicherheit im Sperrmüll. Anbetung und “Auseinandersetzung” wäre vertane Zeit. Zweitens bezweifeln wir, was die NZZ schriebe, wäre der Frosch auf einen Koran genagelt. In der dänischen Karikaturenaffäre hat sich das Schweizer Blatt nicht hervorgetan. Und drittens fragen wir uns ernstlich, wie die Südtiroler Grünen, auch wenn der Frosch grün ist, das Werk gut finden können, wenn jeden Tag nachgewiesener Maßen 150 Arten aussterben!  […]

  23. Martina meint:

    Wann sterben eigentlich die ignoranten Idioten aus, die solchem unqualifizierten Mist wie dem oben angeführten Artikel zustimmen?

    Vielleicht sollten alle diese Menschen sich einmal etwas eingehender mit der Biologie beschäftigen - aus der Ferne zu schimpfen und Plattheiten von sich zu geben ist nämlich viel einfacher, als tatsächlich etwas über die biologischen Zusammenhänge am Planeten Erde zu lernen….aber, klar, das übersteigt den geistigen Horizont derer, die gerne polemische Parolen hören.

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